Dienstag, 13. September 2016

Nuria Quevedo


Henry Günther schließt sich der Unterstützung der Bücherkinder Brandenburg an und spendet die Kaltmadelradierung von Nuria Quevedo zu dem Buch "KANTS AFFE" von Karl Mickel, erschienen als 3. Druck der edition balance, 1992.
Blattformat: 70 x 55 cm
Bildformat: 50 x 36 cm
€ 250


1 Kommentar:

Armin Schubert hat gesagt...
Danke für die anhaltende Solidarität, die ich seit 1989 - beginnend auf dem Alexanderplatz von Berlin - erfahre. Es scheint jetzt wieder nötig zu sein. Das nächste Buch der Bücherkinder Brandenburg wird sich mit der Postkarten-Poesie von Jurek Becker befassen.
15. September 2016

Abracadabra

Die Ausstellung «Abracadabra – Medizin im Mittelalter» vermittelt einen Einblick in die Geschichte der Medizin im Mittelalter. Anhand der eimaligen Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek spannt sie den Bogen von der frühmittelalterlichen Überlieferung medizinischer Texte des Altertums bis hin zur spätmittelalterlichen Heilpraxis. Sie zeigt zudem Beispiele von Wunderheilungen und erinnert an die ethische Grundlegung der christlichen Krankensorge in der Bibel – etwa mit der Geschichte des barmherzigen Samariters – und in der Benediktsregel.
Dr. Cornel Dora, Leiter der Stiftsbibliothek St. Gallen, wird die Teilnehmer und Gäste der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft durch die Ausstellung in der Stiftsbibliothek St. Gallen führen.
Für die Führung ist eine vorherige
Anmeldung erforderlich.

Ausstellung: noch bis 6. November 2016
Führung: 27. Oktober 2016

Stiftsbibliothek
Klosterhof 6d, 9004 St. Gallen

Montag, 12. September 2016

Dank der Bücherkinder an die Pirckheimer

"Volle Kraft voraus oder Wohin soll denn die Reise gehen" ( II) , 6 / 15
Von Armin Schubert erreichte mich die Bitte, den Dank der Bücherkinder Brandenburg zu übermitteln, einer Bitte, der ich natürlich gern nachkomme. Die Bücherkinder bedanken sich dafür, dass die Auktion im Hofbräuhaus anlässlich des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft sehr erfolgreich war und ihnen 1.000 € für die Weiterarbeit gebracht hat. Das nächst Buch der Kinder wird sich mit Jurek Becker und seiner Postkartenpoesie befassen.
"Volle Kraft voraus oder Wohin soll denn die Reise gehen", ( I) , 6 / 10
Angeboten wurden u.a. die abgebildeten Graphiken (beide  signiert, Lithografie, 100 x 70 cm) von Angela Hampel, die die Künstlerin für die Bücherkinder spendete. Beide Blätter werden können nochmals zum Preis von je 250 € angeboten werden, eine Bestellung ist an Armin Schubert zu richten.

gut angekommen: Marginalien 222

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"... ich habe meinem Sohn gerade die Buchvorschläge für Kinder aus den neuen Marginalien vorgelesen. Er meinte darauf das er auch einen Vorschlag hätte . Ich leite diesen im Auftrag meines vier jährigen nun weiter
😂 "Oscars Autos", Atlantis Verlag."
(Christiane)

Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2017

Im Jahr 2017 ist die Jahrestagung für den 1. -3. September in Potsdam geplant. Im Hotel Mercure sind einige Zimmer für die Pirckheimer reserviert. Dort wird auch das Festessen mit der traditionellen Auktion stattfinden. In Zusammenarbeit mit der Stadt- und Landesbibliothek, es werden dort die Tagungsunterlagen ausgegeben und auch der Festvortrag mit anschließender Mitgliederversammlung findet dort statt, können am Eröffnungstag ausgewählte Kleinverlage und Künstler ihre Arbeiten präsentieren.
Ansicht der Stadt Potsdam vom Brauhausberg zur Zeit Friedrich Wilhelms I., um 1735
Mit weiteren Bibliotheken und Museen wurden Kontakte aufgenommen, die für die Pirckheimer sicherlich sehr interessant sind. Besonders ist wohl eine Führung im Museum Barberini, das erst im Januar 2017 eröffnet, die für den Sonntag schon vereinbart werden konnte.
Natürlich wird die Stadt erkundet. Entweder als Stadtrundfahrt oder mit einzelnen Führungen. Genauere Angaben werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Blick ins Archiv der SLB, Foto © Werner Huthmacher
Potsdam bietet darüber hinaus weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Schloss und Park Sanssouci, Schloss Cecilienhof und Neuer Garten mit Marmorpalais, Schloss und Pückler-Park Babelsberg, Belvedere auf dem Pfingstberg mit sehr guter Aussicht auf Potsdam, das Fluxus-Museum an der Schiffbauer Gasse, Schlösserrundfahrt oder Inselrundfahrt mit der „Weißen Flotte“, die Russische Kolonie Alexandrowka und orthodoxe Kirche auf dem Kapellenberg und vieles weitere.

