Mittwoch, 28. Oktober 2015

Werner Klemke - Plakate & Kinderbücher


In Neustrelitz wird in der kommenden Woche eine Ausstellung mit Plakaten und Kinderbüchern des Gründungsmitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke eröffnet.
Das Plakat (Abbildung) und den Flyer zu dieser Ausstellung hat Prof. Albrecht von Bodecker, ebenfalls Pirckheimer, unter Nutzung einer Klemke-Zeichnung entworfen.

Ausstellung: 7. November bis 11. Dezember 2015.

Galerie Neustrelitz
Zierker Str. 1 | 17235 Neustrelitz

Dienstag, 27. Oktober 2015

El Mercado - Der Markt

Ausstellung der Druckwerkstatt Matagalpa/Nicaragua
Die Graphikgruppe TALLERCONTIL aus Matagalpa erstellt seit 1998 jedes Jahr einen originalgraphischen Kalender, der für 2016 das Jahresthema EL MERCADO - DER MARKT bearbeitet. Zu den starkfarbigen Holzschnitten aus dem Kalender werden kleinere und großformatige Radierungen und Holzschnitte zum Thema gezeigt, die in den bisherigen Workshops, und auch dazwischen, entstanden sind, sowie eine Holzschnittinstallation von Jaqueline Bica, der brasilianischen Gastkünstlerin des Projekts.

Eröffnung: 17. November 2015 um 19 Uhr
Begrüßung: Ulla Sparrer, Städtepartnerschaftsverein Wuppertal - Matagalpa
Bericht: Eckhard Froeschlin, freischaffender Künstler, Projektbetreuer
Musik: DUO ALTIBAJO, Karla Dominguez (Blockflöte), Markus Conrads (Kontrabass)
Ausstellung: 17. November - 6. Dezember 2015

Katholisches Stadthaus, Laurentiusstr. 7, 42103 Wuppertal 
Kontakt: Frau Dr. Katja Schettler, 0202-4958317, e-mail
Details zu Kalender und Begleitveranstaltungen

Der Antiquaria-Preis 2016 geht an ...

Der Antiquaria-Preis für Buchkultur 2016 geht an den Sammler und Designer Manfred Heiting und den Kunstwissenschaftler Roland Jaeger für das 2014 im Steidl Verlag in zwei Bänden erschienene, von ihnen gemeinsam herausgergebene und von Heiting gestaltete Werk "Autopsie. Deutschsprachige Fotobücher 1918 bis 1945".
Die monumentale Studie ist ein eindrucksvolles Unternehmen des umfassenden Sammelns, der „autoptischen“ Kennerschaft und der präzisen wissenschaftlichen Durchdringung. Die beiden Herausgeber (und die hinzugezogenen anderen Autoren einzelner Aufsätze) haben im Sinne einer allgemeinen „Bildwissenschaft“ einen buchhistorischen Kontinent vermessen, der an vielen Stellen noch wenig bekannt war und erst in der nun dargelegten Gesamtheit und Vielfalt seine ganze Bedeutung zeigt: die Kulturgeschichte des deutschsprachigen Fotobuches in seinen ersten Jahrzehnten.
Das Werk zeigt, wie Fotobücher die Wahrnehmung einer Epoche mitgeprägt haben. Mit der Vergabe an Manfred Heiting und Roland Jaeger wird zum ersten Mal in der Chronik des Antiquaria-Preises die immer noch wachsende Bedeutung der Fotografie im Buchwesen gewürdigt: für den Sammler, den Buchhistoriker und für jene Wissenschaften, die sich mit dem Ineinander von Ästhetik und Politik zu befassen haben.
Die Preisverleihung findet am Abend des ersten Messetages der 30. Antiquariatsmesse Ludwigsburg am 28. Januar 2016 um 20.15 Uhr im "Podium" der Musikhalle Ludwigsburg statt. Die Laudatio hält der Schriftsteller und Publizist Hans-Michael Koetzle.

