Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.
(Juergen K. Klimpke)
1. März bis 26. September 2026
Museum Schloss Burgk
07907 Schleiz

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