Posts für Suchanfrage "Arno Schmidt" werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen
Posts für Suchanfrage "Arno Schmidt" werden nach Datum sortiert angezeigt. Nach Relevanz sortieren Alle Posts anzeigen

Freitag, 3. Juli 2026

Bernd Rauschenbach (1952 – 2026)

Bernd Rauschenbach ist in der Nacht zum 2. Juli 2026 in Celle verstorben.
Unvergessen sind die zahlreichen Veranstaltungen zu Arno Schmidt, die Bernd Rauschenbach im Verlauf von etwa 20 Jahren in meiner Buchhandlung gemacht hat – alleine, aber auch mit Joachim Kersten: wunderbare Lesungen mit kenntnisreichen Erläuterungen. Meine Kundinnen und Kunden hat er in einer ganz besonderen Weise an Arno Schmidt herangeführt und begeisterte Schmidtleserinnen und Schmidtleser aus ihnen gemacht.
Im Mai 2022 hat er sein Lesebuch zu Zettel's Traum vorgestellt, für das ich mittlerweile unzählige Käuferinnen und Käufer gefunden habe - meist ganz junge Leute, die sich mit Rauschenbachs Hilfe an dieses Mammutwerk herantasten.
Zuletzt haben wir ihn im Februar 2024 in meiner Buchhandlung mit Texten erlebt, die er zusammen mit Jörg W. Gronius verfasst hat. Die beiden Katastrophendramatiker waren über 50 Jahre ein Duo. Sie trugen an dem Abend Texte aus der TRILOGIE DES SCHÖNEN LEBENS vor; es ist der Abschluss ihres Lebenswerkes zum Generationenpakt.
Zahlreiche ihrer Bücher - von beiden signiert - sind noch im Bestand meiner Buchhandlung. Ein Schatz!
Ich werde Bernd Rauschenbach nicht vergessen.

(Alfred Böttger)

1 Kommentar(e):
07. Juli 2026: Thomas Franke hat gesagt…
Rauschenbach war mir aus dem Schmidtvorlesetriumvirat, das er mit Joachim Kersten und JP Reemtsma bildete, stets der liebste. Neben seinen zahlreichen Aufsätzen habe ich vor allem das "Totengrundgespräch" zwischen Zappa und Schmidt in guter Erinnerung. Schade, dass er Schmidt nicht noch andere Popmusiker treffen ließ. Ich hätte da schon einige Ideen.

Montag, 15. September 2025

Thomas Franke liest Sir Arthur Conan Doyle

Zum Abschluss der 19. Lesereise durch die Bonner Altstadt zelebriert der Pirckheimer Thomas Franke mit einem szenischen überkandidelten Vortrag die überaus spannende, von Sir Arthur Conan Doyle genial geschriebene Kriminalerzählung „Das Ritual der Familie Musgrave“ aus dem Universum des überaus berühmten Detektivs Sherlock Holmes.
Anders als in den meisten Holmes-Geschichten ist nicht Doktor Watson der Erzähler, sondern Sherlock Holmes selbst, - aber selbstverständlich übernahm Watson die Einleitung dieses Abenteuers. Holmes berichtet Watson mit dieser Geschichte über einen seiner ersten Fälle, in den sein alter Studienfreund Reginald Musgrave verwickelt war. 
Hinsichtlich des Vortrags des für diesen Abend ausgewählten Kriminalfalles des fiktiven Detektivs Sherlock Holmes liegt das Hauptaugenmerk auf Spannung, Moritätlichem und Humor, denn Franke gelingt es nur selten, ernst zu bleiben.

Nebenbei erwähnt und präsentiert Franke im Verlauf der Veranstaltung das von ihm bibliophil gestaltete Künstlerbuch „Die Gelehrtenrepublik“ mit dem Roman von Arno Schmidt.

21. September 2025, 19 Uhr

Zone Bluesbar Bonn
Maxstraße 2a, 53111 Bonn

Mittwoch, 27. August 2025

neu auf der Seite des BBA

Auf der Homepage des Berliner Bibliophilen Abend können ab sofort Vorträge nachgelesen werden, die vor unseren Mitgliedern gehalten wurden.
Den Anfang machen Beiträge von Jörg Petzel, Germanist und Vorsitzender der Berliner Gruppe der Internationalen E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, aus den letzten 30 Jahren, die z.T. dem Band „Was soll der Unsinn? Gesammelte Aufsätze und Vorträge 1977–2020“ (Norderstedt 2022, ISBN 978-3-7562-0282-9) entnommen sind.
Der Titel mit Vorträgen und Aufsätzen beschäftigt sich neben E.T.A. Hoffmann und seinen künstlerischen Zeitgenossen mit Friedrich Schiller und Theodor Fontane, sowie mit prägenden Autoren aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, Arno Schmidt, Günter Grass und Franz Fühmann.
Weitere Beiträge in dieser Rubrik sind vorgesehen, entsprechende Vorschläge können gern an den * BBA gegeben werden.

