Samstag, 12. September 2026

Pirckheimer zu Gast bei Johannes Häfner

Besuch meiner Druckwerkstatt in Nürnberg im Rahmen des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft.
(Johannes Häfner)

Die Schönsten Deutschen Bücher 2026 - der Katalog

Zur Preisverleihung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main am 4. September 2026 ist der Katalog „Die Schönsten Deutschen Bücher 2026“ erschienen.
Er wurde herausgegeben von Birte Kreft (Stiftung Buchkunst) und wurde vom Studio Pandan gestaltet.

28 €
ISBN 978-3-9822108-5-8

Katalog der Vintage Paper Berlin ist online

Während der Rare Books Week vom 14. bis 20. September 2026 treffen sich in Berlin nicht nur Mitglieder der International League of Antiquarian Booksellers zu ihrem 46. Kongress, zu ihrem 5. Symposium und zur internationalen Antiquariatsmesse „Rare Books Berlin“, es findet in Hauptstadt zeitgleich auch die Vintage Paper Berlin statt.
Für diese u.a. vom Berliner Bibliophilen Abend unterstützten Antiquariatsmesse „Vintage Paper“ sei ein Besuch hiermit empfohlen.
Hier werden seltene Originale auf Papier präsentiert und kann man neben bibliophilen Buchschätzen eine Welt entdecken, in der antiquarische Kostbarkeiten, historische Fotografien, künstlerische Arbeiten aus Papier und ikonische Werbeposter aufeinandertreffen – ein Crossover-Angebot für Sammler, Künstler und Kenner. An dieser nehmen neben Antiquariaten aus dem Ausland auch die Pirckheimer Christan Bartsch mit dem „Roten Antiquariat“, das „Antiquariat Thomas Döring“ und das „Buch- & Kunstantiquariat Tode“ teil.
  • 46. ILAB-Kongress
    14. - 17. September 2026
  • 5th ILAB Symposium
    17. - 18. September 2026
    Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, 10117 Berlin
  • Rare Books Berlin, Internationale Messe für Bücher & Graphik
    18. - 20. September 2026
    Kronprinzenpalais, Unter den Linden 3, 10117 Berlin
  • Vintage Paper Berlin
    18. - 19. September 2026
    Alte Münze Berlin

Freitag, 11. September 2026

Buchkunst im Germanischen Museum Nürnberg

Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, welches mit ca. 50 Teilnehmern im Jahr ihres 70jährigen Bestehens in Nürnberg stattfindet, führte diese heute, am ersten Tag, u.a. in das Germanische Museum.
Hier konnten sie u.a. Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ in der Ausgabe der  Doves Press, 1911, betrachten (Abb. lks.). Die Typographie der 1900 von Emery Walker und Thomas Cobden-Sanderson gegründeten Doves Press übte auf die jüngere deutsche Buchkunstbewegung nachhaltigen Einfluss aus. 
Auch das expressionistische Hauptwerk „Umbra vitae“ (so der inoffizielle Titel des Gedichtes, als offizieller Titel gilt die erste Strophe „Die Menschen stehen vorwärts in den Straßen“) mit nachgelassenen Gedichten von Georg Heym und Original-Holzschnitten von Ernst Ludwig Kirchner, erschienen 1924 im Kurt Wolff Verlag in München, wurde den Teilnehmern präsentiert.

Marginalien #262

Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, die am Jahrestreffen in Nürnberg teilnehmen, haben die Zeitschrift heute mit den Tagungsunterlagen erhalten, alle anderen finden+ die „Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie“ heute oder in den nächsten Tagen im Briefkasten.
Marginalien # 262 mit einem Siebdruck von Pinselzeichnung von Christofer Kochs
Der Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend ließ dem Heft, wie bereits berichtet, ein von Thomas Glöß gestaltetes Heft „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ mit einem mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, beilegen, womit die Pirckheimer mit diesen Marginalien gemeinsam mit einem Siebdruck von Christofer Kochs gleich zwei Originalgraphiken erhalten.
Thomas Glöß gestaltete auch die typografische Beilage „Marlene Dietrich: ABC meines Lebens", die von Sibylle Kaldewey bearbeitet wurde. Zusammen mit dem Beitrag von ihr „Ein Blick in die Bibliothek von Marlene Dietrich“ eine schöne Einstimmung auf die Rare Books Berlin.
Remo Hug schreíbt über Erich Kästners „Emil und die Detektive“ und Jens-Fietje Dwars über Karel Čapeks „Der Krieg mit den Molchen“. Erwähnenswert ist auch ein Artikel von Maria Bogdanovich über den Einbandmeister Eduard Taskas.
Leider konnte auch im aktuellen Heft nicht auf weitere Nachrufe verzichtet werden, diesmal für Christian Ewald und Klaus Raasch.