Sonntag, 11. September 2016

Gerhard Goßmann

Bilder aus der Mongolei

Wer in der DDR gerne las, wird mit ihm in Berührung gekommen sein: Gerhard Goßmann – Buchgestalter, Graphiker und Maler. Mehr als 270 Bücher aller Genres hat er illustriert, zu den bekanntesten zählen die deutschen Ausgaben von „Vom Winde verweht“ oder Cervantes' „Don Quijote“.
Geboren 1912 in Guben, wuchs Goßmann in Fürstenwalde auf und studierte nach einer Lehre als Schrift- und Chromolithograph 1932-35 an der Höheren Graphischen Fachschule Berlin. Darauf begann er als freischaffender Graphiker mit Buchgestaltungen u.a. für die Verlage Rowohlt und Kiepenheuer, arbeitete in der Werbung und für verschiedene Zeitschriften. Im Zweiten Weltkrieg als Soldat in Norwegen schloss er Bekanntschaft mit Edvard Munch, kehrte danach als Kunstlehrer nach Fürstenwalde zurück, nahm jedoch 1955 die Arbeit als freischaffender Graphiker wieder auf. Nach Reisen in verschiedene der damals sozialistischen Länder verarbeitete Goßmann ab 1956 seine Reiseeindrücke in künstlerischen Arbeiten. So entstand 1972 der Radierungs-Zyklus „Mongolei“, in dem Szenen des Alltags, detailreich und oft witzig-ironisch pointiert, den Betrachter begeistern. Für seine Werke erhielt Goßmann zahlreiche Preise, darunter den Nationalpreis der DDR III. Klasse für Kunst und Literatur, seine Bücher wurden als Schönste Bücher der DDR ausgezeichnet. Seine Heimatstadt Fürstenwalde widmete ihm eine ständige Sonderausstellung, eine Grundschule sowie ein Bronze-Denkmal von Robert Metzke und ernannte ihn postum zum Ehrenbürger der Stadt.
Jetzt widmet ihm der Kulturring in Berlin eine Ausstellung mit Exponaten aus der Sammlung des großen Goßmann-Sammlers aus Kloster Chorin, Pfarrer i.R. Hans-Dieter Winkler.
(Ralf Parkner)

Ausstellung: 12. September - 31. Oktober 2016

Kulturring in Berlin e.V. im Kulturforum Hellersdorf
Carola-Neher-Straße 1

artbook.berlin 2016

Die artbook.berlin öffnet 2016 zum fünften Mal ihre Pforten. Seit 2012 organisieren der Künstler, Siebdrucker und Verleger Corn.elius Brändle (edition wasser im turm.berlin) und die holländische Künstlerin und Künstlerbuchautorin Hanneke van der Hoeven am 3. Novemberwochenende diese Künstlerbuchmesse in Berlin. Die artbook.berlin 2016 ist Messe, Buchkunst-Ausstellung und Plattform für etwa 100 internationale Buchkünstler, Kunstdrucker und Verleger. Das Begleitprogramm enthält Vorträge, Buchpräsentationen und Lesungen.
Stand der Pirckheimer-Gesellschaft auf der artbook.berlin 2015, Foto: Abel Doering
Die Pirckheimer-Gesellschaft und der BBA wird wie bereits 2014 und 2015 mit einem eigenen Stand vertreten sein.

Messe: 18. - 20. November 2016

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Samstag, 10. September 2016

Carl Hofer ist mein Prophet!