Aufruf durch Klick auf die Abb.

Freitag, 22. August 2025

Marion Gülzow - XYLOTHEK

».... die Büchersammlung wird zur Bibliothek, indem sie
einen Bewahrungsauftrag für die Allgemeinheit
wahrnimmt als VORRATHSKAMMER DER SEELE ...«
(Johann Christoph Stockhausen, 1752)

Aus Zigarrenkisten unterschiedlichster Größe und Form (Xylon; griech. Holz; Theke, griech. Aufbewahrungsort) ist eine Bibliothek entstanden, die als Installation ausgestellt wird. Die einzelnen Exemplare dieser Scheinbibliothek oder Xylothek ›benehmen‹ sich als Buchobjekte wie richtige Bücher: Sie haben einen Rücken und einen Deckel, worauf sie manchmal sogar einen Titel tragen. Klappt man sie auf, entdeckt man innen eine Geschichte. Ob Lektürefrüchte, Ausstellungsfragmente, Photos oder Erinnerungsmaterialien aller Art, die Zigarrenkiste wird zum Aufbewahrungsort dieser Schätze »nach selbstgewähltem Plan« und ordnet sie »für eine anschauliche Betrachtung«. Sie folgt dabei vielleicht auch in Ansätzen den Spuren der Bibliothek eines leidenschaftlichen Buchbinders, wie Wolfgang Hildesheimer sie in seinem Roman ›Masante‹ beschreibt: »Sie war voller Schätze, Bücher aus herrlichen handgeschöpften Papieren, Pergamente wie geschaffen für Apokryphes oder Palimpseste, zartfarbene Vorsatzpapiere in alten Mustern, Bücher seltsamer Formen, oval und sechseckig, Arbeiten eines Lebens, und die Seiten alle leer. In seiner Bibliothek stand nicht ein einziges Wort.«
Fotostrecke durch Klick auf das Bild ansehen, © Ursula Seile-Hae4dicke
... im BÜCHERHAUS Bargfeld [...ist] inmitten der vielfältigen Bücherschätze noch bis zum 15. November 2025 Marion Gülzows XYLOTHEK eingezogen ist, eine seit fast 20 Jahren gewachsene kunstvolle (Schein-)Bibliothek aus und in hölzernen Zigarrenkisten. Man kann Stunden dort verbringen, sich verlieren - und wiederfinden - in den außen und innen eingearbeiteten Erinnerungsstücken, Fragmenten, Materialien, flüchtig und zeitlos zugleich, teils thematisch orientiert, teils wie zufällig, widersprüchlich, befremdend wie verlockend. Kunst, Literatur, Bibliophilie vereint in einem ganz besonderen Antiquariat! Dank an Hermann Wiedenroth und Denis Lakey für die Gastfreundschaft und die unvergesslichen Stunden, die ich dort erleben durfte.
Das Erlebnis wurde auch geprägt durch den Fußweg vom Bahnhof Eschede aus in sommerlicher Südheide-Landschaft , die erholsame Übernachtung in der Wassermühle Eldingen mit wohlschmeckendem Frühstück und die Rückwanderung, teils auf dem ausgeschilderten Weg "Kühe in Halbtrauer", vorbei am ehemaligen Wohnhaus von Arno Schmidt und seiner Frau, jetzt Sitz der Arno Schmidt Stiftung. Das ich diesmal, anders als bei einer interessanten Führung vor neun Jahren, aber nur von außen betrachtet habe...
(Ursula Saile-Haedicke)

Ausstellung: 24. Mai - 15. November 2025

DAS BÜCHERHAUS
Inh. Hermann Wiedenroth
Im Beckfeld 48, 29351 Bargfeld/Celle

Dienstag, 22. Juli 2025

Der Stehkragen-Proletarier im postatomaren Garten Eden

Abendlektüre für Sprachabenteurer und Denkakrobaten: Arno Schmidts Die Gelehrtenrepublik 
Wer heute Abend nicht einfach lesen, sondern sich auf eine Expedition ins Sprachlabyrinth begeben möchte, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt – oder besser: ins Großhirn implantiert. Arno Schmidt hat mit Die Gelehrtenrepublik ein Stück postatomare Literatur geschaffen, das wie eine wohlbepalmte Postkarte aus der Zukunft wirkt – adressiert an alle, die glauben, Sprache sei bloß Mittel, nicht Ereignis. 
Mutanten, Sprachspiele, Gin und geistige Irrläufe – irgendwo zwischen Robinson-Idylle und lexikalischem Vulkanausbruch. Dazu die grandiosen Holzstich-Collagen von Thomas Franke, die zeigen, was passiert, wenn sich Typografie und SF-Ruinen in den Armen liegen.
Getränketipp: Ein starker Gin. Oder Milch mit Cognac.
Ort: Bonn, Berlin, Bunkerdeutschland – ganz wie man will.
Bild: Eine Collage aus Zahnrädern, Laute, Libelle & Denkmaschine. So sieht Literatur aus, wenn sie fiebert.
„Eine Welt aus Restbuchstaben, Aschesätzen, glimmenden Sprachsplittern.“
Wer Die Gelehrtenrepublik noch nicht kennt: Jetzt ist die beste Zeit, um sich literarisch zu dekonstruieren.
1 Kommentar:
21. Juli 2025: Thomas Franke hat gesagt…
Vielen, vielen Dank, lieber Gunnar Sohn, für diesen Essay über meine Künstlerbuchausgabe von Arno Schmidts "Die Gelehrtenrepublik", den ich mit wahnsinnlicher Gernigkeit hier teile und darauf hinweise, daß von beiden Ausgaben mittlerweile weniger als 30 Exemplare, die ich noch hier liegen habe, neuer Besitzer harren.
Interessenten können sich über den Messenger an mich wenden, dann bekommen wir einen Kontakt.