Montag, 26. Oktober 2015

Print Works. Grafikdesign zur Leipziger Messe

Leipzigs lange Tradition als Messestadt geht auf das Jahr 1165 zurück - erste grafische Erscheinungsbilder zur Messe wurden jedoch erst im frühen 20. Jahrhundert geschaffen. Eins davon ist das 1917 eingeführte Doppel-M, das wohl zu den bekanntesten Symbolen der deutschen Messewirtschaft gehört. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl an Plakaten, Büchern und anderen Drucksachen, als Reproduktion oder im Original, zu den Leipziger Messen. Kuratiert von Karen Laube und Philipp Neumann (MZIN, Leipzig) wird die Ausstellung im Rahmen des 850-jährigen Jubiläums der Leipziger Messe gezeigt.
Zur Eröffnung sprechen: Dr. Susanne Richter (Direktorin des Museums für Druckkunst Leipzig), Silvana Kürschner (Zentralbereichsleiterin Geschäftsentwicklung bei der Leipziger Messe GmbH) sowie Karen Laube und Philipp Neumann (Ausstellungskuratoren und Inhaber von MZIN, Leipzig).

Eröffnung: 30. Oktober 2015, 18 Uhr
Ausstellung: 1. November 2015 bis 10. Januar 2016
öffentliche Führung mit den Ausstellungskuratoren: 8. November 2015, 11 und 12 Uhr

è Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Angela Hampel und die Pirckheimer bei Peter Sodann