Der nächste Abend der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft findet im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin statt.
D
er Vortrag von Klaus Märtens, die Verkörperung der in (West)Berlin legendären Galerie Taube verspricht ein besonderer Leckerbissen für Kunstfreunde zu werden.
Von Leba nach Berlin – Bilder und Bücher lautet das Thema des Abends und spannt einen Bogen von dem Fischerstädtchen in Hinterpommern, in dem Märtens aufwuchs und mit der bildenden Kunst in Berührung kam, bis zur kunstpädagogischen Ausbildung an der Hochschule für bildende Künste (HfbK, Grunewaldstraße in Schöneberg), zum Kunsterzieher in Viersen und bis zu seiner Galerie in Wilmersdorf, Pariser Str. 54, die seit über 40 Jahren besteht.
Auf seinem Weg zur Kunst, insbesondere zur gegenständlichen zeitgenössischen Malerei und Graphik, werden die Hörer einiges über das Westberliner „Künstlerbiotop“ und die Auseinandersetzung zwischen abstrakter Kunst und gegenständlicher Malerei der Nachkriegszeit erfahren, die er erlebt und in seiner Ausstellungstätigkeit mitgestaltet hat. Sie war für viele junge Künstler ein erster Schritt in die Öffentlichkeit.
Seit 1971 gab er kleine, aber feine Kataloge heraus, die inzwischen die Nr. 243 erreicht und auch bei Sammlern auf Auktionen Interesse gefunden haben, spiegeln sie doch in starkem Maße das künstlerische Schaffen zeitgenössischer Malerei. Zur Zeit sind in der Galerie Taube Bilder von Jörn Kempfer aus den Jahren 1986-2006 zu sehen, darunter auch vieles aus seinen Kreuzberger Anfängen.
Die Teilnehmer des Abends werden in und aus Bildern und Bücher erfahren, wie es zur Gründung der Galerie kam, wer und was alles ausgestellt wurde und noch heute in den Katalogen fortbesteht. Man kann neugierig auf einen kulturellen Längsschnitt der besonderen Art sein.
(Rüdiger Schütz)

Bibliophilen-Abend: 22. September 2016

è ZLB Berlin, Berliner Stadtbibliothek
Kleiner Säulensaal
Breite Str. 30-36

2 x 2 | D + C

In einer Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Kunstkeller Annaberg des Pirckheimers Jörg Seifert präsentiert der gleichnamige Verein bis zum Jahresende die beiden Dresdener Künstler Frank Herrmann und Lothar Rericha und die zwei Chemnitzer Künstler Jürgen Höritzsch (Abb.) und Uwe Mühlberg.

Eröffnung: 24. September 2016, 17 Uhr
Ausstellung: 24. September - 14. Dezember 2016

è Kunstkeller Annaberg e.V.
Willischstraße 11
09456 Annaberg-Buchholz

Projekt Kreuzwege

Das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Johannes Häfner (brothersinart) hat ein neues Buchprojekt in Angriff genommen: Kreuzwege "Joseph von Eichendorf, Frische Fahrt".

Freitag, 9. September 2016

Herbert Kästner ist Ehrenmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Neben interessanten Begegnungen, Gesprächen und Besuchen der bibliophilen Hotspots Münchens brachte das Jahrestreffen natürlich auch einige konkrete Ergebnisse, die für alle Bücherfreunde von Interesse sind.
Herbert Kästner im Interview "100 Jahre Insel-Bücherei, 2012, © Zeitzeugen TV
Herbert Kästner, langjähriger Vorsitzender des Leipziger Bibliophilen-Abend und Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wurde mit starkem Beifall aus Anlass seines 80. Geburtstages am 1. September zum Jahrestreffen zum Ehrenmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft ernannt. Die Mitgliederversammlung in München fand zum selben Zeitpunkt wie eine Ehrung zu seinem 80. Geburtstag in Leipzig statt. Herbert Kästner wurde per Handy zur Pirckheimer-Mitgliederversammlung in der juristischen Bibliothek München zugeschaltet und auf diese Weise über die beschlossene Ehrenmitgliedschaft informiert.

Die Mitgliederversammlung diskutierte ein neues Beitragsmodell, dem die Mitglieder unter der Voraussetzung zustimmten, dass der Vorstand die Juniormitgliedschaft auf Gesetzeskonformität prüft und diese gegebenenfalls herstellt.
Als Ort für das Jahrestreffen 2017 wurde Potsdam bestätigt. Es wird federführend durch Gerhard Rechlin organisiert, der die Mitglieder bereits über den bisherigen Planungstand informierte. Für 2018 wurde von Ralf Parkner und Elke Lang die Region um Beeskow vorgeschlagen und von der Mitgliederversammlung beschlossen.

