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Sonntag, 14. September 2025

Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst

Im Oktober 2025 wird das Buch der Bücherkindern Brandenburg mit dem Titel „Vom Mehrwert des Einhorns“ erscheinen.
Pètrus Akkordéon, Abb. auf dem Titel „Vom Mehrwert des Einhorns“
Wie kein anderes Tier hat das Einhorn die Phantasie angeregt. Seit Jahrhunderten ist es in vielen Kulturen belegt. Seine Faszination hält bis heute an. Das mythische Tier ist ein vielschichtiges Zeichen, von dem eine assoziative Energie ausgeht. Die Spur des Einhorns zeigt sich in der christlichen und außereuropäischen Kunst, in Naturwissenschaft und Medizin und einer vielfältigen Symbolik. Die Beschäftigung mit der Ikonographie des Einhorns lädt ein zu Reflexionen über Phantasie, Weltwissen, Ambivalenzen und Projektionen.

Die Vollendung des Buchprojekts der Brandenburger Bücherkinder unter ihrem Mentor Armin Schubert erfolgt zur Eröffnung einer Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam mit fast 150 Werke aus einem Zeitraum von etwa 4000 Jahren, darunter Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken, illuminierte Manuskripte, Plastiken und Tapisserien. Viele dieser Werke werden nur selten ausgeliehen.
Angela Hampel, Abb. auf dem Titel „Vom Mehrwert des Einhorns“
Die Bandbreite der Exponate bildet eine Zeitspanne vom zweiten Jahrtausend vor Christus bis in die Gegenwart ab und umfasst neben Gemälden und Grafiken auch Skulpturen, Manuskripte, Tapisserien und Kunstkammerobjekte. Gezeigt werden dabei Werke von Künstlerinnen und Künstlern wie Arnold Böcklin, Albrecht Dürer, Angela Hampel, Gustave Moreau, Joachim Sandrart oder Marie Cecile Thijs.

Ausstellung: 25. Oktober 2025 – 1. Februar 2026
Museum Barberini, Potsdam

Ausstellung: 13. März - 12. Juli 2026
Musée de Cluny - musée national du Moyen Âge, Paris

Dienstag, 2. September 2025

Vom Mehrwert des Einhorns

Im Oktober 2025 wird das diesjährige Buchprojekt der von der Pirckheimer-Gesellschaft unterstützten Bücherkindern Brandenburg als Buch erscheinen, wie der „Vater der Bücherkinder“ Armin Schubert gestern bekanntgeben konnte.
Das Buch mit dem Titel „Vom Mehrwert des Einhorns“ enthält Graphiken und Texte der Bücherkinder zu den Themen:
  • Einhornteppich von Sankt Gotthardt
  • Die Burgunder 
  • Rilke - Ein Tier, das es nicht gibt
  • Der Physiologus
  • Pegasus und Einhörner
  • Brandenburger Stadtmusikanten
  • Gedichte
  • Konferenz der Einhörner
  • Gobelin aus Paris
  • Ein Lied von Marlene D.
  • Ein Filmteam
  • Vorfreude auf eine Ausstellung im Museum Barberini
Hiermit kann bereits der Einband, im bewährter Weise gestaltet von Henry Günther (BuchKunstBalance), vorgestellt werden.
Rücktitel: Pètrus Akkordéon, Titel: Angela Hampel

