Montag, 12. Dezember 2016

BuchDruckKunst 2017

Die BuchDruckKunst wurde 1999 als Norddeutsche Handpressenmesse von Stefan und Wibke Bartkowiak ins Leben gerufen. Veranstaltungsort ist von Anbeginn das Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek, das durch seine aktiven Grafischen Werkstätten mit ehrenamtlich tätigen Fachleuten zur besonderen Atmosphäre der Messe beiträgt.
Seit Juni 2016 ist der Hamburger Künstler, Drucker und Verleger Klaus Raasch für die Konzeption und die Organisation der BuchDruckKunst verantwortlich.
Die BuchDruckKunst präsentiert eine Auswahl von 50 Künstlern und Editionen, die mit traditionellen wie neuen Druckverfahren arbeiten, aber auch Unikate und Malerbücher herstellen. Im digitalen Zeitalter wächst das Bedürfnis nach Authentischem, Sinnlichem, Individuellem - denn der Bildschirm, mobil oder stationär, bleibt letztendlich zweidimensional.
Die BuchDruckKunst nutzt diese Chance und bietet ein großes Spektrum unverwechselbarer Arbeiten, hergestellt mit Enthusiasmus und viel Herzblut.

Messe: 18./19. März 2017

Museum der Arbeit
Wiesendamm 3 · 22305 Hamburg

2017 gehts rund

Hier nun eine zweite Arbeit zur "Jahreswechsel-Karte" vom Pirckheimer-Mitglied miley-berlin, der erste Versuch mit den angeführten Zweifeln siehe hier.
Diesmal nicht pessimistisch braun, chaotisch und angstbestimmt mit englisch-deutschem Wortsalat, sondern aktiver, lockerer, "etwas klecksiger, etwas heller, soll meinen etwas aufmunternder" (miley).
Freue mich, diese Karte, vor allem mit den umfangreichen persönlichen Anmerkungen, in diesem wunderbaren Druck jetzt in meiner Sammlung zu haben - danke Michael.
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Sonntag, 11. Dezember 2016

„Bruder Luther“ und eine Speisekarte zum Jahrestreffen

Viel beschäftigt. Julia und Rainer Ehrt in ihrem Atelier. Foto: Manfred Thomas
»Ein offenes Atelier zur Adventszeit, so außerhalb der regulären Anlässe? Ein Schalk, wer Grobes dabei denkt! Das Kleinmachnower Künstler-Ehepaar Julia und Rainer Ehrt öffnete am Wochenende die ihren, und das war selbstverständlich gut so, denn sie haben viel zu zeigen und zu bieten. Beide sind ja so bekannt wie auch so präsent, dass man sie nicht mehr vorstellen muss, die Dame mehr in der Welt des Holzes, der Herr mehr bei der Produktion von Bildern und kunstvoll gearbeiteten Büchern, die auch schon mal Raum für eigene Texte finden.
[...] bei Rainer Ehrt, ja was erwartet man denn – Bilder an Wänden, in Regalen, Tische mit Mappen und seiner Buchproduktion, vom fast noch druckfrischen Kalender zum Lutherjahr 2017 über seine Preußenbücher bis zu Heiner Müllers „Mommsenblock“, eine Bestellliste zu „Bruder Luther“ aus der Edition Ehrt (16 Titel seit 1994) liegt gleich daneben. Das ganze Spektrum, er ist sozusagen ein vielseitig ausgebildeter und auch vielseitig interessierter Künstler, dazu ein bekennender „Menschenmaler“ mit ungewöhnlichem Fleiß. Und hat auch Ansichten zu Politik und Weltgerechtigkeit. Dies alles sind heute beinahe schon Extratugenden, „alte Schule“ eben, er ist eben ein „Giebichensteiner“ der 80er-Jahre, das heißt immer „Qualität“. Alles in allem eine hervorragende Grundlage, beim offenen Werkatelier mit ihm zu plaudern, zu fragen, warum er Luther zum Wahlbruder nimmt, weshalb ihn der Alte Fritz einfach nicht loslässt. Warum die Welt so ist, wie sie ist. Und wie er sie in seiner gründlichen Belesenheit abbildet, vorgeformt durch Kafka, Rilke, Müller, Friederich, Brecht und eben Luther, den großen Weltveränderer, den er durchaus kritisch sieht, dessen „religiösen Rigorismus“ er aber durchaus zu schätzen versteht. Wer hat ihm die Figuren „vorgemacht“? – „Mein Kollege Cranach!“
[...] Eine Ausstellung nächstes Jahr in Potsdam wird gerade konzipiert, er ist in zwei guten Galerien Dauergast, er hat sogar aus dem Reich der Pirckheimer-Gesellschaft Aufträge bekommen, unter anderem die Gestaltung einer Speisekarte. „So so,“ sagte sein Kollege Alfred Hrdlicka „nicht, alle Kunst ginge vom Fleische aus?“ Wenn das kein „gefundenes Fressen“ ist, für einen wie Ehrt...«» «
(Gerold Paul PNN, 05.12.2016 Seite 10)