Mit Büchern – so sagt Angela Hampel – „halte ich auch Zeitgeschichte in der Hand“. Bei der „Kleopatra“ von Theophile Gautier erinnert sie sich an die herrlichen Tage, als sie dafür Illustrationen schuf, doch ebenso an die „Zeit der Container vor den Buchhandlungen“, als sie das weggeworfene frischgedruckte Büchlein entdeckte. Auch deshalb schätzt sie die Arbeit von Peter Sodann als Buchfreund und Verteidiger kultureller Leistungen der DDR, der viele Bücher vor dem Müllkippenschicksal bewahrt hat und jetzt in seiner Bibliothek in Staucha sammelt. Zu den aktuellen Befürchtungen von Spiegel online: Staucha steht! Doch die noch nicht eingearbeiteten und ausgelagerten Bücher in Oschatz sollen aus ihrer Räumlichkeit heraus, weil der freundliche Holländer als Besitzer davongeflogen ist. Doch wohin mit der Büchermenge?
Die Sammlung der Bibliothek in Staucha umfasst in zunehmender Vollständigkeit die 40jährige Buchproduktion der DDR von vier Millionen Büchern. Die kompakte Buchproduktion eines Landes kann sinnlich wahrgenommen werden. Woanders muss man wissen, was man sucht. Doch bei Sodann findet man Ungesuchtes, Überraschendes, stößt auf Bücher und Verlage, von denen man schon viel oder noch nie etwas gehört hat. Jeder kann im Angebot der Bibliothek für seine eigene Büchersammlung, ob er sich für Belletristik, Lyrik, Biologie, Mathematik oder Rechtswissenschaft, Statistik, für Philosophie und Kunst oder für Religion, Geschichte oder Politik interessiert, vielfältige Anregungen bekommen. Das komplexe Publikationsgebiet eines Landes lässt Möglichkeiten und Beschränkungen der DDR erkennen und nähert sich zur deutschen Geschichte nach 1945 in gewissem Sinn der historischen Wahrheit an. Das ist kein Anliegen nur einer Partei, denn es geht darum, die Bücher der DDR, ob herausragende Buchkunst oder schreckliche Druckerzeugnisse als eine Verkörperung dieses Staates geschlossen vorzuweisen.
Peter Sodann (links), hier mit Elmar Faber, Foto © Peter Arlt
Die Pirckheimer-Gesellschaft, die anregt, schöne, wertvolle Bücher und Grafik zu sammeln, steht dem bewundernswerten Anliegen Peter Sodanns, der selbst ein „Pirckheimer“ ist, nahe. Sie nutzte ihr Jahrestreffen im September, um dieses Kulturdenkmal ersten Ranges zu besuchen, und versprach mit dem neuen Vorsitzenden Ralph Aepler, zur öffentlichen Resonanz und Unterstützung beizutragen. Manche Pirckheimer wünschen den Sammlungsbestand der Peter-Sodann-Bibliothek zu vervollständigen und, soweit Lust dazu besteht, mit wissenschaftlicher und sammlerischer Potenz den Bestand zu durchforschen, um neue Aspekte darzulegen und die Bücher einer Nutzung in die Zukunft hinein zuzuführen. Zum Jahrestreffen widmete der Verleger und Publizist Elmar Faber Peter Sodann seine historisch weitgreifende Festrede, mit welcher er die Zensur in der Weltgeschichte kompakt erfasste und die verschiedensten Formen in der DDR im Licht der scharfen Analyse grell bis satirisch hervortreten ließ.
Angela Hampel (1956) stattete die Jahresmappe für jeden Teilnehmer mit Grafiken aus, über eine Doppelseite hinweg eine farbige Buffet-Grafik mit Liebespaar aus Faun und Nymphe beim Schmaus von Weintrauben unterm Flötenspiel eines Faunes, und eine Grafik zu Christa Wolfs „Kassandra“, ein Fall bibliophiler Buchkunst. Mit der Schriftstellerin auf das freundschaftlichste verbunden, erarbeitete die Dresdener Malerin und Grafikerin Angela Hampel 1984 parallel zur Auseinandersetzung mit deren Buch sieben Blätter zu „Kassandra“, Kopfstudien einer jungen Frau mit ekstatischen Gebärden in Lithographien. Bei ihr wird Kassandra zu einer ganz und gar gegenwärtigen, jugendlichen Frau, einer Punkerin. Sie wird zum Synonym einer ausgesprochen individuellen Lebensart, gegen die das gesellschaftliche Leben – gegen das es aufmüpfig zu provozieren gilt – einförmig und spießig erscheint. Die Künstlerin zeichnete eine fackeltragende Heroin mit Tusche auf Alu-Platte zu einer Algrafie, ein Flachdruck und Lithographie-Variation (vgl. Lothar Lang: „Der Graphiksammler“, Berlin 1979). Darunter schrieb sie Zeilen aus dem Roman „Kassandra“ von Christa Wolf: „Wohin ich blicke oder denke, kein Gott, kein Urteil, nur ich selbst.“ Ein symptomatischer Monolog aus Christa Wolfs Erzählung, der die souveräne Selbstbehauptung dieser Frau und, attribuiert mit der Fackel, ihren prometheischen Geist erleben lässt.
In der kurzzeitigen Stauchaer Ausstellung in den Regalen eines Bibliothekteiles, mit den Bildern vor den Büchern, ließ Hampel den funktionalen Aspekt deutlich hervortreten und betonte die Beziehung, welche die Bilder oft zur Literatur eingehen. Die kleinen Grafiken und Leinwände zeigten mit expressiver Bildsprache und exaltiertem Bewegungsausdruck und Farbkontrasten zwischen rot und schwarz, ihre Themen: Minotaurus, Amazone, Medusen, Frauen mit Tieren, Kain und Abel, Rapunzel ... In vereinfachter, fast hieroglyphischer, Gestalt merkwürdige Paarungen, gefleckte Frauen mit Raubtieren oder im „gewand einer schlange“, wie es die sorbische Dichterin Róža Domašcyna bildhaft fasste. Fische und Vögel umspielen die Köpfe der Frauen mit wehendem Haarschopf, wie Organe, von denen Schutz und Gefahr ausgeht. Hampels „Physiologus“ versammelt keine Darstellungen von Tieren, sondern diese verkörpern Eigenheiten bei Frauen wie Männern, wie das Starke und Verletzende, das Schutzsuchende und Zärtliche, die rasende Leidenschaft und besänftigte Wildheit. Frauen zu Frauen und zu Männern, sinnlich zugeneigt, wie Distanz gebietend. Muster abgründiger Triebe und extremer Lebenssituationen, von einer sich mit ungezügelter Leidenschaft durchsetzenden Selbstbestimmtheit in einer menschen- und tierfeindlichen Umwelt. Als Meisterstück wirkte ihr großes magisches Triptychon „Minotaurus“, Mischtechnik auf Leinwand, je 140 x 120 cm. Unter den dolchartigen Hörnern weist sein Blick aus rötlichem Auge zurück und erschreckt; sein animalischer Körper ist mit ihrem Leib, voll zarter Weiblichkeit, vereint, sie wollen ewig Liebe spüren, ein Totentanz, in beängstigender Unmittelbarkeit.
(Peter Arlt)