25. Meissner Grafikmarkt

Graphik: Lothar Sell, 2005
Der Grafikmarkt, vor 1989 eine Tradition der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR, lädt auch 2026 in Meißen wieder zum Bummeln, Entdecken und Verweilen ein.

Die Albrechtsburg Meißen - selbst ein Kunst- und Architekturdenkmal mit über 500-jähriger Geschichte - bietet den teilnehmenden Künstlern den perfekten Rahmen zur Präsentation ihrer Kunstwerke, Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarelle, Siebdrucke, Fotografien und Künstlerbücher.
Besucher können sich informieren, stöbern, ins Gespräch kommen und den Termin mit einem Stadtbesuch verbinden. Gerade solche Märkte und Messen sind attraktiv, weil sie überschaubar bleiben und trotzdem viele Eindrücke an einem Ort bündeln.

12. bis 13. September 2026

Albrechtsburg Meißen
Domplatz 1, 01662 Meißen

Umberto Eco - Il nome della rosa

1980 erschien bei Gruppo Editoriale Fabbri-Bompinni in Milano der Roman „Il nome della rosa“ von Umberto Eco, der in der Übersetzung von Burkhard Kroeber 1982 im Carl Hanser Verlag München Wien verlegt wurde. 1985 gab es dann eine mehrfach aufgelegte Lizenzausgabe in der DDR im Verlag Volk und Welt Berlin mit dem bekannten Einbandentwurf von Gudrun Olthoff, eine weitere Ausgabe gab es 1989 in der Reihe dieses Verlags „ex libris vuw“ mit der Umschlaggestaltung von Lothar Reher.
die beiden Ausgaben bei „Volk und Welt“
1986, also vor 40 Jahren, kam der von Jean-Jaques Annaud und Bernd Eichinger verfilmte Roman über den mittelalterlichen Kirchenstreit zwischen Inquisition und Verketzerung, genauer die an die Detektivgeschichten des Arthur Connan Doyle erinnernde Rahmenhandlung des Romans, erstmals in die deutschen Kinos.
Dieser Film begeistert nicht nur Cineasten, sondern auch bibliophil Interessierte, nicht nur aufgrund der zentralen Rolle der klösterlichen Bibliothek und dem Mysterium um das „Zweite Buch der Poetik - Über die Komödie“ von Aristoteles, sondern auch, weil der vor 10 Jahren verstorbene Umberto Eco als einer der bekanntesten Büchersammler gilt, weswegen die Verfilmung des Romans in der Woche nach der Rare Books Week in Kooperation mit der Pirckheimer-Gesellschaft gezeigt wird.
Zuvor wird gemeinsam mit dieser Bibliophilen-Gesellschaft der Dokumentarfilm über die Antiquariatsszene in New York „The Booksellers – aus Liebe zum Buch“, gezeigt. Das Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend Till Schröder wird die Händlerin Heather O’Donnell (Honey & Wax Booksellers) aus dem Film interviewen. Am Tag darauf wird dort der Dokumentarfilm „Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt“ gezeigt.

