Unter dem Motto: "Vor dem Vergessen bewahren" lädt das Winckelmann-Museum am 29. Januar 2025, um 17.30 Uhr zu einer Veranstaltung zum Thema: "Wilhelm Höpfner - Neues aus der Welt seiner Kinder- und Bilderbücher" ein.Dabei wird ein Blick auf in der Zeit des Nationalsozialismus entstandene Bücher und Entwürfe geworfen, die unveröffentlicht geblieben sind. Im Rahmen der aktuellen Sonderausstellung: "Wilhelm-Höpfners-Bilder" werden diese erstmalig zugänglich gemacht. Im Vortrag werden zudem weitere Zeichnungen präsentiert, die im Rahmen der Ausstellung nicht gezeigt werden konnten. Somit wird dieser Abend allen Interessierten eine einmalige Chance geben, auf Unbekanntes Material einen Blick zu werfen.Durch die Veranstaltung begleitet die Pirckheim,erin Agnes Kunze.
Ausstellung: noch bis 30. März 2025
Winckelmann-Museum
Winckelmannstr. 36-38, 39576 Stendal
Montag, 27. Januar 2025
Buchkunst aus der Corvinus Presse
Hendrik Liersch, Verleger und Inhaber der Corvinus Presse, wird vor dem Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt einen Einblick in seine Arbeit geben. Begleitet wird er von dem Künstler, Illustrator und Lyriker Petrus Akkordeon, dessen pandarei Bibliophiles des Monats Januar war.
In der Corvinus-Presse des V.O. Stomps-Preis-Trägers entstanden seit 1990 über 200 Pressendrucke, Bücher und Künstlerbücher, illustriert von Horst Hussel, Schoko Casana Rosso, Frank Wildenhahn, Zoppe Voskuhl, Petrus Akkordeon und weiteren Künstlern. Seine Bücher unter Sammlern beliebten sind in vielen namhaften Bibliotheken in aller Welt zu finden.
Literaturhaus Magdeburg
Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg
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| lks.: Petrus Akkordeon auf der artbook.berlin 2024 Hendrik Liersch auf der "Schönste Bücher aus Brandenburg" 2022, Fotos © ad |
19. Februar 2025, 19 Uhr
Literaturhaus Magdeburg
Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg
Sonntag, 26. Januar 2025
Weiße Pferde und Schützengräben
Expressionisten neu gesammelt
Seit 2018 beherbergt das Kupferstich-Kabinett Dresden die Stiftung Dr. Kurt und Annelore Schulze. In der Sammlung des Hamburger Ehepaars sind drei Künstler mit Dresden-Bezug besonders prominent vertreten: Karl Schmidt-Rottluff (1884 –1976) und Erich Heckel (1883–1970) gehörten der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ an, Otto Dix (1891–1969) war Gründungsmitglied der „Dresdner Sezession Gruppe 1919“ und bis 1933 Professor an der Dresdner Kunstakademie.
Wiederöffnung der seit dem 13. Dezember 2024 laufenden Ausstellung:
15. Februar - 16. März 2025
Re4sidenzschloss
Taschenberg 2, 01067 Dresden
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| © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen und Kupferstich-Kabinett, SKD, VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Foto: Caterina Micksch |
Wiederöffnung der seit dem 13. Dezember 2024 laufenden Ausstellung:
15. Februar - 16. März 2025
Taschenberg 2, 01067 Dresden
Samstag, 25. Januar 2025
Zusammenführung des BBA-Archivs
Gestern konnte das Archiv des Berliner Bibliophilen Abend komplettiert werden.
