Freitag, 24. Oktober 2008

Grafikkalender 2009 der Edition Schwarzdruck

MANNSBILDER

Tita do Rego Silva - ohne Titel, Farbholzschnitt, 4 Platten, 2008Jährlich präsentieren in der Edition Schwarzdruck sieben wechselnde Künstler einen Grafikkalender. Sechs Blätter sind mit einem (Zwei-Monats-)Kalendarium versehen. Das »Bonusblatt« dient der Verschönerung der Wartezeit bis zur Inbetriebnahme des Kalenders..

2009 wählte die Edition Schwarzdruck das spannende Arbeitsthema »Frauen sehen Männer«, im Jahr 2010 wird eine Retourkutsche folgen.

Die MANNSBILDER wurden geschaffen von Grit Anton, Heike Drewelow, Andrea Lange, Christine Niederlag, Gisela Oberbeck, Tita do Rego Silva und Dagmar Zemke.

Der Kalender kostet 160 Euro (zzgl. Versand als Päckchen). Ab dem zweiten Kaufexemplar (auch im Abonnement) wird ein Rabatt von 20 Euro gewährt.

Format 30x40 cm
auf Hahnemühle-Bütten (mit echtem Büttenrand unten)
Auflage: 70 jeweils numerierte und signierte Exemplare

è
Edition Schwarzdruck
Undine Schneider und *
Marc Berger
Brunnenstraße 163
10119 Berlin
Fernsprechanschluß: 030 - 48 62 53 15

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Ausstellung: Armin Mueller-Stahl

THE POWER OF ONE
Malerei
Graphik
Zeichnung

Nach Kabinettausstellungen mit Lithographien von Armin Mueller-Stahl werden im Kunsthaus Mükker nunmehr Armin Mueller-Stahl - Kleines Duo, Steinzeichnunghauptsächlich Malerei und Zeichnung zu den Themen Portrait, Landschaft und und Literatur gezeigt.
Diese Präsentation kommt mit freundlicher Unterstützung des Kunsthauses Lübeck zustande.
Zeitgleich findet eine Ausstellung mit Arbeiten des Künstlers beim Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft
è
Museum Schloß Burgk statt. Es erscheinen gemeinsam ein Katalog und ein Plakat.
Während der Ausstellung kann man gern die Werkstadt für künstlerischen Steindruck besichtigen, in der von Christian Müller Lithographien für Armin Mueller-Stahl im Auftrag des Kunsthauses Lübeck gedruckt werden.

Die Ausstellung ist seit dem 14. September bis zum 16. November 2008 zu sehen.

Kunsthaus Müller
è
Kunsthaus Müller
Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6
07343 Wurzbach/Thüringen
*
Verlag Bärbel Müller

Dienstag, 7. Oktober 2008

Hendrik Nicolaas Werkman

H. N. Werkman - Person, Werk und Echo in Deutschland
Vortrag von Wolfgang Glöckner

Hendrik Nicolaas Werkman

Hendrik Nicolaas Werkman (1882 – 1945) war ein holländischer Drucker, Typograph und Maler. Seit 1923 experimentierte er mit typographischen Materialien und schuf avantgardistische Drucke. Während des Zweiten Weltkrieges druckte er die Reihe „De blauwe Schuit“, die zum geistigen Widerstand aufrief. Kurz vor Kriegsende wurde er durch den Sicherheitsdienst verhaftet und auf deutschen Befehl hin erschossen. Der deutsche Holzschneider HAP Grieshaber lernte im Frühjahr 1957 anläßlich seines Besuches im Amsterdamer Stedelijk Museum Werkmans Arbeiten durch Willem Sandberg kennen. Die Drucke beeindruckten ihn tief und gaben ihm Inspiration für sein eigenes Werk. 1968 gelang es dem Klingspor-Museum eine umfangreiche Werkman-Sammlung zu erwerben.

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
Mittwoch, 29. Oktober 19 Uhr
Eintritt 5,00 €, Mitglieder 2,50 €

Bruno Fischer - Totentanz

Bronzen, Porzellan, Arbeitsskizzen

Tod - und die anderen bleiben zurück. Fragen, Gefühle, Emotionen - die Auseinandersetzung fordern. Bruno Fischer - TotentanzDer Luzerner Bruno Fischer (* 1961) ist Keramiker und Bildhauer, mit einer Leidenschaft zum Figürlichen. Sein Mentor, der Bildhauer Rolf Brem, ermutigte ihn, seine realistische Formsprache weiter zu entwickeln. Das Ergebnis kann im Totenmonat November im Antiquariat unseres Mitglieds Peter Petrej besichtigt werden.

