Dienstag, 6. Dezember 2016

Jahresgabe 2016 des BBA

Unter dem Titel "Berlin und Anderswo" hat das Autorenforum Berlin und der Berliner Bibliophilen Abend eine Anthologie Berliner Autoren mit Fernweh herausgegeben.
Von diesem, von Anja Steinig (Studio F) gestaltetem Buch, gedruckt auf Papier Woodstock Rosa 110g und Sirio Color Nero 115g von Fedrigoni, erschien neben der Buchhandelsausgabe mit schwarzem Buchdeckel eine nummerierte Vorzugsausgabe mit rosa Buchdeckel in einer Auflage von 100 Exemplaren als Jahresgabe des BBA.
Im Postskriptum wird ausgeführt: "... Das Autorenforum bietet Autoren eine Plattform für den kritisch-konstruktiven Austausch untereinander .... Der Berliner Bibliophilen Abend ist ein Club von Bücherfreunden, -narren und -Sammlern. ... Beide Vereine prägt ihre Neugier auf die terra incognita ihrer Interessen. Dieses Buch ist der Versuch einer Synthese."

ISBN 978-3-00-055061-4

wiedergelesen: Die Pirckheimer in Rostock

Katja Burmester vom Antiquariat Schusterjunge in Wismar schickte uns freundlicherweise ein Feuilleton des damaligen Mitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Heinz Knobloch zu einem Jahrestreffen dieser Gesellschaft in Rostock 1976.
Der Text findet sich in einem Heftchen aus der Reihe "Angebote" des Verlags Tribüne Berlin, 1979 mit Illustrationen nach Schabblättern von Harry Jürgens und kann hier nachgelesen werden.

Montag, 5. Dezember 2016

Widerdruck-Kalender 2017

Seit 1996 lädt Edition Schwarzdruck befreundete Handpressendrucker und Künstler ein, am Widerdruck-Kalender teilzunehmen. So entsteht jedes Jahr ein Kalender im schlanken Hochformat 22 x 60 cm in einer kleinen Auflage zu unterschiedlichen, meist aber politisch-satirischen Themen.
Der Kalender für das Jahr 2017 steht unter dem Tucholsky-Zitat »Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!« und möchte damit auch einen Gegenpol setzten zur allgemeinen Verlutherung des kommenden Jahres.
Zum Subbotnik sind angetreten: carpe plumbum, Annegret Frauenlob, Harrisfeldwegpresse, Jürgen Meyer Jurkowski, Andreas Krannich, Zita & Katja Labetzki, Edition Linksrum, Mückenschweinverlag, officin albis, Rehlensche Handpresse, Edition Schwarzdruck und Stichting GrotesQue.

Preis 80 Euro zzgl. Versand
Auflage 100 Ex.
beziehbar im Shop von Schwarzdruck

Sammlerabend des BBA

Heute trafen sich Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abends und ein Gast, um sich zum Jahresausklang gegenseitig Neuerwerbungen für die eigene Sammlung und andere bibliophile oder interessante Titel vorzustellen.
Die Gastgeber Susanne Rothe und Ulrich Goerdten hatten für ein angenehmes Ambiente gesorgt und die Teilnehmer des Abends brachten nicht nur Kuchen und Wein zu diesem geselligen Beisammensein in der Vorweihnachtszeit mit, sondern vor allem Anekdoten, Geschichten und Beispiele aus dem Sammlerjahr 2016. Seltene Autographen (Jürgen Wilke) gehörten dazu, wie auch Funde zu Klopstock in Auktionskatalogen (Fritz Jüttner) oder weise Worte von Erasmus von Rotterdam (Christian Klinkenstein), eine eigene Veröffentlichung (Jörg Petzel), der Fund eines Buches auf dem Flohmarkt, welches der eigene Vater einmal besaß (Bernd Illigner) oder die Entdeckung einer Arbeit einer Studentin aus Burg Giebichenstein mit dem Titel überuntertage (Jürgen Ziegler).
Zuvor konnten die Teilnehmer die wieder gelungene Jahresgabe des BBA in Empfang nehmen, über die in einem späteren Post berichtet wird.