Angebot zum Weihnachtsfest

Zum 5. Todestag von Christa Wolf ist bei Suhrkamp gerade ein Band mit Briefen erschienen. darin auch einen Briefwechsel, den Sie mit Armin Schubert, dem Projektleiter der "Bücherkinder Brandenburg" und seinen Schülern geführt hat.
"Volle Kraft voraus oder Wohin soll denn die Reise gehen" ( II) , 6 / 15
Das ist Anlass vorm Weihnachtsfest noch einmal daran zu erinnern, dass zur Unterstützung der Arbeit zu "Bücherkinder Brandenburg" die beiden aktuellen Lithografien von Angela Hampel (siehe hier) für nur 250 € pro Blatt (früher 290 €) anzubieten.
Nach dem Text von Christa Wolf „Stadt der Engel oder The Overcoat od Dr. Freund“ haben die Bücherkinder Brandenburg Schuber eine Hommage für die Schriftstellerin "Da fing ich an zu singen" mit 20 Originalen der Künstlerfreunde Wolfs und 10 von den Bücherkindern geschaffen (siehe hier). Die meisten Grafiken entstanden durch die Malerfreunde von Christa und Gerhard Wolf. Dabei sind u.a. Manfred Butzmann, Angela Hampel, Barbara Henniger, Helge Leiberg, Gerda Lepke, Ronald Paris, Nuria Quevedo u.v.a. Alle Grafiken wurden von den Künstlern signiert. Vom ehemaligen Subskriptionspreis von 300,- werden zum Fest noch einmal 50 € Rabatt gewährt, so dass dieser Titel bis für 250 € erworben werden kann.
Bestellungen bitte an Armin Schubert.

Samstag, 10. Dezember 2016

MailArt von miley

miley -berlin, 2016, Hommage à Kurt Schwitters, 21×29 cm
Heute im Briefkasten gefunden: diese "MERZ"-Montage zum Thema Schwitters unter Verwendung von Werbeseiten der Berliner Volkszeitung / Illustrierte Familienzeitung von 1910 und eines Briefes von 1989 an miley. Vielen Dank!
Schon vor einigen Tagen informierte dieser Pirckheimer und Künstler darüber, dass er in der Mail Art ein neues Terrain für sich entdeckt hat. Diese Projekte, die nicht nur in der westlichen Welt verbreitet sind, sondern (z.B. mit Robert Rehfeldt) auch in der DDR eine gern genutzte Form waren, sich künstlerisch auszudrücken, zugleich Möglichkeiten und eine wichtige Quelle der Inspiration und Information sind. Daneben berichtete er über die Fortschritte bei seinem Projekt, ein originalgraphischen Gutenberg-Buch zu binden.
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Freitag, 9. Dezember 2016