1. bis 30. Nov. 2008
Vernissage: Freitag, 31.10., ab 19.00
Finissage: 30.11., 16.00
Öffnungszeiten: Mi bis Do: 11.00 - 18.30; Sa: 11.00 - 16.00

è antiquariat peter petrej
Sonneggstrasse 29
CH-8006 Zürich
tel. 0041-44-251 36 08
fax. 0041-44-251 43 71
*
peter petrej

Montag, 6. Oktober 2008

Walter Schiller zum Gedenken



Liebe Freunde,

am 7. August starb im Alter von 88 Jahren Walter Schiller. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir an den ebenso zurückhaltenden wie eindrucksvollen Menschen, den wunderbaren Typografen und Hochschullehrer erinnern. Und ihn ehren.

Am besten nähert man sich Walter Schiller über die vielen von ihm gestalteten Bücher. Einige davon werden an diesem Nachmittag präsentiert werden.
Wenn auch Sie ein von Walter Schiller gestaltetes Buch, ein Plakat, ein typografisches Blatt besonders schätzen, würden wir uns freuen, wenn Sie es mitbringen und vorstellen würden. Eingeladen, etwas zu dem Gespräch bei einem Glas Wein beizutragen, sind auch alle, die mit Walter Schiller an einem Buch gearbeitet haben und über ihre Erfahrungen aus der Kooperation berichten können.

Wir laden Sie herzlich ein, am Sonntag, dem 19. Oktober, 15 Uhr, an diesem Gespräch über Walter Schiller, Literatur und Buchgestaltung im Lindenau-Museum teilzunehmen oder einfach als Zuhörer zu kommen.

Die Solocellistin des MDR-Sinfonieorchesters Sybille Hesselbarth wird gemeinsam mit der Pianistin Konstanze Hollitzer musizieren.

Jutta Penndorf
è Lindenau-Museum Altenburg
Gabelentzstr. 5
04600 Altenburg/Thüringen
Telefon: 03447 89553
Telefax: 03447 895544

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Ruth Tesmar - Zauberlicht

Bilder, Handgeschriebenes und Buchobjekte von Ruth Tesmar

Ruth Tesmar - Zauberlicht, Collage 2008

Das Ausstellungsprojekt Zauberlicht zeigt farbige Blätter der Berliner Künstlerin Ruth Tesmar zum lyrischen Werk Sarah Kirschs. Um das Verbinden von Schrift und Bild, Wort und Zeichen kreist das Werk der Künstlerin mit Buchobjekten und Handgeschriebenem. Heidelore Kneffel, Leiterin des Fördervereins "Dichterstätte Sarah Kirsch" und vertrautre der Dichterin und der Kulturwissenschaftler Hartmut Böhme flankieren das Projekt mit Lesung und Gespräch.

21.10. - 5.12.2008
Mo. - Fr. 9:00 - 15:00 Uhr
Eintritt 5 € / 3 €

è
Literaturforum im Brecht-Haus
Chausseestr. 125
10115 Berlin-Mitte

Ruth Tesmar - Vorletzte Fragen

Buch- und Schreibobjekte von Ruth Tesmar sowie Bilder zum Buch "Vorletzte Fragen" mit Texten von Jochen Hörisch

Ruth Tesmar - Tor der Worte, 2008Letzte Fragen - "Woher kommen wir, wohin gehen wir, was istt der Sinn des Lebens?" - wirken heute eher komisch; sie lassen sich im postmetaphysischen Zeitalter allenfalls noch ironisch stellen. Auf diese Fragen reagieren die Bilder von Ruth Tesmar. Eine Ausstellung, die die Demarkationslinie zwischen Wort und Bild ab- und überschreitet. Weitere Buchobjekte sowie Handgeschriebenes von Ruth Tesmar verdeutlichen zusätzlich die Verbindung von Schrift und Bild, Wort und Zeichen.