Kabel 1927 — 2016

Geschichte einer Schrift

Unter den 25 Druckschriften, die Rudolf Koch in der Zeit zwischen 1910 und 1934 für die Schriftgießerei Gebrüder Klingspor entwarf, nimmt die „Kabel“ eindeutig Bezug zur Formensprache des Bauhaus. Gerne wird sie mit der Futura von Paul Renner verglichen. Ihr Reiz liegt in den Betonungen aller Einzelmerkmale der Lettern, ihren Proportionen, ihrer Formgebung. Wie alle Schriften Kochs trägt sie dessen unverkennbare „Handschrift“. Dies gilt nun aber auf seine Weise für Marc Schütz. Während seiner Zeit als Schrift-Dozent an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach hat er sich einer Neubearbeitung der Kabel gewidmet und eine insofern zeitgemäße, aktualisierte Fassung der Schrift hervorgebracht. Minutiöse Studien zu den Entwurfsmaterialien der Kabel im Bestand des Klingspor Museums gingen dem voraus. Die Ausstellung zeigt die Neue Kabel im Vergleich zu den Dokumenten, die sich mit der Kabel von Koch verbinden. Eine spannende Geschichte im typischen Werdegang von Schriften, die einerseits bewährt andererseits den Vorstellungen einer neuen Epoche gemäß angepasst wird.

Eröffnung: 7. Dezember, 20 Uhr
Ausstellung: 8. Dezember 2016 bis 12. Februar 2017

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sonntag, 4. Dezember 2016

jetzt in Reimlingen: dada ist 100

Gestern wurde eine neuen Station der Typografie-Ausstellung "Dada ist 100" eröffnet: im Kunststadl Reimlingen mit Musik von Erik Satie und Worten von Oskar Bernhard. Die Schau wird bis knapp vor Weihnachten immer Donnerstags bis Sonntags von 17 bis 20 Uhr zu betrachten sein.

Samstag, 3. Dezember 2016

hap...y neue s, year 2017

Heute erhielt ich den Andruck einer Neujahrsgraphik - noch nicht endgültig, aber das Jahr hält ja noch einige Tage für uns bereit. Die Karte spiegelt offensichtlich "Ängste vor Chaos und Unordnung" wider. "Die Dinge scheinen sich aufzulösen," so der Künstler, "um dann eine neue Formation einzunehmen. Ist BRAUN eine politische Farbe? Oder nur die Farbe der fruchtbaren Erde? Englisch - Deutsch? Merkwürdiges Gemisch ... - ein Hinweis darauf, woher der Wind weht?"
Ein Einblick in einen Schaffensprozess. Es wird einen weiteren Entwurf geben, der dann mit dem Namen des Künstlers hier vorgestellt wird.
(ad)

Freitag, 2. Dezember 2016

Dezembersalon der Galerie Taube

links: Klaus Jurgeit, rechts: Klaus Märtens und Jasmin Harell, Fotos: R. Schütz
Klaus Märtens von der Galerie Taube hat wieder seinen traditionellen Dezembersalon eröffnet. Eine bunte Vielfalt meist gegenständlicher Kunstwerke von Druckgraphik, von Kaltnadel bis zu Holzstich und Lithographie bis zu Aquarellen und Ölmalerei schmücken den Ausstellungsraum in der Pariser Strasse 54 in Berlin Wilmersdorf.
Einige Künstler begleiteten die Erőffnung: Klaus Jurgeit, Rudolf Stüssi, Jasmin Harell und Archi Galentz. Wenn noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt, hier findet man sicher noch etwas!
(Rüdiger Schütz)

Das Vermächtnis der Bücher

Ursprünglich in einer Trilogie mit „Der Bibliophilen-Abend“ und „Die Magie der Bücher“ geplant, erscheint Anfang 2017 im Franzius Verlag das abschließende Buch von Harald Kugler:
Im Kloster Heimondsberg geschehen seltsame Ereignisse, in deren Verlauf zwei Bibliothekare, die den Geist der Bücher geschaut haben, ermordet werden. Erst der Bibliotheksgehilfe Benjamin findet in hinterlassenen Aufzeichnungen ein Traktat, in dem vom Vermächtnis der Bücher sowie von Heilkräften der Wildkräuter in Zusammenhang mit Quellwasser die Rede ist. Über diese Bedeutung führt die Spur schließlich zum Täter.

Harald Kugler, Das Vermächtnis der Bücher
Franzius Verlag, Bremen 2017
ISBN-13: 978-3-96050-043-8

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Die Taschenbuchreihen der 1950er Jahre. Vom Büchersammeln

Von Reinhard Klimmt und Patrick Rössler herausgegeben erschien "Reihenweise. Die Taschenbücher der 1950er Jahre und ih­re Gestalter" Auf LitteratA heist es zu dieser bedeutenden Edition:
"Die Dokumentation reicht über die en­gen Grenzen der Publikationsgeschichte weit in die Geschichte der Alltagskultur des deutsch­spra­chi­gen Raumes hin­ein. Ein be­son­de­res Merkmal der Untersuchung be­steht dar­in, dass die DDR-Taschenbuchreihengeschichte im Gesamtzusammenhang mit Bundesrepublik, Österreich und Schweiz dar­ge­stellt wird. Das ist 26 Jahre nach der Wiedervereinigung bei­der deut­scher Staaten im­mer no­ch die Ausnahme. Reinhard Klimmt ver­weist an entscheiden­der Stelle dar­auf, dass der DDR-Buchmarkt die Entwicklung des Taschenbuches am Ende ein­fach mit­ma­chen musste: »Sie (die Taschenbücher) bie­ten in ih­rer dis­pa­ra­ten Gesamtheit ei­ne klei­ne Kulturgeschichte der Nachkriegszeit. Sie spie­geln die Gesellschaft und die si­ch aus ihr voll­zie­hen­den Änderungen wi­der. Wer ge­n­au hin­schaut, spürt dies in der ge­sam­ten deutsch­spra­chi­gen Taschenbuchliteratur, in Österreich wie in der Schweiz, auch in der DDR, so ge­lenkt sie ge­we­sen sein moch­te. Und wenn wir uns vom rei­nen Inhalt ein we­nig ent­fer­nen und die Taschenbücher als Designobjekte be­trach­ten, die nach ei­gen­wil­li­gen und doch letzt­li­ch plau­si­blen und den Zeitgeist wi­der­spie­geln­den äs­the­ti­schen Prinzipien ge­stal­tet wur­den, kann man an ih­rem Beispiel ei­ne klei­ne Geschichte des Buchdesigns die­ser Jahre er­stel­len.« .....
Die zwei Bände Taschebuchgeschichte sind des­halb heu­te von be­son­de­rem geis­ti­gen Gewicht, ge­gen das die 5,6 Kilogramm phy­si­schen Gewichtes in kei­nem Verhältnis ste­hen. Die Darstellung der Geschichte der Literatur, in die­sem Fall die des Taschenbuches im deutsch­spra­chi­gen Raum, kann un­se­ren Glauben an die Bildung zur Humanität stär­ken und Hoffnung für die Zukunft stif­ten. In ei­ner Welt, in der si­ch al­les im Umbruch be­fin­det, und von des­sen Dimension wir dem Anschein nach no­ch nicht ein­mal deut­li­che Ahnungen ha­ben, ist die­ses Unternehmen der Herausgeber und Autoren nicht hoch ge­nug zu schät­zen. Vielleicht ist es auch ei­ne Reminiszenz an so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Bildungsideale? Wie dem auch sei, oh­ne Bildung und hu­ma­ne in­ne­re Bilder ist un­se­re Kultur ver­lo­ren. »Ohne kul­tu­rel­le Kompetenz kei­ne in­ter­kul­tu­rel­le Kompetenz. Ohne in­ter­kul­tu­rel­le Kompetenz kei­ne Offenheit.« (Matthias Theodor Vogt) Herausgebern und Verlag ge­bührt Dank!"
(Johannes Eichenthal)
... gesamten Artikel lesen.

Reinhard Klimmt und Patrick Rössler: Reihenweise. Die Taschenbücher der 1950er Jahre und ih­re Gestalter.
Mitarbeit von Jane Langforth, Mirko Schädel und Andrea van Dülmen.
2 Bände im Schuber, Leinen, ge­bun­den, Fadenheftung, Kapitalband, Lesebändchen, zahl­rei­che far­bi­ge Abbildungen.
249,00 Euro
Achilla Presse; ISBN 978-3-00-052234-5

Buch des Monats

 L`alphabet est une caille rotie /
Das Alphabet ist eine gebratene Wachtel
Hommage a Paul Stein / 1949 - 2004
Paris/Mainz, 2004
Die Wahrheit im Buch – was heißt das? Versuch einer Betrachtung in Bild und Schrift. Ausgangspunkt des Vortrags ist jener Schriftzug, der als Motto des Klingspor Museums seinen Stand auf der diesjährigen Buchmesse ausstattete. Wohin führt die Überlegung zur Aussage von der Wahrheit im Buch, wenn man sie in Bildern und Textstellen sucht? Zu Bildern aus Spätmittelalter und Barock in den Nationalgalerien in Berlin und London, zu Band 50 der 90 Skizzenbücher von Paul Stein, zu den leergeschnittenen Taschenbüchern von Corinna Krebber. Und natürlich zu der Frage, was das Buch heute als Wahrheitsträger noch leistet.