Freitag, 30. August 2024

Thomas Franke sangsingt faunakogical Songs

In einer zweiten Vorlesungsveranstaltung der 18. Lesereise durch die Bonner Altstadt könnte Thomas Franke selbstverständlich Bekanntes vortragen, ein paar Seiten aus Harry Potter, ein paar Seiten aus Edgar Allen Poes „Die schwarze Katze“ oder auch gleich die ganze Erzählung, und so weiter und so fort, und damit Publikum ziehen. Allerdings fühlt er sich den unbekannteren Schriftentstellernden besonders verbunden und wird demzufolge – wie immer – Spezielles vortragen, szenischer Gruselantien und Ulkereien: Thomas Franke zelebriert Erzählungen und Gereimtes zumeist vergessener aber immer noch lesenswerter Schriftentstellender, die Tiere und Fantasiewesen zum Inhalt haben, die seltsam verstörende Geschichte „Die Kreuzspinne“ von Roland Betsch, „Der bunte Hund“ von Grenville Murray, Gustav Meyrinks „Der Fluch der Kröte“ sowie „Die Geschichte vom Löwen Alois“, - Gereimtes von Wilhelm Busch und Edwin Bormann, auf jeden Fall H. P. Lovecrafts Erzählung „Das Tier in der Höhle“ – und wenn noch Zeit sein sollte Szenen aus Michail A. Bulgakows Roman „Das hündische Herz“.
Nebenbei erwähnt er im Verlauf der Veranstaltung den Fortgang der Science-Fiction-Werkausgabe des Schriftstellers Herbert W. Franke und das von ihm bibliophil gestaltete Künstlerbuch „Die Gelehrtenrepublik“ mit dem Roman von Arno Schmidt.

15. September 2024, Einlass 19 Uhr

Zone Bluesbar Bonn
Maxstr. 2a, Bonn

Donnerstag, 8. August 2024

18. Lesereise durch die Bonner Altstadt

Im Programm der „18. Lesereise durch die Bonner Altstadt“ finden sich auch zwei Veranstaltungen, die der Schauspieler und Büchermacherkünschteler Thomas Franke durchführt.
Als den ersten seiner Auftritte führen wir folgenden an und laden sehr herzelichst ein, sich diesen nicht entgehen zu lassen, denn Franke wird – wie immer – Spezielles vortragen:
"Erzählungen aus alten Schwarten / z. B. "Der Orchideengarten" (wobei, um den Reim zu wahren "z. B." gelesen werden muß als "zett Beh") vor.
Die Zeitschrift „Der Orchideengarten“ mit dem Nebentitel „Phantastische Blätter“ erschien von 1919 bis 1921 mit 51 Nummern. Einige illustre Schriftsteller wie z. B. Alexander Moritz Frey, Oskar Maria Graf, Klabund, Hermann Harry Schmitz und Grafiker des Phantastischen hatten dort ihre ersten Veröffentlichungen, allerdings präsentierte man auch Geschichten solcher Klassiker wie Arthur Conan Doyle, H. G. Wells oder E. T. A. Hoffmann.
Der Düsseldorfer Verlag „Zagava“ legte 2017 ein Reprint der ersten Nummer dieser großformatigen Zeitschrift auf.
Nebenbei berichtet er über den Fortgang der Science-Fiction-Werkausgabe des Schriftstellers Herbert W. Franke und das von ihm bibliophil gestaltete Künstlerbuch „Die Gelehrtenrepublik“ mit dem Roman von Arno Schmidt.

