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Samstag, 4. Juli 2026

Michael Eschmann, Zueignungen

die Vorzugsausgabe enthält eine Graphik (lks.) des Autors von Steffen Büchner
In der Lyrik-Edition NEUN des Verlags der 9 Reiche von Steffen Marciniak erscheint im August als Band 54 der Titel „Zueignungen“ des Pirckheimers Michael Eschmann, illustriert mit Linolschnitten von Steffen Büchner. Wie immer wird es eine Vorzugsausgaben im Pappband mit Originalgrafik geben.

31 Gedichte erzählen in poetischer Sprache vom Suchen und Finden – und manchmal auch vom Nichtfinden.
Manches bleibt offen. Wir schreiten nachdenklich voran. Was bleibt, sind Fragen und Staunen über ein Rätsel, das man Leben nennt.

Michael Eschmann - Zueignungen, Widmungsgedichte
Verlag der 9 Reiche, Berlin 2026
Mit Grafiken von Steffen Büchner
32 Seiten, Illustrierter Pappeinband
ISBN: 978-3-948999-54-4
Preis: 9 Euro plus Versand (bei Bestellung bis 16. August 2026 über das Antiquariat Michael Eschmann versandkostenfrei)

Antiquariat Michael Eschmann
Edith-Stein-Weg 2A
64521 Groß-Gerau

1 Kommentar(e):
04. Juli 2026: Michael Eschmann hat gesagt ...
Abel Doering ist seit Jahren bekannt für sein Engagement für die Bibliophilie. In seinem Blog "Informationen eines Pirckheimer" berichtet er täglich über Neuigkeiten aus der Buch- und Kulturszene. *** Heute bin ich dran mit meinem nächsten Lyrikband "Zueignungen" der von Steffen Marciniak in dessen Verlag & Antiquariat der 9 Reiche verlegt wird. Das Buch kostet 9,00 Euro plus Versand. Wer es bis zum 16. August 2026 bei mir direkt er Email bestellt, erhält es versandkostenfrei zugeschickt.
Email: antiquariat.eschmann@t-online.de

Samstag, 14. Juni 2025

16 Fragen an Michael Eschmann

Für die Online-Literaturzeitschrift Sechszehn Seiten des KeinVerlag e.V. beantwortete Michael Eschmann, geboren 1958 in Mannheim, 16 Fragen, die durch Klick auf die Abb. aufgerufen werden können.

Der Pirckheimer, der in Groß-Gerau ein Versandantiquariat betreibt, schreibt neben journalistischen Beiträgen über Literatur und Kunst auch Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke.

Veröffentlichungen in Blogs, Online-Magazinen und Literaturzeitschriften: 2015 das Dramas: Dantons Tod in Weiterstadt. 2024 Gedichtband Tage kühl vom Regen umarmt (Verlag Moloko Print).

Donnerstag, 27. März 2025

Michael Eschmann - Tage kühl vom Regen umarmt

Literatur

Jetzt bin ich sicher
in der Dunkelheit der Worte,
die alle nach Hause führen werden,
wo immer das sein mag.

Die zweiundachtzig Gedichte im Lyrikband von Michael Eschmann "Tage kühl vom Regen umarmt" sind von der Pop- und Rockkultur der letzten fünf Jahrzehnte geprägt und spiegeln dies in einer klaren und pointierten Sprache wieder, die manchmal schwermütig, manchmal witzig-frech klingt und gerne Situationen aus Alltag, Kino, Musik oder Literatur aufgreift.
Dabei schwankend zwischen Aufbruch, Protest und Revolte und eben auch einem kleinen Scheitern.

Michael Eschmann, geboren 1958 in Mannheim, schreibt neben journalistischen Beiträgen über Literatur und Kunst auch Essays, Gedichte, Kurzgeschichten und Theaterstücke, veröffentlichte in Blogs, Online-Magazinen und Literaturzeitschriften. 2015 Veröffentlichung des Dramas: „Dantons Tod in Weiterstadt”. Der Autor betreibt ein Versandantiguariat

Michael Eschmann, "Tage kühl vom Regen umarmt", Gedichte
Verlag Moloko-Print, Band 261/2024
Cover: Marcel Herms, 90 Seiten
ISBN 978-3-910431-74-4
15 Euro plus Versand, bestellbar beim Antiquariat Michael Eschmann oder über den Verlag Moloko Print.

Antiquariat für Medizin und Geschichte der Wissenschaften
Michael Eschmann
Edith-Stein-Weg 2A, 64521 Groß-Gerau

Donnerstag, 29. Februar 2024

25 Jahre Antiquariat Michael Eschmann

1. März 1999 - 1. März 2024
© Angelica Eschmann
Mein Geschäft wollte ich unbedingt am 1. März gründen. Weil der Monat März mein Lieblingsmonat ist – und kalendarisch wie symbolisch, kurz vor Ostern, für einen Neustart steht. Dass meine Geschäftsgründung auch noch ins letzte Jahr des 20. Jahrhunderts fiel, ist situationskomisch, wie so vieles in meinem Leben, denn ich wurde auch am 11. Dezember 1958 um 23.55 Uhr in Mannheim geboren. Man kann deshalb meine Biografie ironisch deuten: Manches ist knapp vor „Torschluss“ geschehen und vieles wäre auch „fast“ passiert, nahm dann aber im letzten Moment einen überraschenden Richtungswechsel und geschah deshalb nie. So bin ich – aus verschiedenen Gründen - kein Mitglied in einem Berufsverband oder in einem bibliophilen Verein geworden. Die Ausrichtung meines Antiquariats waren wissenschaftliche Bücher und hier wiederum eingegrenzt auf das große Gebiet der Medizin und Geschichte der Wissenschaften. Mein Interesse für Geschichte war einer der Gründe für die Spezialisierung. Aber auch meine eingeschränkten finanziellen Mittel für eine große Lagerhaltung und der entsprechend kleine, aber internationale Kundenkreis, der nie die Maximalgröße von 200 – 300 Stammkunden in all den Jahren überschritt. In den Jahren 1999 – 2005 entstanden 10 Kataloge und etwa 300 kleinere Listen, die ich mittels einer Kundenkartei verschicken konnte. Anfangs lagen die Verkaufserfolge noch bei 30% - 40% der gelisteten Titel zuletzt nur noch bei 10%. Es zeigte sich, dass die traditionelle Kundschaft, die gerne aus Katalogen bestellte, immer weniger wurden und Bestellungen aus dem Internet zunahmen. So stellte ich den Katalogversand ein, fügte dem Antiquariat eine neue Abteilung mit Grafik, speziell mit Porträts hinzu. Hier musste fast 10 Jahre lang ein ganz neuer Kundenkreis erst aufgebaut werden. Was auch gelang, denn die meisten Bestellungen kamen nun – dank dem Internet – online über die großen Datenbanken, aber auch über das damals noch existierende Portal „Antiquariate im Rhein-Main-Gebiet. Eine unabhängige Internetkooperation (2004-2018)“ initiiert durch den Frankfurter Antiquar Klaus Medeke. Der Online-Buchhandel boomte bis etwa 2003, sackte dann etwas ab und war leider immer auch stark abhängig von politischen und wirtschaftlichen Krisen. Bis zuletzt mit der Corona-Krise, wo viele Kollegen, darunter auch ich, noch einmal schöne Verkaufszahlen feiern durften. Meinen Beruf Antiquar übe ich auch weiterhin aus. Etwas eingeschränkter sicherlich und im nächsten Jahr darf ich einen Rentenantrag stellen. Falls ich das Jahr 2027 erreichen sollte, wird es auch für mich dann heißen: „50 Jahre Buchhandel – Antiquar – Autor – Buchhändler“. Bis dahin widme ich mich weiterhin einem neuen Hobby, der Schriftstellerei, hier auch wiederum speziell die Lyrik, die mich durch den Minimalismus der Worte seit meiner Jugend fasziniert. Ein Gedichtband ist in Vorbereitung, wer ihn nicht abwarten möchte, darf mich gerne auf meiner „Facebook“ Seite besuchen.

© Michael Eschmann

1 Kommentar:
Abel Doering hat gesagt… (29. Februar 2024)
Herzlichen Glückwunsch, lieber Michael, und Dank für deine langjährige Unterstützung meiner Arbeit an diesem Blog durch deine stets interessanten Hinweise!

Mittwoch, 21. Februar 2024

Der Umtrieb #4

Von dieser, "den Underground feiernden Zeitschrift", ist bereits die Nummer Vier erschienen.
Das Covermotiv ist von Ana Maria Blanco.
Bereits in Der Umtrieb #3 schrieb der Gründer dieser Reihe Armin Dreyer: "Passt gut auf dieses Heftchen auf, denn es wird irgendwann mal Sammlerwert haben. Gebt ihm einen Ehrenplatz im Regal und freut euch, dass ihr jederzeit darin herumblättern könnt."

Diesmal dabei sind Andrea Nieswand, Jesse Falzoi, Oliver Kai Knütter, Fabian Lenthe, Sigune Schnabel, Florian Günther, Christian Knieps, Marlies Blauth, Marianne Schaufler, Abel Doering, Katja Richter, Michael Eschmann, Tom Riebe, Wolfgang Weinberger, Markus Prem, Ron Hard, Armin Dreyer, Ronald Adelmann, Ana Maria Blanco, Boris Greff, Werner Weimar-Mazur, Manuela Bibrach und Michael Georg Bregel.

Freitag, 5. Januar 2024

Der Umtrieb

Die dritte Ausgabe des „Umtrieb“ ist soeben erschienen und enthält u.a. Texte von Boris Greff, Michael Eschmann, Ron Hard, Clemens Schittko, Roland Adelmann, Abel Doering, Florian Günther und Markus Prem.

(Armin Dreyer, Herausgeber)

2 Kommentare auf Facebook:

Michael Eschmann hat gesagt:
Das Heft 2 war schon ein "Hammer", aber in Heft 3 reitet (fast) die gesamte Kavallerie des (neuen) deutschen Undergrounds für Armin Dreyer.
Attacke!

Abel Doering hat gesagt:
Es war immer Anerkennung, eigene Texte veröffentlicht zu sehen und es erfreut mich noch heute, wenn meine lyrischen Ergüsse gedruckt werden.
Ein Freund, Liebhaber tragischer Opern, meinte, er mag meine Texte nicht, es fehle ihnen an Heiterkeit und sie stimmen ihn immer so traurig. Ich dankte ihm dafür: meine Worte wirken!

Freitag, 16. Dezember 2022

Der Sammler auf Reisen: Franz Kafka in Kierling

Foto © Michael Eschmann

Der Ort Kierling (aktuell: 3142 Einwohner) ist seit 1954 ein Teil von Klosterneuburg in Niederösterreich (Bezirk Tulln). Die Ortschaft befindet sich 4 km im Westen von Klosterneuburg und ca. 12 von Wien entfernt. Hier starb der Schriftsteller Franz Kafka (1883-1924), der aufgrund einer seit 1917 bestehenden Lungentuberkulose (später auch Kehlkopftuberkulose) seine letzten Monate (19. April – 3. Juni) im Sanatorium Dr. Hugo Hoffmann (erbaut: 1887 um 1900 aufgestockt, ab 1913 Privatsanatorium) verbrachte. Begleitet wurde Kafka von dessen Lebenspartnerin Dora Diamant und seinem Freund Robert Klopstock, der zudem auch Arzt war.
Foto © Michael Eschmann
Während dieser Zeit arbeitete Kafka an den Korrekturfahnen zu seinem Sammelband „Ein Hungerkünstler“. Es ist das letzte noch von ihm selbst vorbereitete Buch, das kurz nach seinem Tod im August 1924 im Verlag „Die Schmiede“ in Berlin erschienen ist. Neben der Erzählung „Ein Hungerkünstler“ enthält es die Kurzgeschichten „Erstes Leid“, „Eine kleine Frau“ und „Josefine, die Sängerin oder Das Volk der Mäuse“.In dem gut erhaltenen Gebäude befindet sich heute ein Kafka Studien- und Gedenkraum, der von der österreichischen Franz-Kafka-Gesellschaft betreut wird. Gezeigt werden Texte, Bilder und Schriftstücke des Dichters.
Foto © Michael Eschmann
Er kann mit Voranmeldung besichtigt werden. Darüber hinaus gibt es aber auch die Möglichkeit eines Besuches an den OPEN DOOR-Terminen ohne Voranmeldung. Empfehlenswert ist deshalb immer eine Info auf der entsprechenden Website einzusehen bzw. eine Anfrage per E-Mail zu tätigen.

(Michael Eschmann)

ÖSTERREICHISCHE FRANZ KAFKA GESELLSCHAFT
ehem. Sanatorium Hoffmann
Hauptstraße 187, 3412 Kierling/Klosterneuburg

Freitag, 11. November 2022

Erinnerung an die "Tage des Buches"

Man findet in Büchern die ungewöhnlichsten Zeugnisse aus vergangenen Zeiten: Fahrscheine, Quittungen, Eintrittskarten, Werbeblättchen (heute Flyer) und weiteres.
2015 postete ich hier im Blog unter dem Titel „Zettelchen für bb und das BE“ einen Beitrag zu speziellen Entdeckungen in Büchern. In meiner Zeit als Antiquar fand ich durchaus weiteres: getrocknete Blätter, Heiratsfotos, ein Schulzeugnis mit dem Hinweis auf 134 unentschuldigte Fehltage, Briefmarken, ...
In einer Ausstellung einer Pirckheimerin "Lesezeichen", die in der Staatsbibliothek zu Berlin in den 70ern gezeigt wurde, lag den Büchern auch schon mal ein getrockneter Fisch oder ein 50-Mark-Schein bei.

Michael Eschmann kommentierte den Post von 2015 mit der Ergänzung „Das Buch als Versteck“ mit einer Anmerkung zu in Büchern versteckten Nacktfotos. Auf das Thema „Was man alles in alten Büchern finden kann“ hatte ihn einst Felix Florian Weyh, mit dem Eschmann einst das Radio-Feature gemacht hat, aufmerksam gemacht.
Hier werden drei weitere von Michael Eschmann entdeckte interessante "Zettelchen" hinzugefügt, die an „Die Tage des Buches" in der DDR erinnern, mit denen der Bücherverbrennung 1933 gedacht wurde. Diese wurden erstmals am 10. Mai 1956 im Berliner Metropol-Theater mit einer Festveranstaltung, eröffnet.
(Nicht zu verwechseln übrigens mit dem „Welttag des Buches und des Urheberrechts", der am 23. April begangen wird und 1995 von der UNESCO eingerichtet wurde).

Donnerstag, 26. Mai 2016

2 Portraits - Pirckheimer, Wilibald auch: Bilibald Pirkheimer

links: Halbfigur mit Buch in der Hand im Halbprofil nach rechts. Textzeilen: BILIBALDVS PIRCKHEYMERVS NVRENBERGENSIS., unten Inschrift: Quae nobis reddis Graeco de fonte Latima (...) Caetera non genij sunt Bilibalde tui. Anonymer Kupferstich (Niederlande?), aufmontiert auf altem Trägerpapier (rückseitig von alter Hand beschriftet), Bild: ca. 19,5 x 13,5 cm, Blatt: 23,5 x 17 cm, o. J.,
Preis: 140 € + Versand: 5 €
rechts: Brustbild im Halbprofil nach rechts. Holzstich, 11 x 9 cm, 1857.
Preis: 25 € + Versand: 2 €
(Angebot ist freibleibend)

Antiquariat
für Medizin und Geschichte der Wissenschaften
Wilhelm-Leuschner-Straße 153, 64347 Griesheim

Dienstag, 15. März 2016

AdA (not ardor) in hochwertigem Look & Feel

Vor Kurzem wurde hier die Neugestaltung von "Aus dem Antiquariat" vorgestellt. Inzwischen halte ich diese Zeitschrift in den Händen und bin begeistert von der neuen Aufmachung, eine Auffassung, die nicht jeder teilt.
So kann man im Blog des geschätzten Kollegen Rainer Friedrich Meyer lesen: "Nein „hochwertiges Look & Feel“ stammt nicht aus meiner Feder, sondern aus dem Redaktionsgriffel.
Die neugestalteten Hefte von „Aus dem Antiquariat“ werden gedruckt auf Munken Print Cream 15 [...] Die verwandte Type ist Questa, sowohl als Serifenschrift wie als serifenlose [...] Aus irgendeinem Grund weichen kurze, größer gesetzte Textpassagen, die sich von außen in die Spalten hineinschieben, von diesem Schema ab [...]. Kleine Vierecke und kurze, dicke Striche verkünden Anfänge bzw. neue Topoi; ganz kleine Striche liegen neben den Beitragsenden, als ob man sie dort vergessen hätte.
[...] Ergebnis. Auch wenn die Reklame meint, dieses Papier sei für Farbabbildungen geeignet, belehrt uns das Gedruckte eines Besseren: Seitenphotographien aus Büchern haben durchweg den Drang, gelblich-hellbraun zu werden, als ob die Vorlagen sämtlich aus stark holzhaltigem Papier bestanden hätten – trotz ihrer Entstehungszeit; Farbbilder haben den matten Glanz eingeweichter Gummibärchen, ihre Farben sind flau und die Abstufungen unerkennbar, wie z.B. auf Seite 32, wo die Oberbekleidungen von Herrn Nolte und Frau Braun höchst indezent ineinanderlaufen. [...] Mir will gleichfalls nicht einleuchten, warum die Anzahl von Spalten, die eh von Bildern und Textpassagen eingedrückt bzw. unterbrochen werden, derart von einer bis vier variieren muß. [...] Das Heft besitzt auch einen Umschlag. Im Unterschied zum Inhalt ist dieser streng gestaltet, zwar werden auch dort beide Varianten der Questa verwandt, dies aber weniger störend als innen. Da sich der gerade Leib der „1“ so passend dem Rücken der Broschur [...] anschmiegt, so sollte man gespannt auf die eher runden Ziffern sein. [...]
Es scheint in dieser Periode der Gestaltung von Internetseiten schwierig, in sich Stimmiges, Einheitliches zu produzieren, zu sehr haben sich die Augen anscheinend an das konfuse Kunterbunt auf den Monitoren gewöhnt."
(Rainer Friedrich Meyer)

... gesamten Artikel auf meyerbuch lesen.

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1 Kommentar
Michael Eschmann hat gesagt...
Die Neugestaltung des Heftes dürfte auf jeden Fall das Herz eines jeden Bibliophilen höher schlagen lassen. Die starke Akzentuierung von farbigen Bildern regt an, sich den veröffentlichten Themen intensiver zu widmen. So gesehen, ist die neue Aufmachung ein gelungener Volltreffer der Redaktion! Abzuwarten bleibt hingegen, wie zukünftige Beiträge ohne viel Bildmaterial in solch starker, visueller Aufmachung wirken werden bzw. noch wirken können. 
16. März 2016

Samstag, 30. Januar 2016

zwei Bilder aus Stuttgart

55. Stuttgarter Antiquariatsmesse, links: Antiquariat am Moritzberg, Hildesheim (Dr.
Lothar Hennighaus), Fons Blavus, Renningen (H.-G. Bilger), Fotos: Michael Eschmann
Messe: 29. Januar - 31. Januar 2016

Württembergischer Kunstverein
Schloßplatz 2, Stuttgart - Zentrum

Mittwoch, 27. Januar 2016

Erinnerung an einen Pirckheimer-Abend von 1958

Im Dezember-Heft 2015 von „Aus dem Antiquariat“ erschien von Michael Eschmann ein Artikel über die Ausbildungssituation als Antiquar(in) in der DDR, auf diesen Artikel wurde hier hingewiesen.
Frau Edith Fritzsche kommt darin recht ausführlich vor, die dem Autor als Reaktion auf diesen Artikel jetzt eine Original-Einladungskarte zu einem Pirckheimer-Vortrag von 1958 schickte. Sie war damals als junge Antiquarin und Zuhörerin dabei und von der Veranstaltung recht begeistert.
Die damalige Leipziger Ortsgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft wurde 1991 als Leipziger Bibliophilen-Abend, der auf eine Tradition von 1904 bis 1933 zurückblicken kann, wiedergegründet.

Freitag, 18. Dezember 2015

Der Sammler auf Reisen: Brüssel

Die Bibliotheca Wittockiana ist das weltweit einzige Museum, welches sich vor Allem der Kunst der Handbuchbinderei widmet. Es enthält eine einzigartige Sammlung von dekorativen Einbänden, die die Entwicklung des Einbands über fünf Jahrhunderten, von der Renaissance bis zu zeitgenössischen Kreationen, dokumentiert.
Neben dieser renommierten Sammlung des Industriellen und Bibliophilen Michel Wittock beherbergt das Museum auch weitere, wie der Entwürfe des Dichters Valère-Gille, die Lucien Bonaparte Sammlung (Bücher, Briefe, Fotografien), sowie zahlreiche zeitgenössische Künstlerbücher, Buchobjekte und Buchskulpturen.
In wechselnden Ausstellungen werden zu Aspekten der Buchbinderei und Büchern vorgestellt. Zur Zeit läuft eine Ausstellung zum Thema "Rassenfosse oder die Ästhetik des Buches". Armand Rassenfosse (1862-1934), Radierer und Maler von Lüttich, ist Vertreter der klassischen Moderne, die Symbolismus und Jugendstil ablöste. In Zusammenarbeit mit Auguste Bénard, einem Drucker aus Lüttich, arbeitete er in verschiedenen Techniken der Buchillustration, einschließlich der Lithographie. Eng verbunden mit Pariser literarischen und intellektuellen Kreisen, arbeitete Rassenfosse mit zahlreichen Verlagen wie Louis Dorbon oder René-Louis Doyon. Hier entwarf er u.a. die Illustrationen für mehrere Editionen von Charles Baudelaires "Fleurs du Mal".

"... ein Besuch in Brüssel lohnt sich für jeden Bibliophilen. Das Museum für künstlerische Bucheinbände zeigt eine Menge Bücher in phantasievollen „Verfremdungen“, die man so schnell nicht mehr vergisst!"
(Empfehlung und Fotos: Michael Eschmann)

Ausstellung: noch bis 16. Januar 2016
Bibliotheca Wittockiana 
23 Rue du Bemel 
1150 Woluwe-Saint-Pierre

Montag, 14. Dezember 2015

AdA 6/2015

Heute fand sich die das letzte Heft des Jahres der Zeitschrift Aus dem Antiquariat im Briefkasten. Aus dem Inhalt ist der Artikel Die Drucke der Grabhorn Press von Hans Eckert besonders zu erwähnen. Außerdem berichtet Michael Eschmann über die Antiquariatsausbildung in der DDR und die Pirckheimerin Elke Rehder dokumentiert Stefan Zweigs Adressbuch 1940 bis 1942. Das gesamte Inhaltsverzeichnis des Heftes kann auf boersenblatt.net eingesehen werden.
Ein Probeabonnement von Aus dem Antiquariat kann man übrigens auf mvb-online.de/ada bestellen.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Imagerie d’Epinal

Das kunsthandwerkliche Unternehmen „Imagerie d’Epinal“ ist eines der berühmtesten Bilderbogenunternehmen der Welt. Gegründet wurde es im Jahre 1796 von Jean Charles Pellerin. Zunächst wurden nur Spielkarten und Dominospiele hergestellt. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich eine Nachfrage für Bilderbögen, die dann im darauffolgenden 19. Jahrhundert – vor allen Dingen durch die aufkommende Drucktechnik des Holzstiches – eine noch größere Aufmerksamkeit fand. Häufig wurde auf Bilderbögen volkstümliches Wissen aller Bereiche in schlichter Text- und Bildform dargestellt: geschichtliche Ereignisse, Religion, Freizeit, Kindererziehung etc. Schnell wurden Bilderbögen zu einem faszinierenden Massenmedium. Die Zeichnungen wirkten oftmals wie Karikaturen, die den späteren Comics ähnelten. Um die Verkäufe steigern zu können, wurden sie fast immer nur koloriert – durch sogenanntes Schablonenkolorit – angeboten. Im 20. Jahrhundert war der Bilderbogen ein begehrtes Sammlerobjekt für Graphik-Sammler.
Heute kann man in der „Imagerie d’Epinal“ die Bilderbogenwerkstatt mit noch funktionierenden Druckmaschinen besichtigen. Hier befinden sich auch die weltweit letzten zwei Exemplare der „Aquatype-Maschinen“, die zur Herstellung der Druckbögen dienten. Das Unternehmen „Imagerie d’Epinal“ arbeitet nach wie vor: ein Verkaufsraum von 300qm bietet den Besuchern eine große Auswahl von neuen Bildern und historischen Abbildungen, in verschiedenen Größen, mit oder ohne Einrahmung, sowie Tafelkunst, Schreibwaren und signierten Illustrationen.
(Michael Eschmann, Antiquariat für Medizin und Geschichte der Wissenschaften, Griesheim)

Imagerie d’Epinal
42 bis Quai de Dogneville
88000 Epinal France

Mittwoch, 30. September 2015

Der Sammler auf Reisen: bei Theophil Zwang

Am 27. September 2015 hatte ich Gelegenheit den Meister der Einbandkunst Theophil Zwang und seine Gemahlin, sowie Sohn Stefan im schönen Domizil in Ober-Roden/Rödermark zu besuchen. Es war ein herzliches Treffen, bei dem es viele beeindruckende Einbände zu besichtigen gab. Darunter einige handgeschriebene Bücher, die Theophil Zwang zu persönlichen Anlässen, seiner charmanten Frau Barbara widmete. In Erinnerung blieb mir ein besonders schönes, handgeschriebenes Buch mit Gedichten von Hermann Hesse.
Theophil Zwang, Foto © Michael Eschmann)
Ein ausführliches Porträt über den Buchbinder Theophil Zwang (*1924) erschien von Ute Maria Etzold mit dem Titel „Der Buchbinder Theophil Zwang und Die Gurke“ in den Marginalien 217. Heft/Jahrgang 2015/1. Darin wird ausführlich das Lebenswerk des bedeutenden Buchkünstlers gewürdigt, der viele Jahre als Fachlehrer an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach wirkte.

Montag, 14. September 2015

Gebr. Grimm-Museum

Das Gebrüder Grimm-Museum in Kassel hat seit 4. September 2015 eine neue Adresse: Grimmwelt Kassel, Weinbergstrasse 21.
Ein Besuch lohnt sich gleich mehrfach: Zu sehen gibt es zahlreiche Bücher und Handschriften, aber auch eine riesige Zettelsammlung der Gebrüder Grimm mit so schönen Stichworten wie „Ärschlein“ oder „Zettel“. Die Zettelsammlung war die Grundlage für das „Deutsche Wörterbuch“. Zum Thema „Kleinwesen“ findet man in der unteren Etage des Museums eine faszinierende Figurensammlung des Künstlerduos Lutz & Guggisberg. Tolkien wäre bei diesem Anblick von künstlerischer Phantasie und Vielfalt vor Neid erblasst.

Freitag, 28. August 2015

Dantons Tod in Weiterstadt

In einem Bibliophilen-Blog muss man - dem Bibliophilen ist die Dialektik von Inhalt und Form bewusst: das Buch würde ohne Literatur einen Großteil seiner Existenzberechtigung verlieren - auch einmal auf literarische Neuerscheinungen hinweisen. Im vorliegenden Fall kommt dazu, dass der Autor Michael Eschmann als gelernter Buchhändler und Antiquar von Hause aus eine besondere Beziehung zum Buch hat.
Seine Drama "Dantons Tod in Weiterstadt" handelt davon, wie im Exposé beschrieben, dass sich im Jahre 2035 das Hessische Ministerium der Justiz in Wiesbaden zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen hat. Georg Büchners Drama „Dantons Tod“ soll mit Strafgefangenen im Gefängnis von Weiterstadt neu inszeniert werden. Die männlichen Rollen der Revolutionäre spielen jetzt Frauen. Es sind keine Schauspielerinnen, sondern verurteilte Straftäterinnen. Die wenigen weiblichen Rollen des Stückes – die Geliebten der Revolutionäre – werden von Justizbeamten dargestellt. Während der Theaterproben zeichnet sich schleichend ein Konflikt ab. Rollen und Personen verschmelzen miteinander. Bei der Premiere des Stückes, unter Anwesenheit der Bundeskanzlerin und des Bundespräsidenten, kommt es zu einem überraschenden Eklat, der alles zerstört.
Ein Theaterstück mit aktueller Thematik über die Aufführung eines klassischen Dramas in naher Zukunft, ein Stück, welches mit Ironie, aber gleichzeitig tiefgründig, immer jedoch unterhaltend, Themen wie Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele, Unfreiheit der menschlichen Existenz und die Möglichkeit der Resozialisierung mittels Kunst behandelt.
Als Lektüre wärmstens empfohlen, auf der Bühne hoffnungsvoll erwartet.
(ad)

Michael Eschmann: Dantons Tod in Weiterstadt. Drama.
[Griesheim, Selbstverlag], 2015.
45 Seiten. Broschur.
Typoskript im Digital-Druck, Book-on-Demand,
lieferbar innerhalb von 10 – 14 Tagen.
Preis: 14,80 Euro zuzüglich 4,50 Euro Versand.

Mittwoch, 26. August 2015

Der Sammler auf Reisen: Bouquinisten

Seit Jahren sammle ich Exlibris, Grafiken, Fotos zu Bouquinisten. Es ist immer das Gleiche: Gerne wird ein freundliches, romantisches Bild am Seine-Ufer, mit kleinen Bücherbuden, vielen Büchern und Buchkäufern gezeigt. Damit wurde das Motiv zum touristischen Knüller!
Vor einigen Jahren konnte ich aber eine französische Fotokarte erwerben, die diesem Klischee total widersprach. Ein alter Mann – ein Antiquar – sitzt traurig nach vorne gebeugt auf einem kleinen Schemel, im Hintergrund sieht man unaufgeräumte Buchbestände (Altpapier?).
Irgendwie wirkt alles unordentlich, unschön, chaotisch. Das Bild ist um 1910 entstanden. Manchmal denke ich, nimmt es das Elend des Internetbuchhandels geradezu ideal vorweg. 

Donnerstag, 6. August 2015

seltene Porträts

Das Angebot des Antiquariats für Medizin und Geschichte des Griesheimers Michael Eschmann im August 2015 beinhaltet einundzwanzig seltene und wertvolle Porträts. Jedes Blatt wurde ausführlich beschrieben und ist abgebildet. An dieser Stelle besonders hervorzuheben ist das Porträt des französischen Buchdruckers, Verlegers und Lexikographen Robert Estienne (Pos. 2). Über sein Wirken für die Buchkunst siehe die entsprechende Beschreibung bzw. Kommentierung.
Die Liste kann durch Klick auf die nebenstehende Abbildung aufgerufen werden.