Posts für Suchanfrage Bilderbuchmuseum werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage Bilderbuchmuseum werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

Montag, 27. April 2026

Anke Kuhl. Tach zusammen

Für das Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf ist Anke Kuhl keine Unbekannte. Im Jahr 2002 erhielt sie für ihr Buch Cowboy will nicht reiten das erste Troisdorfer Bilderbuchstipendium. Seitdem war sie mehrfach mit ihren Arbeiten in Ausstellungen des Museums zu sehen, beteiligte sich an Workshops der Stiftung Illustration und gestaltete außergewöhnliche Ausstellungseröffnungen mit. Und immer war es ein großer Gewinn für alle. Heute zählt sie zu den bedeutendsten Kinderbuchillustratorinnen Deutschlands.

Geboren wurde sie 1970 in Frankfurt am Main, studierte "Freies Zeichnen" in Mainz, "Visuelle Kommunikation" an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und gründete im Jahr 1999 gemeinsam mit anderen Künstlern die Frankfurter "Labor Ateliergemeinschaft". Mit ihren Illustrationen sorgte Anke Kuhl schon bald für Aufmerksamkeit. So erhielt sie 2004 den Eulenspiegelpreis. Für ihr illustriertes Buch Alles Familie! wurde sie 2011 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Prämiert wurde ebenfalls das Sach-Lesebuch Ich so du so, das gemeinschaftlich mit der "Labor Ateliergemeinschaft" entstanden war. Für ihren Comic Manno! wurde sie 2019 von der Berthold Leibinger Stiftung und 2020 mit dem Max und Moritz-Preis ausgezeichnet.

Was aber macht die Illustrationskunst Anke Kuhls so besonders? Anke Kuhl zeigt keine Scheu vor unterschiedlichen Buchgenres und "heißen" Themen. Mit Taktgefühl und Humor gelingt es ihr, tabuisierte Wirklichkeiten kindgerecht darzustellen. So wird Peinliches, Grausames oder vermeintlich Unheimliches erträglich. Mit ihren Büchern gewinnt Anke Kuhl die jungen Leser, die Ihre Bilder meistens unbefangen und mit großem Spaß betrachten. Die Erwachsenen können sich derweil auf Fragen ihrer Kinder gefasst machen - und zwar Fragen, die nicht immer ganz so einfach zu beantworten sind.

Ausstellungseröffnung: 10. Mai 2026, 15 Uhr
Ausstellung: 10. Mai - 6. September 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Montag, 20. April 2026

Kein Kinderkram. Comics für Kinder

Lange rümpfte man in Deutschland beim Thema Comics die Nase, denn das Genre, das vom amerikanischen Markt nach Europa schwappte, war schon sehr früh als Schmutz- und Schundliteratur abgetan. Dies galt vor allem für Comics für Kinder, denn nahezu verpönt schien es, Geschichten für junge Leser mit bunten Bildchen erzählen zu wollen. Seit einigen Jahren wandelt sich diese Einstellung und immer mehr Kinder- und Jugendbuchverlage entdecken den Kindercomic neu. Sie werden mit Niveau produziert und verlegt – nicht für den üblichen Heftchenmarkt, sondern in schön gebundener Form und durchaus spezialisiert für Leseeinsteiger. Denn heute weiß man: Comics schulen die Wort-Bild-Verknüpfung und unterstützen damit das Begreifen von Wörtern und deren Inhalten. Durch das visuelle Einbetten von Kontexten wird das erlernte (Wort-)Schreiben und Lesen schneller erfasst und tiefer im Gedächtnis verankert.
Axel Scheffler, Titelbild für das
Comic-Magazin Polk, #7,
Pöridot, Köln, September 2022
Ob nun didaktisch-pädagogisch bewusst oder auch nicht, wie sehr der Kindercomic in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen hat, zeigen Verlage wie Carlsen oder auch Reprodukt, die zu ihren bereits etablierten Comics für Erwachsene jetzt auch den Kindercomic verstärkt in ihre Programme mit einbeziehen. Der Kibitz Verlag wurde anlässlich des Vertriebs und der Förderung des Kindercomics neu gegründet und zeigt heute eine Bandbreite und Qualität innerhalb des Genres, die kaum zu überbieten sind. Auch das Comic-Magazin Polle, das seit 2018 im Péridot Verlag in Köln publiziert wird und mit unterschiedlichen, auch international etablierten Comicillustratoren arbeitet, stellt zusätzlich unter Beweis, wie sehr heute der Comic für Kinder im Mittel punkt des Interesses steht.
Um diesem aktuellen Markttrend nachzugehen, zeigt das Bilderbuchmuseum eine Auswahl von Kindercomics, die derzeit den Bilder- und Kinderbuchmarkt stark beeinflussen. Den „roten Faden“ durch die Ausstellung bildet dabei zu großen Teilen das Polle-Magazin und die Auswahl der hier wiedergegebenen Comic-Geschichten.

26. April - 30. August 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Donnerstag, 22. Januar 2026

Kennst du schon das Friedenstier?


