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Montag, 11. Mai 2026

Jahrestagung 2026 der Deutschen Exlibris-Gesellschaft

Diese fand dieses Mal zum zweiten Mal (nach 2019) im schönen Wetzlar statt, bestens organisiert von unserem Mitglied Matthias Wenger. Von Donnerstag bis Samstag trafen sich 80 Exlibrissammler- und Künstler aus 14 Ländern zum Tausch und Beisammensein.
Es gab Gelegenheit für Spaziergänge und Stadtbesichtigung, ebenso ein Ausflug ins Waldmuseum in Braunfels. Es war ein - wie immer - lebendiges und intensives Zusammensein in freundschaftlicher und gelöster Atmosphäre.
Höhepunkt war das Festdinner am Samstag Abend mit Ehrungen. Es wurden die Sieger des Exlibris-Wettbewerbs verkündet. Preisträger des Jurypreises war der Holzstecher Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommen. Den Publikumspreis teilten sich Marina Kupkina und Sergiy Kirnitsky aus der Ukraine und Jochen Kublik aus Deutschland.
an den Exlibris-Tausch-Tischen: Klaus-Jürgen und Marita Tischer
Utz Benkel wurde in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Exlibris-Bewegung die Walter-von-Zur-Westen-Medaille von unserem Vizepräsidenten Siegfried Bresler verliehen.
Dr. Henry Tauber wurde von unserem Präsidenten Utz Benkel in Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste um die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e.V. zum Ehrenpräsidenten unserer Gesellschaft ernannt.
Dies waren bewegende Momente an diesem wunderbaren Abschlussabend.

(Utz Benkel)

Dienstag, 7. Mai 2024

Exlibris des Monats Mai 2024 – Gewinner im DEG-Wettbewerb 2024 „Bestes Exlibris“

Die Teilnehmer an der Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft 2024 in Neustadt an der Orla haben zwei Blätter stimmengleich zum „Besten Exlibris“ gewählt – deshalb werden diese beiden Bücherzeichen auch als „Exlibris des Monats Mai 2024“ vorgestellt.

Zunächst das Exlibris von Lembit Löhmus für Klaus Jürgen Tischer.
Mit seiner brillanten Technik – gleich, ob in Holz-, Kupfer- oder Stahlstich ausgeführt – zählt der 1947 in Mustla geborene estländische Künstler zweifellos zu den führenden zeitgenössischen Exlibris-Stechern. Ob Landschaften, Pflanzen, Porträts oder wie in diesem Bücherzeichen: erotische Motive, jedes seiner Blätter „besticht“ durch höchste Virtuosität und extreme Feinheit.
Zwei von Pflanzen umrankte similare weibliche Akte präsentieren sich Rücken an Rücken, schön und selbstbewusst. Zwischen ihnen eines der schönsten, prachtvollsten Geschöpfe im Tierreich: ein Schmetterling (wohl ein Großer Fuchs), das Symbol für Schönheit und Freiheit, Transformation und Kreativität.
Lembit Löhmus: Exlibris für Klaus Jürgen Tischer, 2023, Kupferstich, 55 x 70 mm
Das zweite Gewinnerblatt des DEG-Wettbewerbs 2024 ist Silvana Martignonis Exlibris für den Chemiker und Kunstsammler Wolfgang Hönle, der 2016 die Wolfgang Johannes Hönle – Stiftung Kunst und Chemie gründete, deren Motto der Maxim-Gorki-Spruch ist: „Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele“. Neben vielem anderen gehören zu den Schwerpunkten seiner Kollektion Gemälde und Grafiken zur Alchemie, d. h. zu dem frühen Zweig der Naturphilosophie, aus dem sich im Zuge der Aufklärung in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die heutige Wissenschaft der Chemie entwickelte.
Dem Exlibris zugrunde liegt ein Motiv von Johann Martin Schmidt (1718–1801), der damit (für Hönle) kurz vor der Aufklärung das Belegstück für die Darstellung des Alchemisten am Feuerherd geschaffen hat. Die Szene ist ins Freie verlagert (auch wenn ein Tier von einer imaginären Decke herabhängt). Der am Athanor, dem speziellen Ofentyp der Alchemisten, hantierende Protagonist mit der hohen Haube als Hitzeschutz ist umgeben von den typischen Untensilien der Alchemisten, aufgeschlagenem Naturkundebuch, Mörser und anderen Gefäßen sowie Totenschädel mit Knochen.
Silvana Martignoni: Exlibris für Wolfgang Hönle, Der Alchemist nach einem Motiv von Johann Martin Schmidt, 2023, Radierung/Mezzotinto, 140 x 120 mm
(Henry Tauber, vollständiger Artikel hier)

Montag, 2. Juni 2014

Herzlichen Glückwunsch zum 60sten

Originalgraphik - Linolschnitt von Gerhard Lahr, 2007
Klaus-Jürgen Tischer, aktiver Pirckheimer seit 30 Jahren aus Lutherstadt Wittenberg, feiert heute seinen sechszigsten Geburtstag - Herzlichen Glückwunsch!
Vor 5 Jahren konnte an dieser Stelle über eine Sonderausstellung aus seiner Sammlung im Cranach-Haus berichtet werden, in welcher er zirka 300 Buchzeichen zu verschiedenen Themen, Exlibrisliteratur und Mappenwerke vorstellte. Schwerpunkte dieser Exposition waren Eigenexlibris des Sammlers und solche zum Thema Lucas Cranach und Martin Luther. Darüber hinaus hat Klaus-Jürgen Tischer eine umfangreiche und interessante Sammlung mit bibliophilen Büchern des 20. Jahrhunderts, vom Insel und Georg Müller Verlag, zum Buchwesen und Erotika aufgebaut.

Montag, 7. Dezember 2009

Exlibris aus der Sammlung Klaus-Jürgen Tischer

Gerhard Stauf (1924 - 1996), Exlibris für K.-J. Tischer, Kupferstich, koloriert, 1990In der Zeit vom 12. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010 gibt unser Mitglied Klaus-Jürgen Tischer im Rahmen einer Sonderausstellung des Cranach-Hauses, Markt 4, 06886 Lutherstadt Wittenberg, Einblicke in seine Exlibris-Sammlung. Eröffnet wird die Exposition am 11. Dezember 2009 um 18.00 Uhr unter anderem mit einführenden Worten von Dr. Peter Labuhn. Präsentiert werden zirka 300 Buchzeichen zu verschiedenen Themen, Exlibrisliteratur und Mappenwerke. Schwerpunkte sind die Eigenexlibris des Sammlers und solche zum Thema Lucas Cranach und Martin Luther. Mit dieser Ausstellung soll den Besuchern die Entwicklung und Bedeutung des Exlibris vermittelt werden. Insbesondere Schulklassen können sich in der Ausstellung im Rahmen des Kunstunterrichtes mit der Thematik didaktisch auseinandersetzen und auch ein eigenes Exlibris entwerfen.