14.10. - 7.12.2008
Eintritt frei

è
Schloss Neuhardenberg
Großer Saal, Foyer
Schinkelplatz
15320 Neuhardenberg

Dienstag, 30. September 2008

Edition ZWIEFACH

Linde Kauert und Heinz HellmisÄsop und Babrios
27 Fabeln

Aus der großen literarischen Fabelwelt des Altertums wurden für diese, bereits 2007 in der Edition Zwiefach erschienene Ausgabe, 27 Fabeln ausgesucht. Für acht von ihnen schuf Linde Kauert Aquarelle. So entstand eine kleine Kostbarkeit für alle Freunde der Literatur und Kunst.

DIE FABELN DES ÄSOP und zahlreiche folgende Fabulisten sind oft gebunden an Bildkunst. Lessing nannte Fabeln praktische Sittenlehren.
La Fontaine forderte, sie müssten geistreich, vergnüglich und nachdenklich sein. Für Dichter wie Maler gilt geschliffene Sprache, pointierter Stil, Prägnanz im Ausdruck. Klassische Tierpaare, wie Löwe und Fuchs, Fuchs und Wolf, bestimmten inhaltlich expressive wie surreale Sprache.
Linde Kauert geriet mit ihren Aquarellen formsprachlich in den Umkreis solcher Künstler wie Wols, Janssen und Altenbourg. Ihre Arbeiten sind von feiner Sensibilität, in hohem Maße kunstvoll und sekundieren den Sprachwitz der Texte. Die Figuren sind in Farben gehüllt und in schöner Nervatur freigesetzt. Der Text findet Antwort und gibt sie weiter.
Mit der Edition Zwiefach kommt eine frische, unverbrauchte Sprache in die an das Buch gebundene Kunst.
Lothar Lang
Es erschienen 50 Extraexemplare mit je 1 Motiv eines Aquarells im Format des Fabelbuches für 25,00 Euro.

Format 21 x 27 cm, 40 Seiten
Preis 19,50 Euro • ISBN 978-3-940408-03-7
è Edition ZWIEFACH
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Linde Kauert

siehe auch: è Ausstellung Edition ZWIEFACH (Juni 2008)

Montag, 29. September 2008

Edition Zwiedruck

Herausgegeben von Karl-Georg Hirsch und Matthias Gubig

Das vierte Büchlein der Reihe Zwiedruck ist erschienen und trägt den Titel "Bebbermumpe". Unter diesem in Leipzig heimischen Wort versammelt Hinnerk Einhorn eine Auswahl seiner Gedichte.



Karl-Georg Hirsch schuf hierzu 13 Holzstiche, Matthias Gubig übernahm die Buchgestaltung und Typografie.
Die Realisierung des Buches unterstützte das Museum für Druckkunst Leipzig, dort wurden auch die Grafiken von den Original-Holzstöcken gedruckt. Auf das Büttenpapier Alt-Burgund druckte die Grafische Werkstatt Liebsch im Offset die Texte. Die zwanzig Seiten dieses Büchleins wurden in Form eines Leporello mit Umschlag von Michael Knop gebunden.
Alle 99 Exemplare der Auflage sind nummeriert und vom Autor, dem Grafiker und dem Buchgestalter signiert.

Bisher erschienen in dieser Reihe
Anna Langhoff, Vielliebchen, Gedichte,
Karl-Georg Hirsch, 7 Holzschnitte, 2005

Brigitte Struzyk, Die Linde am Rhin,
Karl-Georg Hirsch, Vignetten und ein Holzstich, 2006

Rajzel Zychlinski, Drei Gedichte,
jiddisch, deutsch, hebräisch,
Karl-Georg Hirsch, 8 Holzschnitte, 2007


Die Bücher können zum Preis von jeweils 75 € bei den Herausgebern erworben werden.
*
Matthias Gubig, Bayrischer-Wald-Straße 13, 15827 Blankenfelde
Karl-Georg Hirsch, PF 221352, 04133 Leipzig

Der Titel "Bebbermumpe" ist auch erhältlich bei
Hinnerk Einhorn, Grüner Weg 65, 15754 Senzig

Mittwoch, 17. September 2008

Sonntag, 31. August 2008

Fünfter Vogtländischer Kunstkalender 2009

Am 01. September erscheint der 5. Vogtländische Kunstkalender, ein seit fünf Jahren von Erik Seidel organisiertes Projekt mit 13 originalen, signierten Druckgrafiken. Alle Arbeiten sind von den Künstlern persönlich gedruckt. Besonders froh sind die Beteiligten, die wieder alle hochwertige Drucke beisteuerten, über das bisher unveröffentlichte Blatt von Wolfgang Mattheuer (mit Nachlass - Prägestempel). Eine absolute Rarität. Am Grafikstand von è Erik Seidel zum Dresdener Grafikmarkt der Pirckheimer Gesellschaft e.V. werden wieder einige Exemplare erhältlich sein.