28. August 2024, 19:30 Uhr

Bonner Altstadtbuchhandlung
Breite Str. 47

Donnerstag, 4. Mai 2023

Illustrationen von Thomas Franke zu Arno Schmidt

Das Bücherhaus Bargfeld von Hermann Wiedenroth zeigt an drei Tagen die zu Arno Schmidts ›Kurzroman aus den Roßbreiten‹ geschaf­fenen Original-Holzstichcollagen von Thomas Franke, die 2022 in einer bibliophilen Ausgabe als erster Band der neuen Buchreihe ›Fulminant Fantastische Folianten‹ erschienen. Thomas Franke ist als freier Graphiker, Buchkünstler und Illustrator für Verlage wie Suhrkamp, Heyne, Goldmann und viele andere tätig. Mehrfach wurde er für seine buchgestalterische Arbeit ausgezeichnet – ebenso für seine Arbeit als Schauspieler. Neben der Bühnenarbeit bestreitet er seit beinahe vierzig Jahren Lesungen. Er liest und produziert Hörbücher, arbeitet als Rundfunksprecher und spielt in Film- und Fernsehproduktionen.
Abbn. © Thomas Franke
»Schmidts anspielungsreiche utopische Satire tarnt sich als Reisebericht eines amerikanischen Repor­ters aus dem sogenannten ›Hominidenstreifen‹ im Westen der USA, wo es unbekannte Mutanten zu entdecken gibt, die nach einem Atomkrieg entstanden sind. Der Journalist Charles Henry Winer bereist außerdem die Gelehrtenrepublik, eine schwimmende Insel, eigentlich ein Asyl für Künstler und Wissenschaftler, tatsächlich aber ein Schauplatz des Kalten Krieges voller grausiger Überraschungen.« (›Arno Schmidt im Suhrkamp Verlag 2023/24‹, Gesamtverzeichnis)

Ausstellungseröffnung: 18. Mai 2023, 16 Uhr, Begrüßung und Einführung Hermann Wiedenroth, Thomas Franke berichtet über die Entstehung seiner Holzstichcollagen und des Buches und trägt er einige Passagen aus Arno Schmidts ›Gelehrtenrepublik‹ vor
19. Mai 2023, 18 Uhr: Thomas Franke: "Scheerbart, Meyrink, Panizza: Grusel, Jux und Trallala"
20. Mai 2023, 16 Uhr: Thomas Franke liest aus ›Gullivers Reisen‹ von Jonathan Swift

DAS BÜCHERHAUS
Im Beckfeld 48 . 29351 Bargfeld/Celle

Freitag, 10. März 2023

Goltzsche - zur Literatur

Dieter Goltzsche
, nicht nur Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft muss er nicht vorgestellt werden, ist ein leidenschaftlicher Beobachter. Bildanlässe liefert seit jeher das Naheliegende: Die menschliche Figur, der Innenraum sowie Stadt und Landschaft. Zunächst war die Zeichnung sein bevorzugtes Medium. Sein druckgraphisches Werk begann zwischen 1955 und 1957 mit Radierungen und Lithographie, einige Linol- und Holzschnitte kamen dazu. 1964 erweiterte sich das Œuvre durch die Offsetlithographie, die er als erster Künstler in die Graphik der DDR einführte. In den 1960er Jahren hat Goltzsche eines der umfangreichsten druckgraphischen Werke seiner Generation aufgebaut.
Plakat zum 1. Berliner Graphikmarkt
der Pirckheimer-Gesellschaft

Offsetlithographie in Braun, 1975
Dieter Goltzsche, 1934 in Dresden geboren und aufgewachsen, lebt heute in Berlin. 1952 bis 1957 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer, bei dem er 1958 an die Deutsche Akademie der Künste nach Berlin auch Meisterschüler war.
Er gehörte zu den bedeutendsten Künstlern in der DDR, dem es gelang, auch international bis heute erfolgreich wahrgenommen zu werden. Seit 1980 war er an der Kunsthochschule Berlin–Weißensee zunächst als Dozent für Grafik und von 1992 bis 2000 als Professor für Malerei und Grafik tätig.
Eigner: Gabriele Ballon/Carsten Wurm
Ein wichtiger Teil seines Œuvres sind die Arbeiten zur Literatur. Als Auftragswerke für Verlage, aber auch aus eigenem Antrieb sind seit den ausgehenden 1950er Jahren bis heute zahlreiche Zeichnungen und Druckgrafiken zu literarischen Werken entstanden. So umfasst das Verzeichnis der von Goltzsche illustrierten Bücher mehr als 70 Titel, darunter befinden sich auch Künstlerbücher mit originalgrafischen Werken.
Sichel für Linkshänder, Beilage zur
Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 2003
Aus diesem Œuvre wird in Kamenz einen repräsentativen Querschnitt an Graphiken zur Literatur von Äsop über E.T.A. Hoffmann, Novalis, Jean Paul, Gottfried Keller, sowie Alphonse Daudet und Theodor Fontane bis zu Arno Schmidt, Sarah Kirsch, Heinz Czechowski und Kito Lorenc gezeigt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eröffnung: 15. März 2023, 19 Uhr 
Ausstellung: 16. März bis 11. Juni 2023
 
Städtische Sammlungen Kamenz / Lessing-Museum
Malzhaus
Zwingerstr. 9 (Zugang  Pulsnitzer Str.) 16, 01917 Kamenz

