Donnerstag, 13. Oktober 2016

Noch ein Buch?

Einige Gedanken beim Zeichnen.
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usus› 2016
3 Unikatbücher mit Originalzeichnungen (Tusche, Pinsel), sowie einem Text über das Zeichnen (gesetzt aus der Carrara, digital gedruckt).
Format: 16,5 x 23,5 cm
Umfang: 72 bzw. 42 bzw. 88 Seiten
Papier: Fabriano liscio und ruvido
Koptische Bindung mit flexiblen Deckeln
Einbandmaterial:
Flexible Deckel 300g licht,- und säurefreier Karton umschlungen mit Roma Bütten; eingelassenem Titelschild, hinterer Deckel: umschlungen mit duchesse LEINEN, in der Farbe maulbeere; von der Firma peyer. Der Heftfaden auf die Tuschezeichnungen abgestimmt. Format: 21,0 x 15,0 cm
Es war mir eine Ehre diesen wunderschönen Künstlerbüchern den passenden Rahmen zu verleihen.
(Veronika Wehrstedt)


"Veronika ist eine wunderbare Buchbinderin! Vielen Dank, Veronika, für Deine Arbeit, die aus meinen Zeichnungen erst richtige Bücher gemacht hat! Danke!"
(Ulrike Stoltz)

Leporello!

In der Galerie DRUCK & BUCH Wien werden im Oktober Faltbücher vorgestellt, benannt nach Leporello, dem Diener Don Giovannis, der Platz brauchte für die lange Liste der Verfehlungen seines Herrn! Eine in der Buchkunst gern gewählte Form, da das Leporello doch erlaubt, in gewöhnlichen Doppelseiten betrachtet zu werden oder aber als ganz ausgezogenes Gesamtbild, das seine Dynamik durch die Faltung erhält.
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Monika Rohrmus und Helmut Schulze (edition parvus)
Zu sehen sind Arbeiten von Warja Lavater, Carola Willbrand und Mark Met, Monika Rohrmus, Helmut Schulze, Katsumi Komagata, Anja Harms, Daniela Deeg/Cynthia Lollis, Gudrun von Maltzahn, Sven Märkisch, Annick Boisrobert und Louis Rigaud u.a.m.

Ausstellung: 12. Oktober - 4. November 2016

è Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg
Berggasse 21/2
A - 1090 Wien

in Frankfurt/M mit dabei: Hartmut Robert Andryczuk


Frankfurter Buchmesse: 19. bis 23. Oktober 2016

Hartmut Robert Andryczuk im Blog
hybriden-verlag

hybriden-Verlag

Eva Niemann | Hermann Bachmann

Eva Niemann, o.T., 2013, Eitempera/Lw, 60 x 54cm -
Hermann Bachmann, heftig bewegt/grün, 1960, Öl/Hf, 45 x 41cm
In der Galerie des Pirckheimer-Mitglieds Joachim Pohl wird ab November eine Ausstellung mit Bildern und Objekten von Eva Niemann und ihres Lehrers Hermann Bachmann (1920 - 1995) zu sehen sein.

Eröffnung: 1. November 2016, 18.30 Uhr
Ausstellung:  1. November - 20. Dezember 2016


Kunst- und Ausstellungsagentur Joachim Pohl
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin - Pankow

Die Ewigkeit des Augenblicks

Radierungen und Prägedrucke
M. Stock, Montag, 2016, Radierung - R. Mucke, Landschaft, 2015, Kaltnadel, Tusche
Die 96. Ausstellung des Druckgraphik-Ateliers präsentiert Druckgraphik von Rahel Mucke, geboren 1963, Malerin/Aquarellistin und Graphikerin, sowie des 1948 geborenen Max Stock, bekannt als Grafiker/Plakatgestalter und Maler.
Rahel Mucke, die von 1983-1985 Grafik-Design studierte und seit 2003 zahlreiche Ausstellungen hatte, zeigt poetisch-abstrahierte Graphiken, mit Linien voller Schönheit und Individualität. Sie erforscht ihre Umwelt, die Räume, die Emotionen, wie auch Gedichte, und aus diesen inneren Bildern erwachsen Stück für Stück ihre Arbeiten. Max Stock, der seit seinem Studium der Gebrauchsgrafik 1968-71 in Berlin und seit 1974 freischaffend tätig, ist ein bedeutender Teil der Berliner Kunstszene, lebt und arbeitet seit 1996 in Berlin-Prenzlauer Berg.
Das Arbeiten mit der Linie, einerseits schwungvoll und dagegen kratzig-spröde in Kaltnadel wie auch in Ätzradierungen, ist den beiden Maler-/GraphikerInnen gemeinsam. Und dieser Linientanz wird ergänzt durch den sparsamen Einsatz von Farbe in kleinen Flächen. Beider Arbeiten zeigen eine Reduktion im Formalen, Konzentration im Wesentlichen – Strich und Farbflächen schaffen Harmonie und Atmosphäre.

