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Dienstag, 22. August 2023

Thomas Kuczynski ist gestorben

Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Thomas Kuczynski, 1944 in London geboren, am 19. August 2023 in Berlin. Er war der Sohn des Gründungsmitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft Jürgen Kuczynski (1904-1997).
Foto © Verbrecherr-Verlag
Ende der 40er Jahre übersiedelte die Familie in die spätere DDR, dort studierte Thomas Kuczynski an der Hochschule für Ökonomie Statistik und arbeitete seit 1972 am Institut für Wirtschaftsgeschichte der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin, ab 1988 leitete er das Institut für Wirtschaftsgeschichte der AdW bis zu dessen Schließung 1990/91.
Danach arbeitete Kuczynski als freier Publizist und Autor von Studien zur Politischen Ökonomie, wirkte als Herausgeber kritischer Editionen von Marx-Schriften (so etwa den ersten Band von „Das Kapital“, 2017).

Die Familie Kuczynski ist den Berliner und Brandenburger Pirckheimern vor allem durch die seinerzeit größte Privatbibliothek in der DDR bekannt, an die sie sich aus Besuchen in den 60ern und 70ern gern erinnern und die 2002 von der Zentral-und Landesbibliothek Berlin erworben wurde.

Dienstag, 17. November 2015

... es ist angerichtet!


Der erste Koffer für den Stand der Pirckheimer-Gesellschaft auf der artbook.berlin ist gepackt. Wie der Kenner unschwer erkennt, ist vieles aus der Geschichte dieser Bibliophilen-Organisation dabei: Jahresgaben, darunter die erste von 1958 und die aktuelle aus diesem Jahr, Marginalien einschließlich des Reprints des Heftes 1 und sogar einige der legendären Speisekarten zu den Jahrestreffen. Und als Namen der Autoren und Künstler sind unter anderem zu lesen: Jürgen Kuczynski, Bruno Kaiser, Horst Kunze, Hans-Georg Sehrt, Lothar Lang, Alexander Olbricht, Frans Masereel, Werner Klemke, Axel Bertram, Egbert Herfurth, Matthias Gubig,  Angela Hampel und Karl-Georg Hirsch.
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Hinweis: Die Pirckheimer-Gesellschaft ist in der Kulturfabrik am Flutgraben in der 1. Etage an Stand 23 zu finden und teilt sich den Stand mit dem Berliner Bibliophilen Abend.

Samstag, 16. November 2013

Sechs Generationen auf Bücherjagd

Unter diesem Titel der ersten Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft aus dem Jahre 1958 findet im Deutschlandfunk am 16. November 2013 ab 23:05 Uhr Eine Lange Nacht über Jürgen Kuczynski und seine Familienbibliothek statt. Da aus urheberrechtlichen Gründen die Sendung nicht als Audio-on-Demand angeboten werden kann, müssten sie sich Interessenten, die zur Zeit der Ausstrahlung verhindert sind, unter Nutzung des kostenlos zur Verfügung gestellten dradio-Recorders aufnehmen.
 
Jahresgabe 1958 der Pirckheimer-
Gesellschaft im Deutschen Kulturbund
Auflage: 500 Exemplare
Typografie: Offizin Andersen Nexö Leipzig
Buchdruckerei Rudolf Weidner in Naumburg
Die Bibliothek von Jürgen Kuczynski (1904 - 1997), Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, seinerzeit die größte Privatbibliothek in der DDR und eine der größten in Europa, überstand in hundert Jahren mehrfach Exile und konnte trotz schmerzlicher Verluste in ihrem Kern zusammengehalten und erweitert werden. 2002 wurde sie von der Zentral- und Landesbibliothek übernommen. Aus der Feder von Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, der einem bürgerlich-liberalen Elternhaus entstammt und der sich selbst als Kommunist bezeichnete, dessen Anschauungen in der DDR trotzdem (oder deswegen?) nicht immer auf Verständnis stießen, der in der DDR andererseits mit den höchsten Auszeichnungen geehrt wurde, stammen ca. 4100 Veröffentlichungen, darunter eine 40-bändige "Geschichte der Lage der Arbeiter unter dem Kapitalismus", 10 Bände "Studien zur Geschichte der Gesellschaftswissenschaften" und die "Geschichte des Alltags des deutschen Volkes" in 5 Bänden.

Freitag, 21. Oktober 2011

Der Kuczynski-Nachlass in der ZLB

Geschichte und Erschließung
(Dr. Agnieszka Brockmann)

Kuczynski-Nachlass in der Zentral- und Landesbibliothek Berlin

Im Juli 2002 hat die Zentral- und Landesbibliothek Berlin den Nachlass unseres Gründungsmitglieds Jürgen Kuczynski erworben. Er besteht aus der von mehreren Generationen gepflegten, größten Privatbibliothek Deutschlands (ca. 70 000 Bände) und dem handschriftlichen Nachlass des Statistikers Robert René Kuczynski (1876-1947) und des Wirtschaftshistorikers Jürgen Kuczynski (1904-1997). Während die Bibliothek als eine Arbeitsbibliothek von linksbürgerlichen Intellektuellen an sich eine bibliophile Besonderheit ist, bilden die in dem Nachlass versammelten Dokumente eine wertvolle Quelle für die Untersuchung der neuesten deutschen Geschichte.
Die Erschließung des Nachlasses erfolgte seit Januar 2004 bis April 2008 als Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Vortrag werden die Geschichte des Nachlasses und der Prozess seiner Erschließung dargestellt.

Vortrag: 14. November 2011, 17:00-18:30 Uhr

Berliner Stadtbibliothek
Kleiner Säulensaal
Breite Str. 30-36

Dienstag, 28. Juni 2011

Wolfram Körner

Patienten und Bücher,
Kunst und ferne Länder
Aus meinem Leben


Soeben erschienen als Gabe unserer Gesellschaft in seinem 91. Lebensjahr die Lebenserinnerungen unseres Ehrenmitglieds und langjährigem Vorsitzenden è Prof. Wolfram Körner. Dieses vom Vorsitzenden im Auftrag der Pirckheimer-Gesellschaft herausgegebene, von unserem Mitglied Matthias Gubig gestaltete, bei Albdruck Berlin gedruckte und bei Stein+Lehmann Berlin gebundene Bändchen erschien in einer Auflage von 800 Exemplaren. 50 Exemplaren liegt eine Originalgraphik von Werner Helfenbein, 10 Exemplaren zwei zusätzliche Originalgraphische Neujahrsgrüße von Wolfram Körner bei. Alle Exemplare sind mit Wolfram Körners Exlibrisstempel von Hans-Joachim Behrendt mit Hand gestempelt.
"Die Pirckheimer-Gesellschaft übergab als >erste Gabe 1958< an ihre Mitglieder den Band von Jürgen Kuczynski Sechs Generationen auf Bücherjagd. Zur Geschichte meiner Bibliothek. Das Impressum weckte bibliophile Hoffnungen, denn man konnte damals folgendes lesen:  "Dies ist der erste Druck einer Schriftenreihe, die von Sammlungen und Sammlern berichtet.< Mit einer Verzögerung von nunmehr 53 Jahren liegt jetzt eine Publikation vor, die als zweiter Druck dieser einst angekündigten Reihe gelten könnte."
(aus dem Vorwort)

1 Kommentar:
28.07.2011: Leider verzögert sich die Versendung der Jahresgabe durch nicht zu beeinflussende Umstände. Bitte haben Sie Verständnis. (Abel Doering)