The Booksellers: 17. September 2026, 17 Uhr 
Umberto Eco – Eine Bibliothek der Welt: 18. September 2026 
Kino Filmkunst 66
Bleibtreustr. 12, 10623 Berlin-Charlottenburg 
Der Name der Rose: 24. September 2026, 20:30 Uhr
Kino Casablanca
Friedenstraße 12/13, 12489 Berlin-Adlershof

1 Kommentar(e):
11. September 2026: Abel Doering hat gesagt ...
Und natürlich gibt es auf der Rare Books Berlin auch das erste Buch Umberto Ecos, „Il problema estetico in San Tommaso“, eine Erweiterung von Ecos gemeinsam Luigi Pareyson eingereichten Dissertation zu den ästhetischen Theorien des Thomas von Aquino.
Schaut selbst: catalogue rarebookweek berlin

Donnerstag, 10. September 2026

Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag

Stephanie Marx, HK 90, mehrfarbiger Holzschnitt in vier Farbvarianten
Dem in Auslieferung befindlichen 262. Heft der Marginalien wird eine Schrift „Für Herbert Kästner zum 90. Geburtstag“ beiliegen, die Beiträge von Thomas Glöß, Matthias Gubig, Karl-Georg Hirsch, Reinhard Minkewitz, Eberhard Patzig, Matthias Reiner, Till Schröder, Sven Uftring, Baldwin Zettl und Gerd Zimmermann enthält.
Beigelegt ist ein signierter mehrfarbiger Holzschnitt von Stephanie Marx, gedruckt von der Künstlerin in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in einer Auflage von 650 Exemplaren.
Die Gestaltung und den Satz in der 10 Punkt DTL Documenta Regular, Italic und Sans Regular, Italic übernahm Thomas Glöß, den Druck auf Fedrigoni 120 g führte Thomas Druck Leipzig aus, gebunden wurde das Heft von der Buchmanufaktur Müller Leipzig.

Between Books

Nach drei erfolgreichen Ausgaben findet Between Books 2026 erneut in der Kunsthalle Düsseldorf statt!

Unabhängige Kunstbuchverlage, Künstler, Independent Publishing/DIY Kollektive, Organisationen, Vereine, Zines und Magazine, präsentieren sich in den Ausstellungsräumen der Kunsthalle Düsseldorf einem breiten Publikum und zeigen, wie vielseitig, spannend und zeitgenössisch das Medium Buch sein kann. Mit dabei sein wird Sarah Käsmayr, Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend, mit dem MaroVerlag.
Between Books ist gleichermaßen Treffpunkt für den Diskurs über (Kunst-)Bücher, alternative Publikationsformen und das Publizieren als Praxis als auch Ort zum Entdecken, Stöbern und Kennenlernen.
Die Auswahl der Aussteller erfolgte durch eine Jury.

Die Kunstbuchmesse wird von einem spannenden und interaktiven Rahmenprogramm mit Buchpräsentationen, Vorträgen, Talks, Performances und Workshops begleitet.

11. – 13. September 2026
Kunsthalle Düsseldorf Art Book Fair

Mittwoch, 9. September 2026

Kriegsverlust nach 80 Jahren wieder aufgetaucht

Ein über 430 Jahre altes Buch, der Band "Pauli Sententiae", wurde im hessischen Sozialkaufhaus „Tisch und Teller“ gefunden.
Foto: Friederike Willasch/SBB PK/dpa
Der 1594 in Nürnberg gedruckte Titel wurde vom niederländischen Humanisten, Juristen und Hochschullehrer Conradus Rittershusius (1560-1613) herausgegeben. Bei der in Latein veröffentlichten Schrift handelt es sich um ein Rechtsbuch, das dem römischen Juristen Julius Paulus zugeschrieben wird, der im frühen 3. Jahrhundert gelebt hat. Die Rekonstruktion des Textes von Paulus geht auf den französischen Juristen Jacques de Cujas (1522-1590) zurück. 
Das Buch war Bestandteil einer Spende und konnte dank aufmerksamer Mitarbeiter identifiziert werden. "Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde der Band im Zweiten Weltkrieg aus Berlin nach Hessen in das Kalibergwerk Hattorf ausgelagert und kam im Zuge dieser Aktion abhanden", hieß es von Seiten der Staatsbibliothek. "Seit 1945 galt das Buch deshalb offiziell als Kriegsverlust.".
Der Titel konnte Ende August wieder in den Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin aufgenommen werden.

das vorletzte „AdA“ wurde ausgeliefert

Das aktuelle Heft „Aus dem Antiquariat“ # 03/2026 ist das vorletzte Heft dieser langjährigen Informationsquelle und Ratgebers für Freunde des bibliophilen Buches - diese, 1948 begründete Zeitschrift für Antiquare und Büchersammler wird auf Beschluss des MVB eingestellt.