Eröffnung: Sonnabend, 05. November 2016, 17-20 Uhr
Einführende Worte: Dr. Brigitte Döbert
Musik: Alexander Beierbach, Saxophon
Ausstellung: 5. November - 6. Dezember 2016

Druckgraphik-Atelier. Edition keller-druck
Dietrich-Bonhoeffer-Str. 3
10407 Berlin

Wolfgang Grätz im Gespräch mit Hans Ticha

Was hat dieses Buch für eine Geschichte! ... (weiterlesen)

In der Büchergilde Frankfurt/M lauschte das Publikum am 8. Oktober 2016 einem Werkstattgespräch von Wolfgang Grätz mit Hans Ticha über die Entstehung des Buches "Der Krieg mit den Molchen".
Ein wichtiges Buch - jetzt wieder zu haben bei der Büchergilde Gutenberg.

è Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Samstag, 8. Oktober 2016

"Rheinsberg - Ein Bilderbuch für Verliebte"

Kaltnadelradierungen von Claudia Berg zu der Erzählung von Kurt Tucholsky
"Sie zeichnet eigentlich immer Zeichnen ist eine stille und äußerst intensive Form der Auseinandersetzung mit der Welt. Jeder Mensch, der ja irgendwann und irgendwo ohne seinen eigenen Wunsch geboren wird, sieht sich in eine vorgefundene Welt versetzt, in der er sich orientieren muß, um überhaupt leben zu können oder besser noch, um eine eigene, ihm gemäße Form des Lebens zu finden. Man kann viele Sprachen lernen und alle die vielen Bücher lesen, in denen Gedanken formuliert sind, die die eigenen Nöte genauso betreffen wie die damaligen. Man kann aber auch einfach nur zeichnen. Man erkennt unser Universum, die Natur und die Kunst. Man eignet sich etwas an und zwar mit der besonderen Intensität, die im Wesen dieses Mediums liegt. Während man zeichnet, tritt man in eine vergangene Lebensform, man begegnet einer Welt mit anderen, durchaus strengeren Wertmaßstäben und mit erworbenen Kenntnissen, die uns staunen machen. ...
Was sich andeutet ist kein versöhnlicher Konsens mit der problembeladenen Welt, in die sie geraten ist. Worum es ihr offenbar geht, ist nicht die Feier des wachstumsorientierten Fortschritts, sondern die mitunter tragisch scheinende Rolle des verletzlichen und schon verletzten Individuums, das in unverschuldeter Verwirrung und Angst diesem Fortschritt ausgesetzt ist. Es gibt immer noch Menschen, die um ihr Leben kämpfen, steigend oder fallend. Wenn es Kunst schafft, diesen Prozessen noch darstellend teilzuhaben, wird sie Sinn behalten und epochenüberschreitend verständlich bleiben."
(Helmut Brade)

Vernissage: 8. Oktober 2016, 18:00 Uhr
mit Lesung aus Kurt Tucholskys Rheinsberg, die Künstlerin wird anwesend sein
Finissage: 9. Oktober 2016 um 15 Uhr
mit Lesung aus Kurt Tucholskys Rheinsberg und Gespräch mit der Künstlerin mit Kaffee, Tee und Kuchen