Buchkultur im 19. Jahrhundert

In einem Werkstattgespräch stellen Dr. Monika Estermann, Frieder Schmidt und Prof. Dr. Wulf D. von Lucius die Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft 2016 vor: "Buchkultur im 19. Jahrhundert – Zeitalter, Materialität, Gestaltung".
Nach den Bänden zum 15., 16. (Abb.) und 18. Jahrhundert wird damit der zweite von insgesamt drei Teilbänden zur Buchkultur des 19. Jahrhunderts vorgestellt – ein Publikationsprojekt, das ohne die umfassende Sammlungstätigkeit der Staatsbibliothek zu Berlin und ihrer historischen Vorgängereinrichtungen kaum möglich gewesen wäre. Während der erste, bereits im Jahr 2010 erschienene Teilband die technischen Grundlagen der Buchproduktion im Zeitalter der Industrialisierung behandelt, liegen die Schwerpunkte des vorzustellenden Werks auf der Präsentation des neuen Zeitalters anhand der epochemachenden großen Ausstellungen, auf der veränderten beruflichen Ausbildung der Drucker sowie den Wandlungen des Buchinneren: Thematisiert werden vor allem die Entwicklung des gesamten Titelbogens sowie die Neugestaltung der Satzusancen bei bestimmten Textgattungen. Im Mittelpunkt steht dabei die enge Zusammenarbeit der bekannten Autoren mit ihren Druckern – darunter etwa Goethe, von Arnim und Brentano, George, Rilke und Holz – bei der Suche nach der adäquaten typographischen Form. Zwei abschließende Kapitel behandeln das Druck- sowie das Buntpapier. Der dritte, den Techniken der künstlerischen Buchgestaltung gewidmete Teilband soll im Lauf des kommenden Jahres folgen.

Werkstattgespräch: 24. Januar 2017, 18.15 Uhr

Staatsbibliothek Berlin, Haus Potsdamer Straße
Simón-Bolívar-Saal

Mittwoch, 7. Dezember 2016

AdA 4/2016

Am Montag erscheint eine neue Ausgabe von Aus dem Antiquariat. Unter anderem finden sich unter der Rubrik "Buchgestaltung" ein Beitrag von Theo Neteler zu "Fritz Hellmut Ehmcke und der Insel-Verlag" und in der Rubrik "Buchhandel" informiert Roland Jaeger über die Buchhandlung Ferdinand Ostertag in Berlin, 1919 bis 1927. Silvia Werfel berichtet unter dem Titel "Cheongju feiert die koreanische Druckkunst" über die Ausstellung Jikji Korea und Andrea Brandis beschreibt die Frankfurter Antiquariatsmesse als "Verhalten optimistisch". Selbstverständlich enthält das letzte Heft des Jahres wie gewohnt das Jahresinhaltsverzeichnis 2016.
NB: Ein recht unkompliziertes Kennenlernen der Zeitschrift ermöglicht das Probe-Abo „2 für 1“.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Jahresgabe 2016 des BBA

Unter dem Titel "Berlin und Anderswo" hat das Autorenforum Berlin und der Berliner Bibliophilen Abend eine Anthologie Berliner Autoren mit Fernweh herausgegeben.
Von diesem, von Anja Steinig (Studio F) gestaltetem Buch, gedruckt auf Papier Woodstock Rosa 110g und Sirio Color Nero 115g von Fedrigoni, erschien neben der Buchhandelsausgabe mit schwarzem Buchdeckel eine nummerierte Vorzugsausgabe mit rosa Buchdeckel in einer Auflage von 100 Exemplaren als Jahresgabe des BBA.
Im Postskriptum wird ausgeführt: "... Das Autorenforum bietet Autoren eine Plattform für den kritisch-konstruktiven Austausch untereinander .... Der Berliner Bibliophilen Abend ist ein Club von Bücherfreunden, -narren und -sammlern. ... Beide Vereine prägt ihre Neugier auf die terra incognita ihrer Interessen. Dieses Buch ist der Versuch einer Synthese."

ISBN 978-3-00-055061-4

wiedergelesen: Die Pirckheimer in Rostock

Katja Burmester vom Antiquariat Schusterjunge in Wismar schickte uns freundlicherweise ein Feuilleton des damaligen Mitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Heinz Knobloch zu einem Jahrestreffen dieser Gesellschaft in Rostock 1976.
Der Text findet sich in einem Heftchen aus der Reihe "Angebote" des Verlags Tribüne Berlin, 1979 mit Illustrationen nach Schabblättern von Harry Jürgens und kann hier nachgelesen werden.