Peter-Sodann-Bibliothek, Thomas-Müntzer-Platz 8, 01594 Staucha
Dienstag bis Freitag 8 – 14 Uhr und auf Anfrage 035268 – 949574
Geldspenden an: DE35 850550003150005000, Sparkasse Meißen

In: Ossietzky. Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft, hrsg. von Matthias Biskupek, Daniela Dahn, Rolf Gössner, Ulla Jelpke, Otto Köhler und Eckart Spoo. Interdruck Berger + Herrmann Hannover, 18. Jg., 2015, Heft 21, S. 776-777

Sonntag, 25. Oktober 2015

... die schönste Liebeserklärung an das gedruckte Buch

S. - Das Schiff des Theseus »ist eines der planerisch und herstellerisch aufwändigsten Bücher, das der Verlag Kiepenheuer & Witsch in den letzten Jahren veröffentlicht hat« und es wird, so die Herstellungsleiterin Monika König, »als großer Erfolg in die Geschichte des Verlages eingehen.«
»Das schönste Buch, das ich je gesehen habe.« The New Yorker
»
Ein wahres Zauberbuch, ein Werk, das meine Vorstellungen dessen, was Literatur zu leisten vermag, beträchtlich erweitert hat, ein Fest für Leser und ein Ereignis in der langen Evolutionsgeschichte des Gutenbergmediums Buchs« ARD Druckfrisch, Denis Scheck
» ...
die schönste Liebeserklärung an das gedruckte Buch.« Südwestpresse
»
S. ist ein Buch, das nie geschlossen werden will.« Die Welt
»
Ein Roman, der ... auch die bibliophilen Instinkte gestandener Leserinnen und Leser anspricht.« Neue Zürcher Zeitung
»Ein Buch über die Kostbarkeit von Büchern und darüber, was uns das Medium Buch bietet.« Wired
»
Ein Denkmal für das Buch.« Kölner Stadt-Anzeiger
»
Man muss es in den Händen halten.« Der Spiegel
»
S. ist ein Meisterwerk der Buchmacherkunst. ... Man verliebt sich aufs Neue in das Buch! Das Papier! Die Tinte!« Neon
»
Eine Jubelfeier auf das Buch als physisches Objekt.« Chicago Tribute

Selten gab es in Zeiten, da das E-Book auf dem besten Weg war, das Buch in seiner traditionellen Form zu verdrängen, eine ähnlich übereinstimmende Zustimmung zum realen Buch. Und dieser Post steht hier um zu sagen: diese Lobpreisungen stimmen!

... gesamten Beitrag von Monika König auf boersenblatt.net

Freitag, 23. Oktober 2015

Buch Wien 2015

Der Pirckheimer Christian Bartsch (Rotes Antiquariat und Galerie Berlin - Wien) ist einer der Beteiligten am ersten Gemeinschaftskatalog des Verbands der Antiquare Österreichs, an dem sich 16 Antiquariate beteiligten. Auf besonderes Interesse aus diesem Katalog wird unter anderem ein aus über 1.100 handschriftlichen Seiten bestehender Teilnachlass von Ingeborg Bachmann stoßen, den der Wiener Antiquar Andreas Moser anbietet. Obwohl der Katalog, der durch Klick auf die Abbildung aufgerufen werden kann, anlässlich der Buch Wien erscheint, die Mitte November stattfindet und an dem alle beteiligten Antiquariate erstmals mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sind, können die gelisteten Titel bereits jetzt erworben werden.
Am Gemeinschaftsstand der Antiquare wird Isabelle Russo von der Restaurierwerkstatt Irenental verschiedene Buchbindetechniken demonstrieren und Tipps zur Instandhaltung und Pflege von Büchern anbieten. 

Auf der Messe wird in 2. erweiterter Auflage eine Bibliographie der expressionistischen Schriftreihe "Der jüngste Tag" von Josef Smolen vorgestellt.

