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Donnerstag, 2. März 2023

FFP2

Heidi Vogel, FFP2, Holzschnitt 2023
Abonnenten hatten sie schon sehnsüchtig erwartet, die elfte Grafik der vom Pirckheimer Andreas Wessel herausgegebenen jW-Kunstedition. Es ist der Holzschnitt von Heidi Vogel »FFP2«, gedruckt von Steffen Tschesno, auf dessen Presse bereits die Graphik von Ronald Paris entstand, die als zweite in dieser Edition erschien.

Das Blatt hat wie immer eine Auflage von 250 Exemplaren, davon 50 h.c., gedruckt auf Büttenkarton Somerset weiß (250 g/m2), Motivgröße 20,2 × 14,9 cm, mit Prägestempel der jW-Kunstedition und ist signiert und datiert.

Die Künstlerin Heidi Vogel wurde 1951 in Auerbach/Vogtland geboren. Nach Abitur mit Berufsausbildung als Krankenschwester studierte sie drei Semester Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitete in verschiedenen Berufen, bevor sie ein Abendstudium an der Kunsthochschule Berlin aufnahm. Sie absolvierte ein Studium der Grafik bei Axel Bertram, Werner Klemke und Dietrich Noßky, später an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Gerhard Kettner, bei dem sie an der Akademie der Künste dann auch Meisterschülerin war.
Sie nahm u.a. an der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in Dresden teil, Arbeiten von ihr finden sich in vielen in öffentlichen Sammlungen.

Sonntag, 26. Februar 2023

Sterntaler

Das größte und aufwändigstes Künstlerbuch der Neuhauser Kunstmühle ist der Leporello „Sterntaler“ von Michael Hedwig zu einem Text von Karin Peschka.
"Der Weg von der ersten Idee bis zur Signatur war lang, und die Teile des Buches reisten zwischen Salzburg, Niederösterreich und Leipzig hin und her, um schließlich in Salzburg wieder zusammenzufinden.
Mit Michael Hedwig (von ihm stammt die Gestaltung der Station Stubentor der Wiener U3) hatten wir schon viel Druckgrafik gemacht und seine Malerei in der Galerie ausgestellt, als er eine Zusammenarbeit mit der Wiener Schriftstellerin Karin Peschka begann. So formte sich 2007 die Idee, ein Künstlerbuch zu ihrem Text „Sterntaler“ zu gestalten, einem verdichteten, eindringlichen Prosastück über Abschied, Tod und Transition.
Das gewünschte große Format (53 x 40 cm), die angestrebte Form (ein zehnteiliger Leporello), die Textgestaltung (jedenfalls Bleisatz, und mit Radierungen im Text) war schon technisch eine Herausforderung. Die Lösung war ein Kern aus Pappelsperrholz, verbunden mit Leinengelenken, auf die beidseitig die Bild – und Textseiten aufkaschiert wurden.
Die Schrift aber, die der Künstler sich wünschte, die edle Centaur, gab es nur im Museum für Druckkunst in Leipzig, und sie wurde nicht ausgeliehen - also hat unser Drucker den Text im Museum gesetzt, und dann auch dort auf einer der musealen Buchdruckpressen gedruckt. Die bedruckten Seiten reisten dann nach Niederösterreich, um die Radierungen einzufügen, und vereinten sich dann in unserer Werkstatt mit den Lithografien. Alles - die Platten, die Lithografien, die Textseiten und die Radierung wanderten dann in die Buchsdruckwerkstatt und wurden fachkundig verbunden und zusammengefügt.
Und dann setzte Michael Hedwig seine Signatur auf die so entstandenen 21 Exemplare.
Der Text von Karin Peschka ist nur in dieser Edition veröffentlicht worden."

(Elisabeth und Nikolaus Topic – Matutin)

Sterntaler, Michael Hedwig
Faltbuch zu einem Text von Karin Peschka aus 10 Teilen
Edition Neuhauser Kunstmühle 2008
9 Farblithographien und 8 Radierungen
auf Zerkall-Bütten gedruckt von Steffen Tschesno (Lithographie), Thomas Franke (Bleisatz) und Rainer Voltmann (Radierung)
auf Pappelsperrholz kaschiert, Leinengelenke
Auflage: 21 Exemplare