Dienstag, 5. November 2013

Heinrich Ilgenfritz (1899 - 1969)

Gestern wurde im Kulturforum Berlin-Hellerdorf eine von Hannelore Hintersdorf und Volkhard Böhm kuratierte Ausstellung mit Leihgaben aus der Sammlung von Maria-Victoria Schubert unseres ehemaligen Mitglieds und Förderers des Sammelns von Exlibris Heinrich Ilgenfritz eröffnet.
Heinrich Ilgenfritz, Brot, 1930, Kupferstich
Heinrich Ilgenfritz wurde am 16.04.1899 in Nürnberg geboren, lernte dort das Graveurhandwerk, besuchte den „Offenen Zeichensaal" und die Kunstgewerbeschule. Von 1922 bis 1927 war er Entwurfszeichner in Flensburg, Kiel und Bremen, gestaltete Schmuck und Silberwaren. In Fischerhude und Worpswede begegnete er Otto Modersohn und Heinrich Vogeler. 1927 Studienaufenthalt in Paris, dort entdeckte für sich die „Peintre-Graveurs" und die später bevorzugte grafische Technik, den Kupferstich. Von 1928 bis 1932 studierte er an der Staatlichen Kunstakademie Kassel, und machte seine Meisterprüfung als Graveur für Kupfer- und Stahlstich. 1930 erhielt Ilgenfritz den Dürer-Preis der Stadt Nürnberg. Nach Auflösung der Kasseler Akademie setzte er sein Studium an den Vereinten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin fort und war Schüler von G.W. Rössner und Meisterschüler von Hans Meid. Von 1935 bis 1945 war er als Kartographischer Kupferstecher und Architekturstecher tätig und wurde als Soldat eingezogen. 1947 bis 1960 übernahm er eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee, an der Fachschule für Druck und Werbung in Berlin-Schöneweide und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1963 zog er nach Kleinmachnow bei Berlin um. Ilgenfritz starb nach langer Krankheit am 27.05.1969.

Ausstellung: 5. November 2013 bis 2. Januar 2014

Kulturforum Hellersdorf
Carola-Neher-Str. 1
12619 Berlin

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