2. Dezember, 14 Uhr
Eintritt: 4 €, Mtgl. 2 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Kinderwelten

Am 2. Advent wird im Klingspor Museum die Ausstellung „Kinderwelten. 61. Internationale Kinderbuchausstellung“ eröffnet. Mit Musik und Kinderaktionen. Die traditionelle Ausstellung neuer Bilderbücher aus zahlreichen Ländern zeigt eine Vielfalt von Themenstellungen und Bildsprachen auf. Die offene Präsentation erlaubt das Blättern und ein großer Lesetisch lädt zum Verweilen ein. In den Vitrinen wird eine Auswahl älterer und neuerer ABC-Bücher gezeigt. In vielfältiger künstlerischer Umsetzung wird Kindern das Alphabet im spielerischen Umgang mit Buchstaben nahegebracht.
Den Besucher erwarten neue Bilderbücher zum Blättern, Musik, Kinderaktionen und viele ABC-Bücher – Tieralphabete von Alligator bis Zebra, Buchstaben-Pop-ups, ABC-Gedichte und mehr.

Ausstellung: 4. Dezember 2016 - 12. Februar 2017

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mittwoch, 30. November 2016

Jahresrückblick XVI

Cyanotypien, Linolschnitte, Lithographien, Monotypien, Radierungen und Prägedrucke von Falko Behrendt, Gerrit M. Bekker, Ingrid Goltzsche-Schwarz, Eberhard Hartwig, Rahel Mucke, Sophie Natuschke und Max Stock
I, Goltzsche-Schwarz, Schwäne am Müggelsee, 1981, Kaltnadelradierung
Damit werden in der 97. Ausstellung des Druckgraphik-Atelier zum sechzehnten Mal weitere druckgraphische Arbeiten von diesmal sieben Künstler_innen nebeneinandergestellt, welche im vergangenen Jahr hier ihre Arbeiten präsentierten. Sie vertreten mit ihren Intentionen sowie ihrer Arbeitsweise verschiedene Positionen.
Gegenständlich-figurative Formulierungen stehen in spannungsreichem Kontrast zu stark abstrahierenden Auffassungen. Die thematische Spannbreite erstreckt sich unter anderem von landschaftlichen Motiven, Figuren, Tieren und Märchenhaftes bis zu minimalistischen zeichenhaften Elementarformen im spielerischen Zueinander.
Falko Behrendt, Erntezeit, 2011, farbige Radierung
Es entsteht eine klangvolle Korrespondenz zwischen den einzelnen Werken sowie auch der Werkstatt-Atmosphäre mit den Druckmaschinen und Werkzeugen. Zu sehen sind schwarz-weiße sowie mehrfarbige Arbeiten in sensiblen Abstufungen, die Formate reichen von zirka 9 x 14 cm bis ca. 80 x 60 cm und können eventuell auf Wunsch bei Erwerb auch gleich mit oder ohne Rahmen mitgenommen werden.

Vernissage: 10.12.2016, 17-20 Uhr, sind fast alle Künstler anwesend, Musik: Juri Tarasenok, Bayan
Ausstellung: 10. Dezember 2016 – 24. Januar 2017

Druckgraphik-Atelier
Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin

Die Künstlerkolonie Mathildenhöhe

Mit der Ernst Ludwig Presse, Darmstadt beendete die Initiative Buchkultur und die Pirckheimer-Gesellschaft für 2016 ihre Veranstaltungsreihe "Buch, Kultur und Gesellschaft".
Dr. Philipp Gutbrod, Direktor des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt war gestern Abend Gast in Mannheim. Er beschränkte sich in seinem Vortrag nicht nur auf Bücher und die Ernst Ludwig Presse selbst, sondern präsentierte die Unternehmungen von Ernst Ludwig (1868-1937) in ihrer ganzen Breite. Der letzte Großherzog von Hessen-Darmstadt hat auf der Mathildenhöhe eine Künstlerkolonie von internationalem Rang errichtet. Die Verknüpfung der Künste gelang in den wegweisenden Gebäuden und eben in den Büchern. Die Leitung der Presse oblag den Brüdern Friedrich Wilhelm und Christian Heinrich Kleukens. Gutbrod berichtete von jüngsten Zugängen im Bereich der Bücher, das verspricht noch viele neue Erkenntnisse im Bereich der Buchkunst. "Die Einladung für Beiträge in unseren Marginalien steht, lieber Philipp Gutbrod." betonte Ralph Aepler.
Das letzte Bild im Vortrag zeigte die russische Kapelle auf der Mathildenhöhe, was ein Blick nach 2017 gestattet, wo die Veranstaltungsreihe "Buch, Kultur und Gesellschaft" sich mit den Russen in den 20er Jahren beschäftigen wird. Neben der Buchkunst werden auch Zeitschriften und die bildende Kunst im kommenden Jahr sich in unserem Programm finden.
Marita Hoffmann, Dr. Philipp Gutbrod