Im vorletzten Heft findet sich der Beitrag von Richard Armbruster zu Richard Wagner und die Edition seinen Partiturwelten, sowie von Johannes Salzwedel über Rudolf Borchardts Werkreihen.
Ein großer Teil des Heftes ist natürlich der bevorstehenden Rare Books Berlin, der größten Antiquariatsmesse Europas, gewidmet, wie ein Interview mit dem Berliner Antiquar Wolfgang Braecklein, die Laudatio und Dankrede der Antiquarin Elvira Tasbach, die mit anderen in Berlin die Rare Books organisiert, oder ein Beitrag von Roland Jaeger über die Entstehung des „Internationalen Adressbuch der Antiquare“ und von Björn Biester über den ILAB-Kongress in Brüssel von 1951.

Dienstag, 8. September 2026

„Aus dem Antiquariat“ wird eingestellt

Die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst beziehen seit langen Jahren die Zeitschrift „Aus dem Antiquariat".
Die Produktion dieser Zeitschrift wird zum Ende diesen Jahres seitens des MVB eingestellt, was der Vorstand der Maximilian-Gesellschaft bedauert. Die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft werden ab 2027, wie auf der Jahrestagung 2026 beschlossen, einen zweimonatlichen Rundbrief erhalten, Form und Inhalt dieses Rundbriefs - auch der Titel - sind derzeit in der Diskussion im Vorstand. Dieser wird ,,Aus dem Antiquariat" nicht ersetzen können, die Hoffnung besteht jedoch, dass die Kommunikation innerhalb der Maximilian-Gesellschaft über gemeinsam interessierende Themen und Tatsachen aufrechterhalten werden kann.
Der Rundbrief soll nur in Ausnahmefällen ausgedruckt per Briefpost versandt werden, weshalb Mitglieder um baldmögliche Mitteilung der E-Mail-Adresse gebeten werden.

(nach einer Information von Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider)

Pressendruck zum Lausitzer Lyrikfestival

Anlässlich des Lausitzer Lyrikfestival 2026 Gartenstadt Marga, Senftenberg, entstand in gemeinschaftlicher Arbeit die Edition Septemberwinde.
Foto: Ingo Cesaro
Die beteiligten Autorinnen und Autoren wählten ein Haiku aus, das sie su Einzellettern aus Blei spiegelschriftlich setzten. Ich war mit meiner mobilen Handpresse vor Ort und druckte auf der Handnudel jeweils 24 Handabzüge.
Nach dem Zusammentragen der Drucke wurde unter Anleitung von Gisela Gülpen die Editionen in fernöstlicher Durchstichtechnik gebunden.

Zum Abschluss des Festivals würden allen Beteiligten die von mir herausgegebene Edition überreicht.
Die 24er Auflage, ergänzt mit Malerei und Linolschnitten, wieder ein nachhaltiges Projekt des Festivals.

(Ingo Cesaro)

Save the Date

Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst plant für 2027 eine Exkursion nach Florenz und bittet ihre Mitglieder, den Termin dafür vorzumerken.
Informationen zum Programm und zur Anmeldung werden noch folgen.

Donnerstag, den 28. bis Freitag, den 29. Oktober 2027.

Montag, 7. September 2026

„Wilsberg“ kommt nach Berlin

Antiquar Wilsberg, Leonard Lansink, und der echte Antiquar Michael Solder treffen sich auf dem Roten Sofa der Antiquariatsmesse Rare Books Berlin zum Interview.