Merle Goll, Friederike Ablang, Sabine Kranz
Das Friedenstier – Mit Stift und Flügeln für den Frieden
dtv 2025
Das Bilderbuchmuseum zeigt die Ausstellung "Kennst du schon das Friedenstier? Künstlerinnen und Künstler setzen ein Zeichen".

Was kann man als einzelner zeichnender Mensch für den Frieden tun? Gegen den Krieg, das Leid und das Elend, den Hunger und die Kälte? Die Antwort „Nichts“ wollten Friederike Ablang, Merle Goll und Sabine Kranz nicht akzeptieren. Gemeinsam kam ihnen die Idee, Friedenstiere zahlreicher Illustratorinnen und Illustratoren zusammenzutragen und auch Autorinnen und Autoren darum zu bitten, Texte zum Thema zu verfassen. Sie alle schenkten ein Friedenstier – Vögel, vor allem auch Tauben, aber ebenso Kängurus, Frösche, Pferde, Drachen, Löwen u.v.m. Ihnen gemeinsam sind Flügel, die es jedem Tier ermöglichen, „abzuheben“ und seinen Frieden – auf welchem Weg auch immer – zu finden.

Diese wiedergegebenen Flügel-Tiere im Buch Das Friedenstier regen zum Staunen, vor allem zum Nachdenken an. Und noch etwas ist erwähnenswert: Mit diesem Buchprojekt wird die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen" unterstützt. Hierfür ist den Künstlerinnen und Künstlern, den drei Organisatorinnen wie auch dem dtv-Verlag sehr herzlich zu danken.

Eröffnung: 8. Februar 2026, 15 Uhr, "Das Friedenstierlied" von Anne-Kathrin Behl und Tobias Wieland, im Anschluss beginnen die Illustratorinnen mit dem „Zirkelzeichnen“: Zu vorgetragenen Texten zeichnen die Künstlerinnen abwechselnd live. Große und kleine Besucher sind schließlich herzlich eingeladen, diese Zeichnungen fortzusetzen oder aber eigene kleine Kunstwerke zu gestalten.
Ausstellung: 8. Februar - 26. April 2026
Workshop: 29. März 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 6. Dezember 2025

Monster im Museum

Ob Vampir, Troll, Werwolf oder das Monster unter dem Bett – Gruselwesen sind aus der Kinder- und Jugendliteratur nicht mehr wegzudenken und bevölkern auch zahlreiche Bilderbücher. Hier repräsentieren sie nicht nur Anarchie und Trotz, sondern laden auch zum Spiel mit dem Grusel ein oder helfen bei der Bewältigung von Ängsten.
Kinder brauchen Monster“, schrieb der amerikanische Schriftsteller Gerard Jones. Und da ist durchaus etwas dran: Besonders im Bilderbuch erfüllen Monster diverse Funktionen. Sie rülpsen, pöbeln, fluchen und repräsentieren damit eine trotzige Antihaltung zu anerkannten Verhaltensweisen und Erziehungsregeln. Monster werden so zu einer Verkörperung von Sehnsüchten, helfen aber auch bei der Bewältigung von Ängsten. Auch die Lust an der Angst, der wohlige Grusel, wird durch besiegbare Monster im Bilderbuch befriedigt.

Datum: 7. Dezember 2025 - 12. April 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Samstag, 4. Oktober 2025

Axel Scheffler und seine ungeheuerlichen Brieffreundschaften

Das Bilderbuchmuseum Troisdorf zeigt eine Ausstellung zum „Erfinder“ des Grüffelo „Axel Scheffler und seine ungeheuerlichen Brieffreundschaften. Unheimliches aufs Papier gebracht
In der Ausstellung werden bemalte Briefumschläge gezeigt, die Axel Scheffler, der seit Mitte der 1980er Jahre in London lebt, an seine Familie, Bekannte und Freunde verschickte. Jenseits von E-Mail, WhatsApp, Signal und Co. zeigen die liebevoll gestalteten Umschläge Schefflers vor allem die Kunst des Sich-Zeit-Nehmens – durch die aufwendigen Zeichnungen des Absenders wie auch durch die Wahl des Postwegs. Adressiert sind die meisten Briefe an langjährige Freunde und zugleich bekannte Illustratoren wie Rotraut Susanne Berner, Anke Kuhl, Gerda Dendooven, Barbara Nascimbeni, Yvonne Kuschel, Moni Port, Philip Waechter oder Jörg Mühle. Bereits seit Jahrzehnten erfreuen diese sich an illustrierten persönlichen Grüßen von der anderen Seite des Ärmelkanals.
In der Ausstellung des Bilderbuchmuseums ist aus den Hunderten von Briefumschlag-Kunstwerken, die Axel Scheffler in den vergangenen Jahrzehnten den Postkästen Londons anvertraute, eine Auswahl getroffen worden, fokussiert auf das Sujet „Unheimliches“. Die Museumsräume selbst sind den unterschiedlichen Adressaten zugeordnet, deren illustrative (Bilderbuch-) Arbeiten an den Wänden ausgestellt sind.