Freitag, 27. Januar 2023

„Die Gelehrtenrepublik“ von Arno Schmidt

Die Büchergilde Buchhandlung Bonn zeigt eine Ausstellung einiger zum Künstlerbuch des Kurzromans „Die Gelehrtenrepublik“ von Arno Schmidt vom Grafiker, Buchkünstler, Dichter, Schauspieler und ‚Erforscher des tellurischen Kabinetts‘ (© Elisabeth Einecke-Klövekorn) Thomas Franke geschaffenen Holzstichcollagen samt einigen geschwätzigen Ausführungen zur Entstehung des Buches sowie der Lesung ausgesuchter Passagen aus dem Kurzroman.
„Die Gelehrtenrepublik“, erstmals 1957 erschienen, spielt er in der Welt fünfzig Jahre nach einem Atom-, dem Dritten Weltkrieg. Der Roman schildert in Tagebuchform die Reise des amerikanischen Journalisten Charles Henry Winer im Jahre 2008 durch einen von Mutationen bevölkerten „Hominidenstreifen“ in Nevada zu der im Pazifik treibenden künstlichen Insel IRAS (International Republic for Artists and Scientists), auf welcher - unter ebenso gleichberechtigter wie rivalisierender Verwaltung durch die Russen und die Amerikaner – die letzten Geistesgrößen aus Wissenschaft und Kunst Zuflucht gefunden haben. Der Erzählstil des Romans erinnert im Tonfall an klassische Schelmenromane, – und aus der Position eines Schelms, der einen anderen Schelm auf seiner Wanderung beobachtet, macht der Illustrator Thomas Franke viele weitere Details dieser Welt sichtbar, Details, die der Schriftsteller nicht erzählte oder selbst nicht entdeckt hatte, oder die symbolisch, allegorisch und metaphorisch neue surreale Erlebnisse in der Schmidtschen Welt präsentieren.

Mit der von Franke reich illustrierten und gemeinsam mit Michael Haitel gestalteten sowie als Künstlerbuch aufwendig hergestellten, bei p.machinery edierten Neuausgabe des Romans erweist sich Franke als ein Liebhaber des Schmidtschen Humors und seiner bissigen Ironie, weswegen er bei der Gestaltung des Künstlerbuches nicht zurückstehen wollte: die Bücher wurden in Cabra gebunden, ein Material, das sich anfühlt als würde man einer Zentaurin aus dem „Hominidenstreifen“ das Fell streicheln.
Anmerkungen lesen durch Klick auf den Ausriss
Vernissage: 8. Februar 2023, 19.30 Uhr

Altstadtbuchhandlung Büchergilde in Bonn
Breite Str. 47, 53111 Bonn

Arno Schmidt, DIE GELEHRTENREPUBLIK
Kurzroman aus den Roßbreiten, Illustriert von Thomas Franke
Fulminant Fantastische Folianten 1
p.machinery, Winnert, September 2022
246 Seiten (incl. 25 Farbseiten, davon 7 Ausklappseiten), Hardcover mit Cabra-Bezug und Blindprägung
Normalausgabe: ISBN 978 3 95765 302 4 – € 99,90
Vorzugsausgabe (limitiert auf 111 Ex., davon 100 Ex. im Verkauf, mit nummerierter Digigrafik im Einleger und im Schuber): ISBN 978 3 95765 303 1 – € 222
My. hat gesagt... (05. Februar 2023)

Bestellen kann man die Normalausgabe hier und die Vorzugsausgabe hier:
Michael Haitel
p.machinery

Mittwoch, 18. Januar 2023

Zettel’s Traum

›Zettel’s Traum‹ von Arno Schmidt, ist ein Schwergewicht der deutschen Literatur – im wahrsten Sinne des Wortes. Die erste Ausgabe wurde im DIN-A3-Format als dreispaltiges Faksimile gedruckt, umfasst 1.334 Seiten und wiegt über 9 Kilo. Der Stahlberg Verlag brachte 1970 2.000 vom Autor signierte Exemplare auf den Markt (Verkaufspreis 345 Mark). Nach kurzer Zeit war die Auflage ausverkauft.
Das Buch sei für die »eigentlichen Kulturträger« der Nation bestimmt, antwortete der Schriftsteller auf die Frage, wer das monumentale Buch lesen solle. Eine genaue Zahl hat Arno Schmidt ebenfalls ausgerechnet: »Die Zahl der Kulturträger erhalten Sie, wenn Sie die dritte Wurzel aus P ziehen, wobei P für Population oder Bevölkerung steht: macht bei 60 Millionen Einwohnern in Westdeutschland 390 Leser«.

Arno Schmidt (1914-1979), dessen Geburtstag sich heute zum 109. Mal jährt, wurde in Hamburg geboren.
Erstausgabe von ›Zettel’s Traum‹ mit der Signatur des Autors aus dem Bestand des Literaturmuseums Marbach
(Literaturmuseen Marbach)

Freitag, 2. September 2022

Uwe Dick - Sauwaldprosa

Uwe Dicks Sauwaldprosa, zuerst erschienen bei Piper, wurde jetzt mit dem siebenten Teil vollständig verlegt. Dafür sei dem Pirckheimer Sven Uftring gedankt, der diese finale Buch-Ausgabe des jetzt im Wallstein-Verlag erschienene Prosagedicht gestaltete und setzte.