Wolfgang Mattheuer - Der Untergang

Teilnehmer 2009:
Wolfgang Mattheuer, Leipzig
Lothar Rentsch, Plauen
Tino Rex, Rodewisch
Elke Wolf, Plauen
Werner Wittig, Radebeul
Reinhold Herrmann, Dresden
Jörg Seifert, Annaberg
Barbara Mäder - Ruff, Nürnberg
Volkmar Förster, Eschenbach
Erik Seidel, Plauen
Michael Krause, Greiz
Regina Franke, Zwickau
Christa Jahr, Leipzig


Regina Franke - Denn die Zeit...

Kalenderformat: 70 cm x 50 cm, gedruckt auf verschiedenen, hochwertigen Künstlerpapieren, Auflage: 65 Stück. Der Kalender ist für nur 330 € erhältlich.

è Erik Seidel
Nach den Drei Bergen 33
08527 Plauen
Telefon: +49 3741 220287
*
Erik Seidel

siehe auch: è Vierter Vogtländischer Kunstkalender (Jaunar 2008)

Dienstag, 26. August 2008

Schrift in Form

Symposium Schriftdesign und
Ausstellung internationaler Schriftdesigner


2008 ist ein Jahr, das an große Schriftgestalter erinnert: Vor 130 Jahren wurde Paul Renner geboren, Hermann Zapf begeht seinen 90. Geburtstag, Adrian Frutiger seinen 80.
40 junge Schriftgestalter sind ihre würdigen Nachfolger geworden -das zeigt das Klingspor Museum in Abstimmung mit der Vereinigung seiner Freunde in dieser Ausstellung mit Schriften aus aller Welt. Damit wird der Bedeutung der Schriftgießerei Gebr. Klingspor Rechnung getragen und der Rolle, die sich daraus für das Museum als einer der bedeutendsten Sammlungen für die Schriftgestaltung des 20. Jahrhunderts ergeben hat.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit Linotype GmbH, Bad Homburg, und TYPOSITION., Offenbach am Main.

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
Ausstellung: 3. - 26. September 2008
Symposium: 6. - 7. September 2008

Freitag, 15. August 2008

Die schönsten deutschen Bücher 2008

Die Stiftung Buchkunst lädt ein zur Teilnahme am Wettbewerb »Die schönsten deutschen Bücher 2008«. Der Wettbewerb richtet sich an Verlage, Buchgestalter/innen und die produzierenden Betriebe.

Beurteilt werden die Qualität des Buches in Hinblick auf Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung sowie der ästhetische Gesamteindruck.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2008. Eine Expertenjury wählt Ende November die Prämiierungen aus. Buchgestalter/innen unter 32 Jahre können sich zusätzlich zum »Förderpreis für junge Buchgestalter 2008« bewerben. Die Anmeldung erfolgt unter Einsendung eines Exemplars des jeweiligen Buches und des dazugehörigen ausgefüllten è Formulars.

è Stiftung Buchkunst
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Telefon 069.1525.1801
Fax 069.1525.1805
* Stiftung Buchkunst


Sommerfest für die Kunst

Michael Fischer-Art - DER TURM In Wurzbach findet am 23. August 2008 ab 15:00 Uhr ein Sommerfest für die Kunst statt. Das Kunsthaus Müller übergibt an diesem Tag ein Kunstwwerk an die Stadt Wurzbach.

Michael Fischer-Art bemalt einen Turm, das alte Trafogebäude der Stadt. DER TURM soll ein Projekt "Bürger für Bürger" werden. Gleichzeitig beginnt die Ausstellung seiner Werke, die bis zum 12. September 2008 zu sehen sein wird und auch die Kunst auf der Wäscheleine ist traditionell mit dabei.

Für die musikalische Umrahmung sorgen Gerd Schenker, Mitglied des MDR-Sinfonieorchesters und Friedrich Schennker, Mitglied der Akademie der Künste.

Die Vereine von Wurzbach halten weitere Überraschungen für die Sinne bereit. Eine Lithographie von Michael Fischer-Art kann zum Vorzugspreis von 60 € erworben werden (nach der Ausstellung 90 €).