Eröffnung: 12. Oktober 2025, 16 Uhr, Podiumsgespräch mit Axel Scheffler, Anke Kuhl, Jörg Mühle, Moni Port und Philip Waechter, moderiert von Ute Wegmann, Journalistin beim Deutschlandfunk und Autorin
Ausstellung: 12. Oktober 2025 - Ende Januar 2026

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Montag, 8. September 2025

25. Troisdorfer Bilderbuchpreis

Das Bilderbuchmuseum Troisdorf zeigt alle Einreichungen aus diesem Jahr in einer Ausstellung zum Troisdorfer Bilderbuchpreis 2025.

Der Troisdorfer Bilderbuchpreis wird 2025 zum 25. Mal verliehen – und feiert damit sein „kleines“ Jubiläum. Bereits im Zuge der Museumsgründung 1982 wurde seitens der Stadt Troisdorf ein Preis zur Förderung der künstlerischen Kinder- und Jugendbuchillustration gestiftet.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.

Die Preisträger des Jahres 2025 sind:
  • 1 . PREIS
    Golden Cosmos (Doris Freigofas und Daniel Dolz)
    Noemi SchneiderLudwig und das Nashorn
    NordSüd Verlag, Zürich 2023
  • 2. PREIS
    Mehrdad Zaeri
    Otfried PreußlerKrabat
    Thienemann, Stuttgart 2023
  • 3 . PREIS
    Pauline Pete
    Lieblingspulli
    Kunstanstifter Verlag, Mannheim 2024
  • FÖRDERPREIS
    Larissa Goffart
    Allgegenwärtig. Jeder Moment ein Kosmos
    2024 (unveröffentlicht)
  • PREIS DER KINDERJURY
    Simona Ceccarelli
    Michael EndeMomo. Ein Bilderbuch
    Thienemann, Stuttgart 2023
Eröffnung: 21. September 2025, 11 Uhr, Verleihung des 25. Troisdorfer Bilderbuchpreises
21. September bis 16. November 2025

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Donnerstag, 7. August 2025

Künstlerbücher - Best of Met

Mark Met: The monk runs deep. 2022
In den Jahren 2021 bis 2023 gestaltete Mark Met drei Bücher: „Pongo“ (2021), „Met“ (2022) und „I got soul and I am super nice“ (2023). Alle drei Buchwerke, die in limitierter Auflage erschienen, wurden seitens des Bilderbuchmuseums erworben und sind jetzt Teil der Sammlung „Künstlerbuch“ - eine Begrifflichkeit, die auf eine lange Tradition zurückblickt. So war das Künstler- oder Malbuch, abgeleitet aus dem französischen „livre d´artiste“ bzw. „livre de peintre“, lange Zeit ein im weitesten Sinne literarisches Werk, das von einem Künstler oder einer Künstlerin mit Originalgraphiken illustriert und dann in gedruckter Form verbreitet wurde. Alsbald erweiterten sich jedoch die Grenzen und heutzutage werden gedruckte bibliophile Ausgaben ebenso unter dem Genre „Künstlerbuch“ subsumiert wie Pressedrucke und Vorzugsausgaben, Unikate und skulpturale (Buch-)Objekte. Hinter diesen verschiedenen Ausdrucks- und Publikationsformen stehen zumeist unterschiedliche Intentionen und künstlerische Konzepte.

So setzt Mark Met mit jedem seiner Künstler-Publikationen eigene thematische Schwerpunkte. Dabei dienen die Buchwerke  dieses Œuvres insgesamt vor allem dazu, zusammenzuführen und zu strukturieren, was er in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten in freien Arbeiten aufs Papier bannte. Die Bücher „verdichten“ somit die künstlerische Aussage Mark Mets und geben damit einen konzentrierten Einblick in sein umfangreiches Oeuvre vergangener Jahre.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

24. August - 5. Oktober 2025

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Mittwoch, 30. April 2025

Komm, wir haben einen Schatz!

Jeder kennt ihn, den Maler, Zeichner und Autor Janosch, den Vater von Tigerente und Bär und vielen anderen Figuren, die sich nach wie vor in den Kinderzimmern der ganzen Welt wiederfinden. Seit 1960 zählt Janosch als Illustrator, Bilderbuchgrafiker, Erfinder von Kinderreimen, Bildergeschichten, Comics und Erzählungen zu den einfallsreichsten und produktivsten Bilder- und Kinderbuchmachern des deutschsprachigen Raums. Doch nicht nur durch Bücher erweiterte Janosch seinen Bekanntheitsgrad. Zahlreiche Merchandising-Produkte, Postkarten und Kalender wurden mit seinen Motiven produziert. Daneben existieren zahlreiche Bilder, die weder für Bücher noch für ein Merchandising entstanden sind. Es handelt sich hier um „freie Arbeiten“, die erneut deutlich werden lassen, mit welcher Kunstfertigkeit, vor allem mit welchem Bildwitz, der oftmals die Grenze zu Ironie und Satire überschreitet, Janosch tätig war.