Samstag, 1. November 2025

Vom Mehrwert des Einhorns

Seit 2008 widmen sich die Bücherkinder Brandenburg unter Betreuung durch ihren „Büchervater“ Armin Schubert jährlich einem Buchprojekt, wobei sie zu einem gemeinsamen Thema forschen, eigene Gedanken und Geschichten schreiben und Graphiken schaffen, unterstützt durch Künstler.
S. 44: Beschwerde der Fische, Mattis, 10 Jahre / S. 45: Petrus Akkordeon, Einhorn als Pegasus
So entstand seit 2016 z.B. ein Buch zum 100. Geburtstag des Buchgestalters und Illustrators Werner Klemke, „Du liebe Hühnerkastanie. Auf den Spuren von Jurek Beckers Postkarten-Poesie“, „Arno Mohr von hinten oder Nichts geht verloren“, „Metzkes & Metzkes / Ein Pferd für den König und den Prinzen“, zu Ehren von Franz Fühmanns „Egbert Herfurt. Bücher fallen nicht vom Himmel“, „Die Farben der Kindheit“, das Friedensbuch “Pax questuosa”, „Vom Aufstehen mit Eva, mit Abel, mit Noah und mir“ und in diesem Jahr „Vom Mehrwert des Einhorns“.
Dieses Buch ist Bibliophiles des Momats. Den Titel des in bewährter Weise von Henry Günther (BuchKunstBalance) gestalteten und gebundenen, in 65 Exemplaren erschienen Titels ziert eine Graphik von Angela Hampel, die auch als signierter Gicleédruck, gedruckt von Klaus Raasch, in das Buch eingebunden ist, auf dem Rücktitel eine Zeichnung von Pètrus Akkordéon. Auf den 72 Seiten finden sich u.a. weitere Illustrationen als Radierungen von den Bücherkindern Brandenburg, die unter Leitung von Dietmar Block und Armin Schubert in der AG Grafik/Buchillustration, entstanden., Satz und Layout übernahm Sven Märkisch vom Gutenberg-Druckladen Brandenburg.
erstes und letztes Bild: Pètrus Akkordéon, mittig: Bücherkinder

Mittwoch, 14. Januar 2026

Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht

Zum Open House lädt das Museums Barberini bei freiem Eintritt zum Besuch der Ausstellung „Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst und die Meisterwerke der Sammlung Hasso Plattner“ ein.
Neben einem Einführungsvortrag zur Ausstellung (12:30 & 15:30 Uhr) im Auditorium wird es um 11 Uhr nach einer Begrüßung mit Barberini-Direktorin Ortrud Westheider sowie anschließendes Gespräch mit dem Regisseur Mathias Frick die Filmpremiere des Films: "Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht" geben. In dem Film wird auch auf das Buchprojekt der Bücherkinder BrandenburgVom Mehrwert des Einhorns und die Beschäftigung der Bücherkinder mit dem Thema eingegangen.
Der Film (ARTE/ZDF 2025, 52 Min.) wird um 14 Uhr im Auditorium nochmals gezeigt.

(weitere Informationen hier)

25. Januar 2026

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam

Montag, 20. Oktober 2025

Vom Mehrwert der Bücherkinder

Armin Schubert dankt allen, die ihn, so wie z.B. die Pirckheimer-Gesellschaft, unterstützten und fasst zusammen, was die Bücherkinder Brandenburg in einem Jahr Arbeit erfahren und geleistet haben - ein Beispiel innerhalb der Bemühungen um eine breitere kulturelle Bildung zur Humanisierung unserer Gesellschaft.
  1. Wir beobachten und beschreiben das Einhorn vom Mittelalter bis zum Krieg im Iran.
  2. Wir haben uns dazu Zettelkästen angelegt, dazu gelesen, gedacht, geschrieben - vom Physiologus zur Antike bis Rilke, Harry Potter, Mascha Kaleko und Kästner und Ernst Jandl u.a.
  3. Wir haben uns mit der Teppichproduktion in Burgund, in Brüssel und Lüneburg befasst und die Familie Le Vistre mit den sechs Bildteppichen kennengelernt.
  4. Wir haben Maximilian von Burgund, Maria von Habsburg, Siegfried den Schönen, die Jagdgöttin Artemis entdeckt.
  5. Wir haben durch das Einhorn medizinische Wunder erlebt.
  6. Wir haben das Einhorn als Stadtmusikant und als Pegasus erlebt und eingesetzt. Dabei wurden Bürger gewarnt und wachgerüttelt, Brunnen gereinigt, Meeresverschmutzung entdeckt und Tiere gerettet, eine Konferenz zur Rettung der Weltmeere einberufen.
  7. Wir haben Tarnkappenbomber mit den Bunker brechenden Raketen als pervertierte neue Einhörner erkannt und enttarnt.
  8. Wir haben als Bücherkinder aus der Stadt Brandenburg einige lokale Orte der Stadt in das Buch aufgenommen, so den Harlungerberg mit der Marienkirche, Sankt Gotthardt mit dem einmaligen Teppich, der nun durch das Museum Barberini so geehrte wird, den Dom mit seinen Musikanten erlebt, den Altstadtbrunnen wieder gereinigt.
  9. Wir haben durch die Einladung des Chefkurators und durch das Drehteam von ARTE-TV einen ordentlichen Impuls der Wertschätzung erfahren.
  10. Im Schlussteil des Buches haben wir sehr vielen zu danken.