Montag, 5. Dezember 2016

Widerdruck-Kalender 2017

Seit 1996 lädt Edition Schwarzdruck befreundete Handpressendrucker und Künstler ein, am Widerdruck-Kalender teilzunehmen. So entsteht jedes Jahr ein Kalender im schlanken Hochformat 22 x 60 cm in einer kleinen Auflage zu unterschiedlichen, meist aber politisch-satirischen Themen.
Der Kalender für das Jahr 2017 steht unter dem Tucholsky-Zitat »Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und zu sagen: Nein!« und möchte damit auch einen Gegenpol setzten zur allgemeinen Verlutherung des kommenden Jahres.
Zum Subbotnik sind angetreten: carpe plumbum, Annegret Frauenlob, Harrisfeldwegpresse, Jürgen Meyer Jurkowski, Andreas Krannich, Zita & Katja Labetzki, Edition Linksrum, Mückenschweinverlag, officin albis, Rehlensche Handpresse, Edition Schwarzdruck und Stichting GrotesQue.

Preis 80 Euro zzgl. Versand
Auflage 100 Ex.
beziehbar im Shop von Schwarzdruck

Sammlerabend des BBA

Heute trafen sich Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abends und ein Gast, um sich zum Jahresausklang gegenseitig Neuerwerbungen für die eigene Sammlung und andere bibliophile oder interessante Titel vorzustellen.
Die Gastgeber Susanne Rothe und Ulrich Goerdten hatten für ein angenehmes Ambiente gesorgt und die Teilnehmer des Abends brachten nicht nur Kuchen und Wein zu diesem geselligen Beisammensein in der Vorweihnachtszeit mit, sondern vor allem Anekdoten, Geschichten und Beispiele aus dem Sammlerjahr 2016. Seltene Autographen (Jürgen Wilke) gehörten dazu, wie auch Funde zu Klopstock in Auktionskatalogen (Fritz Jüttner) oder weise Worte von Erasmus von Rotterdam (Christian Klinkenstein), eine eigene Veröffentlichung (Jörg Petzel), der Fund eines Buches auf dem Flohmarkt, welches der eigene Vater einmal besaß (Bernd Illigner) oder die Entdeckung einer Arbeit einer Studentin aus Burg Giebichenstein mit dem Titel überuntertage (Jürgen Ziegler).
Zuvor konnten die Teilnehmer die wieder gelungene Jahresgabe des BBA in Empfang nehmen, über die in einem späteren Post berichtet wird.

Kabel 1927 — 2016

Geschichte einer Schrift

Unter den 25 Druckschriften, die Rudolf Koch in der Zeit zwischen 1910 und 1934 für die Schriftgießerei Gebrüder Klingspor entwarf, nimmt die „Kabel“ eindeutig Bezug zur Formensprache des Bauhaus. Gerne wird sie mit der Futura von Paul Renner verglichen. Ihr Reiz liegt in den Betonungen aller Einzelmerkmale der Lettern, ihren Proportionen, ihrer Formgebung. Wie alle Schriften Kochs trägt sie dessen unverkennbare „Handschrift“. Dies gilt nun aber auf seine Weise für Marc Schütz. Während seiner Zeit als Schrift-Dozent an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach hat er sich einer Neubearbeitung der Kabel gewidmet und eine insofern zeitgemäße, aktualisierte Fassung der Schrift hervorgebracht. Minutiöse Studien zu den Entwurfsmaterialien der Kabel im Bestand des Klingspor Museums gingen dem voraus. Die Ausstellung zeigt die Neue Kabel im Vergleich zu den Dokumenten, die sich mit der Kabel von Koch verbinden. Eine spannende Geschichte im typischen Werdegang von Schriften, die einerseits bewährt andererseits den Vorstellungen einer neuen Epoche gemäß angepasst wird.

Eröffnung: 7. Dezember, 20 Uhr
Ausstellung: 8. Dezember 2016 bis 12. Februar 2017

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sonntag, 4. Dezember 2016

jetzt in Reimlingen: dada ist 100

Gestern wurde eine neuen Station der Typografie-Ausstellung "Dada ist 100" eröffnet: im Kunststadl Reimlingen mit Musik von Erik Satie und Worten von Oskar Bernhard. Die Schau wird bis knapp vor Weihnachten immer Donnerstags bis Sonntags von 17 bis 20 Uhr zu betrachten sein.

