Samstag, 28. Mai 2022

Bäume | Böden | Natur

miley, Ein Feuerschein dimmert durchs
Unterholz, Holzschnitt, 2022,
Blattgröße 34 x 48 cm
Mit einer Verzögerung von zweieinhalb Jahren, verursacht durch Pandemie und Krieg, wird in vier Wochen endlich eine Ausstellung zu Bäumen, Bodenversiegelung und Stadtklima stattfinden, die dem Pirckheimer Michael Ley Herzensangelegenheit ist.

Wenn einem auch die Zeilen Bertolt Brechts aus den 30ern des letzten Jahrhunderts in den Sinn kommen:
"Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!"
(An die Nachgeborenen),
das Gespräch über Bäume bleibt ebenfalls wichtig.

Vorangegangen ist der kommenden Ausstellung u.a. eine Aktion, bei der durch Autos verursachte Abriebspuren auf in der Fahrspur platzierten Zinkplatten mittels einer Tiefdruckpresse sichtbar gemacht wurden, diese werden kombiniert mit in anderen Verfahren entstandenen Drucken präsentiert.
Zur Vernissage der vom Kantor Eggers kuratierten Ausstellung in der Berliner Heilandskirche wird miley in einer Druckdemo ebenfalls einige Radierungen drucken - in der Ausstellung selbst wird dann hauptsächlich eine Auswahl von Holzschnitten zum Thema zu sehen sein, aber auch Zeichnungen, Digitaldrucke und, und, und ...

Zur Ausstellung erscheint ein 16seitiges Künstlerbuch im Buchdruck in einer Auflage von 18 Exemplaren im Format 10,5 x 15 cm zum Preis von 18 Euro.

Vernissage: 24. Juni 2022, 19 Uhr, einführende Worte Udo Würtenberger

Heilandskirche
Berlin-Moabit, Thusneldaallee 1, 10555 Berlin

Dienstag, 29. März 2022

artbook nachlese

Der Pirckheimer miley ist künstlerisch in verschiedenen graphischen Techniken unterwegs, u.a. auch mit digital nachbearbeiteten Fotos.
miley: Abel und Petrus, bearbeitete Fotografie 2022
Hier eine derartige Graphik nach einem Foto, welches miley von Abel Doering, der die Präsentation der Pirckheimer-Gesellschaft betreute und dessen Standnachbarn Petrus Akkordeon vor wenigen Tagen auf der artbook.berlin nord machte.

Samstag, 19. März 2022

1. artGRAFIK Ahrenshoop

Jahres_Zeiten und Boden_Los von Sarah Kirsch, BuchKunstBalance (© Henry Günther) 
Im dritten Anlauf soll die 1. artGRAFIK AHRENSHOOP Messe für zeitgenössische Druckgrafik , Fotografie, Zeichnung und BuchKunst vom stattfinden.

Zum ersten Mal findet im Künstlerort Ahrenshoop eine Messe für zeitgenössische Kunst statt, die Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet vereint.

Durch die künstlerische Praxis befindet sich die Druckkunst in einem stetigen Prozess. Neue künstlerische Ausdrucksformen werden durch immer neue technische Möglichkeiten präsentierbar. Die Tradition der künstlerischen Drucktechnik wird aktuell vor allem von Bildenden Künstlern gepflegt. Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdruck und deren Mischformen ermöglichen grafische Werke von hoher Qualität.

Teilnehmer: Angelika-Christina Brzóska / Gerlinde Creutzburg / Rainer Ehrt / Tina Flau / Hans Götze / Henry Günther / Volkmar Herre / Linde Kauert / Rita Lass / Fred Lautsch / Urte von Maltzahn-Lietz / Britta Matthies / Thomas Offhaus / Klaus Raasch / Gudula Zientek / Katja Lang / Susann Hoch.

... siehe auch hier

Messe: 26. - 29. Mai 2022

Strandhalle Ahrenshoop
Dorfstraße 16 b, 18347 Ahrenshoop

Montag, 28. Februar 2022

Bäume

Eine bereits seit Jahren geplante, sehr komplexe Ausstellung des Pirckheimers miley (Michael Ley) in der Moabiter Heilandkirche wird nunmehr endlich stattfinden und im Mai zu sehen sein.
Das zentrale Thema sind Bäume und in diesem Zusammenhang geht der Künstler mit seiner Installation auf zunehmende Bodenversiegelung, Raubbau durch Abholzung von Urwäldern, Waldsterben, erhöhte CO2-Immission, ausufernden Verkehr und anderen Faktoren ein.
An einer Wand werden auf einem gestalteten Hintergrund Holzschnitte präsentiert, gegenüber gerahmte Bilder unterschiedlicher Technik und eine freie Fläche für Videoprojektionen. In Vitrinen sind dann noch Künstlerbücher von miley zu sehen.
Weitere Aktionen innerhalb der Ausstellung sind noch im Gespräch.