"Seit einem halben Jahrhundert schreibt Uwe Dick an der Sauwaldprosa. Seine Dichtung ist ein Urstrom aus Sprache. Sie ist Wortlava mit Glutkernen.
Das Buch ist ein mythischer Wald, denn es besteht aus mehr als 1200 Textsäulen wie Bäumen eines Prosahochwaldes. Das Buch ist Reportage, Tirade, Stachelrede, Wortkabbala, Traumprotokoll und ein unerbittliches Kreuzverhör, in das dieser poetische Rebell uns nimmt.
Uwe Dick führt lustvoll durch das verwucherte Gelände seiner Denkkunst, lässt uns an Sprachspiel, Wortmagie und an seinem Bewusstseinsstrom teilnehmen. Seine Texte sind Lese-Hörtexte, deren Tempo wie eine poetische Partitur von fern an Arno Schmidt erinnert. Aber die Entschiedenheit seines Vokabelargwohns und seiner radikalen Sprachkritik steht unverkennbar in der Tradition von Karl Kraus."

(Sven Uftring)

Uwe Dick: Sauwaldprosa (2022)
Wallstein-Verlag 2022
666 Seiten, Format: 18 x 26,5 cm, Fadengehefteter Pappband mit Bauchbinde
50 €
ISBN 978-3-8353-5291-9

Dienstag, 30. Mai 2017

Eberhard Schlotter

Foto © Abel Doering, Klick für weitere Bilder ...
Jutta Osterhof bei einem Vortrag über Eberhard Schlotter vor dem BBA 2012
... Am 17. Mai 2017 stellte Jutta Osterhof den Bibliophilen und Graphikfreunden Magdeburg und Sachsen/Anhalts einen speziellen Ausschnitt aus dem mit über 300 Ölgemälden, mehr als 400 Aquarellen, über 4.200 grafischen Arbeiten, zahlreichen  Mappenwerken und bibliophilen Illustrationen äusserst umfangreichen Werkes von Eberhard Schlotter (1921 - 2914) vor. Passend zu einem bibliophilen Verein lag es auf der Hand, sich an diesem Abend auf das Schaffen Eberhard Schlotters als Illustrator von Literatur, als Buchillustrator zu konzentrieren. Arno Schmidt soll Eberhard Schlotter einmal als den größten Illustrator des Jahrhunderts bezeichnet haben. Schlotter schuf zahlreiche Mappenwerke und bibliophile Ausgaben zu Texten von Giovanni Boccaccio, Bertold Brecht, Federico García Lorca. Unter anderen illustrierte Schlotter »Der Tod des Tizian« von Hugo von Hofmannsthal, Goethes »Urfaust«. Nicht fehlen darf natürlich die graphische Auseinandersetzung Schlotters mit Texten seines Freundes Arno Schmidt. So schuf Schlotter unter anderem 17 Radierungen zu Schmidts »Seelandschaft mit Pocahontas.« ...

... den ganzen Bericht lesen auf pirckheimer-magdeburg.de

Mittwoch, 26. April 2017

Robert Gernhardt und »Der Rabe«

Die bekannte und vielbeachtete Literaturzeitschrift »Der Rabe« ist Gegenstand der Vortragsveranstaltung der Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft. Die Buchwissenschaftlerin und Journalistin Elke Lipp M.A. berichtet über Geschichte und Inhalte der zwischen 1982 und 2001 viermal pro Jahr erschienen Bändchen im Taschenbuchformat.
»Der Rabe« war zunächst eine Art Almanach des Haffmans-Verlages, aber zugleich ein Organ der Autoren der sogenannten Neuen Frankfurter Schule. Dazu gehörten unter anderen Robert Gernhardt, Eckhard Henscheid und F. W. Bernstein ebenso wie jüngere Autoren wie Max Goldt, Tex Rubinowitz, Fanny Müller und Margit Schreiner. Auch Schriftsteller aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum veröffentlichten in dieser Zeitschrift. Gernhardts frech-frische Zeichnungen erhöhten die Lesefreude.
Eine Sonderstellung innerhalb der Reihe nahmen die Themenhefte wie der Arno-Schmidt-Rabe und der Karl-May-Rabe sowie auch der Band zum 60. Geburtstag von Robert Gernhardt ein.
(Ferdinand Puhe)