Diese hier genannten Kategorien spiegeln sich in der weltweit größten Janosch-Sammlung, die sich seit 2005 als Dauerleihgabe im Bilderbuchmuseum Troisdorf befindet. Im letzten Jahr war es dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren dem Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf möglich, sein Werk zu erwerben.

Diesen Ankauf wollen wir mit einer großen Werkschau feiern! Wir bauen die Welt von Tiger und Bär nach – mit vielen Kulissen und Mitmachoptionen: Wolltest du immer schon mit Kasper Mütze reimen, mit Emil Grünbär protestieren oder die Verkehrszeichen mit Tiger und Bär lernen?

Neben diesen eher bekannten Protagonisten zeigen wir aber auch vergessene Schätze von Janosch: filigrane Studien, frühe Bilderbücher, Märchen und großformatige Pappbilderbücher für die Allerkleinsten.

Eröffnung: 18. April 2025, 15 Uhr

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Sonntag, 19. Januar 2025

Kunst im Kinderbuch - Eine Tendenz zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Die großartige Bedeutung des Künstlers Franz Wacik (1883–1938) für die Geschichte der Kinderbuchillustration des beginnenden 20. Jahrhunderts liegt vor allem in der Tatsache begründet, dass er den Wiener Jugendstil (Sezessionsstil) fast flächendeckend in die Kinderbuchillustration einführte. Mit dieser künstlerischen Adaption war ein ästhetischer Anspruch verbunden, der das Kinderbuch – und hier vor allem das Kind als Rezipient – neu wertete: Es wurde auf eine neue Weise ernst und damit wichtig genommen.

Nach seiner Ausbildung, die durch Künstler wie Heinrich Lefler und Alfred Roller besonders geprägt war, wurde 1906 mit Gottfried August Bürgers Fahrten und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen Waciks erstes illustriertes Buch publiziert. Dieses erschien in der Reihe „Gerlachs Jugendbücherei“, für welche Wacik später noch Illustrationen zu Märchen von Hans Christian Andersen oder Clemens Brentano schuf.

Zu Waciks weiterem künstlerischen Repertoire zählten Karikaturen, Graphiken, Bühnenbilder, Puppen- und Kasperlespiele, Wand- und Deckengemälde. Als Mitglied der Wiener Secession wirkte er ab 1910 bei zahlreichen Ausstellungen mit. Zu Lebzeiten erhielt er mehrere Auszeichnungen für sein künstlerisches Schaffen, darunter den Staatspreis für sein Gesamtwerk.

Im Jahr 2019 war es der Münsteraner Antiquar Winfried Geisenheyner, der dem Bilderbuchmuseum Troisdorf das Angebot unterbreitete, Zeichnungen von Franz Wacik zu erwerben. Sowohl die Bedeutung des Illustrators für das Kinderbuch als auch die Tatsache, dass sich Möglichkeiten, Originale zu Bilder- und Kinderbüchern des beginnenden 20. Jahrhunderts zu erwerben, nur noch selten ergeben, ließen eine Entscheidung zugunsten des Ankaufs schnell treffen. Dass die Bilder Franz Waciks bereits museumseigene Illustrationszyklen z. B. von Ernst Kreidolf (erworben durch den Förderverein des Bilderbuchmuseums im Jahr 2001) oder Sibylle von Olfers (Stiftung Wilhelm Alsleben) ergänzen, darüber hinaus die Buchsammlung von Prof. Dr. Friedrich C. Heller, die 2012 endgültig durch das Bilderbuchmuseum erworben werden konnte, bereichern, gab einen weiteren Anstoß, den Ankauf durchzuführen.

Im Jahr 2024 konnte der Ankauf zu Franz Wacik abgeschlossen werden – Anlass genug, eine Ausstellung rund um den Künstler und die Illustration des beginnenden 20. Jahrhunderts umzusetzen und den neuen Erwerb einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Datum:7. Februar - 26. Apr. 2025

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Sonntag, 17. November 2024

Bei euch wimmelts wohl!

Burg Wissem lädt ein zu einer Mitmachausstellung rund um das Bilderbuch.
Eva Scherbarth: Komm heraus und spiel mit uns. Maier, Ravensburg 1987
© Eva Scherbarth
Wimmelbücher sind einfach wunderbar – sie zelebrieren in ihrer Bilderflut eine Art gewolltes Chaos, zeigen Alltagszenen und kleine Geschichten und laden zum Staunen, Fantasieren, Neuentdecken und Wiedererkennen ein. Gewimmelt wird überall – im Wald, auf der Polizeiwache, in der Stadt oder auch im Märchen. Überall finden sich vielfältige Bildwelten, die es zu erkunden gilt. Wimmelige Bilder sind nicht neu und schon seit dem Mittelalter bekannt. So entdeckt man eine Fülle an Kinderspielen zum Beispiel auf dem gleichnamigen Werk von Pieter Bruegel dem Älteren (1560).