Donnerstag, 8. September 2016

3 Tage im September

Fotos von Ralf Wege und Ralf Parkner auf Facebook durch Klick auf die Vorschau
Drei anstrengende, aber vor allem erlebnisreiche Tage liegen hinter den rund 100 Büchersammlern und Grafikfreunden, die sich am ersten September-Wochenende in München zur Jahrestagung der Pirckheimer-Gesellschaft getroffen haben. Dafür sorgten die Hauptorganisatoren Reinhard Grüner, Ernst Reif und Matthias Haberzettl. Sie hatten ein voll gepacktes und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Los ging es am Nachmittag des 2. Septembers mit Führungen durch das Deutsche Museum. Am Abend fand in der Juristischen Bibliothek im Neuen Rathaus die Mitgliederversammlung statt, und die Pirckheimer lauschten dem Festvortrag von Dr. Claudia Fabian. Sie hatte das Thema „Sammelleidenschaft - wissenschaftliche Bibliotheken und ihr Blick auf Sammlungen“ gewählt. Am Sonnabendvormittag trafen sich die Pirckheimer in der Bayerischen Staatsbibliothek. Dort besuchten sie die Ausstellung „Bilderwelten: Buchmalerei zwischen Mittelalter und Neuzeit“ und besichtigten das Magazin. Dr. Beatrice Hernad präsentierte ausgewählte Exemplare aus der Sammlung von Künstlerbüchern. Nach einer kurzen Mittagspause hieß es Füße ausruhen und genießen, denn während der Stadtrundfahrt galt es, viele unterschiedliche Seiten Münchens zu entdecken. Am Abend ging es ins Hofbräuhaus. Bevor im dortigen Wappensaal das Festessen serviert wurde, gab es buchkünstlerische Kost der Münchner Pressendruckerinnen Christa Schwarztrauber, Annette Vogel und Traute Langner-Geißler. Am Sonntag konnten die Pirckheimer zwischen einer Führung im Museum Brandhorst oder einem Besuch bei den Münchner Sammlern Reinhard Grüner, Hubert Kretschmer und der Pressendruckerin Christa Schwarztrauber wählen. Danach hieß es für die meisten der Teilnehmer von einem bibliophilen Wochenende mit Gleichgesinnten Abschied nehmen und den Blick nach Potsdam zu richten, wo das Pirckheimer-Jahrestreffen 2017 stattfinden wird.
(Ralf Wege)

BBA im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz


Die nächste Veranstaltung des Berliner Bibliophilen Abend wird diesen in das Geheime Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz führen.
Nach einer Begrüßung durch den Direktor des Geheimen Staatsarchivs, Herr Prof. Dr. Kloosterhuis, wird der BBA einen Vortrag über die Geschichte und Gegenwart, die Bestände und Aufgabenbereiche sowie über die Nutzungsmöglichkeiten des Archivs hören. Dann folgt eine Führung durch das Archiv mit Besichtigung des Repertorienzimmers, des Forschungssaales sowie eines Geschosses im Magazintrakt.
Wenn genügend Zeit verbleibt, werden noch einzelne interessante Archivalien vorgestellt. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung unter per
E-Mail oder telefonisch 030 / 40 10 45 11 erforderlich!

Vortrag: 28. September 2016
Treffpunkt: 16.15 Uhr

Archivstr. 12 - 14, 14195 Berlin

Mittwoch, 7. September 2016

Tag des offenen Denkmals in Leipzig

Zum Tag des offenen Denkmals „Gemeinsam Denkmale erhalten“ lädt nicht nur das Fraenger-Haus zu einer interessanten Veranstaltung ein (siehe hier), auch im Leipziger Museum für Druckkunst ist von 11 bis 17 Uhr auf allen Etagen etwas los.
Flachdruck - Präparieren eines Lithografiesteins vor dem Druck
Es locken bei freiem Eintritt Druckvorführungen an historischen Maschinen, u.a. auch in der im Museum ansässigen letzten Lichtdruckwerkstatt Europas. Außerdem lädt der Bund Bildender Künstler Leipzig e.V. erstmals zu einem Blick in das vereinseigene Archiv und gibt Auskunft über seine Aktivitäten in Leipzig.