Rotes Sofa mit Leonard Lansink und Michael Solder; 19. September 2026, 17 Uhr
RARE BOOKS BERLIN: 18. - 20. September 2026
Kronprinzenpalais Unter den Linden 3

Flashmob am Alex

Zum „Lies-ein-Buch-Tag" gab es gestern innerhalb der Aktionswochen „Berlin ist Kultur“ auf dem Berliner Alexanderplatz einen Flashmob am Brunnen der Völkerfreundschaft, ausgerichtet vom Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin zur Unterstützung der Zusammenlegung der Häuser OST und WEST zu EINER Zentralbibliothek in Berlin im derzeitigen Galeria-Gebäude.
Kinder lasen gleichzeitig laut aus ihrem Lieblingsbuch und wurden zum Lese-Orchester.
Silent Reading Party (die erste?), einige der ca. 150 Leser auf Liegestühlen, dem Reading-Bike und dem Brunnenrand
Selbstverständlich war auch der Berliner Bibliophilen Abend dort mit Informationsmaterial zu finden.

2 Kommentar(e):
07. September 2026: Uwe Offner hat gesagt
Kunst spricht eine Sprache, die jeder versteht – unabhängig von Herkunft, Kultur oder Sprache. Sie schafft Verbindungen, wo Worte fehlen, und baut Brücken zwischen Menschen auf der ganzen Welt. In jedem Pinselstrich, jeder Melodie und jeder Bewegung lebt die Kraft der Gemeinschaft. Denn: Kunst verbindet die Welt.
Einen lieben Gruß von Uwe Offner Kunstcarlo aus Wanfried Heldra aus Deutschland
07. September 2026: Zentral- und Landesbibliothek Berlin hat gesagt
Danke

Sonntag, 6. September 2026

Tag der offenen Tür mit Ursula Mattheuer-Neustädt

Ursula Mattheuer‑Neustädt zählt zu den bedeutendsten deutschen Zeichnerinnen und Grafikerinnen ihrer Generation und wurde für ihre Illustrationen mehrfach ausgezeichnet. 1972 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Leipzig.
Foto: Archiv der Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung
Zu den Tagen der Industriekultur wird in der Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung ein Tag der offenen Tür stattfinden, an welchem anlässlich des 100. Geburtstages von Ursula Mattheuer-Neustädt ein umfangreicher Einblick in ihr zeichnerisches und grafisches Schaffen gegeben wird.
Die Stiftung wurde nach dem Tod von Wolfgang Mattheuer von der Ehepartnerin und Künstlerin im Jahre 2006 gegründet, um das künstlerische Werk von Wolfgang Mattheuer und Ursula Mattheuer-Neustädt zu bewahren, wissenschaftlich zu bearbeiten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus wird das Wirken von Wolfgang Mattheuer als akademischer Lehrer und seine Ausstrahlung auf Schüler und künstlerische Nachfahren hervorgehoben.

11./12. September 2026
Ursula Mattheuer-Neustädt und Wolfgang Mattheuer Stiftung
Hauptmannstraße 1, Leipzig

Gleichzeitig läuft aus Anlass der 100. Geburtstages der Künstlerin in Leipzig seit zwei Monaten und noch bis Anfang Oktober eine Ausstellung zum Werk von Ursula Mattheuer-Neustädt.

Ausstellung: 10. Juli - 02. Oktober 2026
Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig

Ausstellung und Jahresgabe des Radiervereins München

In einer Gastausstellung des Vereins für Original-Radierung zeigt Madeleine Heublein SPUREN“.
Räume entstehen durch Bewegung. Erhellende Präsenz durch Ausloten, durch Sich-Hineinbegeben. Aber da ist kein Streben, das frei wäre von Zurückweichen, Aussetzen, Ermatten, von Brüchen und Verwerfungen. Nichts davon erlischt, alles bleibt. Jegliches Bewegen hinterlässt Spuren.
Kein Tun, das verschwindet. Bei den Arbeiten handelt es sich um Monotypien. Tiefdruckfarbe wird auf eine Kupferplatte aufgebracht, mit Werkzeugen bearbeitet und auf Bütten gedruckt. Es braucht der Kontrolle von Atmung, innerer Erregung und Eingebung. Höchste Konzentration für das Fixieren unbekannter Zeichen.