Hierzulande wird Ali Mitgutsch als „Vater des Wimmelbuchs“ bezeichnet, seine ab 1968 erschienenen wuseligen Bilderbücher kennt nahezu jedes Kind. Rotraut Susanne Berner, die ihre Wimmlinger Protagonisten seit 2003 durch alle Jahres- und Tageszeiten schickt, gab dem Wimmelbuch ein neues Bild- und Erzählkonzept und öffnete es damit Lesern unterschiedlichen Alters. Dennoch ist das Wimmelbilderbuch kein rein deutsches Phänomen: Wer hat nicht schon einmal den mit einer Brille, einem gestreiften Shirt und einer Pudelmütze bekleideten Weltenbummler „Walter“ auf einem der detailreichen Bildern des Briten Martin Handford gesucht – und auch gefunden?

Wimmelbilder sprechen für sich und ermöglichen eine aktive und lebendige Auseinandersetzung der Kinder mit den dargestellten Szenen, weshalb sie meist ohne viel Text auskommen und zu einem regen Austausch beim gemeinsamen Betrachten einladen.

Im Rahmen einer großen Mitmachausstellung nimmt sich das Bilderbuchmuseum dem Phänomen „Wimmelbilderbuch“ an. Gezeigt werden Klassiker des Wimmelbilderbuchs sowie verschiedene aktuelle Interpretationen traditioneller Wimmelbuchthemen und –szenerien oder auch ungewöhnliche Wimmeleien sowie wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Achtsamkeit, Diversität und die Darstellung einer vielfältigen Gesellschaft. Genauso wuselig wie auf den Bildern wird es auch in der Ausstellung – viele Mitmach- und Kreativstationen laden dazu ein, in Wimmelbuchszenen einzutauchen und hier selbst aktiv zu werden.

Eröffnung: 1 Dezember 2024, 15 Uhr
Ausstellung: 1. Dezember 2024 - April 2025

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Donnerstag, 19. September 2024

Eine Torte für Thé Tjong-Khing

Ein Leben für die Kunst

Als „großes Werk der Kleinigkeiten“ feierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung das Bilderbuch Die Torte ist weg! (Moritz Verlag, 2006) des Illustrators Thé Tjong-Khing. Tatsächlich sind es gerade diese Torten-Bücher, von denen in den folgenden Jahren noch vier weitere erschienen sind, die den Künstler in Deutschland sehr bekannt machten.

Als Thé Tjong-Khing den Einfall zu seinen mehrfach preisgekrönten Wimmel-Torten-Büchern hatte, war er schon über 70 Jahre alt. Geboren wurde er 1933 als Kind einer chinesischen Familie auf der Insel Java im damals niederländisch besetzten Indonesien. Gegen den Willen seines Vaters studierte er Kunst und setzte sein Studium ab 1956 an der Amsterdamer Kunstgewerbeschule in den Niederlanden fort. Nur kurze Zeit später wurde er als Zeichner im Studio von Marten Toonder, der wichtigsten Produktionsstätte für Comics und Trickfilme, eingestellt.

Letztendlich war es aber die damals schon sehr bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin Miep Diekmann, die 1973 Thé Tjong-Khing einem  - weiteren anderen Bild-Genre zuführte: Er illustrierte ihr neuestes Kinderbuch Total Loss, weetjeweel, welches in den Niederlanden große Beachtung erfuhr. Und schon setzte der Erfolg ein:

Thé Tjong-Khing erhielt in den darauffolgenden Jahren so viele weitere Aufträge für Buchillustrationen, dass er sich ab 1975 als Illustrator selbstständig machen konnte. Seitdem hat er zahlreiche Bücher sehr renommierter Autor*innen mit Bildern versehen. Die preisgekrönte Vos en Haas-Reihe gehört dabei zu seinen populärsten Werken in den Niederlanden.

Thé Tjong-Khing erhielt als einziger Künstler der Niederlande dreimal den „Gouden Penseel“. Er wurde mehrfach für den Deutschen Jugendliteraturpreis, für den Astrid Lindgren Memorial Award und für den Hans Christian Andersen Award, den Nobelpreis für Illustrationskunst, nominiert. 2010 erhielt er den Max Velthuijs-Preis für sein Lebenswerk.

29. September 2024 - Ende Januar 2025

è
Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee, 53840 Troisdorf

Samstag, 24. August 2024

10 Jahre Serafina

Der Nachwuchspreis für Illustration feiert sein 10-jähriges Jubiläum

Seit dem Jahr 2009 zeichnet die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur auf Initiative von Paul Maar neue Illustrationstalente auf dem deutschsprachigen Kinder- und Jugendbuchmarkt mit dem Förderpreis Serafina aus.

2011 und 2012 konnten mit Unterstützung der Märchen-Stiftung Walter Kahn ein Sonderpreis „Märchenbilderbuch“ und im Jahr 2014 zusätzlich ein Stipendium „Märchenillustration“ verliehen werden.