11. September 2016

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38,
04229 Leipzig

Luftschlösser aus Papier

Bilder zu Gedichten von Rose Ausländer
Die Oldenburger Künstlerin Heike Ellermann, bekannt als Autorin und Illustratorin von Kinderbüchern, seit einem Jahrzehnt auch mit Künstler- und Malerbüchern, hat ein neues Kapitel in ihrem facettenreichen Werk aufgeschlagen: Bilder zu Gedichten. Zwischen den textnahen Illustrationen und den textfreien Künstlerbüchern nehmen diese Bilder eine Mittelstellung ein. Der assoziative Bezug zum Text bleibt erhalten, und doch sind es ganz eigenständige Variationen auf ein im Gedicht angestimmtes Thema. Streng gebunden im Format einer Buchseite entfalten sich Heike Ellermanns Bildgedichte. Es sind keine Illustrationen, keine gegenständlichen und erzählenden, mithin keine epischen Bilder. Es sind lyrische Bilder, freier und zugleich in seiner Formsprache gebundener Ausdruck. Jedes Bild eine Antwort, ein paariger Tanz mit dem Text-Gedicht.
Luftschlösser

Die Schwalben
sind ausgewandert
aus dem Kinderland

Ausgewandert
das Kinderland

Die Kinder
alt geworden

Ich
im Niemandsland
baue Luftschlösser
aus Papier
Gedichte von Rose Ausländer sind es, die Heike Ellermann übersetzt ins Bild. In Czernowitz als Jüdin geboren, hat Rose Ausländer das Nazi-Regime überlebt. Ihr „Kinderland“ ist verloren, die heimatlose Dichterin füllt den leeren Raum mit Sprache und Poesie. „Ich / im Niemandsland / baue Luftschlösser / aus Papier“. Und Heike Ellermann tut es ihr nach, lässt sich anrühren vom Wortzauber der Dichterin, baut papierene Luftschlösser mit Farben und Formen.
Das weiße Blatt Papier als stumme Herausforderung dichterischer Arbeit, dieses wiederkehrende Motiv in der Lyrik Rose Ausländers finden wir wieder in den Bildern. Blätter und Papiere, Texträume mit Schriftzeilen sind angedeutet. Schrift wird sichtbar, aber nicht lesbar, ist verdeckt und wieder frei gekratzt, bleibt Spur, Kürzel, Verweisung auf sich selbst und über sich hinaus. Eine einheitliche Grundfarbe in jedem Bild eröffnet einen flächigen Bildraum, in dem Figuren eher schweben als fixiert sind. Wer diese Bilder anschaut, wird eingeladen zum Aufenthalt, zum Innehalten, zum Schauen und Lesen – vor und zurück.
(Rudolf Fietz)

Dienstag, 6. September 2016

Buchpremiere und Disco

Einige von Kat Menschik illustrierte Bücher sind inzwischen Kult – nun gestaltet sie eine eigene Reihe: Werke der Weltliteratur und andere Lieblingstexte. Grandiose Texte, feinste Ausstattungen, ungewöhnliche Materialien, überraschende Interpretationen. Alle Bände im selben Format, alle Bände mit dreiseitigem Farbschnitt – aber jeder Band in anderer Ausstattung und jeder Band mit eigener Bildsprache. Ein Fest für Geist und Sinne.
Im Oktober werden zwei Neuerscheinungen bei Galiani Berlin, 2009 in »verlegerische Ehe« mit dem Verlag Kiepenheuer & Witsch gegründet, in Berlin vorgestellt, die von Kat Menschik illustriert und gestaltet wurden. Exklusiv zum Erscheinungstermin gibt es diesen zweifarbigen Holzschnitt, ein Motiv aus Kafkas "Ein Landarzt", Auflage 80 Exemplare, 38x30 cm, nummeriert und signiert, 65,- Euro.
»Ein Landarzt. Kleine Erzählungen«, erschienen 1919 bei Kurt Wolff. Ob in »Auf der Galerie«, »Vor dem Gesetz«, im »Bericht für eine Akademie«, oder beim Odradek in »Sorge eines Hausvaters« - Kafkas Figuren werden getrieben von seltsamen Geschicken und sie tragen dunkle Geheimnisse in sich. Kat Menschik gibt mit ihren farbenprächtig schillernden Bildern eine grandiose Interpretation des ersten Erzählbandes von Franz Kafka.
Wohl 1597 kam Romeo und Julia zum ersten Mal auf die Bühne, auf jeden Fall wurde es in diesem Jahr gedruckt. Seitdem mauserte sich das Stück um das tragische Liebespaar aus den verfeindeten Veroneser Familien zum größten Liebesklassiker Europas. Jetzt inszeniert Kat Menschik das Stück in Blutrot und Violett, modern und kraftvoll, mit erotischer Spannung und transzendenter Weltverlorenheit kommunizieren die Illustrationen mit dem grandiosen Text.