Kunsthaus Müller
è
Kunsthaus Müller
Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6
07343 Wurzbach/Thüringen
*
Verlag Bärbel Müller

Donnerstag, 14. August 2008

Miye Lee - Individuum und Masse


Die Malerin Miye Lee wurde 1970 in Jeonju geboren. Ihre Kompositionen verkörpern die besondere Kunst der "Frei-Raumgestaltung" ihrer Herkunftskultur Südkorea. Die abstrakten Bilder sind Momentaufnahmen impulsiver Interaktionen. Hauptthema der Künstlerin sind die zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie sieht das Individuum im Problemfeld zwischen Kollektivismus und Anonymität. Die formal stark reduzierten Bilder präsentieren eine klare Gestaltung in Verbindung mit harmonischer Farbigkeit. Ihre Porträts von Kindern und Erwachsenen sind von fotorealistischer Präzision mit Betonung prägnanter Details. Die pastellige Farbgebung unterstreicht die gefühlsbetonte Stimmung. Die dargestellten Menschenbilder befinden sich in einem Schwebezustand, der zu assoziativen Interpretationen anregt. Das Grundthema der Künstlerin, das Einzelwesen in der Masse, wird in ihren Kinderporträts sehr einfühlsam dargestellt. Der Ausdruck der fast abweisend traurigen Kinderaugen lässt den Abstand zum Betrachter rasch schwinden und löst in ihm, wenn auch mit leichter Melancholie, ein tiefes Verständnis für die romantische Sehnsucht der Künstlerin nach einem besseren Zusammenleben aus.

è
Galerie Frenhofer
Friedrichstraße 232
D-10969 Berlin
Phone +49.30.816 111 47
*
Dr. Ulrike Oppelt

30. August bis 20. September 2008
Di. - Fr. 14 -18 Uhr und Sa. 12 -16 Uhr

Dienstag, 22. Juli 2008

Salon Fantastique

Einzelausstellung von Christina Gschwantner

Nichts muss bleiben, was es ist oder sein soll. Dies ist die Prämisse, die der künstlerischen Position Christina Gschwantners entspricht. Ihr Spiel mit und auf der Leinwand zeigt das Entstehen ihrer eigenen Welt und Vorstellungen. Wiederholt überarbeitet sie ihre Bilder mit dem Resultat des schöpferisch Unerwarteten. Zufall oder Unfall? Plötzlich geht es zentral um den Prozess der Transformation. Neue Dinge entstehen und verändern sich zu sonderbaren Wesen und Gestalten. Figuren, dem Realen oder Fiktiven entsprungen, erscheinen uns fremd oder vertraut.

Christina Gschwantner
Buntfarbig, in pittoresken, zarten und sanften Tönen, emotional unaufdringlich, bringt der Anschein des Naiven Bewegung in die Phantasie. Die Interpretation verlangt zudem noch ein Quentchen Humor für das Prinzip des Spielerischen.

Die wundersamen Gestalten der Künstlerin lassen eine einfühlsame kindliche Vorstellungskraft vermuten. Neugieriges Staunen und lustvolles Spielen geben reichlich Anreize zu Neuinterpretationen. Christina Gschwantner ist nicht nur im Bereich der Malerei tätig, sondern auch als Grafikerin und Illustratorin. Das illustrativ Malerische birgt manch heitere Überraschung und bereichert das assoziative Gedankenspiel der Betrachter.

è
Galerie Frenhofer e.V.
Friedrichstraße 232
D-10969 Berlin
Phone +49.30.816 111 47
* Dr. Ulrike Oppelt

2. bis 23. August 2008
Di. - Fr. 14 -18 Uhr und Sa. 12 -16 Uhr

Dienstag, 15. Juli 2008

Bertolt Brecht in Buchkunst und Graphik

Die Ausstellung aus der Sammlung unseres Mitglieds Volkmar Häußler, Jena/Nitschareuth, wird vom 20 Juli bis 21. September 2008 im Unteren Schloss Greiz gezeigt.
Der Einladung zur Ausstellungseröffnung beigelegt wurde dieser Acrylstich von Egbert Herfurth, vom Stock gedruckt und das jüngsten Brecht-Exlibris von Volkmar Häußler
Zur Eröffnung am 20 Juli 2008 um 11:00 Uhr spricht unser Mitglied Harald Kretzschmar.
Di - So 10:00 - 17:00 Uhr

è Unteres Museum Greiz
Burgplatz 12
07973 Greiz

2 Kommentare:

23. Juli 2008: Volkmar Häußler hat gesagt…

Der hier abgebildete und den Einladungen beigelegte Acrylstich von Egbert Herfurth wurde vom Stock gedruckt und zeigt das Motiv meines jüngsten Brecht-Exlibris.
Der Leipziger Bibliophilen-Abend veranstaltet am 20. September seine Herbst-Exkursion nach Greiz zur Ausstellung und nimmt sicherlich noch Interessenten mit.
Presse-Echos zur Ausstellung und Bilder von der Vernissage sind u.a. zu finden unter www.durchblick-greiz.de und www.otz.de.

P.S.
Meine harsche Kritik übrigens an diesem bösen "Kommentar"-Monster!
Aber vielen Dank an Abel Doering für die sofortigen Korrekturen - telefonisch mitgeteilt, weil das von hinten aufgezäumte Prozedere meinen ganzen Kommentar wieder weggegoogelt hat.

23. November 2008: Abel Doering hat gesagt…

aus: MARGINALIEN, Heft 192

Die Ausstellung »Bertolt Brecht in der Buchkunst und Graphik« im Unteren Schloß zu Greiz lockte auch die Leipziger Bibliophilen, deren Herbstexkursion am 20. September 2008 Greiz als erstes Ziel hatte. Dort wurden sie bereits von ihrem Mitglied Volkmar Häußler erwartet, aus dessen reichen Sammlungsbeständen die umfangreiche Ausstellung gespeist war. Mit der Kennerschaft des engagierten Sammlers und mit dessen Begeisterung führte Häußler durch seine ›Brechtiana‹, seltene erste und illustrierte Ausgaben, Pressendrucke, zum Teil auf Anregung Häußlers entstanden, graphische Einzelblätter zu Brecht-Texten und zur Person Brechts, gelegentlich mit den zugehörigen Entwurfsskizzen, Plakate zu Aufführungen von Stücken des Autors am Berliner Ensemble und anderswo bis hin zu Brecht-Exlibris und fremdsprachigen illustrierten Brecht-Ausgaben, die zeigen, daß sich Künstler in aller Welt von Texten Brechts haben anregen lassen. Angeregt und interessiert waren auch die 40 Exkursionsteilnehmer, die sich bereits im Bus auf Kommendes einstimmen konnten mittels der vorliegenden Rede von Harald Kretschmar, mit der dieser die Ausstellung am 20. Juli eröffnet hatte. – Mit dem Bus ging es dann weiter zum nahegelegenen Schloß Burgk, wo zwei sehenswerte Ausstellungen zu besichtigen waren: Graphik und Bilder zu literarischen Themen vom Multitalent Armin Mueller-Stahl, dessen Gestik und Haltung betonende Blätter den Schauspieler verraten. Treffend auch seine Porträtstudien von Schriftstellern, Musikern und Künstlerkollegen. Die andere Ausstellung zeigte in schöner Pirckheimer-Tradition Exlibris für Lothar Lang, den langjährigen ›Schloßherren‹ und Begründer der Exlibris-Sammlung des Museums. Sabine Schemmrich hatte die Leipziger Bibliophilen freundlich in ihrem Hause empfangen und durch beide Expositionen geleitet. Mit Freude wurde auch bemerkt, daß die Sanierungsarbeiten am Schloß voranschreiten und die Leitung des Museums den von Lothar Lang eingeschlagenen Weg, in wechselnden Ausstellungen zeitgenössische Kunst mit Bezug zur Literatur sowie, im Pirckheimer-Kabinett, illustrative Arbeiten und Buchkunst zu zeigen, mit Erfolg weiterführt.

Herbert Kästner

Pressendruck der Pirckheimer-Gesellschaft

Herausgegeben von der Pirckheimer-Gesellschaft e.V. erschien vor wenigen Monaten
Vor den Ruinen.
Fünf Gedichte von Volker Braun
und [drei ganzseitige] Kaltnadelradierungen von Claudia Berg.

Vor den Ruinen
Die Auflage beträgt 40 von dem Autor und der Künstlerin signierte Verkaufsexemplare sowie 10 römisch numerierte Künstlerexemplare. Das Buch im Format von 22 mal 28 Zentimeter wurde gestaltet von Claudia Berg und Prof. Helmut Brade, Halle-Giebichenstein. Axel Möbest hat es im Bleisatz gesetzt und gedruckt, der Druck der Radierungen erfolgte durch Heiner Bunte, ebenfalls Halle.


Die Gedichte sind Reflexionen Volker Brauns über einen Mexiko-Aufenthalt und erscheinen hier im Erstdruck. Begleitet werden sie durch ganzseitige Kaltnadelblätter der Hallenser Künstlerin Claudia Berg.
Kaltnadelradierung von Claudia Berg
Der Vorzugspreis für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft beträgt 150 Euro, der Preis für Nichtmitglieder 250 Euro. Bestellungen werden direkt bei der Pirckheimer-Gesellschaft erbeten.

* Bestellung
è
Claudia Berg

Mittwoch, 25. Juni 2008

Ausstellung: Sommerloch

So kommen Sie in diesem Sommer doch noch ans Wasser. Wasser ist nicht nur das stärkste, sondern auch das wandlungsfähigste der Elemente. Es ist zwar knapp, kann jedoch unsere Phantasie gewaltig in Fluss bringen. Die Galerie Frenhofer Berlin hat dem Wasser eine anregende Ausstellung gewidmet. Die Ausstellung, die am Freitag, den 4. Juli um 19:00 Uhr eröffnet wird, wurde von den Künstler/Innen dieser Produzentengalerie konzipiert. Keiner der Künstler/innen wusste im Vorfeld, wie die anderen dieses Thema interpretieren würden.

Raymond Unger - Prinzenbad
Die Ausstellung zeigt eine "freie" Mischung zum vorgegebenen Thema. So wie die am Wasser lebenden „Eisvögel“ (Christina Gschwantner) kleine Fische durch Tauchflüge jagen, so können nun auch Sie im Tauchflug einige Kunsthappen aufspießen.
Katrin Günthers „Haus des Tauchers“ könnte Ihre Urlaubsträume erfüllen: es liegt zwar noch trocken, jedoch direkt neben dem „Garten am See“ (Christine Keruth) und dem „Prinzenbad" (Raymond Unger) – mit übersprudelnder Lebenslust.
In den Bildern „Landschaft 004“ von Miye Lee oder in den „Atmospärische Erinnerungen“ von Christine Sophie Bloess können sie unter verschiedenen Aspekten ihrer Phantasie freien Lauf lassen. Erinnerungen können wie Dunst um uns herumschweben, können sich aber auch im Wassergrund vernetzen wie die typischenschwarzen Tuschezellen in Manfred Heinzes konzeptioneller Arbeit „Bohrro (A-L)“.
Ironisch erfrischende Ölkreidezeichnungen von Frank Neye (Eiswürfel im Pool), eine beunruhigende Aktfigur vor düsterem Meereshimmel („Der Schrei“, Rolf Ohst) und ein Paradies im Bau von Lutz Brandt, der die Vorstellung pflegt, dass es in Berlin immer wärmer wird, zeigen die Ideenvielfalt der Künstler/innen.

Künstler/ Artists Jennifer Baumeister - Christine Sophie Bloess - Lutz Brandt - Christina Gschwantner - Katrin Günther - Manfred Heinze - Karl-Heinz Kautzinski - Christine Keruth - Miye Lee - Frank Neye - Rolf Ohst - Raymond Unger

Dr. Ulrike Oppelt

è
Galerie Frenhofer
Friedrichstraße 232
D-10969 Berlin
Phone +49.30.816 111 47
* Dr. Ulrike Oppelt

5. bis 26. Juli 2008
Di. - Fr. 14 -18 Uhr und Sa. 12 -16 Uhr

Freitag, 20. Juni 2008

Edition ZWIEFACH

Linde Kauert und Heinz Hellmis
Einzelblätter-Graphiken und Malerei


Erstes Buch der Edition ZWIEFACH                                   ISBN 978-3-940408-00-6

Das Kunstreich am Pergamonmuseum zeigt vom 26. Juni bis 27. Juli 2008 in der Ausstellung Seitenweise die bibliophilen Ausgaben und Bücher der Künstler-Edition ZWIEFACH.
Vernissage Donnerstag, 26. Juni 2008 um 19:00 Uhr

è
Kunstreich am Pergamonmuseum
Berlin Mitte
Am Kupfergraben 6
Mo 12:00-19:00 Uhr
Di-So 11:00-19:00 Uhr

è
Edition ZWIEFACH
*
Linde Kauert