Samstag, 3. Dezember 2016

hap...y neue s, year 2017

Heute erhielt ich den Andruck einer Neujahrsgraphik - noch nicht endgültig, aber das Jahr hält ja noch einige Tage für uns bereit. Die Karte spiegelt offensichtlich "Ängste vor Chaos und Unordnung" wider. "Die Dinge scheinen sich aufzulösen," so der Künstler, "um dann eine neue Formation einzunehmen. Ist BRAUN eine politische Farbe? Oder nur die Farbe der fruchtbaren Erde? Englisch - Deutsch? Merkwürdiges Gemisch ... - ein Hinweis darauf, woher der Wind weht?"
Ein Einblick in einen Schaffensprozess. Es wird einen weiteren Entwurf geben, der dann mit dem Namen des Künstlers hier vorgestellt wird.
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Freitag, 2. Dezember 2016

Dezembersalon der Galerie Taube

links: Klaus Jurgeit, rechts: Klaus Märtens und Jasmin Harell, Fotos: R. Schütz
Klaus Märtens von der Galerie Taube hat wieder seinen traditionellen Dezembersalon eröffnet. Eine bunte Vielfalt meist gegenständlicher Kunstwerke von Druckgraphik, von Kaltnadel bis zu Holzstich und Lithographie bis zu Aquarellen und Ölmalerei schmücken den Ausstellungsraum in der Pariser Strasse 54 in Berlin Wilmersdorf.
Einige Künstler begleiteten die Erőffnung: Klaus Jurgeit, Rudolf Stüssi, Jasmin Harell und Archi Galentz. Wenn noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt, hier findet man sicher noch etwas!
(Rüdiger Schütz)

Das Vermächtnis der Bücher

Ursprünglich in einer Trilogie mit „Der Bibliophilen-Abend“ und „Die Magie der Bücher“ geplant, erscheint Anfang 2017 im Franzius Verlag das abschließende Buch von Harald Kugler:
Im Kloster Heimondsberg geschehen seltsame Ereignisse, in deren Verlauf zwei Bibliothekare, die den Geist der Bücher geschaut haben, ermordet werden. Erst der Bibliotheksgehilfe Benjamin findet in hinterlassenen Aufzeichnungen ein Traktat, in dem vom Vermächtnis der Bücher sowie von Heilkräften der Wildkräuter in Zusammenhang mit Quellwasser die Rede ist. Über diese Bedeutung führt die Spur schließlich zum Täter.

Harald Kugler, Das Vermächtnis der Bücher
Franzius Verlag, Bremen 2017
ISBN-13: 978-3-96050-043-8

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Die Taschenbuchreihen der 1950er Jahre. Vom Büchersammeln

Von Reinhard Klimmt und Patrick Rössler herausgegeben erschien "Reihenweise. Die Taschenbücher der 1950er Jahre und ih­re Gestalter" Auf LitteratA heist es zu dieser bedeutenden Edition:
"Die Dokumentation reicht über die en­gen Grenzen der Publikationsgeschichte weit in die Geschichte der Alltagskultur des deutsch­spra­chi­gen Raumes hin­ein. Ein be­son­de­res Merkmal der Untersuchung be­steht dar­in, dass die DDR-Taschenbuchreihengeschichte im Gesamtzusammenhang mit Bundesrepublik, Österreich und Schweiz dar­ge­stellt wird. Das ist 26 Jahre nach der Wiedervereinigung bei­der deut­scher Staaten im­mer no­ch die Ausnahme. Reinhard Klimmt ver­weist an entscheiden­der Stelle dar­auf, dass der DDR-Buchmarkt die Entwicklung des Taschenbuches am Ende ein­fach mit­ma­chen musste: »Sie (die Taschenbücher) bie­ten in ih­rer dis­pa­ra­ten Gesamtheit ei­ne klei­ne Kulturgeschichte der Nachkriegszeit. Sie spie­geln die Gesellschaft und die si­ch aus ihr voll­zie­hen­den Änderungen wi­der. Wer ge­n­au hin­schaut, spürt dies in der ge­sam­ten deutsch­spra­chi­gen Taschenbuchliteratur, in Österreich wie in der Schweiz, auch in der DDR, so ge­lenkt sie ge­we­sen sein moch­te. Und wenn wir uns vom rei­nen Inhalt ein we­nig ent­fer­nen und die Taschenbücher als Designobjekte be­trach­ten, die nach ei­gen­wil­li­gen und doch letzt­li­ch plau­si­blen und den Zeitgeist wi­der­spie­geln­den äs­the­ti­schen Prinzipien ge­stal­tet wur­den, kann man an ih­rem Beispiel ei­ne klei­ne Geschichte des Buchdesigns die­ser Jahre er­stel­len.« .....
Die zwei Bände Taschebuchgeschichte sind des­halb heu­te von be­son­de­rem geis­ti­gen Gewicht, ge­gen das die 5,6 Kilogramm phy­si­schen Gewichtes in kei­nem Verhältnis ste­hen. Die Darstellung der Geschichte der Literatur, in die­sem Fall die des Taschenbuches im deutsch­spra­chi­gen Raum, kann un­se­ren Glauben an die Bildung zur Humanität stär­ken und Hoffnung für die Zukunft stif­ten. In ei­ner Welt, in der si­ch al­les im Umbruch be­fin­det, und von des­sen Dimension wir dem Anschein nach no­ch nicht ein­mal deut­li­che Ahnungen ha­ben, ist die­ses Unternehmen der Herausgeber und Autoren nicht hoch ge­nug zu schät­zen. Vielleicht ist es auch ei­ne Reminiszenz an so­zi­al­de­mo­kra­ti­sche Bildungsideale? Wie dem auch sei, oh­ne Bildung und hu­ma­ne in­ne­re Bilder ist un­se­re Kultur ver­lo­ren. »Ohne kul­tu­rel­le Kompetenz kei­ne in­ter­kul­tu­rel­le Kompetenz. Ohne in­ter­kul­tu­rel­le Kompetenz kei­ne Offenheit.« (Matthias Theodor Vogt) Herausgebern und Verlag ge­bührt Dank!"
(Johannes Eichenthal)
... gesamten Artikel lesen.