Montag, 22. Mai 2023

Die 26. MMPM ist zu Ende

Die 26. Mainzer Minipressen-Messe ist Geschichte.
Eröffnung, Fot6o © Ralf Plenz
Hier drei Meldungen von Pirckheimern aus der aus Mainz. Steffen Marciniak schrieb gestern:
Steffen Marciniac, Foto: privat
Letzter Tag bei der Mainzer Minipressenmesse 2023. Sehr schöne Messe, wunderbares Wiedersehen und neue Begegnungen, meine erfolgreichste Messe überhaupt. Es ging von allem etwas weg: 21 Bände der Lyrik-Edition NEUN, darunter zehn von zehn "Prinzenverstecke". Mit 8 Bänden meiner "Ephebischen Novellen" (Hylas, Kyparissos, Phaethon) so viele wie lange nicht; auch 3 ErzEngelGesänge und ein paar Erzengelkarten, zwei Millionenbilder von Bisera Boskailo, drei Plesse-Bücher, eine Grafik von Steffen Büchner, die auch in einem Band der Lyrikreihe "Poesiealbum" verwendet werden soll. Und Absprachen über einen Artikel zu meiner Plesse-Geschichte "Lautlos am Fenster", die in der Deutschen Briefmarkenzeitung abgedruckt werden soll (es geht da um griechische Briefmarken), und ein Beitrag in der Zeitschrift Experimenta zur Lyrik-Edition NEUN. Vielen Dank auch an meine Standnachbarn vom literaturplanet, Ilka Hoffmann und Henricke Schneider-Petri.
Ralf Plenz, Foto privat
Das Börsenblatt notiert: Es kamen mehr als 200 internationale Klein- und Selbstverlage zusammen, die bibliophile Bücher und Kunstbücher mitbrachten, 5.000 Besucher wanderten zwischen den verschiedenen Ausstellern hin und her und vertieften sich in Gespräche mit Verlegern und Buchkünstlern. Liebevoll verzierte Bücher, handillustrierte Ausgaben, Holzschnitte und sogar Bücher aus Stein: Alles konnten die Besucher begutachten und kaufen. Christine Hidringer hat die Mainzer Minipressen-Messe schon öfter besucht. Für sie sind das Besondere an der Veranstaltung die Personen hinter den Büchern. „Ich finde es unglaublich inspirierend, mir die verschiedenen Stände anzuschauen. Man merkt, dass die Menschen für das brennen, was sie tun“, sinniert sie.

Input-Verlag auf der MMPM, Foto © Ralf Plenz
Florian L. Arnold, Edition Hibana schrieb: Der große Mehrwert waren die vielen Begegnungen mit Kollegen und Künstlern, besonders gefreut hat mich die Standnachbarschaft zu Hendrik Liersch, ANDANTE Handpresse Peter Rensch, NeueKleiderDrucke von Hanfried Wendland und Erlesenes & Büchergilde.
Sammler & andere Verrückte, wie es auf der Visitenkarte der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. heißt, kamen zwar etwas spärlicher als in den Jahren davor - aber für neue Begegnungen, Kennenlernen, Wiedersehen und gelegentliche Geschäfte war reichlich Zeit und Raum.

Sonntag, 14. Dezember 2025

Save the Date: „Einhorn-Buch der Bücherkinder Brandenburg“

Foto: Armin Schubert
So begann im Dezember 2024 die Idee, ein Buch in Begleitung zur internationalen Einhornausstellung des Museums Barberini zu machen.

Am 11. Dezember 2025 konnten wir in einer festlichen Veranstaltung mit Lesung allen Bücherkindern Brandenburg und deren Eltern unser Buch "Vom Mehrwert des Einhorns" vorstellen und übergeben. Die Pirckheimer- Gesellschaft bekam von Andreas Kutsche, MdL/BSW, die Hauptförderung für das Buchprojekt. Durch ein Filmteam wurden wir dreimal in der Arbeit begleitet.

Der Kultursender ARTE-TV hat die Produktion veranlasst und zeigt den Dok.- Film Ende Januar 2026 im Museum Barberini.

(Armin Schubert)

Filmpräsentation: 16. Januar 2026

Museum Barberini
Auditorium
Potsdam

Montag, 26. Januar 2026

Einhorn - Das Fabeltier gesehen für Bibliophile

Noch bis zum 1. Februar ist in Potsdam die Ausstellung „Einhorn - Das Fabeltier in der Kunst“ zu sehen, eine Ausstellung, die durch die von Armin Schubert betreuten Bücherkinder Brandenburg mit ihrem Buchprojekt „Vom Mehrwert des Einhorns begleitet wurde.
Wandteppich aus der Gotthardt- und Christuskirchengemeinde Brandenburg a.d. Havel
Das ist jedoch nicht der einzige Aspekt, der die Ausstellung für Bibliophile interessant macht, denn Bücher bilden einen Großteil der mehr als 140 gezeigten Exponate, wovon hier auf einige Stücke hingewiesen wird.
Denn die Attraktivität des Einhorns reicht Jahrhunderte, sogar Jahrtausende zurück, so galt im Mittelalter das Einhorn als Symbol für Christus, später als Allegorie der Keuschheit, es war medizinisches Wundermittel und Forschungsobjekt der beginnenden Naturwissenschaft.
25. Oktober 2025 - 1. Februar 2026

Museum Barberini
Alter Markt, Humboldtstr. 5-6, 14467 Potsdam

Mittwoch, 19. November 2025

Einhorn-Lesung auf der artbook.berlin

Auf der artbook.berlin wird es zwei Lesungen von Pètrus Akkordéon geben.

Der Autor liest aus den bisher 13 Bänden und evtl. auch aus den unveröffentlichten Gedichten des Langzeitprojekts "alphabeth der thiere", die bei Cornelius Brändle (editionwasserimturm.berlin) erschienen sind. Das 2003 gestartete Projekt soll am Ende 27 Bände umfassen.
In einer weiteren Lesung wird der Autor und Künstler, der seine Bücher und Graphiken am Stand 61, gleich neben dem Berliner Bibliophilen Abend, vorstellen wird, Einhorn-Texte lesen. Pètrus Akkordéon hat nicht nur eigene Einhorn-Texte geschrieben, von seiner Hand sind auch Illustrationen auf dem Rücktitel und im Buch der Bücherkinder BrandenburgVom Mehrwert des Einhorns“ zu finden, welches kürzlich erschienen ist.
Weitere Informationen zu diesem Titel finden sich hier:
https://bücherkinder-brandenburg.de.

Lesung: 21. Nov. 2025, 19 Uhr
Lesung: 22. Nov. 2025, 15 Uhr
artbook: 22. - 25. Nov. 2025

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin

Sonntag, 22. Februar 2015

Oberflächlich – Nein Danke, ich habe es gelesen!

Der respektlose Umgang der Menschen miteinander nimmt immer mehr zu. Das ist ein Zeichen unserer Zeit. Anstatt die wenigen Pflänzchen persönlichen Engagements zu schützen und zu hegen, werden sie gnadenlos niedergemäht. Und zwar nicht wegen ihrer Wirkung sondern ausschließlich aufgrund der äußeren Erscheinung.
Alles atmet den Hauch von Flüchtigkeit, mangelndem Gestaltungswillen und Gedankenlosigkeit – summa summarum dies Druckwerk ist ein Zeichen unserer Zeit.“ – wenn diese Zusammenfassung für das hier in Rede stehende Buch gelten soll, dann gilt sie für seine „Rezension“ allemal.
Walther/Lehnhardt, Birgit und Andreas Eichler arbeiten nach der Ansicht von R. F. Meyer flüchtig und gedankenlos. Das ist schon starker Tobak. Denn worauf der Rezensent seine Einschätzung stützt, lässt sich der „Rezension“ nicht entnehmen. Vielmehr erkenne ich in diesen vernichtenden Zeilen ausschließlich ein Verharren in der Vergangenheit und eine Ignoranz der Gegenwart. Mit einer guten Buchrezension, welche die positiven und negativen Aspekte einer Publikation sorgfältig abwägt, haben die Zeilen R. F. Meyers m. E. nichts zu tun. Alle berühmten Raucher der Zeitgeschichte wären unter dem olfakorischen Aspekt für Nichtraucher immer unangenehm gewesen. Komischerweise kam es darauf niemals an….
Den von R. F. Meyer geäußerten Ansichten mangelt es primär an Trennschärfe zwischen der absolut berechtigten Kritik an gesellschaftlichen Entwicklungen und dem leidenschaftlichen Tun von Bücherfreuden. Soll kein Kunstbuch mehr erscheinen, nur weil sich kaum noch jemand den Lichtdruck leisten kann oder wollen wir unserem Pirckheimer Freund Kugler zurufen,: „Schreib nicht über Bücherfreunde, so lange Du Dir nur books on demand leisten kannst!“?
Ich habe die Bücher von Walther/Lehnhardt und Kugler gelesen und bin weder erblindet noch sind meine Atemwege verätzt – alles gesund! Ich habe vielmehr neue Einblicke gewonnen in mir unbekannte Sammlungen von interessanten Leuten. Meine Begeisterung für den Inhalt und meine Achtung vor dem Mut und Engagement der „Macher“ haben Fakten wie die unschönen 135 g/m2, das Lesebändchen und den Einband den rechten Platz zugewiesen – irrelevant! Diese Bücher haben bei mir ihr Ziel erreicht, mich unterhalten und mir schöne Stunden geschenkt. Einen Satten wieder hungrig gemacht.
Sicherlich das Buch richtet sich auch an Bibliophile, aber in erster Linie möchte es doch erreichen, Nichtbibliophile zu Bibliophilen zu begeistern. Das Buch will Sammler und Orte des Buches vorstellen, anregen, mehr zu erfahren und unterhalten, mehr nicht – vor allem keinen gekünstelten, bibliophilen Ansprüchen gerecht werden. Was sollen das überhaupt für Ansprüche sein?
Das Heranführen an neue Einsichten ist die Verantwortung des Wissenden, und ich habe bisher jede dieser Lektionen genossen, weil ich eingestand, es nicht zu kennen und somit die Tür öffnete, um an der Begeisterung eines anderen teilhaben zu dürfen. Nur so werden wir die Reihen der Mitglieder bibliophiler Gesellschaften verjüngen.
Wer heute lebt, sich mit der Gegenwart auseinandersetzt und dennoch das Engagement an den Tag legt, ein Buch über Büchersammler herauszubringen, verdient zuallererst Respekt! Allen Akteuren ist gemeinsam, dass sie unter persönlichen Opfern und den Zwängen der Ökonomie dennoch etwas auf die Beine gestellt haben, was für uns alle einen Mehrwert darstellt. Geht es besser? Na klar geht es immer besser. Aber sollte es deswegen unterbleiben? Nein die Welt ist bunt und besteht eben nicht nur aus „schwarzer“ Druckerschwärze!
Hilfe und Unterstützung anzubieten, Mut zu machen für weitere gleichartige Vorhaben, das wäre für mich eine wünschenswerte und gerechtfertigte Reaktion desjenigen, der mehr weiß und der mehr Erfahrung besitzt. Und ich bin mir sicher, keiner der „Macher“ wehrt sich beim nächsten Projekt gegen die Mitarbeit oder die Spende von ?0.000 € solch leidenschaftlicher Buchliebhaber wie R. F. Meyer, denn Seide, Leinwand oder Leder müssen ja finanziert werden.
Wir alle sollten uns bei unserem Handeln stets bewusst sein, dass jeder der sich aufgrund einer solchen „meyerischen Rezension“ nicht auf das Buch an sich einlässt und sich nicht seine eigene Meinung darüber bildet, ob Büchersammeln etwas für ihn wäre, schnell unwiederbringlich ein verlorener potentieller Bücherfreund und Antiquariatskunde ist. Damit schaden wir unserem Anliegen und den Werten unserer Sammlungen.
Mit der Zeit zu gehen, darf nicht bedeuten, im Gestern zu verharren oder den eigenen Anspruch aufzugeben. Seit der Erfindung des Buchdrucks wird vom Untergang des Buches gesprochen, aber es ist noch da und das bei sich stark veränderten Geschmäckern. Das Buch steht stets im Kontext der Zeit in welcher es entstanden ist! Den heutigen Machern von Büchern kann ich nur zu rufen, es ist ein schwerer Kampf aber ich glaube daran, dass es kein Kampf von einer aussichtslosen Position ist. Im Rahmen meiner Möglichkeiten und Interessen habt ihr immer einen Verbündeten.
(Dr. Ralph Aepler)

1 Kommentar:

https://www.facebook.com/peter.rhein?fref=ufiPeter Rhein hat gesagt ...
Ich habe die Kritik von Rainer Friedrich Meyer mit großem Vergnügen gelesen, als ironische Kritik der Zeit und bemerke: Er hat Recht! Die Entgegnung ist doch sehr verbissen und bei allem Mitgefühl für den Respekt des "Wollens", Abstriche an der Solidität der künstlerisch/ handwerklichen Ergebnisse sind leider ein Zug der Zeit.
23.02.2015

