- vor einigen Jahresgaben vergangener Jahre
- Logo des BBA 1993 bis 2018 von Andreas Brylka
- drei Porträts Erich Kästners von Steffen Büchner mit seinem Titel der Büchergilde Gutenberg "Über das Verbrennen von Büchern"
- darüber Holzschnitt von Brigitte Iseli-Neustäbler zum 120jährigen Stiftungsfest
- daneben das aktuelle Logo des BBA
- darunter die Jahresgabe 2024, der von Ralf Plenz herausgegebene Titel "Einbahnstraße" von Walter Benjamin mit einer Radierung von Hanif Lehmann
- und rechts eine Holzlettern-Typographik im Vierfarbdruck zum 120. Gründungstag des BBA von Marc Berger
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Mittwoch, 16. April 2025
neues Werbebanner des Berliner Bibliophilen Abend
Der Berliner Bibliophilen Abend wird künftig auf Berliner Großveranstaltungen wie dem Bücherfest auf dem Bebelplatz, der BücherLust Berlin in Karlshorst oder der artbook.berlin in Kreuzberg unter dem hier abgebildeten Werbebanner (50x100) zu finden sein.Abgebildet sind (v.l.n.r.):
Mittwoch, 17. Juli 2013
Im Holzstich gebändigte Energie
Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka. Faszination Holzstich und Buchillustration.
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| Elemente, 1992 |
Ist dieser bereits seit 13. Mai Fünfundsiebzigjährige nun der klassische disziplinierte Illustrator, oder doch eher der frei eigene Themen gestaltende Grafiker? Diese schwer zu beantwortende Frage erledigt sich bei dieser Ausstellung von selbst, da sie im Museum für Druckkunst Leipzig als Heimstatt gediegenen Buchdrucks stattfindet. Karl-Georg Hirsch wird hier ausschließlich als der mit hochstilisierter Holzstichakribie arbeitende Buchkünstler gezeigt. Zudem ist sein Ausstellungskomplex mit dem eines zweiten dem Buch verpflichteten Holzstechers verflochten, dem des einst ebenfalls an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig ausgebildeten Hamburgers Andreas Brylka. So entsteht im Vergleich zweier ganz unterschiedlicher Temperamente eine umfassende Schau zur bildkünstlerischen Ausdeutung von Literatur.
Dazu muss man sagen - der Ort der Ausstellung hat es schon in sich. Krabbelt man mühsam zur dritten Etage mit den Ausstellungssälen hoch, absolviert man schon ein Programm des Kennenlernens aller Varianten herkömmlicher handwerklicher Buchherstellung. Beginnend im Hochparterre ist die technische Ausstattung einer Druckwerkstatt alten Stils komplett erhalten. Was in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts noch als Offizin Haag Drugulin und Offizin Andersen-Nexö firmierte, war eine gute Adresse für das Herstellen von Büchern, die häufig genug das auszeichnende Prädikat »schönste« erhielten.
Da nun beide Künstler das im 19. Jahrhundert lediglich als schnöde Reproduktionstechnik verbreitete Stechen in Hirnholz (im Unterschied zum Schneiden in Langfaserholz) pflegen, sind sie hier gut aufgehoben. Und sie zeigen, welche ganz moderne Ausdrucksmöglichkeiten sich darin noch verbergen. Allerdings bleibt der sieben Jahre ältere Andreas Brylka in dem Punkt introvertiert bodenständiger. Sein Prä gilt in alter Kleinmeistertradition der Vignette. Verlässt er dieses ureigenste Terrain, wird er in größeren Formaten schnell mit anderen Meistern wie Werner Klemke oder Aristide Maillol verwechselbar.
Karl-Georg Hirsch dagegen hat nach einer Jugend mit Stukkateurberuf und Radrennsport seine enorme Energiepotenz erst mit der jahrzehntelangen Disziplinierung im akademischen Betrieb gezähmt. »Ich mag es, dass mir das Hirnholz so viel Kraft abnötigt«, meint er selbst dazu. Einerseits differenziert er meisterhaft die Grauwerte im Strichgespinst analog dem grafisch bewegten Schriftbild des von ihm illustrierten Buches. Andererseits birst die Welt seiner oft bizarren Menschengestalten oft geradezu im verqueren Zu- und Gegeneinander. Kontrovers jeder Idylle gegenüber reißt er kuriose bis dämonische Konfliktsituationen auf. Allein der feste Umriss der Buchseite begrenzt die unbändige Bewegungslust der Akteure seiner fast dramatisch zu nennenden Kompositionen.
All das lässt sich, anschaulich verteilt auf vielfältige Rahmungen und Arrangements von Buchbeispielen, in Vitrinen betrachten. Die immer wiederkehrende Anmerkung »Leihgabe Dr. Peter Labuhn« deutet an: Hier zeigt mit dem nun bereits im Ruhestandsalter angekommenen Arbeitsmediziner aus Stendal ein passionierter Sammler von Buchgrafik eine Auswahl aus seinen Beständen. Der enge Kontakt zu dem Künstler entstand, als dieser 1976 bis 2003 vom Dozenten und Werkstattleiter zum Professor und Prorektor der Leipziger Kunsthochschule wurde, und dennoch ununterbrochen selbst entwarf und zeichnete, stach und gestaltete. Allein 24 Exlibris entstanden in der Zeit für das Ehepaar Labuhn.
Mit hier gezeigten Entwurfsskizzen, unveröffentlichten Druckbögen und dem Briefwechsel rundet sich das Bild einer engen Beziehung. Jedes Mal unverwechselbar Hirsch, und immer im nuancenreichen Schwarz-Weiß klassischer Grafik. Welch kritisch-aufklärerischer Geist die für LUBOK, die edition burgart, die Büchergilde Gutenberg oder vor allem für die bibliophile Edition Zwiedruck geschaffenen brandaktuellen Blätter prägt, kommt allerdings hier kaum zum Ausdruck. Holzstich hat doch über alles Technische hinaus eine geistige Dimension.
(Harald Kretzschmar in Neues Deutschland, 17.7.2013)
Ausstellung: 9. Juni bis 25. August 2013
Donnerstag, 30. Mai 2013
Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka
Faszination Holzstich und Buchillustration
Ausstellung aus Anlass des 75. Geburtstages des Leipziger Künstlers und Grafikers Karl-Georg Hirsch.
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| A. Brylka Holzstich zu Th. Mann Der Kleiderschrank 1991 © Künstler |
Zwei Künstler - eine grafische Technik: mit Werken von Karl-Georg Hirsch und Andreas Brylka
aus fünf Jahrzehnten zeigt die Ausstellung im Museum für Druckkunst erstmals zwei der
wichtigsten deutschen Buchillustratoren in einer gemeinsamen Schau. Die im heutigen Polen
geborenen Künstler studierten knapp zeitversetzt an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig und arbeiten später in Hamburg (Brylka) und Leipzig (Hirsch) freischaffend als
Illustratoren u.a. für verschiedene Verlage. Dabei nutzen beide vornehmlich die heute nur noch
selten verwendete Technik des Holzstichs, um Texten der Weltliteratur eine visuelle Dimension
zu verleihen. Die Ausstellung lädt ein zu einer eindrucksvollen visuellen Reise in zwei
Positionen der analogen Illustrationskunst der letzten 50 Jahre.
Der Ende des 18. Jahrhunderts in England aufkommende Holzstich entwickelte sich im 19.
Jahrhundert zum vorherrschenden Illustrationsverfahren für Bücher und Zeitungen. Seit dem
20. Jahrhundert widmen sich dem Holzstich hauptsächlich Künstler. Die in der Ausstellung
gezeigten Arbeiten von Hirsch und Brylka ermöglichen einen Einblick in die vielfältigen
Ausdrucksformen dieser filigranen Bildtechnik, die auch in der museumseigenen
„Holzstichwerkstatt“ nachvollzogen werden kann.
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| K.-G. Hirsch handkolorierter Holzstich zu J. P. Hebel Kannitverstan 1989 © Künstler |
Karl-Georg Hirsch (geb. 1938 in Breslau) studierte von 1960 bis 1965 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (Diplom bei Gerhard Kurt Müller), wo er seit 1976 als Dozent und von 1989 bis 2003 als Professor wirkte. Seit 1967 freischaffend tätig als Illustrator und Grafiker für renommierte Verlage wie Aufbau-Verlag Berlin und Insel Verlag Leipzig (heute Berlin). Auszeichnung mit zahlreichen Preisen, u.a. Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig 2011. Über 100 Einze- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Leipzig und Dölitzsch-Narsdorf.
Andreas Brylka (geb. 1931 in Myslowitz) studierte von 1952 bis 1957 an der Hochschule für
Grafik und Buchkunst Leipzig bei Egon Pruggmayer. 1959 übersiedelte er nach Hamburg
und arbeitete freischaffend als Illustrator und Buchgestalter für zahlreiche Verlage, u.a. C.H.
Beck München, Insel Verlag Frankfurt/Main (heute Berlin) und Christians Verlag Hamburg.
1972 gründete er mit der Edition AB einen Eigenverlag. Mehrere Preise erhielt er für
Buchgestaltungen, u.a. im Wettbewerb „Schönste Bücher“. Einzelausstellungen und
Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland. Lebt und arbeitet in Hamburg.
Eröffnung am 7. Juni 2013, 18 Uhr, in Anwesenheit beider Künstler
Ausstellung vom 9. Juni bis 25. August 2013
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