Bäume, auch Bücher, Kunst, ihre Unverzichtbarkeit und das, was sie uns bedeuten, sind hochaktuell, leider auch die Mahnung von Bertolt Brecht An die Nachgeborenen:

Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!

Samstag, 26. Februar 2022

Tiere im Garten der Kunst

Archi Galentz (lks.) und Andreas Wolf
In der Pankower Galerie Wolf & Galentz wurde gestern eine umfangreiche Ausstellung mit unterschiedlichsten künstlerischen Positionen zum Thema Tier, zur Beziehung des Menschen zum Tier, auch dessen Mythos, eröffnet. Präsentiert werden Werke verschiedener Techniken, von der Druckgraphik, Zeichnung, Malerei bis hin zu Plastiken und Fotografie von rund 20 Künstlern, darunter auch vom Pirckheimer miley oder Holzschnitte von Conrad Felixmüller aus der Sammlung des Pirckheimers Jürgen Wilke.
Marina Koldobskaja, Acryl auf Karton, (2020 ?)
Michael Ley, Il Drago, Farb-Linoldruck 2019
Die in St. Petersburg lebende Künstlerin Marina Koldobskaja z.B. malt in einem reduziert expressiven Gestus Bilder von Tieren, die eigentümlich grimmig und teilweise gefährlich und dann doch auch wieder freundlich wirken. Die im ersten Moment an Kinderbilder und Marimekko erinnernde Formsprache gibt den Tieren einen sehr charaktervollen Ausdruck, die Darstellungen bleiben aber rätselhaft. Der finnische Künstler Sampsa Indrén dagegen zeichnet und malt seit einigen Jahren tote Tiere, die er auf der Sommerhaus­insel oder am Straßenrand findet. Auf den Zeichnungen verlieren die Tiere dennoch nie an Würde. Die Berliner Künstlerin Ina Sangenstedt beschäftigt sich in ihren Tierplastiken und Tierskulpturen mit dem Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Und die Bildsprache von Jakob Roepke erinnert sowohl an Steampunk als auch an Surrealismus.

Ausstellung: 27. Februar - 24. April 2022

Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Samstag, 18. Dezember 2021

Bibliophiles des Monats

Das erste Jahr, in welchem im Blog der Pirckheimer-Gesellschaft "Bibliophiles des Monats" vorgestellt wurde, geht zu Ende.
Ein Überblick über das Jahr 2021 findet sich hier - vorgestellt wurden in diesem Jahr
Januar - Edition Schwarzdruck: BWL-Reihe (1999ff)
Februar - Pirckheimer-Gesellschaft: 29. Januar 1956 (1955)
März - LBA: Rote Wut und schwarze Galle (1991)
April - Bertolt Brecht: Gegen Verführung (2017)
Mai - BBA: Tellers Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland, 1792 (1928)
Juni - Klaus Waschk: Vor&NachBilder (2021)
Juli - Schweizerische Bibliophilen-Gesellschaft: Bibliophilie (2021)
August - Ulrich Tarlatt: abschied von sara (1992)
September - miley: Ein Tagebuch (2002)
Oktober - Ingo Schulze: Kakoj Koschmar oдer You Are Welcome (2021)
November - Frans Masereel und das Buch (1961)
Dezember - Jacobus Schnellpfeffer: Stecknadeln im Sofa (1997)
Das Spektrum der ersten mit diesem Ehrentitel bedachten Bücher ist zwar bereits annähernd breit gefächert, doch sollte durchaus auch Besonderes aus anderen Sammlungen, wie z.B. Buchobjekte, historisch Wertvolles oder Raritäten der Druckgraphik in dieser Rubrik auftauchen. Wir wissen, die Regalen der Pirckheimer beherbergen viele Schätze und auch Kuriosa.

Obwohl alle Freunde des Bibliophilen aufgerufen waren, Lieblingstitel für diese Rubrik vorzuschlagen und es auch einige Bekundungen gab das zu tun, fehlte es doch an der Tat. Damit nun nicht weiterhin ausschließlich Titel aus der Bibliothek des Blogbetreibers Bibliophiles des Monats werden, ist hiermit jeder (was jede einschließt) angesprochen, entsprechende Vorschläge einzureichen.

