Tōshūsai Sharaku, Der Kabuki-Schauspieler Iwai Hanshirō IV in der Rolle der Amme Shigenoi, 1794, © Kupferstich-Kabinett Foto: Caterina Miksch |
Das Kupferstich-Kabinett sammelt japanische Kunst auf Papier seit fast 300 Jahren – es ist eine der bedeutendsten, aber kaum bekannten Sammlungen Deutschlands. Gemeinsam mit Forschungspartnern aus Japan und der Schweiz wurde ihre Geschichte aufgearbeitet, die Werke digitalisiert und restauriert. Die aktuelle Ausstellung präsentiert eine Auswahl aus diesem Bestand von über 10.000 Objekten – viele der Werke sind hier zum ersten Mal zu sehen.
Die japanischen Arbeiten stehen jenen internationaler Künstlerinnen und Künstler gegenüber, darunter James McNeill Whistler, Henri de Toulouse-Lautrec, Edvard Munch, Emil Orlik und Mary Cassatt: Sie ließen sich durch die japanische Kunst inspirieren – experimentierten mit grafischen Techniken, entdeckten die Ausdruckskraft der Reduktion, erforschten radikale Wege der Bildkomposition. Dieser Dialog hat die Kunst der Moderne nachhaltig geprägt und wirkt bis heute fort.
Ausstellung: 26. Juni - 20. September 2026
Kupferstichkabinett
Residenzschloss Dresden
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