Dienstag, 13. Januar 2026

Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken

Eine von Martina Wernli und Esther Köhring kuratierten Ausstellung der Staatsbibliothek zu Berlin beschäftigt sich mit der Frage Frage „Was lesen?“.
Wer bei der Entscheidung Orientierung und Hilfe sucht, verlässt sich aber häufig auf die Einschätzung anderer. Die zugrundeliegenden Auswahlprozesse sind dabei nicht immer transparent und nachvollziehbar. Denn was wir lesen, wird mitbestimmt durch Praktiken, an denen Akteure im Buchmarkt, in Bibliotheken und Archiven, an Schulen und Universitäten beteiligt sind. Auch wir Lesende beeinflussen diese Vorgänge. Die Ausstellung zeigt exemplarisch, wie das funktioniert. Hinterfragt wird, was in den Schulen und Universitäten gelesen, was gesammelt und wie es sortiert wird, welche Werke bereits publiziert wurden und welche (noch) vergriffen bleiben.
Die Listen ‚wichtiger‘ Bücher, die in den letzten Jahrhunderten entstanden sind, bilden nicht die Vielfalt ab, die die Welt und auch die Literatur ausmachen. Im Zentrum der Ausstellung stehen deshalb Texte, die vergessen oder aus dem Kanon verdrängt wurden; Stimmen, die (wieder) gehört werden müssen; Literatur, deren Entdeckung sich lohnt.
Weitere Anregungen bietet die kollaborativ erstellte Lückenliste, die in der Ausstellung vorgestellt wird.

Eröffnung: 12. Februar 2026, 18 Uhr, Julia von Blumenthal, Esther Köhring und Martina Wernli (Humboldt-Universität zu Berlin), Maria Hartmann (Schauspielerin) 
Ausstellung: 13. Februar – 10. Mai 2026

Eröffnung: Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Haus Unter den Linden
Ausstellung: Stabi Kulturwerk
Unter den Linden 8

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