Freitag, 26. November 2021

Druckgrafik - Umrisse einer Kunstgattung

Blick in die Ausstellung
Heute eröffnete in der Pankower Galerie Wolf & Galentz die Ausstellung "Druckgrafik - Umrisse einer Kunstgattung" mit historischen und zeitgenössischen Werken von Michail Wercholantsew, frühen Bücher mit Originalgrafiken von Wassili Masjutin und Pawel Schillingowski sowie ein berühmtes Picasso-Porträt von Georgi Echeistow von 1934. Die Familie von Arkadi Kolchanow vertraute den Galeristen mehrere sehr seltene Holzstiche des Meisters an. Der langjährige Drucker von Konrad Felixmüller, Hans-Jürgen Wilke, leiht Werke aus seiner Sammlung. Zu sehen sind einige Blätter aus dem Nachlass von Jürgen Wittdorf, sowie u.a. auch experimentelle Ansätze wie Drucke von Swetlana Wedernikowa aus Sankt Petersburg, die in einer einzigartigen Technik entstanden sind. Da der Künstlerin nach dem Ende der Sowjetunion keine Lithografiewerkstatt mehr zur Verfügung stand, entwickelte sie eine Drucktechnik mit ölgetränkten Pappen.
miley, Buchsammlung des Orchis Verlags
Unter den Exponaten auch die Installation Buchsammlung des Orchis Verlags in einem Kubus aus Druckstöcken von miley und die Vitrine mit Druckgrafik und Künstlerbüchern von ihm zu "Schnittstellen / Interfaces zwischen analoger Druckgraphik und digitaler Technik".
Vitrine mit Druckgrafik und Künstlerbüchern von miley
Das Begleitbuch zur Ausstellung, welches den Katalog zur Ausstellung "Holzstich - Ausgewählte Druckgrafik aus Russland und Deutschland" (Artbear Books, 2020, ISBN: 978-3-946957-03-4) ergänzt, erscheint leider erst im 1. Hj. 2022.

Ausstellung: 28. November 2021 - 6. Februar 2022

Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Mittwoch, 1. September 2021

Ein Tagebuch

Bibliophiles des Monats September ist ein im Jahr 2002 entstandenes und vor wenigen Tagen erstmals öffentlich vorgestelltes Künstlerbuch von miley.
Nach einer Kehlkopfentfernung führte er ein visuelles Tagebuch, in welchem er Zeichnungen, Artefakte der Krankheit und Therapie, kleine Texte und Fotos vereinte. Diese Chronik ist nicht wie ein echtes Tagebuch mit täglichen Einträgen gefüllt, sondern wurde diskontinuierlich bedient. Dort wo Platz war, kam der Beitrag hin.
Ein Antrieb, eine Aufforderung für das Entstehen dieses Buches war dem Künstler die Installation von Joseph Beuys, dessen Geburtstag sich am 12. Mai zum 100sten mal jährte: "Zeige Deine Wunde" von 1976.
»Mit dem Kehlkopf verliert man seine Stimme, ein wichtiger Bestandteil der Identität. [...] Nicht jeder versteht diese "Roboterstimme". Ich war nach der OP ein anderer Mensch - wie mit einem neuen Betriebssystem - ohne es gleich zu realisieren. Erst nach und nach sickert die Erkenntnis durch, dass alles von nun an anders ist. Eine andere Welt tut sich auf, die keinesfalls besser ist als meine alte Welt war bzw. ist.«
(miley)
Ein starkes Buch, das man nicht leichtfertig zur Hand nehmen kann, geradezu ungern, aber wenn das geschah, ist man gezwungen, es intensiv zur Kenntnis zu nehmen, vom Inhalt her wie in seiner Ästhetik.

miley, Tagebuch 2002
Unikat, Spiralheftung, 200 Seiten (unpaginiert), handschriftlich, mit Zeichnungen, Collagen, Ausstanzungen