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| ein von Bernd Illigner gefertigter Dokumentenschrank |
Nachdem ich Ende 2023 kleinere Teilbestände des Archivs vom den ehemaligen Vorsitzenden Rainer Laabs und Bernd Iligner entgegennehmen konnte, konnte dieser Fundus dank meines Vorgänger als Vorsitzender, Dr. Jens Ziegler, jetzt auch mit dem Rest des erhalten gebliebenen Bestands zusammengeführt werden. Drunter auch erhaltene Gaben, die nach Verbot des BBA und Weltkrieg gerettet oder neu zusammengetragen werden konnten und sonstige Publikationen des BBA, Geschenke an den BBA von anderen bibliophilen Organisationen und Förderern, sowie weitere Dokumente aus der Geschichte des BBA. Dabei sind auch 12 Aktenordner zur Tätigkeit seit der Neugründung des Berliner Bibliophilen Abend nach 1954, Fotos und Dias.
Ein flüchtiger Blick in das neu zum Archiv gekommene, als Antiquar spreche ich von ca. 10 Bananenkartons, ergab bereits Überraschendes, z.B. ein mir bislang unbekanntes, vom Arnulf Backe, Carlos Kühn, Rainer Laabs und Werner Schuder erstelltes Verzeichnis aller Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend seit der Gründung bis 2005, welches anlässlich des 100. Gründungsjubiläum in 70 Exemplaren erschien.
Freitag, 24. Januar 2025
Ausstellung im Wallis
In einer Ausstellung stellt Laurent Jaquet, Mitglied der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft und Präsident der ARA Suisse, der Amis de la Reliure d’Art, nicht nur 50, sondern 80 Bücher vor, um zu zeigen, wie viele Facetten der Kunstbuchbinderei hervorbringen kann. Damit wird auch Poesie als eine heikle und facettenreiche Kunst dargestellt. Die Ausstellung findet in der Halle des Arsenaux in Sion statt. Die Schweizerischen Bibliophilen hatten diese Institution 2023 besucht.
Eine Führung und ein Workshop zu dieser Praxis des Kunstbuchbindens werden am Donnerstag, 13. Februar 2025 angeboten und von Laurent Jaquet und Laetitia Walsh von ARA Schweiz koordiniert.
Vernissage: 17. Januar 2025, 17:30 Uhr
Ausstellung: 18. Januar - 15. März 2025
Médiathèque Wallis - Sitten
Rue de Lausanne 45
1950 Sion
Eine Führung und ein Workshop zu dieser Praxis des Kunstbuchbindens werden am Donnerstag, 13. Februar 2025 angeboten und von Laurent Jaquet und Laetitia Walsh von ARA Schweiz koordiniert.
Vernissage: 17. Januar 2025, 17:30 Uhr
Ausstellung: 18. Januar - 15. März 2025
Médiathèque Wallis - Sitten
Rue de Lausanne 45
1950 Sion
der mensch ist diese nacht
Aus dem Hybriden-Verlag des Pirckheimers Hartmut Andryczuk gibt es eine Neuerscheinung zu vermelden: Michael Lntz: der mensch ist diese nacht.mein kreas augenglut und aufschub ach könnte ich
im sichtbarwerden verschwinden chora sein ich hieße
immer anders dass du mich nicht mehr brennst und nicht
benennst denn name heißt ablage marke wiederholung
den eigenen auszusprechen hat mutter mir untersagt
er ist ihr sonntagsstaat ihr halfter zaoum- und halbzeug
insistiert auch der gerufene name in mir
als bloßes zeichen das jede vorstellung beherrscht
und sinkt hinab in den unbegriffenen kern der streuung
der umschrift und löschung gibt es mich doppelt als selbst und schmelze
in mein eigen lagert sich kein name ab
nur stimmen stunden ōra sonne immer anfangs
nur hyle sein und amorphon vor lauter liebe
kein anspruch kein verspruch kein freispruch kein vorspruch kein kernspruch kein zuspruch
mutters zärtlichen händen ein versiegeltes relief
(...)