Buchlounge Zehlendorf
Clayallee 343, 14169 Berlin

Freitag, 7. Oktober 2016

Der Sammler auf Reisen: Lugano

Lugano im Schweizer Tessin ist eine vortreffliche Urlaubsregion und besticht mit südländischem Flair und Wetter und kulinarischen Genüssen. Für den Buchliebhaber ist die Stadt am See eher weniger attraktiv und ein Antiquariat "zum Stöbern" konnte ich nicht finden. Dafür ist ein Ausflug ins Hermann-Hesse-Museum im nahen Montagnola aber mehr als eine Entschädigung. Ein Stadtbus (Linie 4.36 Richtung Agra) bringt die "Hesse-Fans", zu denen u.a. Udo Lindenberg gehört, nach Montagnola Bellevue und von dort ist es nur ein kurzer Spaziergang und man steht in Hesses Wahlheimat vor dem kleinen, aber sehr sehenswerten Museum. Hesse kam 1919 nach Montagnola und lebte hier bis zu seinem Tod im Jahr 1962. Im Untergeschoss des Museums ist ein Kinoraum eingerichtet und als Einstimmung kann man einen Film über Hesse genießen (einfach nach der deutschsprachigen Version fragen). Die Dauerausstellung auf mehreren Etagen präsentiert viel Sehenswertes, u.a. Hesses Schreibtisch mit der Original-Schreibmaschine und Fragmenten seiner gewaltigen Korrespondenz (u.a. mit Zweig, Adorno und Heuss), die Urkunde der Nobelpreisverleihung, natürlich Bücher von Hesse und aus seiner Privatbibliothek, aber auch Zeugnisse seines künstlerischen und gärtnerischen Schaffens. Nach dem Rundgang wird jeder Buch- und Hesse-Liebhaber in dem sehr schön eingerichteten Buchladen (mindestens) ein Mitbringsel von oder über Hesse finden und dann zu einem Spaziergang (in zwei Varianten) aufbrechen, um weiteren Hesse-Spuren in und um Montagnola zu folgen. Das nahe Literatur-Cafe lädt abschließend zu einer genüsslichen Pause, bevor es zurück in die Stadt geht.
(Dr. Michael Steiner)

das Wort zum Tage

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Buchhandelspreis 2016

Buchladen Bayerischer Platz
2015 Transit Verlag, Berlin
ISBN 978-3-88747-325-9
118 inhabergeführte Buchhandlungen in Deutschland wurden am 5. Oktober mit dem Deutschen Buchhandelspreis ausgezeichnet.
Unter den prämierten Buchhandlungen findet sich neben dem vom Pirckheimer Dieter Bührnheim geführte Literatursalon in Leipzig auch viele Stammbuchhandlungen von Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft. So zeigte sich z.B. der zeitweilige Vorsitzende der Pirckheimer-Gesellschaft Ulrich Goerdten erfreut, dass sich in diesem Jahr auch seine Lieblingsbuchhandlung, der Buchladen Bayerischer Platz, unter den ausgezeichneten befindet.
Eine Liste aller ausgezeichneten Buchhandlungen findet sich hier.

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Jubiläumskatalog NeueKleiderDrucke

Nach 40 erschienenen Titeln der Reihe NeueKleiderDrucke des Pirckheimers Hanfried Wendland wurde nun ein Katalog mit der Vorstellung aller 40 Künstlerbüchern mit 146 Abbildungen auf 104 Seiten herausgegeben. Dr. Peter Höhler verfasste Begleittexte zu jedem Buch und führte ein Interview mit Hanfried Wendland.
Der Katalog erschien in 120 Exemplaren und kostet 25 €. Vorzugsexemplare mit einer Original-Übermalung sind für 50 € erhältlich, zu bestellen bei Hanfried Wendland, NeueKleiderDrucke, Teltower Str. 11, 14109 Berlin.
Zur Frankfurter Buchmesse (19. - 23. Oktober 2016) erscheint der 41. Druck in der Reihe: Bertolt Brecht - Die Ausnahme und die Regel mit 12 Farbholzschnitten, Ausgabe A : 24 arabisch nummerierte Exemplare, davon 18 Exemolare im Halbleineneinband (580 €), 6 Vorzugsausgaben mit einer Suite aller Graphiken (730 €), Ausgabe B 4 Exemplare mit einer Suite aller Graphiken sowie einem Original-Druckstock (880 €). Für diese Ausgabe gilt ein Subskriptionspreis bis 30. Oktober 2016.

AdA 3/2016

Soeben im Briefkasten: die neue Ausgabe von Aus dem Antiquariat. Unter anderem finden sich unter der Rubrik "Bibliophilie" ein Beitrag von Werner Kohlert über den Antiquar und Gelehrten Moriz Sondheim (1860 - 1944), von Karl Klaus Walther über den Sammler Hans Hasso von Veltheim (1885 - 1956) und in der Rubrik "Antiquariat" stellt Björn Biester das Querschnitt-Antiquariat in Berlin vor. Godebert M. Reiss schrieb einen Nachruf auf Dirk Auvermann. Wie immer gibt es darüber hinaus Rezensionen und Besprechungen aktueller Kataloge und es findet sich auch ein Hinweis auf die Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft "Jubelrufe aus Bücherstapeln III".
Übrigens, ein recht unkompliziertes Kennenlernen der Zeitschrift ermöglicht das Probe-Abo „2 für 1“.

eine Einladung aus dem Jahr 1982

Heute erreichte mich eine Anfrage, wer der Schöpfer der abgebildeten Graphik sei, die einer Einladung der Pirckheimer-Gesellschaft zum 8. Berliner Graphikmarkt 1982 beilag. Diese Graphik ist mir zwar nicht bekannt und sie findet sich auch leider nicht in unserem Archiv, aber ich bin mir sicher, hierin eine Arbeit des Freiberger Künstlers Baldwin Zettl zu erkennen. Falls ich damit falsch liegen sollte, bitte ich um eine E-Mail.
Zettl illustrierte u.a. auch die Jahresgabe 1988 der Pirckheimer-Gesellschaft „Willibald Pirckheimer – Verteidigungsrede oder Selbstlob der Gicht“, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar 1988, übertragen von Wolfgang Kirsch.
(ad)

Bele Bachem 100.

Der soeben erschienen 206. Frankfurter Grafikbrief verweist auf eine Ausstellung der Künstlerin mit Malerei, Zeichnungen, Druckgraphik und Büchern in der Büchergilde Buchhandlung in Frankfurt/M

"Ja – wer ist nun Bele Bachem? Eine der bedeutendsten deutschen Malerinnen des 20. Jahrhunderts, deren umfangreiches Lebenswerk mit Schwerpunkt Malerei und Grafik auch Kleinplastiken, Bühnenbilder, Filmausstattungen (z.B. „Das Wirtshaus im Spessart“), Bücher, Texte, Illustrationen, Plakatkunst und Design umfasste.
1916 als Tochter des Malers Gottfried Maria Bachem in Düsseldorf geboren konnte sie bereits als Kind im väterlichen Atelier nach Modell zeichnen. 1933 ging sie nach Berlin und verdiente sich selbst das Studium in den „Vereinigten Staatsschulen“, u.a. durch das Kolorieren alter Stahlstiche.
Nachdem sie ab 1937 in Magazinen Miniaturen publiziert hatte, bekam die erst 27-jährige Bachem 1943 die Chance, für eine Aufführung der Münchner Kammerspiele ihr erstes Bühnenbild zu schaffen. Im gleichen Jahr ereilte sie aber auch ein komplettes Veröffentlichungsverbot der Nazi-Kulturbehörden, eine bereits geplante Ausstellung musste abgesagt werden. Nach dem Krieg wird die Künstlerin europaweit gefeiert, sie hat große Ausstellungen in Zürich, Bozen, Hamburg und Mailand und erhält 1952 den Toulouse-Lautrec-Preis der Stadt Paris, 1956 den Plakatpreis der Stadt Wien. Sie bediente mit ihrer Bildsprache sowohl das Bedürfnis nach heiterer Weltsicht der aus Krieg und Nazizeit Davongekommenen als auch das neue Selbstbewusstsein der weiblichen Nachkriegsgeneration.
Die Frivolität und der fröhliche Umgang mit weiblicher Sexualität in ihren Bildern stellen einen der gravierendsten Tabubrüche der Nachkriegskunst dar: Die unverkrampfte Darstellung der Frau als Subjekt von Sexualität in Bachems Bildern und Büchern kamen aber so selbstverständlich daher, dass sie – anders noch als bei den Nazis – noch nicht einmal zum Skandal taugte, sie verlieh einfach nur einer neuen Normalität Ausdruck.
Bele Bachem ist auch die wahrscheinlich meistpublizierte deutsche Buchillustratorin des 20. Jahrhunderts: Ein 1986 erschienenes Werkverzeichnis listet zu diesem Zeitpunkt bereits 113 (!) von ihr illustrierte Bücher.. Viele literarische Werke, die sie illustrierte, sind inzwischen aus der Zeit gefallen, das illustrative Werk der 2005 im Alter von 89 Jahren gestorbenen Künstlerin aber bleibt monumental."

Werkstattgespräch mit Hans Ticha

Karel Čapek: „Der Krieg mit den Molchen“

Was hat dieses Buch für eine Geschichte! Als das Buch 1956 erstmalig in der DDR erschien, las der 15-jährige Schüler Hans Ticha im Werbeheft des Aufbau Verlages einen Auszug des Textes – die Szene im Londoner Zoo, die bei einem Werkstattgespräch in der Büchergilde Frankfurt/M die Schauspielerin Ruth Klapperich lesen wird. Ticha war so begeistert, dass er, der schon als Jugendlicher viel zeichnete, beschloss, das Buch zu illustrieren.
Es vergingen bis dahin noch etliche Jahre – aber 1974 legte der Künstler dem Aufbau Verlag als (an sich unübliche) „Initiativbewerbung“ die ersten Skizzen vor. „Schon“ 5 Jahre später kündigte der Verlagsleiter an, man wolle trotz weiter Verbreitung des Textes in der DDR das Illustrations-Projekt realisieren. 1980 lieferte Ticha über 100 Illustrationen ab. Die lagen dann weitere 6 Jahre im Aufbau Verlag, bis auf Drängen der Druckerei 1987 das Buch erschien – gedruckt in 8 Farben (normal sind 4 …) und mit ganz eigentümlicher Typografie, die auch Ticha entwickelt hatte. Gegen heftigen Widerstand etlicher Jury-Mitglieder wurde das Buch unter „Die schönsten Bücher der DDR“ gewählt.
Ein dreiseitiges Interview mit Hans Ticha zu „Der Krieg mit den Molchen“ findet sich im aktuellen Büchergilde-Magazin, Nichtmitgliedern der Büchergilde wird auf Anfrage gern ein Exemplar zugesandt. Das macht schon Appetit auf die Geschichten rund um dieses Buch, z. B. die von dem Englischen Lord, der etliche Originalzeichnungen des Buches gekauft hat. Alles, was noch an Original-Illustrationen verfügbar ist, zeigen wir in einer kleinen Ausstellung zum Werkstattgespräch.

è Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

8. Antiquarische Büchertage in Hamburg

Am letzten Oktober-Wochenende finden die 8. Büchertage im Altonaer Museum statt. 20 Antiquare aus Norddeutschland präsentieren ein reiches Angebot an illustrierten und bibliophilen Büchern, an Kinder- und Märchenbüchern, Büchern zu Literatur, Kunst und Architektur, Kulturgeschichte, Reisen und Landeskunde, zu Naturwissenschaften und Technik sowie an Zeichnungen, druckgraphischen Blättern und Autographen. Ein Schwerpunkt dieser Verkaufsausstellung wird zudem das Thema »Schiffe und Häuser. Architektur zu Wasser und zu Lande.« sein, parallel zur Ausstellung des Museums über den Architekten Cäsar Pinnau.

Messe: 29./30. Oktober 2016


Kontakt: Antiquariat Atlas, Dr. Ulrich Lölke

Bibliophilie der Armut

„Spiel-& Polterbuch" von Günter Bruno Fuchs,
von Victor Otto Stomps auf Wellpappe gedruckt
Im Klingspor Museum Offenbach präsentiert der Direktor Dr. Stefan Soltek in einem Vortrag zum dem Thema „Bibliophilie der Armut. Die Buchkunst der Eremiten-Presse“ eine Auswahl von Büchern der Eremiten-Presse.

Vortrag: 25. Oktober 2016, 18 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

John Heartfield - Fotomonteur

Heartfield! Ein Weckruf. Ein Aufschrei. Eine Anklage.

Bis heute gilt dieser Name weltweit als Symbol des antifaschistischen Widerstands, für DADA, für politische Kunst. Ebenso gilt er als Markenzeichen virtuoser Bildmontagen und kraftvoller Parolen. In Leipzig widmet man sich in einer Veranstaltung des Leipziger Antiquariats jedoch nicht nur einem der prägendsten politischen Aktivisten und Künstler der Weimarer Republik, sondern versucht auch die Schattenseiten der Karriere Heartfield in den Leipziger Nachkriegsjahren zu beleuchten - eine Hommage an eine höchst ambivalente Künstler-Persönlichkeit.
In Kooperation mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig findet dazu im Rahmen des 20. Leipziger literarischen Herbstes ein Vortrag und Gespräch mit Julia Blume (Institut für Buchkunst) und Claudia Cornelius (Filmwissenschaftlerin) statt, begleitet von einer Ausstellung mit Heartfield-Originalen und der Filmvorführung „John Heartfield - Fotomonteur“ (R: Helmut Herbst, BRD 1976/77).

Vortrag: 28. Oktober 2016, 19 Uhr

Leipziger Antiquariat | Filiale Central W33
Georg-Schwarz-Straße 12

Dienstag, 4. Oktober 2016

rundUmschlag

Majakowski / El Lissitzky: Dlja Golosa, Foto Klingspor Museum
Die Ausstellung „rundUmschlag. Die Vielfalt russischer Buchkunst“ der Sammlung Albert Lemmens und Serge-Aljosja Stommels schlägt einen Bogen von der Avantgarde Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Nonkonformistisch waren die Bücher von Künstlern des Futurismus. Die Protagonisten des Konstruktivismus hingegen, allen voran El Lissitzky, stellten ihre Kunst in den Dienst des jungen Sowjetstaates, dessen Propaganda sich hervorragender Künstler wie Alexander Rodschenko oder Gustavs Klucis bediente. Die Kinderbuchillustration befand sich auf einem erstaunlichen Niveau, da zahlreiche renommierte Künstler als Illustratoren arbeiteten. Im Untergrund erschienen Künstlerpublikationen des sogenannten Samisdat in kleinsten Auflagen. Mit der Perestroika entwickelte sich eine rege, vielfältige Künstlerbuchszene. Kuratiert von Studierenden der Goethe Universität Frankfurt unter Leitung von Dr. Viola Hildebrand-Schat. Am Sonntag wird es eine Führung durch die Ausstellung geben.

Eröffnung: 13. Oktober, 19 Uhr
Ausstellung: 14. Oktober - 20. November 2016
Führung: 16. Oktober 2016, 11:30 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Kate Steinitz

Kate Steinitz. Avantgarde Künstlerin, Emigrantin, Kunsthistorikerin. Ein außergewöhnliches Leben.
Kate Steinitz, Billy. Originalentwurf. ca 1936
Aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Synagoge in Offenbach stellt das Klingspor Museum Werke mit jüdischem Bezug aus seinen Beständen. Martina Weiß beleuchtet Leben und Werk der jüdisch-stämmigen Künstlerin Kate Steinitz. Steinitz war eine enge Freundin Kurt Schwitters‘, mit dem sie zusammen dadaistische Kinderbücher schuf. Ihr Haus in Hannover war der Treffpunkt vieler avantgardistischer Künstler. Heute ist die Künstlerin kaum noch bekannt. Zwei Gründe mögen eine größere künstlerische Entfaltung ihrer vielseitigen Talente verhindert haben, zum einen, dass sie eine Frau war und zum anderen, dass sie als Jüdin in die Emigration gezwungen wurde. Im amerikanischen Exil machte sie sich später einen Namen als Leonardo da Vinci Expertin. Mit dem Originalentwurf eines unveröffentlicht gebliebenen Kinderbuchs übereignete die Künstlerin dem Klingspor Museum eine besondere Kostbarkeit.

7. Oktober, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach