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Donnerstag, 21. August 2025

Stiftung Plakat OST

In zwei Wochen findet im Archiv der Tag der offenen Tür der Stiftung Plakat OST statt.

Wir hoffen auf zahlreiche interessierte Gäste und strahlendes Wetter, sowie auf anregende Gespräche mit den Mitgliedern des Kuratoriums, Grafikerinnen und Grafikern.

Diesmal zeigen wir in unserer kleinen Ausstellung Schriftplakate.

(Dr. Sylke Wunderlich)

6. September 2025

Stiftung Plakat OST
Remise
Niederwallstraße 11, 10117 Berlin

Samstag, 18. November 2023

Meister der Form

In der Wochenendausgabe der jungen Welt erschien anlässlich seines 90. Geburtstages eine Erinnerung an den Plakatkünstler, Typographen, Buch- und Schriftgestalter Gert Wunderlich von Peter Michel.
Bibliophiles des Monats September: Flüchtlingsgespräche, gestaltet von Gert Wunderlich
Am 15. August 2023 verstarb Gert Wunderlich. Er war international geachtet und anerkannt. Gemeinsam mit seiner Frau Sonja sorgte er bis in die Gegenwart dafür, dass Maßstäbe einer anspruchsvollen Gebrauchsgrafik nicht aus dem Gedächtnis verschwinden. ...
»Überklebt - Plakate aus der DDR« war der Titel einer Ausstellung, die 2008 in der Galerie der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde (GBM) stattfand, kuratiert von der Kunsthistorikerin Sylke Wunderlich. Auch ihr Vater, Gert Wunderlich, war zur Eröffnung am 22. Oktober erschienen. ... Wir erinnerten uns an die gemeinsame Arbeit im Künstlerverband und an die jährlichen Ausstellungen der besten Plakate. Wir waren uns darin einig, dass "die Plakatkunst in der DDR eigenständig war, dass sich - wie Friedrich Dieckmann in einem Katalogtext schrieb - an der Spitze der Zunft ein künstlerischer Eigensinn behauptet hatte, »der wusste, was in der Welt an relevanter Plakatgrafik produziert wurde, in Polen und in Japan, in Frankreich, Westdeutschland oder den USA, und ihr eine Kunst humaner Differenzierung, des intrikaten Effekts, der malerischen Figur, auch der vehementen Collage entgegensetzte, fast verträumt manchmal, dann wieder scharfzüngig oder auf ernsthafteste Weise verspielt«.
Der Leipziger Verlag
Faber & Faber hatte im selben Jahr in seiner Reihe »Die Graphischen Bücher« einen Band mit einem Text des Wuppertaler Ästhetikprofessors Bazon Brock herausgegeben. Dieses Buch trug den Titel »Kotflügel. Sprechmaschine nackt im Damenjournal«. ... Gert Wunderlich gestaltete dieses Buch, legte jedem Exemplar acht schon 2006 geschaffene Originaltypographiken auf Transparentfolie bei und schrieb in eine der Ausgaben: »Wenn die Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.« ... 
Wunderlich spielte mit Schriften, farbigen und schwarzen, winzigen und großen Typen, mit geometrischen Formen, die die Funktion von Schriftzeichen übernehmen, mit spannungsvoll komponierten Flächen, mit herausfördernden Verrätselungen — und wenn man die Grafiken gegen das Licht hält, entstehen Assoziationen zu den Sprachblättern von Carlfriedrich Claus. Das sind Werke eines Künstlers, der sein typographisches Handwerk perfekt beherrschte und der solche Spiele - die natürlich ihren Eigenwert haben - braucht, um klare Botschaften ebenso meisterhaft unter die Leute zu bringen. ...

Donnerstag, 22. Juni 2023

Plakate aus der DDR

Albrecht von Bodecker, Die Ferien des
Monsieur Hulot (1978)
Der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt »Willibald Pirckheimer« lädt ein zu einem öffentlichen Vortrag der Treuhänderin der Stiftung Plakat Ost, Dr. Sylke Wunderlich.
Die Referentin, eine ausgewiesene Kennerin der DDR-Plakatkunst, wird ihren Vortrag mit Projektionen von Beispielen aus der Stiftungssammlung, die von allgemeinen politischen Bekundungen über Film- und Theaterankündigungen bis zu Produktwerbungen für Kosmetika, Bekleidungsartikeln und optische Geräte reichen, eingehen. (siehe auch Plakate aus der DDR)
Prof. Matthias Gubig, Wir sind das Volk (1989)
Ein Schwerpunkt werden die Künstlerplakate sein, die einen wesentlichen und für Bibliophile besonders interessanten Teilbereich sind.
Die in der DDR hochentwickelten graphischen Künste hatten hier ein Betätigungsfeld, auf dem ein breites Spektrum von Techniken und Stilen zur Anwendung gebracht werden konnte.

(nach einer Information des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt »Willibald Pirckheimer«)

Vortrag: 8. Juli 2023, 14 Uhr

Literaturhaus Magdeburg
Thiemstr. 7, 39104 Magdeburg

Donnerstag, 15. Mai 2014

Plakate aus der DDR

Fritz Springefeld 1956
Die berlin-brandenburgischen Pirckheimer trafen sich am 15. Mai im Kleinen Säulensaal der Zentral- und Landesbibliothek, wo Frau Dr. Sylke Wunderlich, die Treuhänderin der Stiftung Plakat Ost über „Plakate aus der DDR“ sprach. Sie illustrierte ihren Vortrag mit Projektionen von Beispielen aus der Stiftungssammlung, die von allgemeinen politischen Bekundungen über Film- und Theaterankündigungen bis zu Produktwerbungen für Kosmetika, Bekleidungsartikeln und optische Geräte reichten. Die in der DDR hochentwickelten graphischen Künste hatten hier ein Betätigungsfeld, auf dem ein breites Spektrum von Techniken und Stilen zur Anwendung gebracht werden konnte, das zum Teil aus Anregungen erwuchs, die aus der Zeit vor der Naziherrschaft stammten.
Rolf Felix Müller 1966
Einflüsse der Bauhaus-Ästhetik und der expressionistischen Kunst wurden an Beispielen gezeigt. Lebendig und anschaulich wurde der Vortrag besonders durch Schilderungen von persönlichen Begegnungen mit Künstlern und durch Anekdotisches, das sich um einzelne Plakatschöpfungen rankte. Fritz Springefelds plakativer Einsatz für Perlonstrümpfe im Konsum oder Rolf Felix Müllers Plakat zur Aufführung von Rolf Hochhuths „Stellvertreter“ in Gera (1966) werden den Zuhörern für immer in Erinnerung bleiben. Die Stiftung Plakat Ost sammelt auch Nachlässe von Plakatkünstlern. Sie zeigt ihre Schätze auf Ausstellungen und informiert über ihre Arbeit durch Vorträge und durch eine gelungene Präsentation im Internet.
(Ulrich Goerdten)