Buch als Leporello, zwanzig Seiten, signiert
Auflage: 30 Exemplare
600 €
im sichtbarwerden verschwinden chora sein ich hieße
immer anders dass du mich nicht mehr brennst und nicht
benennst denn name heißt ablage marke wiederholung
den eigenen auszusprechen hat mutter mir untersagt
er ist ihr sonntagsstaat ihr halfter zaoum- und halbzeug
insistiert auch der gerufene name in mir
als bloßes zeichen das jede vorstellung beherrscht
und sinkt hinab in den unbegriffenen kern der streuung
der umschrift und löschung gibt es mich doppelt als selbst und schmelze
in mein eigen lagert sich kein name ab
nur stimmen stunden ōra sonne immer anfangs
nur hyle sein und amorphon vor lauter liebe
kein anspruch kein verspruch kein freispruch kein vorspruch kein kernspruch kein zuspruch
mutters zärtlichen händen ein versiegeltes relief
(...)
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| Gedicht von Michael Lentz. Mit zehn Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk |
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| Zeichnung als Beilage |
600 €
Donnerstag, 23. Januar 2025
Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen
In der Staatsbibliothek zu Berlin kann man jeden Monat in der Veranstaltungsreihe "Im Fokus" ein ausgewähltes besonderes Objekt aus deren Sammlungen erleben – von der armenischen Handschrift bis zur Zeitung aus der Zeit Friedrich des Großen. In kleiner Runde können Sie die Stücke aus nächster Nähe betrachten und mit den Experten der Staatsbibliothek ins Gespräch kommen.Im Februar werden interessante Alltagsschriften aus der Sammlung zum Ersten Weltkrieg wie Kinder- und Kochbücher und handgeschriebene Schützengrabenzeitungen vorgestellt. Außerdem werden Hinweise auf Portale im Internet mit Hunderttausenden digitalisierten Quellen zum Ersten Weltkrieg gegeben.
Alltagsschriften aus der Kriegssammlung 1914: 17. Februar 2025, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich
Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Weitere Termiue um ersten Halbjahr:
17.3.2025 Friedrich der Große in der Haude- und Spenerschen Zeitung
14.4.2025 Neuerwerbungen unserer Inkunabel-Sammlung
19.5.2025 Eine Geschichte der Arktis in den Karten der Stabi
16.6.2025 Bücher aus der Sammlung der jüdischen Displaced Persons
17.3.2025 Friedrich der Große in der Haude- und Spenerschen Zeitung
14.4.2025 Neuerwerbungen unserer Inkunabel-Sammlung
19.5.2025 Eine Geschichte der Arktis in den Karten der Stabi
16.6.2025 Bücher aus der Sammlung der jüdischen Displaced Persons
Alltagsschriften aus der Kriegssammlung 1914: 17. Februar 2025, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich
Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Mittwoch, 22. Januar 2025
Julius Stinde - Spiritismus, Aberglaube, Magie, Geheimwissenschaften
Kaum 90, da habe ich schon das nächste Buch rausgebracht. Es sind Texte von Julius Stinde, ich habe nur ein kurzes Vorwort geschrieben. Ich wollte diesen elektronischen Publikationsweg einmal ausprobieren und bin begeistert, wie schnell und unkompliziert das ablief. Hier die Zugangsdaten:
Julius Stinde: Spiritismus, Aberglaube, Magie, Geheimwissenschaften. 24 unbekannte Aufsätze aus Zeitschriften und Zeitungen von 1874 bis 1902. Gesammelt und herausgegeben von Ulrich Goerdten. Refubium, Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin 2025. aufzurufen durch Klick auf die Abb.
Happy reading!
Julius Stinde: Spiritismus, Aberglaube, Magie, Geheimwissenschaften. 24 unbekannte Aufsätze aus Zeitschriften und Zeitungen von 1874 bis 1902. Gesammelt und herausgegeben von Ulrich Goerdten. Refubium, Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin 2025. aufzurufen durch Klick auf die Abb.
Happy reading!
(Ulrich Goerdten)
Dienstag, 21. Januar 2025
Wolfgang Tenzler ist tot
Am 13. Januar ist Wolfgang Tenzler im Alter von 94 Jahren gestorben.