Der Preis wird von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse und dem Börsenblatt vergeben. Weitere Unterstützer sind die Akademie Faber-Castell, das Eselsohr – Fachzeitschrift für Kinder- und Jugendmedien, das katholische Medienhaus Sankt Michaelsbund sowie das Struwwelpeter-Museum, Frankfurt a.M. Ziel der Jury ist es, aus den jährlichen Einreichungen fünf Buchwerke zu nominieren, um eines schließlich auf der Frankfurter Buchmesse mit einer „Serafina“ zu küren. Bei der „Serafina“ handelt es sich um eine kleine Porzellan-Giraffe, die als Preisfigur dem jeweiligen Gewinner / der jeweiligen Gewinnerin öffentlich übergeben wird.

Heute ist der Preis der „Serafina“ ein in der Illustrationsszene hoch anerkannter Nachwuchspreis, denn er steht für herausragende Qualität innerhalb der Sparte Illustration.

Die Ausstellung zeigt alle Preisträger*innen der letzten Jahre und gewährt einen Blick auf die Nominierungen des laufenden Jahres.

13. September - 03. Nov. 2024

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Freitag, 26. April 2024

Neugierig?! Bilderbuchwelten von Antje Damm

Antje Damm ist eine vielfach ausgezeichnete „Meisterin“ im Bilderbuchbereich. Immer wieder überrascht sie mit Büchern, die in der Aufmachung des Pappbilderbuches, des klassischen Bilderbuches, des Erstlesebuches oder des Kinderromans daherkommen und zum Fragen, Lesen, Schauen, Spielen, Raten oder sogar Philosophieren einladen.

Antje Damm, Die Wette
Moritz Verlag 2021
Häufig wechselt sie Stil- und Gestaltungsrichtungen um so (Seh-)Gewohnheiten aufzubrechen und witzig-provokant einen anderen, neuen Blick auf die Welt zu wagen. Dieses Können, nämlich auf besondere Weise besondere Themen ins „Bild“ zu rücken, ist ebenfalls besonders und in der Umsetzung empfehlenswert, weshalb ihre Bücher auch immer wieder auf den einschlägigen (Empfehlungs-) Listen der Kinder- und Jugendliteratur zu finden sind und sowohl nationale als auch internationale Auszeichnungen erhielten.

Antje Damms Intention mit Bild und Text im Buch? Neugierde wecken! - zum Staunen auffordern, zum Nachdenken anregen und Gesprächsanlässe liefern. Wer Bücher tatsächlich benutzt, lässt sie lebendig werden – ein Lesewunsch, den die Autorin und Illustratorin mit Buchtiteln wie Frag mich?, Was wird aus uns?, Räuberkinder, Jeder Tag ist Ida-Tag oder Der Besuch herausragend umsetzt und uns allen ans Herz legt. Neugierig? Aber bitte gerne!

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit Beiträgen von Antje Ehmann, Regina Kehn, Susanne Koppe, Markus Weber und Susanna Wengeler.

Ausstellung: 5. Mai - 1. September 2024

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Freitag, 29. März 2024

KP Kremer vivace

KÜNSTLERBÜCHER, HEFTE, MALEREI, COLLAGEN, DRUCKGRAFIK
Eine Ausstellung anlässlich des achtzigsten Geburtstags des Künstlers.

K P Kremer blickt heute auf ein mehr als 50jähriges künstlerisches Schaffen zurück, das sich durch sehr unterschiedliche Werkphasen auszeichnet. Dominierte in diesen Phasen die Malerei und das Ausloten der Möglichkeiten und Wirkungen von Farbe, war es zugleich immer ein Anliegen des Künstlers, den besonderen Eigenschaften von Materialien nachzuspüren, sie zu sichten, zu erfassen und in neue Kontexte zu überführen.

Im Ergebnis entstanden (Buch-)Werke, die erzählen (können) – ohne auf vorgegebene Zusammenhänge zu verweisen. Stattdessen liegt es ganz im Blick des Betrachtenden, Bedeutung und Sinn zu erfassen und dem symbolischen Gehalt der Kunst K P Kremers nachzugehen.

Letzteres wird dabei genauso unaufgeregt geschehen wie es die Kunstwerke vorgeben. So zeigen sich die Arbeiten K P Kremers weder oberflächlich noch vordergründig, sondern zumeist reduziert und konzentriert. Damit schärft er den Blick, unsere Wahrnehmung, und führt uns zurück zur Entdeckung von Wesentlichem und Besonderem. Um gerade dieses zu erfassen, bedarf es seitens des Betrachtenden zweierlei: Ruhe und Zeit. Denn nur wer sich auf die Werke K P Kremers intensiv einlässt, wird auch die zahlreichen Facetten entdecken, die seine Kunst zu entfalten vermag.

Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Pauline Liesen, Jürgen Röhrig und Maika Letizia Wolff sowie zahlreichen Abbildungen.

Eröffnung: 21. April 2024
Ausstellung: 23. April - 16. Juni 2024

Bilderbuchmuseum
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Montag, 18. März 2024

Weiter hinschauen! Noch mehr denken! Besser machen?