Messe: 12. -15. November 2015

Messe Wien
Halle D

Für heute langt´s

Die vielfältige Welt der Lesezeichen

Die Sammlung des 2014 verstorbenen langjährigen Pirckheimer-Mitglieds Renate Gollmitz mit ihren Lesezeichen ist an die Staatsbibliothek zu Berlin gegangen und wird dort in der Handschriftenabteilung, Referat Einblattmaterialien betreut.
Nun haben sich die angehenden Fachangestellten für Medien und Informationsdienste, kurz unsere FaMI-Auszubildenden, für ihre Projektarbeit die Gestaltung einer Ausstellung eben jener Lesezeichen aus der Sammlung der langjährigen Mitarbeiterin der SBB und Pirckheimer-Freundin vorgenommen. 
Die Ausstellung wird in eher stiller Form am 30. Oktober eröffnet und im Foyer der Staatsbibliothek zu sehen sein. Das Material ist geordnet nach Themen wie exotisch, historisch, kurios und in sechs Vitrinen ausgestellt. Besucher sind herzlich willkommen. 
Dazu wird es auch einen Blogbeitrag auf der Seite blog.sbb.berlin geben. Weitere Informationen zu dieser kleinen Ausstellung finden sich auf der Homepage der Staatsbibliothek.
(Marina Fritzsche)

Ausstellung: 30. Oktober - 14. November 2015

Staatsbibliothek zu Berlin
Foyer
Berlin, Potsdamer Str.

1 Kommentar:

Mein Foto
EmFri hat gesagt...
Die Öffnungszeiten und weitere Informationen zur Ausstellung verstecken sich hinter diesem Link http://sbb.berlin/

Hommage für Christoph Meckel zum 80. Geburtstag

Wolfgang Jeske, Foto © Ralf Parkner
Am 22. Oktober 2015 trafen sich die Berlin-Brandenburger in der Galerie des Antiquariats Brandel in Friedrichshagen, um eine szenische Lesung von Wolfgang und Regina Jeske über Christoph Meckel und seine Kunstfiguren - MOEL, BOBOSCH, JEMEL, CLARISSE, dem Bucklicht Männlein und dem Blutigen Bomme von Christa Reinig zu lauschen. Der ehemalige Antiquar Wolfgang Jeske ist ebenso ein Liebhaber und Sammler von Meckels Literatur und Kunst wie ich. Schade - Dienstag vor einer Woche war Christoh Meckel noch persönlich im Berliner Buchhändlerkeller - konnte aber gestern krankheitsbedingt nicht wie geplant dabei sein.
(Ralf Parkner)
Regina Jeske, Foto © Ralf Parkner
Weitere Fotos im Facebookauftritt von Ralf Pakner.

Neues entdecken!

Tag für Tag, Monat für Monat.

Der neue Grafikkalender ist fertig und eine Auswahl der besten Lithografien des Jahres kann begutachtet werden - wie immer in der Werkstatt der Tabor Presse bei einem Gläschen Wein und ein paar Snacks. Und alle, die den Kalender schon bestellt haben, können ihr Exemplar an diesem Abend mitnehmen.
Ausstellungseröffnung: 6. November 2015 ab 19.00

Taborstrasse 22, 10997 Berlin

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Bekenntnis zum Handwerk

Heute wurde die wunderbar kuratierte Ausstellung "Handpressen oder die Kunst handwerklicher Buchgestaltung" in der Galerie Handwerk der Handwerkskammer in München eröffnet. Geschätzt 120! Besucher weilten bei der Eröffnung, bei der sich viele bekannte Buchkünstler und das interessierte Publikum persönlich begegneten.
Viele Pirckheimer Mitglieder gehörten natürlich auch zu den Ausstellern. Benda, Henkel, SchumacherGebler oder Moosbrugger, um nur einige zu nennen, sind in München vertreten, so wie wir sie kennen, mit bibliophilen und künstlerisch anspruchsvollen Exponaten ihres Schaffens. Reinhard Grüner ist als Leihgeber vertreten und gibt mit den ausgestellten Werken einen weiteren Einblick in sein Sammler-Repertoire.
Dafür, dass angeblich niemand mehr sich für Bücher interessiert, sind erstaunlich viele junge Künstler mit ihrer Buchkunst zu sehen.
Die ausgestellten Werke und das spannende Rahmenprogramm der Ausstellung sollte nicht nur Münchner zu einem Besuch motivieren.
(Dr. Ralph Aepler)

Ausstellung: 22. Oktober - 21. November 2015

Handwerkskammer für München und Oberbayern
Galerie Handwerk

weitere Informationen hier ...
siehe auch: Edition Schwarze Seite ...