11. Mai 2017, 19 Uhr

Hotel Krone
Landstraße 9-11, 69493 Hirschberg-Großsachsen

Donnerstag, 26. Januar 2017

23. Antiquaria-Preis

Heute wurde im "Podium" der Musikhalle Ludwigsburg der 23. Antiquaria-Preis an den Typographen und Buchgestalter Friedrich Forssman verliehen.
© Gregor Baron
Friedrich Forssman hat bedeutende Werkausgaben - Arno Schmidt, Walter Benjamin, Christoph Martin Wieland - ebenso gestaltet wie das Gesamtbild der Publikationen von Verlagen - Reclam, Weidle u.a. - und von Institutionen wie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.
Alle diese Arbeiten zeigen die akribische Liebe zum Detail, die sich unbeirrbar darauf konzentriert, modernen wie historischen Texten ihre schlüssige typographische Physiognomie zu geben.
Forssman vertritt eine glanzvoll diskrete Form klassischer Buchgestaltung, mit der jene ideal lesbaren Texte entstehen, über die ein Meister wie Tschichold mit nüchternem Understatement die Formel setzte: "Erfreuliche Drucksachen durch gute Typographie".
In der Laudatio von Dr. Frank R. Max, Reclam-Geschäftsführer 1998 bis 2015, hieß es über den Preisträger, er "brennt kontrolliert für Typografie und stößt mit zunehmender Begeisterung immer Rauch aus".

Eine Ehrung ging an den Verein Künstlerhaus Ahrenshoop für die Künstlerbücher und Buchobjekte, die seit zwanzig Jahren in der »Edition Hohes Ufer Ahrenshoop« entstehen. Zuerst waren es Grafikmappen zu Gedichten von Ingeborg Bachmann oder Friederike Mayröcker, inzwischen sind es Multiples in allen erdenklichen Formen und kleinen Auflagen: Leporellos, Boxen, Koffer, Flaschenpost. Sie werden von renommierten SchriftstellerInnen und bildenden KünstlerInnen in internationalem Miteinander geschaffen und bilden so sehr eindrucksvolle Resultate der Begegnungen im Künstlerhaus Lukas (einem Ort für Stipendiaten aus den Ostsee-Anrainerstaaten) und dem Ausstellungen veranstaltenden Neuen Künstlerhaus Ahrenshoop.

è Antiquaria Ludwigsburg

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Arno Schmidt - Die Bildbiographie

Die Arno Schmidt Stiftung präsentiert in Berlin die neu erschienene und in diesem Blog bereits angekündigte Bildbiographie.
„Mein Leben ? ! : ein Tablett voll glitzernder snapshots“, heißt es in Arno Schmidts Roman Aus dem Leben eines Fauns. Was liegt näher, als das Leben dieses eigenwilligen Schriftstellers anhand von Bildern und weiterem Material nachzuzeichnen? Worauf die Schmidt-Welt seit langem wartet, ist nun endlich da. Die Herausgeberin der Bildbiographie Fanny Esterházy hat in Archiven viel Unbekanntes und Verblüffendes zutage gefördert: Fotos, Zeichnungen, Notizen, Briefe, Alltägliches und Kurioses. Sie stellt das Buch mit Jan Philipp Reemtsma, Joachim Kersten und Bernd Rauschenbach vor.

9. November 2016, 20 Uhr

Akademie der Künste
Pariser Platz 4, 10117 Berlin

Freitag, 16. September 2016

Arno Schmidt »Eine Bildbiographie«

Es ist ein seltene Ereignis, dass ein Buch schon weit vor seinem Erscheinungstermin fertig ist: die Bildbiographie Arno Schmidt habe ich schon ausgiebig in Hermann Wiedenroths Antiquariat beschnuppern können. Jetzt gibt es dazu auch dieses sehenswertes Filmchen.
(Ulrich Goerdten)

Mittwoch, 25. Mai 2016

kleiner Bargfelder Frühling 2016

An diesem Wochenende findet wieder ein kleiner Bargfelder Frühling statt, eine Ehrung für Arno Schmidt und Gelegenheit, sich intensiv mit seinem Werk und neuesten Forschungsergebnissen über diese außergewöhnlichen Autor zu beschäftigen.
Arno Schmidt-Ausstellung der FU Berlin 2014
Nach der Eröffnung einer Kabinettausstellung mit Materialien und Dokumenten des Bargfelder Boten, Lieferung 1 - 400 die "ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte Arno Schmidts und zugleich eine kleine Hommage an den langjährigen Herausgeber des Boten, Jörg Drews (1938–2009)" ist, wird am Freitag Abend der Pirckheimer Hermann Wiedenroth seine Lesereihe über Tiermotive in der Weltliteratur, die mit Huhn, Kranich und Rind begann, mit dem Wolf fortsetzen.
Am Sonnabend wird Dominik Riedo, von 2007 bis 2009 Kulturminister der Schweiz, von und über Wolf von Niebelschütz lesen, einen Dichter, der auch von Arno Schmidt geschätzt wurde. Ein Klavierkonzert (Jan-Christoph Homann) und ein Lesekonzert mit Britta Rex (Gesang), Bernd Rauschenbach, Vorstand der Arno Schmidt Stiftung (Stimme) und Erwin Kühn (Jazz-Gitarre), letzteres behandelt den Der Unfug, der sich ›Liebe‹ nennt, wird am Sonnabend auf dem Programm stehen.
Am letzten Tag wird Friedhelm Rathjen aus seiner Brachialübersetzung des ›Huckleberry Finn‹ aus mehr als vierzig übrigen deutschen Fassungen lesen und zeigen, daß dieser Roman kein niedliches Jugendbuch ist, sondern eine bitterböse schwarze Satire, was Arno Schmidt reizte, sich daraus mancherlei auszuborgen. Der Abschluss ist der Fährfrau und Genie-Assistentin Alice Schmidt gewidmet - Susanne Fischer liest aus ihren Briefen und Tagebüchern.