Geboren am 22. November 1930 im sächsischen Aue studierte Wolfgang Tenzler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Philosophie und Kunstgeschichte, 1967 wurde er an der Martin-Luther-Universität Halle zum Dr. phil. promoviert.
1968 wurde er als Leiter des Buchverlags Der Morgen berufen, den er bis zu seiner Auflösung 1990 erfolgreich führte.
Geboren am 22. November 1930 im sächsischen Aue studierte Wolfgang Tenzler an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Philosophie und Kunstgeschichte, 1967 wurde er an der Martin-Luther-Universität Halle zum Dr. phil. promoviert.
1968 wurde er als Leiter des Buchverlags Der Morgen berufen, den er bis zu seiner Auflösung 1990 erfolgreich führte.
Insgesamt veröffentlichte der BBuchverlag Der Morgen erke von insgesamt 1.700 Autor:innen, darunter Maxie Wander und Hans Dietrich Genscher, Jens Sparschuh, Heinz Knobloch, Gerhard Wolf und Hedda Zinner.Durch das persönliche Engagement von Wolfgang Tenzler konnte ab Anfang der 1970er Jahre auch der in der DDR lange Jahre verfemte Schriftsteller Stefan Heym wieder eine verlegerische Heimat finden. So erschienen im Buchverlag Der Morgen zwischen 1972 und 1990 von Heym u.a. die Romane "Der König David Bericht" (1973), "Kreuzfahrer von heute" (1983), "Ahasver" (1988), "Collin" (1990), "Schwarzenberg" (1990).
Mit der Reihe Märkischer Dichtergarten leistete der Verlag einen wichtigen Beitrag zur Neurezeption der literarischen Romantik in der DDR. Die Buchreihe mit Werken von Dichtern und Dichterinnen des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Mark Brandenburg und Berlin.
Mit der Reihe Märkischer Dichtergarten leistete der Verlag einen wichtigen Beitrag zur Neurezeption der literarischen Romantik in der DDR. Die Buchreihe mit Werken von Dichtern und Dichterinnen des 18. und 19. Jahrhunderts aus der Mark Brandenburg und Berlin.
Montag, 20. Januar 2025
Rotes Antiquariat - Liste Januar 2025
Mit der ersten Liste im neuen Jahr bietet das Rote Antiquariat wieder eine Auswahl von interessanten Architekturbüchern und Kunstdokumentationen sowie Literatur vor allem aus der Zeit der Weimarer Republik und des Exils nach 1933 an, die den letzten Weltkrieg überlebt haben. Das lebendig Halten von Geist und Kultur vergangener Zeiten, die in vielem den heutigen gar nicht so fern zu sein scheinen, ist die positive Aufgabe der antiquarischen Tätigkeit. Um diese in der Öffentlichkeit sichtbar zu haften, sind Antiquariatsmessen wichtig. Die vorliegende Liste erscheint zur 39. Antiquaria in Ludwigsburg.
Vielleicht sehen wir uns vom 23.. bis 25. auf der Messe in der Musikhalle Ludwigsburg. Ich wünsche viel Freude beim Lesen und Entdecken.
(Christian Bartsch)
Sonntag, 19. Januar 2025
Kunst im Kinderbuch - Eine Tendenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Die großartige Bedeutung des Künstlers Franz Wacik (1883–1938) für die Geschichte der Kinderbuchillustration des beginnenden 20. Jahrhunderts liegt vor allem in der Tatsache begründet, dass er den Wiener Jugendstil (Sezessionsstil) fast flächendeckend in die Kinderbuchillustration einführte. Mit dieser künstlerischen Adaption war ein ästhetischer Anspruch verbunden, der das Kinderbuch – und hier vor allem das Kind als Rezipient – neu wertete: Es wurde auf eine neue Weise ernst und damit wichtig genommen.
