Sonntag, 10. Juli 2022

Ein Plus mit Schattenseiten

Nachdem der Umsatz im Deutschen Buchhandel im ersten Corona-Jahr stagnierte, ist er im vergangenen Jahr wieder um 3,5 Prozent gestiegen. Leider betrifft diese Entwicklung nicht die Anzahl der verkauften Bücher, sondern resultiert aus Preissteigerungen. So lag die Titelproduktion, die bislang jährlich um 1 % sank, im vergangenen Jahr sogar erstmals um deutliche 7,5 % niedriger als im Vorjahr.

Dabei ist der stationäre Buchhandel, obwohl er um 3,6 % hinter dem Vorjahr und sogar um 12,3 Prozent hinter dem Vor-Corona-Jahr 2019 zurückbleibt, mit einem Marktanteil von 39,1 % nach wie vor der größte und wichtigste Vertriebsweg für Bücher.

Beim Internetbuchhandel, dessen Gesamtumsatz etwa zur Hälfte durch Onlineshops der hiesigen Buchhandlungen erzielt wird, stiegen die Einnahmen im letzten Jahr um 16,2 Prozent und der Umsatzanteil am Gesamtmarkt lag 2021 bei 27,1 Prozent, ein Anstieg um 3 % gegenüber dem Vorjahr.
Beim Onlinegeschäft hat somit der Buchhandel vor Ort (ohne Schul- und Fachbücher) gegenüber Amazon während der beiden Pandemiejahre am deutlichsten zugelegt, die Zuwachsrate bei den buchhändlerischen Webshops war im Vergleich zum Vor-Corona-Niveau gegenüber Amazon mehr als doppelt so hoch.

(detaillierte Angaben hier: Ein Plus mit Schattenseiten)

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