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Montag, 19. Januar 2026

300. Geburtstag von Christian Felix Weiße

Aus Anlass des 300. Geburtstag von Christian Felix Weiße, des bedeutenden deutschen Dichters, und Vertreters der Aufklärung und Autor des literarischen Rokoko, der als Begründer der deutschen Kinder- und Jugendliteratur gilt, kommt der Leipziger Bibliophilen-Abend zu seiner ersten Veranstaltung im Jahr 2026 in der Stadtbibliothek zusammen.
Der Abend wird in Kooperation mit dem Lehmstedt Verlag und weiteren Partnern gestaltet.

28. Januar, 18.00 Uhr
Stadtbibliothek Leipzig
Wilhelm-Leuschner Platz 10 · 04107 Leipzig

Samstag, 9. August 2025

Der zweite Buchmarkt

In der Reihe BUCHSTADT LEIPZIG wird Dr. Mark Lehmstedt dem Leipziger Bibliophilen-Abend das Buch »Der zweite Buchmarkt. Der Leipziger Gebrauchtbuchhandel im 17. und 18. Jahrhundert.« vorstellen.
Der »zweite Buchmarkt« versorgte Fürsten und Bauern, Gelehrte und Kaufleute, Studenten und Dienstmädchen gleichermaßen mit Lesestoffen, die zudem meist deutlich preiswerter waren als Neuerscheinungen. Der Zugriff auf das in den Büchern der zurückliegenden Jahrhunderte gespeicherte Wissen wurde in einer bis dahin unvorstellbaren Weise erleichtert. Neben dem Antiquariatsbuchhandel bildeten Auktionen die zweite Säule des Handels mit gebrauchten Büchern. Basierend auf einer systematischen Auswertung der Anzeigen in den Leipziger Zeitungen sowie zahlreicher archivalischer Quellen bietet die Bibliografie einen umfassenden Überblick über die Versteigerungen von Büchern in Leipzig zwischen 1670, dem Beginn des Auktionswesens in der Stadt, und dem Jahr 1800.

9. September 2025, 19.30 Uhr

Haus des Buches
Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Freitag, 11. Juli 2025

Buchtüten aus aller Welt

Seit Ende 2020 nennt das Deutsche Buch- und Schriftmuseum eine Sammlung von annähernd 3.000 Buchtüten sein eigen, die der Leipziger Verleger und Buchhistoriker Mark Lehmstedt über mehr als zwei Jahrzehnte auf seinen Reisen durch die Buchhandlungen und Messen in Deutschland, Europa und auch darüber hinaus zusammengetragen hat. Was sich „ursprünglich durch simples Nicht-Wegwerfen“ angehäuft hatte, bekommt mit den Jahren eine Systematik, die ersichtlich macht, was die Buchtüte kulturhistorisch ausmacht. Nachdem Lehmstedt bereits kistenweise Buchtüten aufgehäuft hatte, bat er im Herbst 2020 durch ein Rundschreiben an etwa 500 Verlage und 1.500 Buchhandlungen im deutschen Sprachraum und durch einen Appell in der Zeitschrift ‚Aus dem Antiquariat‘ um breite Unterstützung. Daraufhin strömte eine Flut von Tüten in das Leipziger Verlagsbüro. Die vielgestaltigen, auch international zusammengetragenen Ephemera sind ein Beispiel, wie sehr Museum und Archive von privater Sammelleidenschaft profitieren. Das gilt ganz besonders im Kontext historischer Verbrauchsmaterialien wie der Tüte, die die Zeitläufte selten überdauern.
Buchtüten aus der Sammlung, Fotos: Mark Lehmstedt & DNB/Christine Hartmann
Als Verpackungs- und Transportmedium für das Buch ist die Buchtüte ein Zeugnis der Buchhandelsgeschichte. Sie ergänzt den unikalen Bestand des Museums an buchhandelsgeschichtlichen Archivalien und Dokumenten als eines der Alleinstellungsmerkmale des Museums. Der Handel mit gedruckten Büchern hat spätestens mit dem Aufkommen von Messekatalogen im 16. Jahrhundert immer auch nach Möglichkeiten gesucht, für das Buch zu werben. Ob sachlich, selbstbewusst oder knallbunt: Der für das Lesen werbende Aufdruck der Buchtüte spiegelt nicht nur Anspruch und Realität, sondern auch Erfolge und Krisen des Buchhandels. Als Barometer der Buchbranche sind sie wichtige Zeitzeugen, gesammelt wurde das Wegwerfprodukt Buchtüte bislang aber nirgends. Sowohl in der begrenzten Lebensdauer als auch der fehlenden Aufmerksamkeit des Sammlermarktes ist die Buchtüte verwandt mit vielen anderen Beständen der Buchhandelsgeschichte, die in den Depots des Deutschen Buch- und Schriftmuseums lagern und als historische Verbrauchsmaterialien retrospektiv nobilitiert werden. Nach Jahrzehnten, Jahrhunderten haben viele von diesen Beständen in ihrer Seltenheit unikalen Wert, zum Beispiel die umfangreiche Sammlung von Messkatalogen. Als Verbrauchsmaterial produziert, kommt der Buchtüte erst mit zeitlicher Distanz der Status von Kulturgut zu, dem allgemeingültige Aussagen über historische Entwicklungen zugetraut werden. Dabei ist die Buchtüte nicht nur für die Buchhandelsgeschichte interessant, vielmehr steht ihre Geschichte an der Kreuzung ganz unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen: Neben der Alltags- und Wirtschaftsgeschichte sind es die Industriegeschichte oder die Design- und Konsumgeschichte. ...

(Stephanie Jacobs und Benjamin Sasse, kompletten Artikel hier lesen)

Donnerstag, 12. Oktober 2023

Aus dem Antiquariat 3/2023

Zur Zeit wird das 3. Heft 2023 "Aus dem Antiquariat" ausgeliefert.

Darin schreibt u.a. Mark Lehmstedt über die Anfänge der Kursive in Deutschland 1520, Günther Fetzer macht eine Anmerkung zur Editionsgeschichte von Hoffmannsthals Briefen, Björn Biester berichtet über die Antiquariatsmessen im ersten Quartal 2024 und man findet im Heft ein Interview zum Forschungsvorhaben "Das Zentralantiquariat der DDR".

Übrigens: Für bestimmte Personengruppen ist das Abo günstiger, für buchhändlerisch Tätige kostet es z.B, statt 109 Euro 87,20 Euro p.a.

Freitag, 3. März 2017

AdA 1/2017

Am Montag erscheint das Heft 1/2017 von „Aus dem Antiquariat“. Der Pirckheimer Mark Lehmstedt berichtet über den verlegerischer Alltag im 17. Jahrhundert anhand der Korrespondenz des Leipziger Verlegers Georg Heinrich Frommann mit Christian Daum in Zwickau. und Hermann Staub beschreibt mittels der Nürnberger Antiquariat GmbH, 1923 bis 1926, Handexemplare von Auktions-katalogen als Forschungsgegenstand. Wie gewohnt gibt es Berichte über Ausstellungen, Katalogbesprechungen und Rezensionen. Für Antiquare dürfte nicht zuletzt das Interview von Björn Biester mit einem der beiden Booklooker-Geschäftsführer interessant sein; Daniel Conrad bietet den Antiquare eine Kooperation an.
NB: Ein recht unkompliziertes Kennenlernen der Zeitschrift ermöglicht das Probe-Abo „2 für 1“.

Mittwoch, 28. September 2016

Leipzig um 1900 auf alten Ansichtskarten

In den Jahren um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde die Leipziger Innenstadt gewissermaßen neu erbaut. In Leipzig entstanden ganz neue Häusertypen wie Messepaläste, Passagenbauten, Kaufhäuser, Pelzwarenkontore und als Krönung der Monumentalbau des Hauptbahnhofes. Darüber hinaus veränderten sich durch den immensen Bevölkerungszuwachs die dörflich strukturierten Anrainer. In höchster Geschwindigkeit wurden diese Stadtteile mit moderner städtischer Infrastruktur ausgestattet. Am Ende dieses Umbauprozesses war aus der kleinen, etwas verschlafenen Stadt eine pulsierende Metropole der Moderne geworden.
Heinz Peter Brogiato, Geograph und Leiter der Geographischen Zentralbibliothek und des Archivs für Geographie im Leibniz-Institut für Länderkunde e. V. in Leipzig, dokumentierte diesen urbanen Wandel mit einer Forschungsarbeit über zeitgenössische handkolorierte Ansichtskarten. Über die sehenswerten Postkarten und das daraus entstandene, im Lehmstedt Verlag erschienene Buch "Leipzig um 1900" spricht der Autor im Leipziger Antiquariat. Die den Vortrag begleitende Ausstellung mit Original-Postkarten richtet den Blick dabei insbesondere auf die Entwicklungen im Leipziger Westen.

Vortrag und Ausstellung: 28. September 2016, 19 Uhr

Leipziger Antiquariat | Filiale Central W33
Georg-Schwarz-Straße 12, Leipzig

Dienstag, 14. Juni 2016

AdA 2/2016

In einer Woche wird eine neue Ausgabe von Aus dem Antiquariat ausgeliefert. Darin dokumentiert Mark Lehmstedt Die Lehrjahre von Nathanael Sigismund Frommann in Leipzig 1752 bis 1757 und Roland Jaeger Martin Feuchtwanger und seinen Exilverlag ›Edition Olympia‹ in Tel Aviv. In einem Gespräch von Björn Biester mit Otto W. Plocher wird festgestellt »Bücher sind das Größte, und wer das Gegenteil behauptet lügt oder ist ein Depp.«, Abel Doering berichtet über die 22. Leipziger Antiquariatsmesse und Thomi Hupfer über die in Zürich. Sabine Keune schrieb einen Nachruf auf Renate Giesenheyner. Wie immer gibt es darüber hinaus Rezensionen und Besprechungen aktueller Kataloge.
Übrigens, ein recht unkompliziertes Kennenlernen der Zeitschrift ermöglicht das Probe-Abo „2 für 1“.