Nach seiner Ausbildung, die durch Künstler wie Heinrich Lefler und Alfred Roller besonders geprägt war, wurde 1906 mit Gottfried August Bürgers Fahrten und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen Waciks erstes illustriertes Buch publiziert. Dieses erschien in der Reihe „Gerlachs Jugendbücherei“, für welche Wacik später noch Illustrationen zu Märchen von Hans Christian Andersen oder Clemens Brentano schuf.
Zu Waciks weiterem künstlerischen Repertoire zählten Karikaturen, Graphiken, Bühnenbilder, Puppen- und Kasperlespiele, Wand- und Deckengemälde. Als Mitglied der Wiener Secession wirkte er ab 1910 bei zahlreichen Ausstellungen mit. Zu Lebzeiten erhielt er mehrere Auszeichnungen für sein künstlerisches Schaffen, darunter den Staatspreis für sein Gesamtwerk.
Im Jahr 2019 war es der Münsteraner Antiquar Winfried Geisenheyner, der dem Bilderbuchmuseum Troisdorf das Angebot unterbreitete, Zeichnungen von Franz Wacik zu erwerben. Sowohl die Bedeutung des Illustrators für das Kinderbuch als auch die Tatsache, dass sich Möglichkeiten, Originale zu Bilder- und Kinderbüchern des beginnenden 20. Jahrhunderts zu erwerben, nur noch selten ergeben, ließen eine Entscheidung zugunsten des Ankaufs schnell treffen. Dass die Bilder Franz Waciks bereits museumseigene Illustrationszyklen z. B. von Ernst Kreidolf (erworben durch den Förderverein des Bilderbuchmuseums im Jahr 2001) oder Sibylle von Olfers (Stiftung Wilhelm Alsleben) ergänzen, darüber hinaus die Buchsammlung von Prof. Dr. Friedrich C. Heller, die 2012 endgültig durch das Bilderbuchmuseum erworben werden konnte, bereichern, gab einen weiteren Anstoß, den Ankauf durchzuführen.
Im Jahr 2024 konnte der Ankauf zu Franz Wacik abgeschlossen werden – Anlass genug, eine Ausstellung rund um den Künstler und die Illustration des beginnenden 20. Jahrhunderts umzusetzen und den neuen Erwerb einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
Datum:7. Februar - 26. Apr. 2025
Bilderbuchmuseum
Nach seiner Ausbildung, die durch Künstler wie Heinrich Lefler und Alfred Roller besonders geprägt war, wurde 1906 mit Gottfried August Bürgers Fahrten und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen Waciks erstes illustriertes Buch publiziert. Dieses erschien in der Reihe „Gerlachs Jugendbücherei“, für welche Wacik später noch Illustrationen zu Märchen von Hans Christian Andersen oder Clemens Brentano schuf.
Zu Waciks weiterem künstlerischen Repertoire zählten Karikaturen, Graphiken, Bühnenbilder, Puppen- und Kasperlespiele, Wand- und Deckengemälde. Als Mitglied der Wiener Secession wirkte er ab 1910 bei zahlreichen Ausstellungen mit. Zu Lebzeiten erhielt er mehrere Auszeichnungen für sein künstlerisches Schaffen, darunter den Staatspreis für sein Gesamtwerk.
Im Jahr 2019 war es der Münsteraner Antiquar Winfried Geisenheyner, der dem Bilderbuchmuseum Troisdorf das Angebot unterbreitete, Zeichnungen von Franz Wacik zu erwerben. Sowohl die Bedeutung des Illustrators für das Kinderbuch als auch die Tatsache, dass sich Möglichkeiten, Originale zu Bilder- und Kinderbüchern des beginnenden 20. Jahrhunderts zu erwerben, nur noch selten ergeben, ließen eine Entscheidung zugunsten des Ankaufs schnell treffen. Dass die Bilder Franz Waciks bereits museumseigene Illustrationszyklen z. B. von Ernst Kreidolf (erworben durch den Förderverein des Bilderbuchmuseums im Jahr 2001) oder Sibylle von Olfers (Stiftung Wilhelm Alsleben) ergänzen, darüber hinaus die Buchsammlung von Prof. Dr. Friedrich C. Heller, die 2012 endgültig durch das Bilderbuchmuseum erworben werden konnte, bereichern, gab einen weiteren Anstoß, den Ankauf durchzuführen.
Im Jahr 2024 konnte der Ankauf zu Franz Wacik abgeschlossen werden – Anlass genug, eine Ausstellung rund um den Künstler und die Illustration des beginnenden 20. Jahrhunderts umzusetzen und den neuen Erwerb einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.
Datum:7. Februar - 26. Apr. 2025
Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf
Samstag, 18. Januar 2025
Diskussion: Der Bauernkrieg 1525. Zwischen Freiheitskampf, ‚wilder Handlung‘ und Medienereignis
Im Schatten der Reformation erheben sich 1525 an zahlreichen Orten Bauern gegen den erdrückenden Feudalismus und fordern eine gerechtere Gesellschaftsordnung. Ihr Kampf um ökonomische und politische Privilegien wird jedoch brutal niedergeschlagen.
Anlässlich des 500. Jahrestags dieser gescheiterten Revolution des gemeinen Mannes diskutieren Thomas Kaufmann, Lyndal Roper und Gerd Schwerhoff auf Grundlage ihrer drei neu veröffentlichten Analysen über den Bauernkrieg. Moderiert von Nils Minkmar.
11. Februar 2025, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Anlässlich des 500. Jahrestags dieser gescheiterten Revolution des gemeinen Mannes diskutieren Thomas Kaufmann, Lyndal Roper und Gerd Schwerhoff auf Grundlage ihrer drei neu veröffentlichten Analysen über den Bauernkrieg. Moderiert von Nils Minkmar.
11. Februar 2025, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Freitag, 17. Januar 2025
Marginalien bei LiteratA
Eine Zeitschriftenrundschau von LiteratA des Mironde-Verlags von Birgit und Dr. Andreas Eichler, letzterer ist Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, berichtet auch über die von dieser herausgegebenen „Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie“.In der 255. Ausgabe. findet man "thematische Artikel, Interviews, Berichte von der Pirckheimer Jahrestagung in Magdeburg und von einer Buch-Ausstellung im französischen Strasbourg, sowie Rezensionen und Nachrichten.
Aus der Fülle der Beiträge ragt ein lesenswertes Interview mit dem Historiker Peter Hoffmann, anlässlich dessen 100. Geburtstages, heraus. (S. 42 ff.) Die vorbildlich nüchterne Fragestellung Till Schröders erlaubt es dem geistig erstaunlich regem Hoffmann präzise zu antworten. Aus dem Soldaten, der am gescheiterten Eroberungskrieg gegen Russland teilnahm, der am 17. November 1943 bei Belgorod mit einem Lungenstecksplitter verwundet wurde, sich mit seiner Einheit am Kriegsende über Böhmen (dem Anschein nach in Generalfeldmarschall Schörners Heeresgruppe Mitte) zurückzog, wurde im April 1945 in Bayern ein Gefangener der US-Armee. Bereits im Lazarett las er Feldpostausgaben von Eichendorff, Goethe, Uhland und vielen andern Klassikern und Romantikern. In der Gefangenschaft setzte er seine Läuterung fort. Danach lernte er den Beruf des Starkstromelektrikers. 1949 schrieb er sich an der Berliner Humboldt-Universität für ein Studium der Geschichte und Slawistik ein, war von den Vorlesungen und Seminaren des legendären Eduard Winters (1896–1982) begeistert und wurde dessen Assistent bei der Erarbeitung des Standardwerkes „Halle als Ausgangspunkt der deutschen Russlandkunde im 18. Jahrhundert“."