15. WORKSHOP DER STIFTUNG ILLUSTRATION
Ill. aus Merav Salomon, The Business of Staying Alive
Nach dem letzten Workshop im Jahr 2023, der bereits das Politische im Bilderbuch thematisierte, wurde darum gebeten, Inhalte fortzusetzen, zu vertiefen, neu aufzugreifen und zu variieren. Diesem Wunsch kommen wir gerne nach - mit einer größeren kreativen Beteiligung aller Teilnehmenden, mit hoch aktuellen inhaltlichen Bezügen, vielfältig und einfalls-reich, aber immer mit dem Fokus auf die Illustration.
 
Weitere Information zum Workshop, vor allem zur Anmeldung und Teilnahmegebühr finden Sie unter bilderbuchmuseum.de. Hier wird auch möglichst zeitnah das Programm des Workshops publiziert.

Safe the Date! 13. - 14. September 2024

STIFTUNG ILLUSTRATION
Bilderbuchmuseum Troisdorf 
Burg Wissem, 53840 Troisdorf

Donnerstag, 15. Februar 2024

Ohren gespitzt! 100 Jahre Häschenschule

In Deutschland wurde 1919 die allgemeinen Schulpflicht eingeführt. Und dank der Häschenschule von Albert Sixtus wissen wir, dass nicht nur Menschen-, sondern auch Hasenkinder die Schulbank drücken müssen. Anlässlich des 100jährigen Jubiläums des Bilderbuchklassikers Die Häschenschule widmet sich das Bilderbuchmuseum den Illustrationen von Fritz Koch-Gotha und behandelt zugleich das Thema „Schule im Laufe der Zeit".

Sein Sohn Wolfgang wollte immer wieder neue Märchen über Hasen hören. Als Albert Sixtus die Geschichten ausgingen, begann er selbst welche zu erfinden und zu erzählen. Diese inspirierten ihn 1922 zu den Versen der Häschenschule. 1924 wurde die Geschichte um die Hasenkinder erstmalig mit den Illustrationen von Fritz Koch-Gotha herausgegeben. Diese Originalillustrationen sind genauso wie die Druckplatten im zweiten Weltkrieg verlorengegangen, wurden aber aufgrund ihrer großen Beliebtheit schon kurz nach dem Krieg rekonstruiert.

Eröffnung: 23. Februar 2024, 18 Uhr, Begrüßung: Alexander Biber, Bürgermeister der Stadt Troisdorf
Einführung: Bernhard Schmitz, anschließend wird eine Führung durch die historischen Klassenzimmer (Remise) mit den Kuratorinnen Bernadett Fischer und Bianca van Hasselt
Ausstellung: 23. Februar - 14. April 2024

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum
Burgallee1, 53840 Troisdorf

Samstag, 28. Oktober 2023

Sabine Wilharm. Illustrationen

Sabine Wilharm
ist die Illustratorin, die dem berühmten Harry Potter ein deutsches Gesicht und der lebhaften Ella aus der Hanser-Reihe eine Gestalt verlieh. Und doch: Rückblickend bildeten diese nach wie vor sehr bekannten Publikationen nur einige wenige Stationen im künstlerischen Werdegang der Künstlerin. So illustrierte sie äußerst erfolgreich berühmte Klassiker wie Goethes Zauberlehrling oder Erlkönig. Darüber hinaus zählen Gedichtbände von Autoren wie Theodor Fontane oder James Krüss ebenso zu ihrem Schaffenswerk wie Anthologien von Uwe-Michael Gutzschhahn und Susan Kreller.
Obwohl sie beeindruckende, immer skurrile und häufig ironisierende Bilder für Erwachsenenbücher und -magazine schuf, gestaltete sie den größten Teil ihrer Illustrationen für Texte zu Kinder- und Jugendbüchern. So nahmen Titel wie Die Krähen von Pearblossom, Ein Huhn, ein Ei und viel Geschrei oder Zum Strand! auf eine typisch Wilharmsche Weise bildnerische Gestalt an: oftmals verspielt, mit stets zwinkernd humorvollem Blick, voller Dynamik und großartigem Einfallsreichtum. In nur einigen wenigen Bilderbüchern wie in Helden oder Kann ich wohl! verfasste die Künstlerin die Geschichten selbst und erweiterte somit ihr kreatives Schaffen – auch auf den Text.
Sabine Wilharm wurde 1954 in Hamburg geboren und arbeitet seit den 1970er Jahren freiberuflich für Kinderbuchverlage, zeitweise intensiv für Zeitschriften, viel zu selten für Erwachsenenliteratur. Ihren Abschluss in Illustration machte sie an der Fachhochschule in Hamburg (heute HAW, FB Design), wo sie bis 2009 auch unregelmäßig Lehraufträge für Illustration und Zeichnen gab. Im Studium begegnete sie Wilhelm Martin Busch, einem Zeichner par excellence und für sie ein Glücksfall als Lehrer, dessen Liebe zum Zeichnen ihr die Tür zur eigenen Arbeit öffnete.

5. November 2023 - 18. Februar 2024

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Freitag, 27. Oktober 2023

Besen! Besen! Seid´s gewesen.