Reinhard Klimmt und Patrick Rössler: Reihenweise. Die Taschenbücher der 1950er Jahre und ih­re Gestalter.
Mitarbeit von Jane Langforth, Mirko Schädel und Andrea van Dülmen.
2 Bände im Schuber, Leinen, ge­bun­den, Fadenheftung, Kapitalband, Lesebändchen, zahl­rei­che far­bi­ge Abbildungen.
249,00 Euro
Achilla Presse; ISBN 978-3-00-052234-5

Buch des Monats

 L`alphabet est une caille rotie /
Das Alphabet ist eine gebratene Wachtel
Hommage a Paul Stein / 1949 - 2004
Paris/Mainz, 2004
Die Wahrheit im Buch – was heißt das? Versuch einer Betrachtung in Bild und Schrift. Ausgangspunkt des Vortrags ist jener Schriftzug, der als Motto des Klingspor Museums seinen Stand auf der diesjährigen Buchmesse ausstattete. Wohin führt die Überlegung zur Aussage von der Wahrheit im Buch, wenn man sie in Bildern und Textstellen sucht? Zu Bildern aus Spätmittelalter und Barock in den Nationalgalerien in Berlin und London, zu Band 50 der 90 Skizzenbücher von Paul Stein, zu den leergeschnittenen Taschenbüchern von Corinna Krebber. Und natürlich zu der Frage, was das Buch heute als Wahrheitsträger noch leistet.

2. Dezember, 14 Uhr
Eintritt: 4 €, Mtgl. 2 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Kinderwelten

Am 2. Advent wird im Klingspor Museum die Ausstellung „Kinderwelten. 61. Internationale Kinderbuchausstellung“ eröffnet. Mit Musik und Kinderaktionen. Die traditionelle Ausstellung neuer Bilderbücher aus zahlreichen Ländern zeigt eine Vielfalt von Themenstellungen und Bildsprachen auf. Die offene Präsentation erlaubt das Blättern und ein großer Lesetisch lädt zum Verweilen ein. In den Vitrinen wird eine Auswahl älterer und neuerer ABC-Bücher gezeigt. In vielfältiger künstlerischer Umsetzung wird Kindern das Alphabet im spielerischen Umgang mit Buchstaben nahegebracht.
Den Besucher erwarten neue Bilderbücher zum Blättern, Musik, Kinderaktionen und viele ABC-Bücher – Tieralphabete von Alligator bis Zebra, Buchstaben-Pop-ups, ABC-Gedichte und mehr.

Ausstellung: 4. Dezember 2016 - 12. Februar 2017

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach