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Dienstag, 1. Dezember 2015

Buch des Monats

Adrian Frutiger – Aspekte seiner Schrift- und Buchkunst

Adrian Frutiger, 1997, Brenngarten bei Bern
„Seine Modernität war humanistisch gemildert, sein Fachwissen mit tiefer historischer Kenntnis gesättigt: Mit dem Tod von Adrian Frutiger hat die Welt der Schriften einen ihrer prägendsten Gestalter verloren“. So beginnt Joachim Güntners Nachruf in der Neuen Züricher Zeitung vom 13. September. Der Entwerfer von mehr als 30 Schriftfamilien ist mit seinen Arbeiten auch im Klingspor Museum zentrales Kapitel der Typographie des 20. Jahrhunderts. Aber auch seiner Schrift „Der Mensch und seine Zeichen“ gilt höchste Beachtung, ebenso den originalgrafisch ausgestatteten Büchern zur Genesis (1960) und Partages (1962). Der Versuch eines Rückblicks scheitert an der Weite und Größe der Arbeit Adrian Frutigers. Die Ausführungen von Stefan Soltek erweitert Otmar Hoefer, Monotype, um Aspekte der Zusammenarbeit mit dem Schriftenentwerfer.

Buch des Monats: 4. Dezember 2015, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Montag, 23. Mai 2016

Frutiger-Abend in Offenbach

Adrian Frutiger, Leben und Werk
Grafik: Simon Zirkunow
Zu den engen Freunden und Vertrauten des Schriftgestalters und Künstlers zählt Dr. Walter Greisner, langjähriger Geschäftsführer der Frankfurter Stempel AG. Die Erinnerungen, die er vortragen wird, ergänzt Otmar Hoefer, der Frutigers Kooperation mit der Linotype AG darstellen wird. Bemerkungen des Gestalters Simon Zirkunow zum Umgang mit Frutigers Schriften runden den Abend ab.

24. Mai 2016, 19 Uhr

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Freitag, 27. Dezember 2013

Just my Type

oder wie unterhaltsam kann Typographie-Geschichte sein?

„Typographie begleitet unser Leben, ob wir es wollen oder nicht – dem gedruckten Wort entkommt keiner. In seinem wunderbaren Buch erzählt Simon Garfield die Geschichte(n) der Typographie: von Gutenberg über die Frage, welche Schrift zu welchem Fußballtrikot passt, bis zu der Schrift, die durch Obamas „Yes we can“-Kampagne weltberühmt wurde.“ So ist es auf dem Klappentext von „Just my Type. Ein Buch über Schriften“ (Berlin, Ullstein Verlag 2011) zu lesen. In 22 Kapiteln erzählt der britische Journalist Simon Garfield von den Geschichten hinter bekannten Fonts wie Frutiger, Helvetica oder Gotham und bringt mit vielen kleinen Histörchen und amüsantem Hintergrundwissen Farbe in das sonst nicht immer so unterhaltsame Thema. Helga Horschig stellt das Buch vor und liest zum vergnüglichen Jahreseingang aus einer Auswahl der „Font-Stories“.

3. Januar 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro, Mitglieder: 1,50 Euro


è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Dienstag, 26. August 2008

Schrift in Form

Symposium Schriftdesign und
Ausstellung internationaler Schriftdesigner


2008 ist ein Jahr, das an große Schriftgestalter erinnert: Vor 130 Jahren wurde Paul Renner geboren, Hermann Zapf begeht seinen 90. Geburtstag, Adrian Frutiger seinen 80.
40 junge Schriftgestalter sind ihre würdigen Nachfolger geworden -das zeigt das Klingspor Museum in Abstimmung mit der Vereinigung seiner Freunde in dieser Ausstellung mit Schriften aus aller Welt. Damit wird der Bedeutung der Schriftgießerei Gebr. Klingspor Rechnung getragen und der Rolle, die sich daraus für das Museum als einer der bedeutendsten Sammlungen für die Schriftgestaltung des 20. Jahrhunderts ergeben hat.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit Linotype GmbH, Bad Homburg, und TYPOSITION., Offenbach am Main.

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach
Ausstellung: 3. - 26. September 2008
Symposium: 6. - 7. September 2008

Freitag, 1. Mai 2015

Buchkunst-Ausstellungen in Offenbach

Yesterday – die Sixties in Buch und Schrift

Mappe 16 4 66. Hein Gravenhorst.
Foto: Klingspor Museum Offenbach
Die 1960er Jahre waren eine Zeit des Auf- und Umbruchs. Das Klingspor Museum beleuchtet dieses aufmüpfige, spannende Jahrzehnt, das durch sein Aufbrechen alter Strukturen das ausgehende 20. Jahrhundert stark geprägt hat. In der Kunst entstanden neue Richtungen wie Konzeptkunst, Fluxus und Pop art, die eine Demokratisierung der Kunst intendierten. Künstlerischer sowie gesellschaftlicher Diskurs schlagen sich in der Buchkunst nieder: typographische Experimentierfreude, kräftige Farben und serielle Gestaltungsprinzipien sind kennzeichnend für die Zeit. Gezeigt werden unter anderem Bücher von Thomas Bayrle und Bernhard Jäger, Max Ernst, Roy Lichtenstein, Adrian Frutiger und Robert Indiana, Werke der Konkreten Poesie von Eugen Gomringer und Gerhard Rühm und Plakate von Günther Kieser und Hans Hillmann.

Ausstellung: 20. Mai – 23. August 2015

Ans Licht gebracht. Hugo Steiner-Prag und die neue Buchkunst
Hugo Steiner-Prag (1880 - 1945) gehört zu den Protagonisten einer neuen Buchkunst in Deutschland, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine Blütezeit erlebte. Lange Zeit unbeachtet, schlummerte ein Teilnachlass aus 47 Konvoluten mit grafischen und buchkünstlerischen Arbeiten des Künstlers im Klingspor Museum. Nachdem jetzt die knapp 200 Originalzeichnungen, Skizzen und Andrucke aus den Jahren 1901 bis 1943 gesichtet wurden, werden sie in einer Ausstellung präsentiert. Die Schau wirft auch ein Schlaglicht auf das Leben Steiner-Prags, der in den zwanziger Jahren ein vielbeachteter Künstler und Lehrer war und wenige Jahre darauf Deutschland als Jude verlassen musste.

Ausstellung: 20. Mai – 28. Juni 2015

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach