Sonntag, 30. August 2026

F. K. Waechter und Philip Waechter. Väter und Söhne III

Die Ausstellung "F.K. Waechter und Philip Waechter" vereint das Schaffen zweier Ausnahmekünstler, die sich stilistisch und inhaltlich sehr voneinander unterscheiden. Vereint sind beide Generationen in ihrem Anspruch (junge) Lesende aktiv in das Genre "Buch" einzubeziehen und so im wahrsten Sinne des Wortes zum künstlerischen "Mitdenken" zu animieren.
F.K. Waechter wird am 3. November 1937 in Danzig geboren. Nach seiner Ausbildung zum Grafiker in Hamburg wechselt er nach Frankfurt a.M., wird Chefgrafiker der Zeitschrift "Pardon" und Ende der 1970er Jahre Mitherausgeber des Satiremagazins "Titanic". Spätestens jetzt zählt F.K. Waechter zu einem der Hauptakteure der Neuen Frankfurter Schule und zu einem der eigenwilligsten Komik-Produzenten im deutschsprachigen Raum. 1970 erscheint das Buch Der Anti-Struwwelpeter, das zunächst nicht als Kinderbuch gedacht war, mit der aufkommenden antiautoritären Erziehung aber als neues Buch für Kinder gefeiert wird. Es folgen weitere Kinderbücher, die auf dem etablierten Markt ins Auge stechen, da sie ganz neue Aspekte in die deutsche Bilderbuchlandschaft mit einbringen: den kreativ spielerischen Umgang mit Bildern, der erstmalig auch direkt im Buch umgesetzt werden darf.
Philip Waechter
Wie bei seinem Vater steht auch beim Sohn das Kind im Mittelpunkt des Interesses - und wird ernst genommen. 1968 wird Philip Waechter in Frankfurt a.M. geboren und studiert Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Mainz. 1995 veröffentlicht er sein erstes Buch und zeichnet und schreibt seither mit großem Erfolg Bilderbücher, Kinderbücher und Comics vor allem für Kinder - aber auch für Erwachsene. 1999 gründet er mit Anke Kuhl, Moni Port und anderen Künstlern die Labor Ateliergemeinschaft, der er bis heute angehört. Inhaltlich wie stilistisch gilt Philip Waechter als Feingeist unter den Illustratoren, dessen Bilder und Texte sich durch einen unterschwelligen Humor und eine große Liebenswürdigkeit der Protagonisten auszeichnen. Das große Glück im Kleinen zu finden - dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch zahlreiche seiner Werke.

Ausstellungseröffnung: 13. September 2026, 15 Uhr, Interview mit Philip Waechter und Benno Hennig von Lange, Literaturhaus Frankfurt, im Anschluss liest Philip Waechter
Ausstellung: F. K. Waechter: 13. September 2026 bis 29. November 2026
Philip Waechter: 13. September 2026 bis Januar 2027

Bilderbuchmuseum Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

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