4. artbook.berlin

  POST # 2.000 im BIBLIOPHILEN-BLOG  

2015 öffnet die artbook.berlin zum vierten Mal ihre Pforten, organisiert seit 2012 vom Künstler, Siebdrucker und Verleger Corn.elius Brändle (edition wasserimturm berlin) und der holländischen Künstlerin und Künstlerbuchautorin Hanneke van der Hoeven, jeweils am dritten Wochenende im November.
Petrus Akkordeon, Marc Berger, im Vordergrund der Stand von Hanif Lehmann
artbook.berlin 2014, Foto © Abel Doering
Auf der artbook.berlin 2015 steht das Künstlerbuch im Mittelpunkt. Sammler, Verleger und Künstler werden zwei Tage lang die Möglichkeit haben, die aktuelle Produktion aus Deutschland und dem europäischen Ausland zu sichten, anspruchsvolle Buchkunst und Grafikeditionen anzuschauen oder zu erwerben, und sich mit den Machern dieser vielfältigen Kunstform auszutauschen. Die artbook.berlin 2015 bietet renommierten wie jungen Künstlerbuchmachern die Chance, einander kennenzulernen und sich inspirieren zu lassen.
Die artbook.berlin 2015 ist Messe, Buchkunst-Ausstellung und Plattform für die Präsentation künstlerischer Drucktechniken wie Radierung, Lithographie oder Siebdruck für etwa 100 internationale Buchkünstler, Kunstdrucker und Verleger. Auch Vorträge, Buchpräsentationen und Lesungen zeigen - wie auf den Künstlerbuchmessen von New York bis Sao Paulo, von Hamburg bis Weimar - die Liebe zum Buch, zur Kunst, zur graphischen und inhaltlichen Qualität, zur Vielfalt künstlerischer Aussagen und Gestaltungen.
Unter den ersten Teilnehmern, die sich zur Teilnahme angemeldet haben, sind die Pirckheimer P.J. Moosbrugger (Pegasus Presse) und Peter Zitzmann (schPeZi Presse).

Messe: 21. - 22. November 2015

artbook.berlin
Achtung Ortsänderung
Kulturfabrik am Flutgraben
Am Flutgraben 3, 12435 Berlin

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Ausstellungseröffnung und Buchvorstellung

Eröffnung der Ausstellung "Den Trümmern abgetrotzt - Bücher der Stunde Null" aus Anlass des 70. Jahrestag des Kriegsendes. Diese Ausstellung stellt die Sammlung des 2013 verstorbenen Pirckheimers Lothar Lang vor.

Laudatio: Tilman Schladebach, Direktor Burg Beeskow
Musikalische Begleitung: Søren Gundermann, Piano, Frankfurt (Oder)

Begleitend zur Ausstellung erschien ein Buch von Elke Lang mit drei Originalgraphiken von Felix M Furtwängler, welches an die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft als Jahresgabe ausgereicht wurde. Elke Lang und Felix Martin Furtwängler werden zur Eröffnung anwesend sein und haben sich bereiterklärt zu signieren.

Ausstellungseröffnung: 4. November 2015, 15:00 Uhr
Ausstellung: 4. bis 27. November 2015

Landratsamt Beeskow
Haus B, Atrium
Eingang Rathausstr.

Böhland & Schremmer in der Buchlounge - Terminänderung!

Die Verleger Dorothea Böhland und Michael Schremmer berichten in der, allen BBA-Mitgliedern bekannten, Buchlounge von der Qual der Wahl bei der Auswahl der Materialien und zeigen Nachtaufnahmen der ehemals größten Baustelle Europas am Potsdamer Platz sowie Schwarzweißfotografien vom Berliner Naturpark „Schöneberger Südgelände“. Sie berichten über das Leben an den „Routes 66“ in sechs europäischen Ländern; davon, wie man Lyrik auch illustrieren kann und welche Probleme das Internet bei der Erstellung von Künstlerbiographien bereitet. Welche Fragen und Aufgabenstellungen treten im Prozess der Verbindung zwischen Text und Bild auf dem Weg von der Idee bis zum fertigen Buch auf und wie werden sie gelöst? Wie gründet man eigentlich einen Verlag, wie gewinnt der Verlag die Autoren? Diese Fragen und solche zum Herstellungsprozess eines Buches, wie der Buchmarkt funktioniert oder wie es sich mit dem Urheberrecht verhält, beantworten die Verleger gern.