Samstag, 28. August 2021

Ortstermin Moabit - reset

Der erste Tag des Ortstermins 2021 führte u.a. zu den Pirckheimern Michael Ley und Udo Würtenberger.
miley mit Andruck-Presse und Multimedia-Installation "reset"
Tiefe Einblicke in das Reset infolge einer folgenreichen Operation gab ein Künstlerbuch von miley, entstanden vor 20 Jahren, welches in Kürze hier vorgestellt wird.
Aktuell beschäftigt sich miley mit den Schnittstellen digitaler und analoger Drucktechniken und demonstrierte diese an einer transportablen Andruck-Hochpresse (Nudel) mit einem gelaserten Druckstock und einem geschnittenen Stock, bzw. den Ergebnissen seiner Arbeit an einer Tiefdruckpresse mit Radierungen in Kupfer, korrodiert und einer Solarplate-Druckplatte.
Galerie Würtenberger druckt in der Ausstellung Walter Karberg "Zeichen"
In der Galerie Würtenberger ist derzeit eine Ausstellung mit dem frühen Werk des Berliner Künstlers Walter Karberg (1935 - 2017) zu sehen, wenige 100 m weiter kann parallel zu dieser Ausstellung im Studio 22 (Anette Wörner) das spätere Werk dieses ehemaligen Professors an der FHSS betrachtet werden.
Studio 22, Walter Karberg "Wege"
Selbstverständlich darf die Ausstellung mit experimentellen Installationen, Videos und Klangräumen in der Galerie Nord des Kunstvereins Tiergarten nicht unerwähnt bleiben, ein sehr beklemmendes Erlebnis auf dem Hintergrund mit Sirenengeheul vorbeirasender Fahrzeugkolonnen der Polizei zur Verhinderung von Protesten gegen Coronamaßnahmen und dem permanenten Lärm von Hubschraubern, was wie ein Bestandteil der Installationen wirkten.

Samstag, 3. Juli 2021

Ortstermin 2021

2021 wird der Ortstermin Moabit und im Hansaviertel nach vielen Jahren wieder für alle Sparten der Kunst geöffnet. Mit dem diesjährigen Festivalthema RESET wird der ORTSTERMIN auch in seiner künstlerischen Bandbreite neu starten. ‚to reset‘ steht für einen Vorgang, der ein elektronisches Gerät wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzt. Diese Entscheidung kann notwendig werden, wenn Abläufe und Anforderung nicht mehr adäquat bewerkstelligt werden können oder fehlerhaft sind.
Plakat von miley zum Ortstermin
 in seinem Atelier
Angewendet auf das gesellschaftliche System ist hier die Frage zu stellen, ob dieses ‚zurücksetzen auf' überhaupt möglich ist. Die Gesellschaft befindet sich derzeit in einem Schwebezustand des Abwartens. Warten auf den Neustart, Warten auf die wiederkehrenden sozialen Begegnungen und den Austausch, Warten auf ein Öffnen der Geschäfte und Institutionen. Zurückgeworfen auf Grundbedürfnisse fangen wir an, uns selbst und unser soziales Miteinander zu hinterfragen ...

weitere Informationen hier

Freitag, 27. November 2020

SAMMLERFREUDEN 2020

Beim Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Abend im Dezember letzten Jahres kam die Bezeichnung "Mein Buch des Jahres" auf - im Gegensatz dazu hatte auch jemand sein "Unbuch des Jahres" dabei und es wurde auch über "Mein Nichtbuch des Jahres" berichtet. Da nun in diesem Jahr der Sammlerabend ausfallen muss, hat der Vorstand beschlossen, die "Bücher des Jahres" wenigstens virtuell zu präsentieren: Jeder, der am 3. Dezember etwas zum traditionellen Sammlerabend mitgebracht hätte, schreibt ein paar Sätze auf über das Objekt und warum gerade dies sein Buch (oder seine Grafik usw.) des Jahres ist, dazu eins, zwei Bilder.

Damit können Pirckheimer und Freunde wenigstens auf diese Weise teilhaben an den Sammlerfreudendes letzten Jahres unserer Mitglieder.
Die Beiträge zu den Büchern des Jahres können durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden.

Sonntag, 22. November 2020

Mailart in Zeiten von Corona

... umseitig mein Plan, um aus der Pandemie-Zone heraus zu kommen. Nicht praktikabel, aber vielleicht ein bisschen lustig. Das Vorbild, Horst Hussel, hätte sicher noch bessere Wege gefunden ...

(miley)

Mittwoch, 9. September 2020

Gruß nach Sachsen-Anhalt

Mit obenstehendem Linolschnitt grüßt miley alle Teilnehmer des diesjährigen Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft in Halberstdt, Aschersleben und Quedlinburg vom 18.- 20. September 2020 und bedauert, in diesem Jahr an unserem Treffen nicht teilnehmen zu können.