Vernissage: 9. September 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 10. - 13. September 2026

Radierverein München
Ludwigstr. 7, 80539 München

Samstag, 5. September 2026

Angela Hampel - Malerei und Grafik

Nach einer erfolgreichen Ausstellung in der Brandenburger Kinder- und Jugendgalerie „Sonnensegel“ sind die Werke Angela Hampels anlässlich ihres 70. Geburtstages noch bis Anfang Oktober in Kamenz zu sehen.
Widmung mit Einzeichnung anlässlich der Ausstellung in Brandenburg a.d. Havel
Die Schau bietet einen Querschnitt durch Figurenwelten, Techniken, Themen und Materialien, die Hampels Œuvre prägen. Vor allem zwei Themenkomplexe, die auch in der Ausstellung mit prominenten Arbeiten vertreten sind, gewannen besondere Bedeutung in ihrem Werk: die antike, griechisch-römische Mythologie und die Bibel mit ihren markanten Gestalten besonders des Alten Testaments. Hier ließen sich exemplarisch menschliche Höhe und Tiefen, Leidenschaften und Irrungen, Liebe und Kampf, Tod und Neubeginn ausloten. Zentraler Anknüpfungspunkt für Hampel waren und sind dabei wie auch in ihrem Œuvre generell die Frauengestalten, geheimnisvolle, starke Frauen, aktiv handelnd, auch im Leiden nicht passiv-erduldend. In vielen Arbeiten der Künstlerin spiegeln sich Träume, Sehnsüchte, Ängste, Visionen, Befürchtungen, Grenz- und Verlusterfahrungen, die über die ausdrucksstarken Gesichter erfahrbar werden, ohne dass es umfangreicher Attribute oder detailliert ausgestalteter Umgebungen bedürfte.
Angela Hampel, Menükarte der Pirckheimer-Gesellschaft 2015, Algrafie
Die Lieblingsfarbe Rot, leuchtend, intensiv, verleiht dem kongenial, geradezu zeichenhaft Ausdruck, changiert zwischen Wärme, Lebenslust, Aggression und blutiger Bedrohung. Und manchmal blitzt, wenn auch vielfach gebrochen, eine im Œuvre der Künstlerin eher seltene Leichtigkeit des Seins auf. Eine Serie zur Laokoon-Gruppe, die sich in das Themenfeld der Mythologie einordnet, ist extra für diese Schau geschaffen worden, angeregt durch den Kamenzer Abguss dieser Plastik. Ein weiterer Teil der Schau ist den von Hampel gestalteten Künstlerbüchern gewidmet. Neben einem Buch zu einem Werk des spanischen Dichters Federico García Lorca ist ein Künstlerbuch zu Heinrich von Kleists Drama „Penthesilea“ zu sehen. 

Ausstellung: 24. Juli - 4. Oktober 2026
Malzhaus, Sonderausstellungsbereich
Pulsnitzer Str. 6, 01917 Kamenz

Heidrun Hegewald - Das dialogische Prinzip

Pietà (Ausschnitt), 1984,
Öl auf Hartfaser, 120 × 110 cm
(Foto: Bernd Kuhnert)

Die Berlin Art Week läutet jährlich im September die neue Kunstherbstsaison ein. Über 100 Museen, Sammlungen, Galerien, Projekträume und eine Kunstmesse gestalten ein abwechslungsreiches Festivalprogramm—und machen die deutsche Hauptstadt damit fünf Tage lang zum Hotspot für zeitgenössische Kunst.
 
Die Galerie Gesellschaft lädt in diesem Zusammenhang ein zur Ausstellung "Das dialogische Prinzip - Malerei, Zeichnung und Druckgrafik von Heidrun Hegewald".

Zur Ausstellung erscheint das 7. Künstlerheft der Galerie Gesellschaft; die Vorzugsausgabe enthält einen exklusiven Siebdruck in einer Auflage von 50 Exemplaren.

Art Week Berlin: 9. - 13. September 2026
Vernissage H. Hegewald: 11. September 2026, 18 Uhr
Ausstellung H. Hegewald: 11. September - 24. Oktober 2026
Finissage: 24. Oktober 2026, 16 Uhr, mit einer Feier zum 90. Geburtstag der Künstlerin

Galerie Gesellschaft
Auguststraße 83, 10117 Berlin