Lesung: 22. Oktober 2015

Buchlounge Zehlendorf
Clayallee 343, 14169 Berlin

Achtung: Leider muss die Veranstaltung für in der Buchlounge Zehlendorf aus persönlichen Gründen abgesagt werden. Es ist für das nächsten Jahr einen Ersatztermin geplant.

Montag, 19. Oktober 2015

Kinderbuch im Gespräch

Unter diesem Titel findet eine Veranstaltungsreihe der Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Der nächste Vortrag widmet sich dem Werk von Lou Scheper-Berkenkamp. Die Sammlerin und Kinderbuchforscherin Frau Dr. Barbara Murken wird mit Bildern und Originalwerken das Leben und das Bilderbuch-Œuvre der Künstlerin in der Ära des Bauhauses vorstellen.
Lou Scheper, geb. Berkenkamp (1901 - 1976), ausgebildet am Bauhaus, steht beispielhaft für die Frauen der klassischen Moderne, die zeitlebens in ihrem Schaffen von der ganzheitlichen Lehre der Institution geprägt blieben. Die Bilderbücher der Künstlerin präsentieren sich damit als Gesamtkunstwerk mit eigenen Texten, phantasievoller Illustration und kreativer Schriftgestaltung.
Gleichzeitig wird eine neue Publikation vorgestellt, die aus den bisherigen Gesprächsabenden hervorgegangen ist: Der Band "Kinder- und Jugendliteratur: Sammeln und Erwerben", der zehn Beiträge zu Sammelstrategien für Kinder- und Jugendmedien enthält. Neben Dirk Scheper, dem Sohn der Künstlerin, werden auch mehrere Autoren dieser Neuerscheinung anwesend sein.

17. November 2015, 18:00 Uhr

Simón-Bolivar-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Str. 33, Berlin-Tiergarten

Sonntag, 18. Oktober 2015

Im tiefen dunklen Wald

Originalillustrationen aus der Sammlung des Bilderbuchmuseums

Pieter Kunstreich, Illustration (Ausschnitt)
zum Buch »Ernesto und Ernestine
auf Schatzsuche« (Text: Claudia Gürtler),
Verlag Pro Juventute (Zürich), 1994
Anknüpfend an die Mitmachausstellung »Zwergenwelten« im Erdgeschoss des Museums widmet sich die Bestandsausstellung mit Originalillustrationen aus unserer Sammlung dem Thema Wald. Denn hier hausen nicht allein das Rumpelstilzchen und die Sieben Zwerge, im Wald tauchen auch viele andere berühmte Märchenfiguren auf wie z.B. Rotkäppchen, Hänsel und Gretel oder die Bremer Stadtmusikanten. Neben Märchenillustrationen, in denen der Wald Schauplatz und zugleich Symbol für die Grenze zwischen dem Bekannten und Fremden ist, zeigt die Werkschau ebenso eine Vielzahl an Originalen aus Phantasiegeschichten, in welchen immer wieder auch der Wald den Handlungsort darstellt. Hier erleben die Protagonisten ihre Abenteuer, hier begeben sie sich auf die Suche oder finden im Wald einen Raum der Geborgenheit. Ferner wirft die Ausstellung einen naturkundlichen Blick auf das Thema und präsentiert Bilder, die den Wald als faszinierenden Lebensraum mit seiner Vielzahl an Pflanzen und Tieren vorstellen.
Die Bestandsausstellung versammelt Werke zahlreicher renommierter Illustratoren, so z.B. Originale von Sibylle von Olfers, Beatrice Braun-Fock, Lilo Fromm, Horst Lemke, Irmgard Lucht und Nikolaus Heidelbach.

Ausstellung: 8. November 2015 - Februar 2016

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Hermann Hesse - 17. Oktober 1895