Freitag, 31. Juli 2020

16. Ortstermin Moabit

Es beginnen sich die Meldungen zu wieder stattfindenden kulturellen Veranstaltungen zu mehren. So erreichte mich, gestaltet als Unikatbuch, eine Einladung zum Ortstermin 20 Kunstfestival in Moabit.
Fast 200 Künstler und Kulturschaffende, darunter auch die Pirckheimer miley, Würtenberger und Noske, die hier als Künstlerkollektiv Drittbrett vorgestellt wurden, sind dem Aufruf zur Teilnahme trotz aller Unsicherheiten gefolgt. Sie öffnen Ateliers, Werkstätten und Privatwohnungen, präsentieren kuratierte Ausstellungen und Musikperformances und laden zu Veranstaltungen und Gesprächen ein, die weit über die Festivalthematik hinausreichen.
In der Galerie Nord (Turmstraße) haben die Künstler der Ausstellung bis hierher und nicht weiter . this far and no further bereits seit Juli einen thematischen Raum für das Festival geöffnet. Ihre Beiträge loten Fragestellungen zu Aus- und Abgrenzungen im physischen, sozialen und politischen Raum, die Komplexität und Verzahnung gesellschaftspolitisch relevanter Prozesse und aus ihnen resultierende Ambivalenzen aus. Hier entwickelt sich aus einer Rauminstallation eine Festivalzentrale als Ort der Begegnung für Künstler und Besucher und Plattform für Diskussionen, Performances und Konzerte. Das beliebte Videoscreening In between entsendet anlässlich der Festivaleröffnung neun künstlerische Kurzfilme in den nächtlichen städtischen Raum der Turmstraße und am Wochenende finden moderierte Kunst-Rundgänge durch Moabit statt.
miley - Notizbuch, verschiedene Papiere, teilweise Offset oder mit Holzschnitten bedruckt, 11,5 x 10,3 cm, 2020
28. - 30. August 2020
Berlin Moabit
Kunstverein Tiergarten

Mittwoch, 29. Juli 2020

Das Pfeifen im Walde

Auch zu Zeiten von Corona arbeiten die Künstler in ihren Ateliers weiter, nur ihre Themen haben sich mitunter geändert oder zumindest um ein C erweitert. Und sie warten wie derzeit jeder auf das Abflauen der Infektionen.
Der Pirckheimer miley sagt jedoch selbst zu seinem zweifarbigen Holzschnitt "C.: eine globale Pandemie löst sich auf", seine Graphik sei für ihn so etwas wie das Pfeifen im Walde.

Montag, 16. Dezember 2019

einszweidrei im Sauseschritt ...

In zwei Wochen ist wieder ein Jahr vorüber - es beginnt somit die Zeit, in der sich Pirckheimer Weihnachts- und Neujahrswünsche senden, von denen einige hier vorgestellt werden.
Den Anfang macht nebenstehender zweifarbiger Holzschnitt von miley mit dem Zitat frei nach Wilhelm Busch aus Julchen "Einsweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit - wir laufen mit."

Samstag, 18. Mai 2019

Bäume

Der Pirckheimer miley stellte heute eine neue Arbeit vor, das 18seitige Künstlerbuch "Bäume" (im Innentitel "Trees") mit teilweise mehrfarbigen Holzschnitten.
Das Büchlein aus starkem Karton ist als Heft fadengebunden, die Auflage beträgt 10 Exemplare.
Die Abb. zeigt auf einer Doppelseite im Mittelteil die Graphik "Sturmbaum". Weitere Abbildungen im Facebookkonto von Abel Doering (Anmeldung erforderlich).

Mittwoch, 26. Dezember 2018

PF 2019

... der willkürliche Wechsel der Jahreszahl - eine menschgemachte Zäsur im ZEITSTROM. Diese Größe "Zeit" bleibt ein Mysterium, etwas ungreifbares und noch weniger Abbildbares. Es dennoch zu versuchen ist vielleicht Trotz um ein Zeichen zu setzen, nicht im ZEITSTROM zu versinken ...
(miley)

Montag, 19. November 2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.
Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Montag, 26. März 2018

Vogel und Trolle

Heute im Briefkasten: eine Klappkarte mit dem Titel Vogel und Trolle (2016) als lieber Gruß des Pirckheimers miley. Diese Radierung kann ich den Graphikfreunden einfach nicht vorenthalten!