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Freitag, 16. Januar 2026

Werner Grebe (1935 - 2026)

Am 9. Januar starb der 1935 geborene Prof. Dr. Werner Grebe und damit wieder einer der seit vielen Jahren aktiven Exlibrissammler der DEG und nicht zuletzt ein langjähriger Freund. So schön es ist, sich mit gleichgesinnten zu treffen, zu diskutieren und schöne Stunden gemeinsam zu verbringen, z.B. bei einem guten Glas Wein, so schmerzlich ist der Verlust. So ist es auch in Verbindung mit Werner Grebe, ein Freund des Exlibris und nicht zuletzt auch ein Freund des guten Weines, immer bereit gemeinsam ein Glas zu trinken und vor allem dessen Qualität zu diskutieren. Dazu boten die Tagungen der Deutschen Exlibris Gesellschaft immer eine gute Gelegenheit, denn wenn der Druck des Tauschens überhandnahm, gab es die Gelegenheit sich diskret in einer Ecke mit einem Glas zum Gespräch zurückzuziehen.
Werner Grebe begann das Studium der Fächer Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft und nach dem Staatsexamen für den höheren Schuldienst im Jahre 1965 uns promoviert zwei Jahre später (1967) an der Universität Köln. Im selben Jahr trat er als Bibliotheksreferendar an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln in die Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst ein und legte am Bibliothekar-Lehrinstitut des Landes Nordrhein-Westfalen 1969 die Fachprüfung hierfür ab. Anschließend lehrte er zunächst als Dozent, seit 1977 als Bibliotheksdirektor und ab 1982 bis 1999 als Professor an dieser Bildungseinrichtung, die später an der Fachhochschule Köln den Fachbereich Bibliotheks- und Informationswesen bildete. Schwerpunkte seiner Lehrtätigkeit vor allem für den mittleren und gehobenen Dienst an Bibliotheken waren die Bereiche Bibliographie/ Information sowie Buch- und Medienkunde.

Im Bereich des Exlibris war er einer der profilierten Sammler mit einer groβen Zahl an persönlichen Exlibris sowie Exlibris für seine Gattin Hannele. Er sammelte zielbewusst und mit bestimmten Themen und vor allem Künstler wie Egbert Herfurth, Hedwig Pauwels und Karl-Georg Hirsch, – aber auch zahlreiche andere von hoher Qualität.

Das Frederikshavn Kunstmuseum hatte im Rahmen der Serie „Exlibrissammler der Gegenwart“ eine umfangreiche Ausstellung mit Exlibris geschaffen für Hannele und Werner Grebe. Im FISAE Newsletter 436 wurde er gemeinsam mit Hannele 2024 mit einer Auswahl ihrer Exlibris vorgestellt. Seine umfangreiche Sammlung ist als eine Donation an die Universität in Köln gegangen und wird dort hoffentlich somit der Nachwelt erhalten.

(Klaus Rödel)

Dienstag, 3. Oktober 2017

Exlibris des Monats: Jens Rusch für Werner Grebe

Unsere Freunde von der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, viele Pirckheimer sind auch dort Mitglied, haben das Exlibris für Oktober vorgestellt: Martin Luther. Im Jahr 2017 begeht man in Deutschland den 500-jährigen Jahrestag seines Thesenanschlags in Wittenberg.
„Eine eigene Ausprägung erfuhr die heraldische Rose in der berühmten Lutherrose: eine weiße, fünfblättrige Wildrose, die in ihrer Mitte an Stelle des Fruchtknotens ein rotes, mit schwarzem Kreuz belegtes Herz trägt. Martin Luther erhielt 1530 vom sächsischen Kurprinzen Johann Friedrich einen goldenen Siegelring mit dieser Rose, wie sie Lukas Cranach in demselben Jahr in Holz geschnitten hat. Sie ist ein Sinnbild für die Gnadentheologie des Reformators. Schon Luthers (Luders) Familie führte neben einer halben Armbrust zwei Rosen in ihrem Wappen. So erscheint die Lutherrose als Beigabe in dem Luthergedenkexlibris, das Jens Rusch 2007, im 490. Jahr des Wittenberger Thesenanschlags, für Prof. Werner Grebe radiert hat.“

(Dr. Hans-Joachim Genge)

Sonntag, 16. März 2014

Sofya Vorontsova

Sofya Vorontsova wurde am 04. Juli 1984 in Togliatti, UdSSR, geboren und studierte an der dortigen russischen Staatlichen Kunstschule №1, später im Atelier «Herrn Mensch», Hamburg und bis 2007 an der Moskauer Staatlichen Universität für das Druckwesen (MSUD) in der Fachrichtung Graphik, Vertiefungsrichtung Illustration, Design und Schrift. Ihre Diplomarbeit war eine Buchgestaltung der Komödie von J.B.Molière «Der Bürger als Edelmann» mit eigenen Illustrationen in Gravur Technik (Holzstich).
Daran schloss sich ein Meisterschülerstudium bei Professorin E. Hopfe an der Hochschule für bildende Künste Dresden in der Fachrichtung Malerei/Graphik an. Bis 2011 hatte sie eine Aspirantur an der MSUD inne und arbeitete an der Dissertation Deutsche Exlibris vom Ende des XV bis Anfang des XX. Jahrhunderts als Gestaltsymbol des Menschen und der Epoche», mit der sie 2012 promovierte. Die heute in Nürnberg lebende Graphikerin und Exlibris-Künstlerin hatte zahlreiche Auszeichnungen, sowie Ausstellungen im In- und Ausland.
Durch Klick auf die Abbildungen zweier Exlibris für den Pirckheimer Prof. Dr. Werner Grebe kann eine Liste mit weiteren Exlibris aufgerufen werden.


Sofya Vorontsova
Schlehengasse 8
D-90402 Nürnberg
0178 – 28 58 151