Bye Bye Bypass

MMM-DIARIUM 1/2016

Künstlerische Arbeiten von Freddy Flores Knistoff, Dietmar Becker, Thomas Barczyk, An Paenhuysen und Hartmut Andryczuk, Lektorat: Wolf Rosenthal
Foto: Thomas Barczyk
Diarium von Hartmut Andryczuk vom 1. Februar bis zum 30. April 2016. Themen: Charité Berlin Mitte, Station 203 i – Übermalung von Adolf Hitler – Orgie mit mir selber – International Fair Directory (nach mexikanischem Recht) – Leipziger Buchmesse mit August Kubizek – "Nacht, Regen, klappernde Knochen – Analyze me" (Tricky) – Zeichnen mit dem iPad Pro 12,9" – Diebstahl beim Sammlertreff im Wiener Café

Hybriden-Verlag 2016
Reihe: MMM-Diarium
Auflage: 30 Exemplare
300 €

4. Berliner Antiquariatstag (3)

Durch Klick auf diese Präsentation von Michael Solder, Münster können weitere Fotos vom Berliner Antiquariatstag, aufgenommen von Ursula Saile-Haedicke, aufgerufen werden.

Dienstag, 29. November 2016

Buchkunst aus Bochum

In der Stadtbücherei Bochum läuft derzeit die Ausstellung "Von der Proletenpresse zur Edition Wort und Bild", die Laudatio anlässlich der Eröffnung wurde hier vorgestellt.
Zu dieser Ausstellung wurde durch Dr. Joachim Wittkowski und Studenten der Ruhr-Universität Bochum eine Dokumentation erarbeitet, die neben einer Bibliographie der 1969 gegründeten Proletenpresse und der daraus 1979 hervorgehenden Edition Wort und Bild von H. D. Götzenleuchter und einer Exponatebeschreibung der Ausstellung auch 7 Aufsätze zur vorgestellten Buchkunst aus dem Ruhrgebiet enthält.
Hier auf diese Edition und die Ausstellung hinzuweisen bot sich nicht nur an, weil in Bochum Buchkunst in fast 50jähriger Tradition vorgestellt wird, sondern auch, weil sich unter den Exponaten der Ausstellung auch einige Werke des Pirckheimers Wolfgang Windhausen finden. Und unter den Literaturhinweisen zur Dokumentation finden sich natürlich auch die Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie.

Ausstellung: 18. November 2016 - 31. Januar 2017

Zentralbücherei Bochum
Gustav-Heinemann-Platz 2-6, 44777 Bochum

Dokumentation: Buchkunst aus Bochum
Hrsg.: Proseminar am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität
Bochum, 2016
Schutzgebühr 5 €

Sensation – Propaganda – Widerstand

500 Jahre Flugblatt: von Luther bis heute

Ohne das Medium des Flugblatts hätten die reformatorischen Gedanken Martin Luthers niemals das Echo gefunden, das Luther zu einem der wichtigsten Protagonisten der Neuzeit gemacht hat. Das durch den Druck mit beweglichen Lettern möglich gewordene Massenmedium Flugblatt sorgte im 16. Jahrhundert für die Berichterstattung über aktuelle Themen und stellte eine bis dahin nicht gekannte Öffentlichkeit her. Die Ausstellung, die sich – ausgehend vom Lutherjahr 1517 – der Geschichte des Flugblatts bis in die heutige Zeit widmet, fragt nach der gesellschaftlichen Wirkmächtigkeit von Flugblättern und holt das Publikum dort ab, wo es heute steht: Auch die Zeit der digitalen Netze kennt den »Blätterwald«.
Die Ausstellung wird mit dem Vortrag »Flugschrift im Flugschutt« von Uwe Warnke eröffnet.

Ausstellung: 9. Dezember 2016 - 23. Juli 2017

Deutsches Buch- und Schriftmuseum
Deutschen Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig

4. Berliner Antiquariatstag (2)

Frau Ursula Saile-Haedicke schickte weitere Fotos vom Berliner Antiquariatstag, die dem Album bei Facebook hinzugefügt werden konnten. Danke!
Das Album kann durch Klick auf das Foto aufgerufen werden.