Hexen und Zauberer – mit ihnen betreten wir magische Welten. Dass diese uns manchmal sogar unheimlich erscheinen, ist durchaus beabsichtigt. Denn in zahlreichen Geschichten über Hexen und Zauberern bricht etwas in unseren Alltag ein, das unerklärlich ist und uns in eine Phantasiewelt abtauchen lässt, die mit unserer eigenen Wirklichkeit kaum noch etwas zu tun hat. Und wie gut ist es, dass es zumeist Kinder und Jugendliche sind, die in den Geschichten als Retter in Erscheinung treten, wenn das Unheimliche die Übermacht zu gewinnen droht.

Zu Beginn der Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 4. November 2023, wird die Illustratorin Sabine Wilharm, die u.a. die Cover zu den bekannten Harry Potter-Bänden gestaltete, in die magische Welt von Goethes Zauberlehrling einführen. Anschließend zaubern bzw. hexen wir gemeinsam an zahlreichen Mitmachstationen weiter. Dafür notwendige Zaubermittel werden zur Verfügung gestellt. Wer mag, darf gerne verkleidet kommen! Um eine Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten.

Die Ausstellung „Besen! Besen! Seid´s gewesen. Von Hexen und Zauberern“ versammelt zahlreiche Originale namhafter Illustratoren wie z.B. Sabine Wilharm, Krabat von Herbert Holzing und Mehrdad Zaeri, Die kleine Hexe von Daniel Napp, Das Hexen-Eimal-Eins von Wolf Erlbruch oder Originale zu Für Hund und Katz ist auch noch Platz von Axel Scheffler, dem „Erfinder“ des Grüffelo.

Ausstellung: 5. November 2023 - 21. April 2024

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf

Donnerstag, 29. Juni 2023

Hinschauen - weiter denken - anders machen?

 Der 14. Workshop der Stiftung Illustration des Bilderbuch-Museums Troisdorf steht unter dem Thema „Hinschauen weiter denken anders machen?".

Felicitas Horstschäfer, "Young Rebels"
Hansa 2020
Wir leben in politischen Zeiten. Auch das Bilderbuch wird zunehmend politisch: Krieg, Verfolgung, Flucht, Gewalt, Klimakrise, ein Oben und Unten in verschiedenen Zusammenhängen kommen genauso vor wie Toleranz, Solidarität und der Mut zu Widerstand und Veränderung. Ist das Bilderbuch deswegen politisch? Macht es sich an Themen fest? Ist das Politische eine Frage der Haltung, des Kontextes, der Erwartungen? Was will der Markt heute? Wie agieren Verlage? Wo steht die Illustration hierzulande? Wo will sie hin? Wie sehr prägt das Poltische den Arbeitsalltag? 

Workshop: 1. - 2. September 2023

Bilderbuchmuseum Troisdorf
Burg Wissem, 53840 Troisdorf 

Donnerstag, 8. Juni 2023

Wegschauen verboten!

Das Bilderbuchmuseum übernimmt eine Ausstellung zum politischen Bilderbuch.

Felicitas Horstschäfer, "Young Rebels"
Hansa 2020
Gerade in der letzten Zeit haben politische Themen verstärkt Einzug ins Bilderbuch gehalten. Auch in Büchern für Kinder geht es um Krieg, Flucht, Vertreibung, um Ausgrenzung und Angst. Um die Schattenseiten der Welt. Aktualität trifft auf die Kunst der Illustration. Die Bilder schauen hin. Sie beschönigen nicht, sondern entwickeln eine eigene Ästhetik. Sie machen Veränderbarkeit sichtbar, hin zu mehr Solidarität, Toleranz, Freiheit, hin zu mehr Visionen in allen Farben. Die Ausstellung präsentiert über 200 Originale von Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland. Das Motto: „Wegschauen verboten!“

Mit dabei: Jan Birck, Aljoscha Blau, El Boum, Nadia Budde, Bernhardo P. Carvalho (Portugal), Claude K. Dubois (Belgien), Melanie Garanin, Armin Greder (Peru), Felicitas Horstschäfer, Horst Klein, Reinhard Kleist, Anke Kuhl, Rebecka Lagercrantz (Schweden), Sophia Martineck, Jörg Mühle, Andreas Német, Svein Nyhus (Norwegen), Jens Rassmus, Romana Romanyschyn und Andreij Lessiw (Ukraine), Katrin Stangl, Julie Völk (Österreich), Henning Wagenbreth, Issa Watanabe (Spanien), Stina Wirsén (Schweden), Barbara Yelin.

Die Ausstellung „Wegschauen verboten!“ wurde zuvor bereits in der Städtischen Galerie Rosenheim gezeigt.

Eröffnung: 18. Juni 2023, 11 Uhr, Reinhard Kleist stellt vor "Der Traum von Olympia", Carlsen, Hamburg 2015
Ausstellung: 18. Juni - 22. Oktober 2023

è Burg Wissem, Bilderbuchmuseum
Burgallee
53840 Troisdorf