24. Oktober 2016

Restaurant Blaues Band
Alte Schönhauser Str. 7/8, 10119 Berlin

Die Cranach-Presse: Harry Graf Kesslers Meisterwerk

Im 3. Vortrag der Reihe „Buch, Kultur & Gesellschaft” wird John Dieter Brinks der Frage nachgehen, welche Eigenschaften die Cranach-Presse vor den zahlreichen deutschen Privatpressen auszeichnete, die im Gefolge der englischen Kelmscott Press und Doves Press die deutsche Buchkunst zwischen 1900 und 1930 als die weltweit führende und maßgebliche erscheinen lassen. An Beispielen sollen die drei exklusiven Aspekte der Cranach-Presse verdeutlicht werden: die Internationalität ihrer Ausgaben, die Originalität der Texte und ihr artistischer Reichtum dank der Mitarbeit herausragender europäischer Künstler. So wird deutlich, warum alleine die Werke von Kesslers Cranach-Presse heute weltweit zum Objekt der Begierde von Individuen und Institutionen geworden sind.
John Dieter Brinks, geboren 1944, ist ein Sammler von Buchkunst und wurde vom Spiegel im Jahr 2004 als Experte für Harry Graf Kessler bezeichnet, über den er mehrere Bücher herausgegeben hat. Er ist auch Mitautor eines Bandes über die Buchkunst Henry van de Veldes, über die im Berliner Bröhan-Museum eine Ausstellung stattfand.

Vortrag: 27. September 2016, 19 Uhr
(um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten: Tel. 0621 293-3150, E-Mail)

Museum Bassermannhaus
C4, 9, 68159 Mannheim

Montag, 5. September 2016

3. Neuer Hallescher Grafikmarkt

Auktionator: Dr. Hans-Georg Sehrt
Der Hallesche Grafikmarkt ist seit Jahrzehnten in Halle eine Institution. Vor zwei Jahren hat die Händel-HALLE Betriebsgesellschaft mbH den, seit dem Jahr 2012 aufgegebenen Markt, unter dem Namen Neuer Hallescher Grafikmarkt wieder belebt und auch in Halle zeitgenössische graphische Kunst für jeden Interessenten zugänglich gemacht und aufgrund des Versteigerungscharakters preiswert angeboten. 
Halle ist eine Stadt der Kunst. Eine Vielzahl von Bildenden Künstlern lebt in der Saalestadt oder in ihrer direkten Umgebung und sieht insbesondere in der Gestaltung von grafischen Arbeiten einen wichtigen schöpferischen Prozess in der Kunst. 
Der Neue Hallesche Grafikmarkt präsentiert in einer Ausstellung künstlerische Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien sowie Künstlerbücher und versteigert die Kunstwerke in einer spannungsgeladenen Auktion. Auf dem Neuen Halleschen Grafikmarkt besteht die Möglichkeit, sich einen Überblick über das künstlerische Schaffen in Halle und Umgebung zu schaffen und „auf günstige Weise und zur eigenen Freude im Wesentlichen Kunst von Zeitgenossen“ (Dr. Hans-Georg Sehrt) zu erwerben. 
Der Neue Hallesche Grafikmarkt möchte Sammler und Galerien ansprechen auch aus ihrem Bestand Arbeiten anzubieten. Der Schwerpunkt liegt auf in Halle entstandener Kunst, wobei naturgemäß die sich im angrenzenden Saalekreis angesiedelten Künstler und die Künstler, Galerien und Sammler aus ganz Mitteldeutschland sich ebenso eingeladen fühlen dürfen. 
Ergänzt wird der 3. Neue Hallesche Grafikmarkt durch einen Kunstmarkt in den Foyers. 

Besichtigung: 31. Oktober 2016, 13.00 – 18.30 Uhr 
Auktion: 31. Oktober, 19.00 Uhr

Händel HALLE
Salzgrafenpl. 1, 06108 Halle (Saale)

Sonntag, 4. September 2016

Pirckheimer-Jahrestreffen 2016

Ein abwechslungsreiches Jahrestreffen der Pirckheimer Gesellschaft in München ist heute zu Ende gegangen. Vielen Dank an die Hauptorganisatoren Reinhard Grüner, Ernst Reif und Matthias Haberzettl sowie die fleißigen Helfer im Hintergrund. Ein letzter Fotogruß von Ralf Wege vom Ufer der Isar. Tschüss München, willkommen Potsdam 2017!

Samstag, 3. September 2016