Aus der Fülle der Beiträge ragt ein lesenswertes Interview mit dem Historiker Peter Hoffmann, anlässlich dessen 100. Geburtstages, heraus. (S. 42 ff.) Die vorbildlich nüchterne Fragestellung Till Schröders erlaubt es dem geistig erstaunlich regem Hoffmann präzise zu antworten. Aus dem Soldaten, der am gescheiterten Eroberungskrieg gegen Russland teilnahm, der am 17. November 1943 bei Belgorod mit einem Lungenstecksplitter verwundet wurde, sich mit seiner Einheit am Kriegsende über Böhmen (dem Anschein nach in Generalfeldmarschall Schörners Heeresgruppe Mitte) zurückzog, wurde im April 1945 in Bayern ein Gefangener der US-Armee. Bereits im Lazarett las er Feldpostausgaben von Eichendorff, Goethe, Uhland und vielen andern Klassikern und Romantikern. In der Gefangenschaft setzte er seine Läuterung fort. Danach lernte er den Beruf des Starkstromelektrikers. 1949 schrieb er sich an der Berliner Humboldt-Universität für ein Studium der Geschichte und Slawistik ein, war von den Vorlesungen und Seminaren des legendären Eduard Winters (1896–1982) begeistert und wurde dessen Assistent bei der Erarbeitung des Standardwerkes „Halle als Ausgangspunkt der deutschen Russlandkunde im 18. Jahrhundert“."
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Donnerstag, 16. Januar 2025
NATURE MORTE
und trotzdem lebendig!
Michael Ley, der alle Berliner Bibliophile grüßen lässt, kann aus gesundheitlichen Gründen nicht an deren Veranstaltungen teilnehmen, lässt aber wissen, dass er trotz alledem Halt in seine Arbeit als Graphiker und an der Handpresse findet. Zusammen mit Udo Würtenberger arbeitet miley derzeit an Holzschnitten und Tuschzeichnungen einer Gedichtsammlung "Moabiter Sonette" des am 23. April 1945 ermordeten Geographen und Prof. an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin Albrecht Haushofer, dessen Gedichte bei seiner Leiche gefunden und 1946 durch seinen Bruder Heinz veröffentlicht wurden.
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| miley, „Venus v. Willendorf“, Probedruck, 2024 |
Vereinskarte Nr. 20
Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, und schon können wir unsere Mitglieder mit einer neuen Vereinskarte, der Zwanzigsten, beglücken. Sie ist gleichsam eine typographische Ooooode auf das schwedische Å. Den Satz auf einer Intertype C4 von 1936 und den Druck auf einem Heidelberger Tiegel hat wieder das sehr engagiertes Mitglied des Vereins für die Schwarze Kunst Franz Hennies übernommen.
Mittwoch, 15. Januar 2025
Thomas Döring zum 75sten Geburtstag
Herzlichen Glückwunsch an Thomas Döring zu seinem 75. Geburtstag und ein großes Dankeschön dafür, dass er mit seinem fliegenden Antiquariat immer dort zur Stele ist, wo Bücher gefragt sind, ob beim Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft und auf Stadteilfeste mit kulturellem Flair oder auch, um Treffen des Berliner Bibliophilen Abend mit einer interessanten Quizrunde zu bereichert.
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| Thomas Döring, wie ich Antiquar in Prenzlauer Berg, nahe am Leser an seinem mobilen Stand im Rathaus-Center Pankow, Foto © ad) |
Dienstag, 14. Januar 2025
In einer Welt voller Narren kann man sich nur mit Unfug behaupten
Der Abend verspricht alles und nichts, was Literatur heute sein könnte: brachial, widerspenstig, sinnlich, unerhört. Thomas Franke, ein Brachialpoet zwischen Grobheit und genialem Wahnsinn, trifft auf André Schinkel, der mit Mondstaub und Sehnsucht die Grenzen der Sprache auslotet.