27. - 29. Mai 2016

Programm als pdf
Im Pirckheimer-Blog folgt in Kürze ein ausführlicher Bericht von Ulrich Goerdten

Samstag, 2. Januar 2016

Buchpremiere zum 240. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann

Jörg Petzel stellt in der Büchergilde-Buchhandlung den aus Anlass des 240sten Geburtstages von E.T.A. Hoffmann erschienenen Titel "Teufelspuppen, brennende Perücken, Magnetiseure, Hüpf- und Schwungmeister - E.T.A. Hoffmann in Berlin" vor, welcher in Kürze als Frankfurter Buntbücher Nr. 57 erscheint.
E.T.A. Hoffmann war Beamter, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Karikaturist und Schriftsteller, er war Königsberger, Bamberger und Berliner.
Hier avancierte er zum erfolgreichen Schriftsteller und einflussreichen Juristen. Hier fand er Reibung und Anreiz, Spannung und Herausforderung und einen Freundeskreis, mit dem er zahlreiche Nächte bei „Lutter & Wegner“ zubrachte. Jörg Petzel folgt den Spuren des Berliner Kammergerichtsrates, der ein Doppelleben als Geisterseher und Künstler führte.
Die Frankfurter Buntbücher werden vom Kleist-Museum herausgegeben und gehen dem Verhältnis zwischen Schriftstellern und Orten nach. Der Raum der Mark Brandenburg bildet dabei das Zentrum. Die ansprechend gestalteten Frankfurter Buntbücher wurden 1991 begründet und erscheinen in unregelmäßiger Folge. Bis 2001 war Wolfgang Barthel Herausgeber, ihm folgte Lothar Jordan. Seit 2010 werden sie von Wolfgang de Bruyn und Hans-Jürgen Rehfeld herausgegeben. 
Jörg Petzel, stellv. Vorsitzender des Berliner Bibliophilen Abend und Vize-Präsident der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft, 1953 geboren, hat nach seiner Ausbildung zum Buchhändler und Antiquar Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften in Bamberg studiert. Er ist Mitherausgeber sämtlicher Werke E. T. A. Hoffmanns im Deutschen Klassiker Verlag und arbeitete zu E. T. A. Hoffmann, Friedrich de la Motte-Fouqué, Arno Schmidt und Franz Fühmann.

Matinee: 24. Januar 2016 um 11 Uhr,
Vortrag von Jörg Petzel

32 Seiten, ca. 20 Abbildungen
Broschur mit SchU, Format: 16,5 x 24,5 cm
ISBN: 978-3-945256-36-7
€ 8,00

:Büchergilde Buchhandlung am Wittenbergplatz
Johanna Binger GmbH
Kleiststr. 19 - 21 10787 Berlin

Mittwoch, 14. Januar 2015

Herzlichen Glückwunsch zum 80sten

Aus Anlaß seines Jubiläums sei an dieser Stelle dem Vorsitzende der Pirckheimer-Gesellschaft Ulrich Goerdten für sein Wirken um das Buch gedankt, sicher auch im Namen aller Pirckheimer, BBA-Mitglieder, Freunden des Werkes von Arno Schmidt und anderer Bibliophilen.
Schon immer stand das Buch im Mittelpunkt seiner Tätigkeit, anfangs u.a. in der Universitätsbibliothek der FU Berlin als Fachreferent für Germanistik. Noch nach dem Eintritt in das Rentenalter betreute er die dortige, von ihm mitbegründete und Ende 2012 leider eingestellte Germanistische Linksammlung. Daneben war Ulrich Goerdten schon immer publizistisch tätig, in letzter Zeit auch hier im Bibliophilen-Blog und in den aktuellen MARGINALIEN (Heft 216) kann man »Die Träume des Bibliothekars« von ihm lesen. Zuletzt beschäftigt sich Ulrich Goerdten vorrangig mit der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts, insbesondere mit unterschätzten und vergessenen Autoren, es konnten die Berliner Bibliophilen wie auch Freunde von Arno Schmidt aber auch seiner intensive Auseinandersetzung mit dem Werk dieses Literaten kennenlernen. In Bargfeld bei Celle, wo Arno Schmidt lebte, ist folgerichtig der Verlag »Luttertaler Händedruck« ansässig, in dem Ulrich Goerdten »sich solcher Kulturdokumente annimmt, die derzeit niemand für wichtig hält«, so z.B. zu Julius Stinde und dem Gründungsmitglied des BBA Gotthilf Weisstein oder eine verdienstvolle Sammlung mit verstreuten und weitgehend unbekannten Texten von Johannes Trojan »Berliner Bilder«.
(ad)