Posts mit dem Label Klaus Märtens werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Klaus Märtens werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 1. Juli 2026

Klaus Märtens (1937 - 2026)

Die Galeristen-Legende Klaus Märtens ist am 28. Juni, 89-jährig, im Seniorenhaus Johannes Rau in Moers gestorben.
Klaus Märtens (1937–2026) vor seinem unergründlichen Grafikschrank in seiner Wilmersdorfer Galerie Taube, © Archi Galentz
Klaus Märtens, der Kunst-Enthusiast mit seiner Galerie Taube und dem alljährlichen Dezembersalon, ist eine Legende. 1973 gründete der 1937 in Pommern geborene, nach der Flucht 1945 im niederrheinischen Viersen aufgewachsene Kunstpädagoge die Galerie Taube in der Pariser Straße, Wilmersdorf.

Märtens bekannte bei vielen Gelegenheiten, nach dem Mauerfall auch als aktives Mitglied in der nunmehr auch im Westen wirkenden Pirckheimer-Gesellschaft, wer sein Vorbild in Sachen Haltung zu Figur und Gegenständlichkeit war: „Karl Hofer ist mein Prophet!“
Bis zum 30-jährigen Galerie-Jubiläum hatte Märtens 189 durchnummerierte Ausstellungen auf die Beine gestellt und dabei darauf geachtet, dass er Bilder zeigte, die er „selber gerne gemalt hätte“. Da waren Namen wie die des jüdischen Stillleben-Malers Pavel Feinstein, des kauzigen Schweizers Rudolf Stüssi, des Bildhauers Robert Metzkes aus dem Berliner Osten und des Landschaftsradierers Walter Herzog aus Dresden dabei. Und selbstredend Urgesteine der Galerie wie der Stadtmaler Klaus Jurgeit, dessen Motive Lokalkolorit versprühen. Oder Edwin Dickmann, dessen 1960 entstandenes, dunkles Ölbild „Die Hinrichtung“ heute, in Zeiten von neuen Machtkämpfen und Kriegen wieder erschreckend aktuell wirkt.

Corona-Pandemie und Krankheit zwangen den Galeristen 2022, sein Lebens- und Herzensprojekt aufzugeben.

(Ingeborg Ruthe, Berliner Zeitung)

Donnerstag, 24. August 2023

50 Jahre Galerie Taube. Hommage an Klaus Märtens

Eine Berliner Institution wird 50 Jahre alt: die Galerie Taube. Der Galerist Klaus Märtens, der 1973 die Galerie Taube in Berlin Wilmersdorf eröffnete, musste leider kurz vor seinem Jubiläum aus gesundheitlichen Gründen seine Räumlichkeiten in der Pariser Straße 54 schließen. Aber ein 50-jähriges Jubiläum einer Galerie sollte gefeiert werden!
Der Pirckheimer Archi Galenz möchte dieses besondere Jubiläum in der Galerie Wolf & Galentz in Form einer Ausstellung zelebrieren und damit Klaus Märtens Lebenswerk zu würdigen. Die Ausstellung zeigt ausschließlich Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die in der Galerie Taube ausgestellt haben.

Klaus Märtens (geboren am 22.05.1937 in Fichthof bei Leba, Kreis Lauenburg/Lebork in Pommern, heute in Polen) hat mit seiner Arbeit als Galerist und Kunstvermittler und seinen mehr als 250 Ausstellungen im Laufe der fünf Jahrzehnte sehr viele Künstler ausgestellt und auch anderweitig unterstützt. Die Galerie Taube war Anlaufstelle für viele Künstlerinnen und Künstler, Märtens weiß selbst sehr viel über die Berliner Kunst und ist schon lange in der Berliner Szene bekannt.

Märtens zeigte Malerei, Druckgrafik, Skulptur, Fotografie und Zeichnungen in seiner Galerie und brachte zu jeder seiner Ausstellungen einen immer schön gemachten kleinen Katalog nebst Sonderedition mit Originalgrafik heraus – eine bemerkenswerte Leistung. Viele dieser Kataloge werden bei Wolf & Galentz zu sehen sein.

Weitere Informationen hier.

Vernissage: 1. September 2023
Ausstellung: 1. - 22. September 2023

Samstag, 10. September 2016

Carl Hofer ist mein Prophet!

Der nächste Abend der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft findet im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek Berlin statt.
D
er Vortrag von Klaus Märtens, die Verkörperung der in (West)Berlin legendären Galerie Taube verspricht ein besonderer Leckerbissen für Kunstfreunde zu werden.
Von Leba nach Berlin – Bilder und Bücher lautet das Thema des Abends und spannt einen Bogen von dem Fischerstädtchen in Hinterpommern, in dem Märtens aufwuchs und mit der bildenden Kunst in Berührung kam, bis zur kunstpädagogischen Ausbildung an der Hochschule für bildende Künste (HfbK, Grunewaldstraße in Schöneberg), zum Kunsterzieher in Viersen und bis zu seiner Galerie in Wilmersdorf, Pariser Str. 54, die seit über 40 Jahren besteht.
Auf seinem Weg zur Kunst, insbesondere zur gegenständlichen zeitgenössischen Malerei und Graphik, werden die Hörer einiges über das Westberliner „Künstlerbiotop“ und die Auseinandersetzung zwischen abstrakter Kunst und gegenständlicher Malerei der Nachkriegszeit erfahren, die er erlebt und in seiner Ausstellungstätigkeit mitgestaltet hat. Sie war für viele junge Künstler ein erster Schritt in die Öffentlichkeit.
Seit 1971 gab er kleine, aber feine Kataloge heraus, die inzwischen die Nr. 243 erreicht und auch bei Sammlern auf Auktionen Interesse gefunden haben, spiegeln sie doch in starkem Maße das künstlerische Schaffen zeitgenössischer Malerei. Zur Zeit sind in der Galerie Taube Bilder von Jörn Kempfer aus den Jahren 1986-2006 zu sehen, darunter auch vieles aus seinen Kreuzberger Anfängen.
Die Teilnehmer des Abends werden in und aus Bildern und Bücher erfahren, wie es zur Gründung der Galerie kam, wer und was alles ausgestellt wurde und noch heute in den Katalogen fortbesteht. Man kann neugierig auf einen kulturellen Längsschnitt der besonderen Art sein.
(Rüdiger Schütz)

Bibliophilen-Abend: 22. September 2016

è ZLB Berlin, Berliner Stadtbibliothek
Kleiner Säulensaal
Breite Str. 30-36