Gestern vor 120 Jahren begann Hermann Hesse seine Buchhändlerlehre im Antiquariat J.J. Heckenhauer in Tübingen, Holzmarkt 5. Heute war seine Enkelin Eva Hesse zu Gast in Tübingen.
Im Rahmen einer Matinee hatten die zahlreichen Gäste Gelegenheit, in der angenehmen Atmosphäre des Hesse Kabinetts in den Heckenhauer-Räumen mit Eva Hesse ins Gespräch zu kommen. Erinnerungen an den Großvater, Begegnungen mit Zeitgenossen Hesses, wie Thomas Mann, fesselten das Publikum. Eva Hesse las aus eigenen Werken, welche natürlich erworben werden konnten und signiert wurden. Die Anwesenden erlebten ein Stück literarische Zeitgeschichte in intimem Rahmen.
Ein Besuch des Hesse Kabinetts ist sehr interessant, weil eben nicht der große Hesse erlebbar wird, sondern der junge Hesse, der noch am Anfang seines literarischen Weges, welchen ihn noch bis zum Literatur-Nobelpreis Träger führen sollte, begann.
Bekanntlich war Hesses Jugend nicht einfach. In Tübingen begann die Beschäftigung mit der Literatur. Am Ende seiner Buchhändlerlehre im Hause J. J. Heckenhauer (1895-1899) stand das Erstlingswerk Hesses "Die Romantischen Lieder". Zwei Originale aus Hesses Lehrzeit sind im Kabinett zusehen, das Angestelltenverzeichnis und das Lehrzeugnis.
Auf Homepage des Hesse Kabinetts findet man mehr Informationen und Bilder zu dieser Wiege der Weltliteratur.
(Dr. Ralph Aepler)

Frankfurter Buchmesse 2015 - eine Lesung


Guido Häfner (gemeinsam mit Johannes Häfner brothers in art) liest aus dem Frankfurter Buchmessen-Buch. Das diesjährige Gastland ist Indonesien und das Frankfurter Buchmessen-Buch ist zu deren Ehren in der Landessprache geschrieben. Das Buch wurde wie alle seine Vorgänger von brothers in art gestaltet und gedruckt. Die Reihe existiert seit 13 Jahren, handgemacht, Linolschnitte, Kettensägenholzschnitt und Handsatz. Der Preis beträgt im Abo 20 €, einzeln 25 €. Auflage 150 Exemplare.

ZENTRALE von Steffen Volmer

Die Bücher des Chemnitzer Künstlers Steffen Volmer gehören seit über zwanzig Jahren zum Verlagsprogramm der burgart-presse Jens Henkel und bestechen durch die handschriftlich vorgetragenen Texte, die zeichnerische Kultur sowie die meisterliche Beherrschung druckgrafischer Techniken. Das neue Künstlerbuch ZENTRALE entstand anlässlich seines 60. Geburtstages und schildert schmerzliche Erfahrungen mit dem menschlichen "Zentralorgan". Neben eigenen handschriftlichen Texten vereint es noch einmal die ganze Bandbreite seiner künstlerischen Fähigkeiten und ist in seiner aufwendigen Herstellung noch am ehesten mit dem Buch TRAGEN (Schönstes deutsches Buch 1996) zu vergleichen.

Der Druck ist ab Dezember 2015 in folgenden Ausgaben lieferbar:
Ausgabe A: Ex. 1-20 mit einer beigelegten Zeichnung und drei zusätzlichen Lithografien (850,00 € - noch 3 Exemplare lieferbar)
Ausgabe B: Ex. 21-40 mit drei zusätzlichen Lithografien (500,00 €)
Ausgabe C: Ex. 41-75 (400,00 €)

burgart-presse
Jens Henkel

Mörla Nr. 45 a, 07407 Rudolstadt


Buchvorstellung: 5. November 2015, 19.30 Uhr

Heck-Art-Haus
Mühlenstraße 2, 09111 Chemnitz

Das Kinderbuch erklärt den Krieg

Kinderbücher waren in der Zeit des Ersten Weltkriegs ein wichtiges Mittel zur Propagierung militaristischen und chauvinistischen Gedankenguts. Die ideologische Kriegsführung dokumentiert sich in Bilderbüchern und in hurra-patriotischen Erzählungen für Jungen und Mädchen ebenso wie in Schulbüchern und mahnenden Aufrufen an die Jugend zur „Vaterlandsverteidigung". Das Spektrum der Meinungsmanipulation reicht von der Verharmlosung der Schrecken des Krieges durch die Schilderung „heiterer Erlebnisse aus großer Zeit" bis zu kriegshetzerischen und rassistischen Jugendbüchern, die das Denken ganzer Generationen beeinflusst haben.

Ausstellung: 8. November 2015 bis 10. Januar 2016

è Stadtbücherei Haltern am See