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Samstag, 16. April 2016

Wolfgang Leber

In Berlin wird Ende des Monats die Ausstellung "Wolfgang Leber - Werke aus 50 Jahren: Malerei, Grafik und Plastik" eröffnet und Anita Kühnel wird im nächsten Heft der Marginalien, welches im Juli erscheint, unter dem Titel "Urbane Räume | Der Grafiker Wolfgang Leber" vor allem über das graphische Œuvre dieses Künstler berichten, der gerade 80 Jahre alt geworden ist. Exklusiv für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft wird dem Marginalien-Heft 221 der Holzschnitt "Stehender Akt", geschnitten 1977, gedruckt durch Marc Berger, beiliegen.
In der Ankündigung der Ausstellung heist es: "Der Blick des Künstlers kann manchmal mehr über das Lebensgefühl einer Stadt verraten als ein Foto, ein Text oder ein Museumsobjekt. Für den Maler und Bildhauer Wolfgang Leber steht Berlin im Mittelpunkt seines Schaffens.
1936 in Berlin geboren und im Osten der Stadt verwurzelt, lässt er sich von seinen Streifzügen durch die einst geteilte, sich beständig verändernde Metropole inspirieren. Aufmerksam beobachtet er Orte, Menschen, Situationen, nimmt sie auf und überträgt sie in abstrakte Bilder, die ungewöhnliche Raumgefüge eröffnen und überraschende Einblicke gewähren. Menschliche Figuren oder Gruppen wirken wie in einer Momentaufnahme eingefangen und regen dazu an sich auszumalen was sie tun, woher sie kommen, wohin sie gehen, was sie sagen. So erschließt sich aus den Bildern die Poesie der Großstadt, komponiert in ausdrucksstarken Farben, die Anmutungen an die französische Moderne wecken."
Wolfgang Leber
Richard Pietraß - BINZER SCHATZBRIEF, Graphik: Wolfgang Leber, 2008
Ausstellung: 28. April bis 25. September 2016

Märkisches Museum
Am Köllnischen Park 5, 10179 Berlin

Freitag, 12. Dezember 2008

Binzer Schatzbrief


Wolfgang Leber
Richard Pietraß
BINZER SCHATZBRIEF
Liebesgedichte

Wolfgang Leber
Graphik
Bibliophiler Druck der Edition Rothahndruck / Berlin
in einer einmaligen numerierten Auflage von 60 Exemplaren,
gedruckt im Handsiebdruck von Rainer Slotta,
gesetzt in der Bauer Bodoni
Format 33,5 x 26 cm, Halbleinen im Schuber
Mit dreifarbiger Umschlagvignette, Frontispiz
und neun ganzseitigen, teils zweifarbigen Original-Graphiken
32 Seiten, gebunden in Blockbuchbindung
Im Impressum signiert von Richard Pietraß
und Wolfgang Leber
Preis 260 Eüro
Bestellung und Versand
Marlene Gaßmann, Wollankstraße 133, 13187 Berlin

Mittwoch, 4. Januar 2017

Wolfgang Leber

Von April bis September 2016 zeigte das Märkische Museum zu Berlin aus Anlass seines 80. Geburtstages eine Ausstellung "Wolfgang Leber", in Heft 221 der Marginalien lag für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft eine Graphik von ihm bei. Und 2017 eröffnet die Galerie Pohl ihren Reigen der Ausstellungen mit "Bildern, Aquarellen und Grafik" mit abschließender Auktion dieses Künstlers.

Vernissage: 10. Januar  um 18.30 Uhr
Ausstellung: 10. Januar - 18. Februar 2017
Finissage und Versteigerung: 18. Februar 2017, 18:30
Wollankstraße 112a
13187 Berlin-Pankow
Fon/Fax: 030-486 71 13
* 
E-Mail

Sonntag, 12. Juni 2016

Marginalien 221

Soeben ist das 221. Heft der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie erschienen. Mit Beiträgen über Wolfgang Leber, Ernst Lewinger, Otto Rohse, 30 Jahre Quetsche, Max Herrmann-Neiße u.v.a.
Das aktuelle Heft enthält als typografische Beilage einen Erstdruck von Max-Herrmann-Neiße und für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft den Holzschnitt "Stehender Akt" von Wolfgang Leber (Abb.), gedruckt von Marc Berger.
Probeheft gern via E-Mail bestellbar.

Samstag, 28. August 2010

20 Jahre Andante Handpresse Berlin

Peter Rensch

Erstmals liegt einem Frankfurter Grafikbrief eine Originalgrafik bei, gedruckt als Klischee auf einem Linolschnittfond. Peter Rensch: eines von 8 verschiedenen Motiven aus dem Graphik-Mäppchen Marokko
Vor 20 Jahren, 1990, gründeten Inga und Peter Rensch die ANDANTE Handpresse Berlin-Schöneberg. Der Name war programmatisch: in der Musiksprache bedeutet andante gehend, schreitend und bezeichnet ein mittleres Tempo. ANDANTE-Bücher sollten weniger "Lesefutter" als Bilder-Bücher sein, die "schwarze Kunst" sollte Farbe bekommen. Es sollte eine gemäßigtere Gangart gewählt, dem Auge Zeit gelassen werden. Oftmals füllt lediglich ein Gedicht ein ganzes Buch.
Peter Rensch wurde 1956 in Berlin geboren. Nach dem Abitur absolvierte er 1974 – 76 eine Schriftsetzerlehre, besuchte aber schon seit 1972 Zeichenkurse im Werkstudio Grafik Berlin bei Wolfgang Leber. 1978 – 81 schloss sich ein Typografiestudium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin an. Ab 1983 arbeitete Rensch als freischaffender Künstler und Typograf. Nachdem er 1984 einen Ausreiseantrag aus der DDR gestellt hatte, hatte er Ausstellungsverbot und schlug sich u.a. als Kartenabreißer am Deutschen Theater durch.
Nach der Ausreise nach Westberlin 1987 arbeitete Rensch für die Edition Handpresse Gutsch, hier entstanden 1988 erste eigene Bücher als Handpressendrucke, die ab 1990 unter dem Namen der Andante Handpresse erschienen. Seit 2005 ist er Dozent an der renommierten OSTKREUZ Schule für Fotografie, Berlin.
 (Wolfgang Grätz)

Ausstellung 3. September bis 13. Oktober 2010
Eröffnung am Freitag, den 3. September um 19.30 Uhr. Peter Rensch ist persönlich anwesend, es gibt eine szenische Lesung expressionistischer Texte. Der Eintritt ist frei und jede/r herzlich willkommen.

è
Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Dienstag, 12. April 2011

Graphikeditionen

des Staatlichen Kunsthandels der DDR

Sichel für Linkshänder, Beilage zur Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 2003Der Staatliche Kunsthandel der DDR rief 1975 die Graphikedition ins Leben, um Sammlern und Kunstliebhabern günstig Zugang zu Original-Graphik zu ermöglichen. Jahr für Jahr wurden Einzelblätter, Graphikkalender und Editionen zu den zentralen Kunstausstellungen herausgegeben. Neben namhaften wurden immer auch junge Künstler mit Aufträgen bedacht.
In der Ausstellung wird ein Querschnitt dieser verdienstvollen Editionstätigkeit gezeigt, wobei die unterschiedlichsten künstlerischen Handschriften und Ausdrucksmöglichkeiten graphischer Technik sichtbar werrden. Zu sehen sind u.a. Arbeiten von Bernhard Heisig, Werner Tübke, Harald Metzkes, Wolfgang Leber, Michael Morgner und Rolf Münzner.

Vernissage: Dienstag, 19. April 2011,
19:00 Uhr
Einführende Worte: Hella Utzt
Musik: Johann-Vincent Slawinski, Viola

20. April bis 20. Mai 2011

è Galerie der Berliner Graphikpresse
Gabelsbergerstr. 6
10247 Berlin

Montag, 8. April 2013

Vogel Frühling

Uwe Greßmann zum 80. Geburtstag

Oh, ihr Kinder Erdes! horchet: nur wenige
suchte der Vater der Künstler,
Der Vogel Frühling, aus den Leuten und
ernannte sie zu Dichtern


Abb.: Uwe Greßmann, o.T. [zu Vogel Frühling],
o.J, Tusche schwarz auf Papier, 21 x 14,8 cm,
Signatur 1095
© Archiv der Akademie der Künste Berlin,
Literaturarchiv, Uwe- Greßmann-Archiv
heißt es in Uwe Greßmanns (1933-1969) Gedicht „Die Sage vom Vogel Frühling“. Zweifellos zählt Greßmann zu jenen vom "Vogel Frühling" Auserwählten. Greßmanns Leben war geprägt von Schicksalsschlägen: eine Kindheit in Waisenhäusern, eine Jugend in Krankenhäusern, ein karges, einsames Alltagsleben zwischen Broterwerb und Berufung; keine Pause von psychischer und physischer Not, zuletzt jedoch eine kurze Zeitspanne der Selbstbestimmung, Selbstentfaltung. Mit 36 Jahren starb Greßmann 1969 in Berlin. Denen, die er kannte, bleibt er unvergessen. Jene, die ihn posthum kennen lernen, wird er nicht mehr aus dem Sinn gehen.
In Form und Inhalt, in seiner Zeit und Situation nahezu singulär erscheinend, entstand ein vor allem lyrisches Werk von immenser Ausdruckskraft. Die Gedichte, Essays, Zeichnungen und experimentellen Textentwürfe werfen Zukunft in ihre und unsere Zeit, ohne den Reiz klassischer Anmut zu entbehren. Im Nachlass Greßmanns im Literaturarchiv der Akademie der Künste Berlin finden sich neben unzähligen Gedichtentwürfen hunderte Manuskriptseiten, in denen er sich mit ästhetischen, philosophischen und politischen Fragen auseinandersetzt.
Die Galerie Pankow widmet diesem Künstler nun zu seinem 80. Geburtstag eine Ausstellung und versammelt eine Auswahl an bislang nie öffentlich gezeigten Zeichnungen (Selbstportraits, Illustrationen, freie bildnerische Kompositionen), Manuskriptseiten und Gedichtentwürfen. Die Präsentation gibt einen Einblick in Vielfalt und Genese der Auseinandersetzungen und in ihre unkonventionellen Umsetzungen.
Die Galerie Pankow hat des Weiteren zeitgenössische Künstler eingeladen, Uwe Greßmann mit einer Bezug nehmenden Arbeit aktiv zu erinnern. Die Einladung erging an solche Künstler, welche der Person Greßmann und ihrem Werk nahe stehen bzw. standen – viele der Künstler setzen sich bereits seit langem mit dem Werk Greßmanns auseinander – und in der Lage sind, diese Wirkung Greßmanns künstlerisch umzusetzen und in unsere Gegenwart zu tragen. Hierbei sind zudem zahlreiche neue Arbeiten entstanden welche nun erstmals anlässlich der Ausstellung gezeigt werden. Die Präsentation bildet als Rahmen den zweiten Teil der Ausstellung.
Eingeladene Künstler: Lothar Böhme, Lutz Dammbeck, Ellen Fuhr, Sabine Herrmann, Horst Hussel, Johannes Jansen, Ralf Kerbach, Klaus Killisch, Johannes Ulrich Kubiak, Wolfgang Leber, Osmar Osten, Heidrun Rueda, Wolfram Adalbert Scheffler, Christine Schlegel.
Die MARGINALIEN bringen im Juni-Heft Erinnerungen an Greßmann von Konrad Hawlitzki, dem langjährigen Bibliothekar vom Schriftstellerverband und später vom Club des Kulturbundes, sowie Briefe von Greßmann an den Mitteldeutschen Verlag (Erstdrucke aus dem Greßmann-Archiv der Akademie) zur Entstehungsgeschichte seines berühmten ersten Buches "Der Vogel Frühling".
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine von der Akademie der Künste Berlin erstellten Dokumentation zu Leben und Werk des Dichters.
 
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
 
Ausstellungsdauer: 10. April - 2. Juni 2013
 
Begleitprogramm:
18. April 2013, 19 Uhr Und so empfingen [uns] Schildas Witze. Die Autoren Andreas Koziol und Richard Pietraß im Gespräch über Uwe Greßmann Moderation: Martin Jankowski (Berliner Literarische Aktion)
1. Mai 2013, 19 Uhr Motivbesichtigung. Ansichten zu Leben und Tod des Dichters Uwe Greßmann. Dokumentarfilm aus dem Jahr 1977 von Peter Joachim Holz anschließend: Die Autorin Elke Erb, der Kulturwissenschaftler Konrad Hawlitzki und der Literaturwissenschaftler Peter Geist im Gespräch über Uwe Greßmann.
9. April – 2. Juni 2013 Janusz-Korczak-Bibliothek Berlin-Pankow / Kinderbibliothek (Berliner Straße 120/121). VOGEL FRÜHLING. Kinderzeichnungen zu Gedichten von Uwe Greßmann In einem Gemeinschaftsprojekt von Barbara Heinze (Literaturarchiv der Akademie der Künste Berlin) und Monika Nebel (Schulleiterin) haben die Schüler der 5. und 6. Klasse der Meusebach-Grundschule Geltow wunderbare Zeichnungen zu den Gedichten von Uwe Greßmann angefertigt.
 
Bezirksamt Pankow
Amt für Weiterbildung und Kultur
Breite Straße 8, 13187 Berlin

Donnerstag, 9. November 2023

42. Dresdner Graphikmarkt

Am zweiten Novemberwochenende findet traditionsgemäß der inzwischen 42. Dresdner Graphikmarkt statt.

89 Künstlerinnen und Künstler haben ihre Teilnahme zugesagt. Viele neue Arbeiten aller druckgrafischen Techniken, Aquarelle, Zeichnungen, Fotografien und Postkarten, auch Kataloge, Bücher und Kalender werden präsentiert und zum Kauf angeboten.

Der Dresdner Graphikmarkt vergibt in jedem Jahr an eine ausgewählte Künstlerin bzw. einen ausgewählten Künstler den Auftrag zur Gestaltung eines originalgrafischen Plakats. Die Plakate haben die Größe von 70 x 50 cm, sind vom jeweiligen Künstler signiert und werden während des Graphikmarkts zum Verkauf angeboten.

Das Plakat für den 42. Dresdner Graphikmarkt 2023 gestaltete Wolfgang Leber.

11. und 12. November 2023

Deutsches Hygiene-Museums Dresden
Konferenzzentrum

Sonntag, 1. September 2013

Vogel Frühling

Hommage an Uwe Greßmann

Uwe Greßmann, Lothar Böhme, Lutz Dammbeck, Ellen Fuehr, Sabine Herrmann, Günter Hofmann, Horst Hussel, Johannes Jansen, Ralf Kerbach, Klaus Killisch, Johannes Ulrich Kubiak, Wolfgang Leber, Helge Leiberg, Osmar Osten, Heidrun Rueda, Wolfram Adalbert Scheffler, Christine Schlegel, Schüler aus Geltow
Abb.: Uwe Greßmann, o.T. [zu Vogel Frühling],
o.J, Tusche schwarz auf Papier, 21 x 14,8 cm,
Signatur 1095
© Archiv der Akademie der Künste Berlin,
Literaturarchiv, Uwe- Greßmann-Archiv
Eine Ausstellung in Kooperation mit der Berliner Galerie Pankow und der Akademie der Künste Berlin
Zur Ausstelung erschien ein Katalog, herausgegeben von der Galerie Pankow.

Vernissage: 14. September 2013 um 17:00 Uhr

Ausstellung: 14.September bis 15. Dezember 2013

è Kunstkeller Annaberg
Willischstraße 11
09456 Annaberg-Buchholz

siehe Vogel Frühling

Montag, 26. Juli 2010

Verführung zur Kunst - Eine Besprechnung

Plakatausstellung auf der Burg Beeskow zeugt von interessanten Kunstausstellungen in der DDR

Ausstellung Hochdrucktechnik im Kulturbund, Otto-Nuschke-Straße 2, Berlin von 1979. Holzriss von Werner Wittig, Foto: Elke Lang
è „Verführung zur Kunst“ heißt eine Ausstellung von Plakaten aus der DDR-Zeit in der Burg Beeskow. Ihre Werbewirksamkeit muss tatsächlich groß gewesen sein, wenn man die Reaktionen der Besucher beobachtet, die sich freuen, die Plakate selbst oder einst vielfach auch in Zeitungen und Zeitschriften Abgebildetes darauf wiederzuerkennen. An dem hier Versammelten ist abzulesen, dass sich auch in der ideologisch dominierten DDR immer wieder das künstlerisch Wertvolle durchgesetzt hat. Es sind nicht nur Plakate der großen Museen oder staatlich gelenkten Kunstausstellungen zu sehen, wie zum VI. Bauernkongress 1961 in Rostock, der mit Womackas Mädchen mit Taube warb. Neben dem Alten Museum, dem Museum der bildenden Künste Leipzig, dem Kupferstichkabinett Dresden, der Staatlichen Galerie Moritzburg Halle, der Deutschen Akademie der Künste, dem Lindenau-Museums Altenburg oder der Kunsthalle Weimar zum Beispiel sind auch der Kunstpavillon Heringsdorf mit Otto Niemeyer-Holstein und die Galerie Gallus in Frankfurt/Oder vertreten.

Die beworbenen Ausstellungen reichen von Gedenkausstellungen, zum Beispiel zum 50. Todestag von Max Klinger 1970, zur Caspar-David-Friedrich-Ehrung 1974 oder zu Bernhard Kretzschmars 80. Geburtstag über Ausstellungen der älteren Generation, etwa Eugen Hoffmann und Oskar Nerlinger 1963, Waldemar Grzimek 1960, Jenny Mucci-Wiegmann 1970, Paul Kuhfuß 1963 und Herbert Sandberg 1978, zur damals jüngeren Generation, wie Gerhard Rommel, Werner Stötzer und Erich Wurzer 1973 sowie Wieland Förster 1977. Selbst Avantgardistisches war offensichtlich in der Sammelausstellung „Grafik junger Künstler“ von 1971 zu sehen, die von der Deutschen Akademie der Künste ausgerichtet worden war. Weitere Sammelausstellungen widmeten sich der „Deutschen Landschaft“ (1956), verschiedenen Hochdrucktechniken mit einem Holzriss von Werner Wittig auf dem Plakat (1979) oder dem Holzschnitt mit Wolfgang Mattheuer als Beispiel (1973). Andere Sammelausstellungen waren für Ländern, so Dänemark, Mexiko, Japan, Jugoslawien, Russland beziehungsweise der Sowjetunion, ausgerichtet worden.

Ulrich und Kareen Voigt aus Forst in der Plakatausstellung auf der Burg Beeskow, Foto: Elke Lang
Besonders in den 60er/70er Jahren war es stark verbreitet, mit Kunstplakaten die eigenen vier Wände zu schmücken, und die meisten dieser Plakate sind sehr gut gestaltet und gedruckt und bieten auch als Abbildung von Plastik oder als Reproduktion von Malerei oder Graphik einen Gewinn. Nur in wenigen Fällen allerdings ist der Gestalter vermerkt, so Kurt Ströde bei dem Paul-Kuhfuß-Plakat oder Gerhard Oschatz bei dem Caspar-David-Friedrich-Plakat.

Foto: Elke Lang
Die 60 Plakate aus vier Jahrzehnten gehören zur Sammlung des 67-jährigen Berliners Dieter Leber, der im Zentrum für Kunstausstellungen der DDR gearbeitet hatte. Sie ist seit 1999 im Kreisarchiv Oder-Spree fachgerecht untergebracht. Den Grundstock dieser über 30.000 gesammelten Objekte bildet der ehemalige Plakatbestand des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR, das eine nachgeordnete Einrichtung des Ministeriums für Kultur war und bis zu seiner Abwicklung 1990 nationale und internationale Kunstausstellungen realisierte. Als die Lagerräume in Berlin-Mitte geräumt wurden, rettete Leber den Bestand vor dem Recyclinghof. Neun Jahre später übergab er den Bestand nebst Grafikschränken – und erweitert um seine eigene Plakatsammlung – als Dauerleihgabe an das Kreisarchiv Oder-Spree. Teile der Sammlung waren schon bei einer Ausstellung zur Bodenreform zu sehen, auch Theaterplakate wurden bereits gezeigt.
(Elke Lang)

Ausstellung: 18. Juli 2010 bis 6. Februar 2011
In Zusammwenarbeit mit dem Kreisarchiv Oder-Spree

è Burg Beeskow
Archiv, Lese- und Medienzentrum
des Landeskreises Oder-Spree
Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow
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