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Dienstag, 24. Juni 2025

Jahrestreffen 2025 der Pirckheimer-Gesellschaft

Die Pirckheimer-Gesellschaft veröffentlichte auf ihrer Homepage das Programm des 52. Jahrestreffens, welches 2025 von Matthias Wehry organisiert wird.
Tagungsort wird Hannover sein, wo sich die Pirckheimer 2010 schon einmal zu einer Jahresversammlung trafen - in einer Stadt, in der sich die regionale Bibliophilen Vereinigung, der Hannoverschen Bibliophilen-Abend, nach 29jährigem Bestehen kürzlich zum 124. und letzten Treffen zusammenfand.
Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. | © Christian A. Schröder, CC BY-SA 4.0
Am Freitag widmen sich die Teilnehmer den alten, großen Büchersammlungen der Stadt. Start ist in Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek mit einem Vortrag durch den Kartenkurator Björn Schreier, der in die aktuelle Ausstellung und die beiden UNESCO-Weltdokumentenerbe einführen wird. Danach geht es zur Stadtbibliothek Hannover, der ältesten Bibliothek der niedersächsischen Landeshauptstadt.
Das traditionelle Abendessen führt die Teilnehmer am Freitagabend in das Restaurant Heimathafen, das als altes Schiff Prinz Adalbert v. Preußen am Mittellandkanal liegt, wobei Matthias Wehrhahn seinen Verlag und die literarische Welt des 18. Jahrhunderts vorstellen wird. Die Erlöse der bewährten anschließenden Bücher- und Grafikauktion werden diesmal diesmal als Unterstützung an die von Armin Schubert betreuten Bücherkinder Brandenburg gehen.

Am Samstag beginnt mit einem (Ein-)Blick in Hannovers größten Comicladen Comic durch Katinka Kornacker. Im Anschluss stehen zwei Museen auf dem Programm: Das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst und das Landesmuseum Hannover.
Die Tour durch das historische Stadtgebiet endet mit einem Erlebnis-Spaziergang, entweder auf der blutigen Spur des Serienmörders Fritz Haarmann oder man folgt den Gerüchten und dem Hofklatsch des 18. Jahrhunderts bei einer Tour zur Königsmarck-Affäre, die im Nachgang des Skandals eine Flut von europaweiten Druckwerken zeitigte. Philipp Christoph von Königsmarck (1665–1694) war Liebhaber der Gattin des Kurprinzen und verschwand spurlos und vermutlich auch leblos in der Nacht vom 11. auf den 12. Juli 1694 im hannoverschen Leineschloss.
Für den Abend besteht die Möglichkeit, individuell den 33. Internationalen Feuerwerkswettbewerb im Schlossgarten Herrenhausen oder ein Restaurant in der Innenstadt zu besuchen.

Am Sonntag findet um 10 Uhr im Intercity Hotel Hannover die Mitgliederversammlung statt.

19. – 21. September 2025
Hannover

Freitag, 3. Januar 2025

>Marginalien... #255

Laut einer Pressemitteilung der Pirckheimer-Gesellschaft ist am 30. Dezember, also noch pünktlich im alten Jahr, das 4. Heft der Marginalien, Zeitschrift für Bibliophilie und Buchkunst, erschienen Die meisten Pirckheimer-bekamen die Zeitschrift sogar bereits vor Weihnachten, andere haben das Heft auch nach Beginn des neuen Jahres noch nicht erhalten.
Im aktuelen Heft schreibt u.a. Peter Engel über Die Graphischen Bücher Kurt Wolffs und zeigt, dass dessen Verlag seit jeher auch ein bibliophiler war. Matthias Wehry führt mit Teil vier von Lug und Betrug im Buch das Alphabet der Hinterlist fort. Jens-Fietje Dwars porträtiert in der Rubrik Zu Besuch im Atelier den renommierten Weimarer Künstler Walter Sachs, der zugleich die grafische Beilage für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, den Holzschnitt Karnickel und Schlange, beitrug.

Donnerstag, 19. Januar 2023

Marginalien 247

Marginalien mit dem Blatt
Petra Schuppenhauer, Blumen
Christiane und Norbert Grewe führen uns durchs »Goldene Zeitalter der fantastischen Buchillustration« genannten Hochzeit der Prunkbände für Märchen und Schauergeschichten zwischen Jugendstil und Art déco. Eine Zeit künstlerischer Opulenz mit wohlklingenden Namen wie Rackham, Dulac, Clarke, Bilibin, Nielsen und vielen mehr. Maria Bogdanovich bringt uns eine weitere goldene Ära nahe: Die Zeit bibliophiler Fülle in Deutschland zwischen 1899 und 1933. Ihr Blick auf jene gut 30 produktiven Jahre mit unzähligen, bis heute nachwirkenden Publikationen, Ausstellungen und
Inka Grebner, Stillleben mit Dame
Gesellschaftsgründungen erzählt sie entlang eines Mannes:
G. A. E. Bogeng - und erinnert an seinen Klassiker Die Großen Bibliophilen, der dieses Jahr sein 100-jähriges Jubiläum erfährt. Auf die eigentliche bibliophile Bonanza aber stößt Matthias Wehry in unserer Reihe Berühmte Bücher. In den 1830ern erschien in England eine kostbare Bibel: Der Drucker De La Rue veröffentlichte das New Testament auf mit Gold bedrucktem Porzellanpapier. 
Und letztlich ist unsere Grafische Beilage diesmal ein wahres Füllhorn: Die Künstlerinnengruppe »augen:falter« schuf für uns gleich ganze sieben Motive.

(Till Schröder, aus dem Editorial)

augen:falter, Persephones Wintergarten, Auflage 1.260 Expl., davon 770 für die Pirckheimer-Gesellschaft, gedruckt im Atelier carpe plumbum, Leipzig
  • Inka Grebner (Stillleben mit Dame)
  • Urte von Maltzahn-Lietzt (Gartenmondvioline)
  • Franziska Neubert (Zicke, Zacke ...)
  • Julia Penndorf (Still Alive)
  • Nadine Respondek (Fruchtig, fuchtig & verblichen)
  • Petra Schuppenhauer (Blumen)
  • Katja Zwirnmann (Totenkopfschwärmer)