Franke, der Wortzertrümmerer, zieht mit schwerem Schritt durch die Wälder der Political Correctness und lässt keinen Baum stehen, kein Blatt heile. Seine Texte, ein Unwetter aus Grobheit und zynischem Humor, lassen keinen Raum für harmlose Worte. Schinkels Poesie hingegen, ein tastendes Gespräch mit der Welt, ist wie Mondgestein – manchmal klar, manchmal mystisch verhüllt, immer voller Rätsel und Tiefe.
Ein Abend für alle, die sich trauen, Literatur nicht als nette Unterhaltung, sondern als scharfe Klinge und tiefes Gefühl zu erleben.
26. Januar 2025, 18 Uhr
Franke, der Wortzertrümmerer, zieht mit schwerem Schritt durch die Wälder der Political Correctness und lässt keinen Baum stehen, kein Blatt heile. Seine Texte, ein Unwetter aus Grobheit und zynischem Humor, lassen keinen Raum für harmlose Worte. Schinkels Poesie hingegen, ein tastendes Gespräch mit der Welt, ist wie Mondgestein – manchmal klar, manchmal mystisch verhüllt, immer voller Rätsel und Tiefe.
Ein Abend für alle, die sich trauen, Literatur nicht als nette Unterhaltung, sondern als scharfe Klinge und tiefes Gefühl zu erleben.
26. Januar 2025, 18 Uhr
Künstlerforum Bonn
Hochstadenring 22–24, 53119 Bonn
Hochstadenring 22–24, 53119 Bonn
Alles Gute zum 90., Ulrich Goerdten
Ulrich Goerdten, Schriftsteller, Kleinverleger und Bibliothekar. von 2012 bis 2015 Vorsitzender der Pirckheimer-Gesellschaft und langjähriges Mitglied des Berliner Bibliophilen Abend feiert heute seinen 90. Geburtstag - Herzlichen Glückwunsch!
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| Ulrich Goerdten am 16. November 2023 bei der Vernissage einer Ausstellung von Typografie, Letterpress & Grafik unter dem Thema DADA ruht nicht, Foto © ad |
Montag, 13. Januar 2025
120 Jahre Berliner Bibliophilen Abend
Mitglieder und Freunde des BBA unternahmen am 12. Januar, dem 120. Gründungstag des Berliner Bibliophilen Abend, einem Ausflug nach Templin, wo sie nach einem gemeinsames Mittagessen, bei welchem Mitglieder eine von der Schweizer Künstlerin Brigitte Neustäbler geschaffene Graphik zum 120jährigen Gründungsjubiläum in Empfang nehmen konnten.
Anschließend besuchten die Exkursions-Teilnehmer die Ausstellung des Kunstvereins Templin “Keine Bilder” mit Typographiken von Marc Berger.
Nach einer herzlichen Begrüßung durch Matthias Schilling vom Kunstvereins Templin und einer ausführlichen Einführung in das Metier des Handpressendrucks führte Marc Berger aus Gransee durch die Ausstellung und zeigte die erstaunlichen Bandbreite dessen, was man mit Schrifttypen alles machen kann - eine interessante, aufschlussreiche und kompetente Führung durch den Schwarzdrucker. Viele Arbeiten sind „Kritisch-pessimistische Hilfestellungen zum Zeitgeschehen“, auch wenn der Humor dabei nicht zu kurz kommt.
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| v.l.n.r.: Marc Berger, Fritz Jüttner, Thomas Döring, Ninon Suckow, dahinter Ulrich Goerdten, Susanne Rothe, Irmtraud Jüttner, Foto: ad |
Auch Marc Berger, dessen Ausstellung "Keine Bilder" Mitglieder und Gäste des Berliner Bibliophilen Abend heute besuchten, zählte zu den Gratulanten anlässlich des 120jahrigen Bestehens dieser regionalen bibliophilen Vereinigung und überreichte den Teilnehmern der Exkursion nach Templin eine eigens zu diesem Anlass geschaffene Typographik.
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