Dienstag, 17. März 2026

„Das Einhorn“ auf Arte

Ein Film von Matthias Frick "Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht" berichtet auch über die Arbeit der Bücherkinder Brandenburg, angeleitet von Armin Schubert und unterstützt von der Pirckheimer-Gesellschaft, an ihrem Buchprojekt „Vom Mehrwert des Einhorns“.

ab 20. März 2026 in der Arte Mediathek

Dienstag, 24. Februar 2026

Das Einhorn auf der Leipziger Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft stellt auf der Leipziger Buchmesse den Bücherkindern Brandenburg mit Armin Schubert ein Podium zur Vorstellung ihres Buchprojekts des letzten Jahres „Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst“ zur Verfügung.
In Kooperation mit dem Museum Barberini und dem Museé de Cluny in Paris haben die Bücherkinder Brandenburg ein Jahr lang zu Kunstwerken über das Einhorn aus verschiedenen Jahrhunderten Erzählungen und Gedichte geschrieben und sind dabei zu phantastischen, utopischen, sozialen, umweltschützenden und kreativen Texten und Bildlösungen gekommen.
Zum Buch schufen die Malerin und Grafikerin Angela Hampel aus Dresden und der Berliner Künstler Petrus Akkordeon Illustrationen, ein Filmteam von ARTE / ZDF hat die Arbeit an diesem Buchprojekt begleitet.

21. März 2026,15 Uhr

Leipziger Buchmesse
Messegelände
Forum Sachbuch: Kontexte (Halle 5, E604)

Freitag, 20. März 2026

Bibliophile Gesellschaften auf der Buchmesse

Die Pirckheimer-Gesellschaft war, wie auch der Leipziger Bibliophilen Abend, mit großem Aufgebot auf der Leipziger Buchmesse anzutreffen.
v.l.n.r. Hans Rabenbauer, Robert Grieger, Till Schröder, Matthias Haberzettl, Thomas Glöß, sigrid Wege, Ralf Wege, Jutta Osterhof
Am Nachmittag stellte Armin Schubert mit den Bücherkindern Brandenburg auf der Lesebühne ihr Buchprojekt des letzten Jahres „Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst“ vor.
Henry Günther und Armin Schubert
In Kooperation mit dem Museum Barberini und dem Museé de Cluny in Paris haben die Bücherkinder Brandenburg ein Jahr lang zu Kunstwerken über das Einhorn aus verschiedenen Jahrhunderten Erzählungen und Gedichte geschrieben und sind dabei zu phantastischen, utopischen, sozialen, umweltschützenden und kreativen Texten und Bildlösungen gekommen.

Freitag, 2. September 2022

Rainer Ehrt im Kunstkontor Potsdam

Rainer Ehrt, Seiltänzer, 2021 (Ausschnitt)
BERÜHREN heißt die Ausstellung des Kunst-Kontors Potdam dieses Herbstes, zu der verschiedene Künstlerinnen und Künstler der Galerie KUNST-KONTOR Kunstwerke geschaffen haben. 

Es ist ein Motto, welches in der Luft liegt. Wir sind berührt und angefasst von fast vergessenen Ungeheuerlichkeiten in der Welt, die so nah kommen. Wir haben Sehnsucht nach Umarmung und menschlicher Wärme. Das weite Feld des Berührt-Seins spiegelt die Kunst von der taktilen Sinnlichkeit bis hin zum seelischen Angerührt-Sein.
Das ist das ureigenste Feld auf dem die Künste ihr großes Potential entfalten konnten. Kunst kann aufrütteln, wenn sie uns im Innersten berührt. Kunst kann trösten, weil auch Schönheit heilend auf verletzte Seelen wirkt. Freude und Trost sind der erste Mehrwert der Kunst.
Foto © Rainer Ehrt
Gezeigt werden Werke von Mike Bruchner, Rainer Ehrt, Susanne Kraißer, Axel Krause, Christoph Löffler, Peer Oliver Nau, Manuela Sambo, Anna Vonnemann, Vanessa von Wendt & Vincent Wenzel.

Eröffnung mit Kunstfest: 3. September 2022, 13 Uhr
Ausstellung: 3. September bis 22. Dezember 2022

Galerie KUNST-KONTOR,
Bertiniweg 1a, 14469 Potsdam