Der Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann (1435-1489) im April 1489, dessen Folter und Hinrichtung, gehört zu den dramatischen Höhepunkten der spätmittelalterlichen Zürcher und eidgenössischen Geschichte. Das wichtigste erhalten gebliebene Dokument dazu ist der sogenannte Höngger Bericht. Ein des Schreibens kundiger Mann aus der damaligen Bauerngemeinde Höngg war Augenzeuge und hat in lebendiger Sprache handschriftlich geschildert und auch selbst illustriert, was damals geschah. Der Zürcher Historiker mit Herkunft aus dem Maggiatal Ernst Gagliardi hat den Bericht in seiner Quellensammlung zum Waldmann-Handel 1911 veröffentlicht, und die Eigentümer-Familie hat ihn 1989 in fotografischer Wiedergabe publiziert, samt einem historischen Kommentar und einer Version in modernem Deutsch. Dieser Band ist längst vergriffen.
Dienstag, 3. März 2026
Der "Höngger Bericht" von 1489 zum Waldmann-Handel
Das Buch des Monats März der Schweizerische Bibliophilen-Gesellschaft ist die Faksimile-Neuausgabe des "Höngger Bericht" von 1489 zum Waldmann-Handel.
Der Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann (1435-1489) im April 1489, dessen Folter und Hinrichtung, gehört zu den dramatischen Höhepunkten der spätmittelalterlichen Zürcher und eidgenössischen Geschichte. Das wichtigste erhalten gebliebene Dokument dazu ist der sogenannte Höngger Bericht. Ein des Schreibens kundiger Mann aus der damaligen Bauerngemeinde Höngg war Augenzeuge und hat in lebendiger Sprache handschriftlich geschildert und auch selbst illustriert, was damals geschah. Der Zürcher Historiker mit Herkunft aus dem Maggiatal Ernst Gagliardi hat den Bericht in seiner Quellensammlung zum Waldmann-Handel 1911 veröffentlicht, und die Eigentümer-Familie hat ihn 1989 in fotografischer Wiedergabe publiziert, samt einem historischen Kommentar und einer Version in modernem Deutsch. Dieser Band ist längst vergriffen.
Jetzt legt die Zunft zur Waag eine neue Ausgabe vor. Die Digitalisierung durch das Zürcher Staatsarchiv hat die Wiedergabe des Originals in nahezu perfekter Qualität erlaubt. Es wird begleitet von der seinerzeitigen Übertragung des ursprünglichen Texts in spätmittelalterlichem Schweizerdeutsch in Druckschrift sowie eine Übersetzung in modernes Deutsch und von einer historischen Einordnung durch den damaligen Eigentümer der Handschrift, den Fraumünster-Pfarrer und Historiker Peter Vogelsanger (1912-1995).
Der Sturz des Zürcher Bürgermeisters Hans Waldmann (1435-1489) im April 1489, dessen Folter und Hinrichtung, gehört zu den dramatischen Höhepunkten der spätmittelalterlichen Zürcher und eidgenössischen Geschichte. Das wichtigste erhalten gebliebene Dokument dazu ist der sogenannte Höngger Bericht. Ein des Schreibens kundiger Mann aus der damaligen Bauerngemeinde Höngg war Augenzeuge und hat in lebendiger Sprache handschriftlich geschildert und auch selbst illustriert, was damals geschah. Der Zürcher Historiker mit Herkunft aus dem Maggiatal Ernst Gagliardi hat den Bericht in seiner Quellensammlung zum Waldmann-Handel 1911 veröffentlicht, und die Eigentümer-Familie hat ihn 1989 in fotografischer Wiedergabe publiziert, samt einem historischen Kommentar und einer Version in modernem Deutsch. Dieser Band ist längst vergriffen.
Jahresversammlung 2026 der Maximilianer
Die Jahresversammlung 2026 der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst wird im Mai in Hamburg stattfinden. Die Hauptversammlung ist für Freitag, den 29. Mai 2026 im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe vorgesehen.
Auf dem Programm stehen eine Führung durch Gebäude und Druckwerkstätten Hochschule für Bildende Kunst mit ausgewählten Beispielen der Buchproduktion, ein Empfang bei Christian Hesse Auktionen mit Vorstellung ausgewählter Stücke aus der Mai-Auktion, Präsentation der Sammlung Buchkunst im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, die Jahresversammlung und eine Führung durch die Sondersammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, sowie ein geselliges Beisammensein zum Abendessen.
Außerhalb des Programms finden in Hamburg zwei Auktionen statt, bei Ketterer Rare Books die Auktion 600 »Wertvolle Bücher« am 18.05.2026, sowie am Samstag, 30. Mai 2026 bei Christian Hesse Auktionen die Auktion 33 mit dem Sonderkatalog »Artist‘s Books of the 20th Century – Estate of a Gentleman, Part 1«.
Das Anmeldeformular kann per Briefpost oder per E-Mail bis zum 9. Mai 2026 erfolgen.
28. / 29.Mai 2026
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
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Außerhalb des Programms finden in Hamburg zwei Auktionen statt, bei Ketterer Rare Books die Auktion 600 »Wertvolle Bücher« am 18.05.2026, sowie am Samstag, 30. Mai 2026 bei Christian Hesse Auktionen die Auktion 33 mit dem Sonderkatalog »Artist‘s Books of the 20th Century – Estate of a Gentleman, Part 1«.
Das Anmeldeformular kann per Briefpost oder per E-Mail bis zum 9. Mai 2026 erfolgen.
28. / 29.Mai 2026
Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Montag, 2. März 2026
Einladung zum Tag der Archive
Wir zeigen Künstlerbriefmarken, Umschläge, Zeitschriften und Literatur zur Mail Art.
Kuratiert von Elias Valentin Biehler.
7. / 8. März 2026, 11-20 Uhr
AAP Archive Artist Publications
Türkenstraße 60 UG, 80799 München
Kuratiert von Elias Valentin Biehler.
7. / 8. März 2026, 11-20 Uhr
AAP Archive Artist Publications
Türkenstraße 60 UG, 80799 München
Führungen in der Historischen Druckwerkstatt
Die Führung zeigt, wie bis in die 1980er-Jahre hinein Akzidenzdrucksachen entstanden – von Visitenkarten über Briefbögen bis zu Hochzeitsanzeigen und Preislisten. Und es bleibt nicht beim Zuschauen: Jede Besucherin und jeder Besucher setzt mit dem Winkelhaken den eigenen Namen aus Bleilettern zum Mitnehmen – ganz wie zu Zeiten Johannes Gutenbergs im 15. Jahrhundert.
Prof. i.R. Dr. Anne König, Buchdruckerin und Professorin für Betriebswirtschaftslehre für Druckindustrie und Verlage, gibt Einblicke in die Geschichte der Werkstatt und in die traditionelle Arbeitsweise des Handsatzes und Buchdrucks.
3. März 2026, 16 Uhr
26. März 2026, 16 Uhr
... weitere Termine folgen
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin-Kreuzberg
Sonntag, 1. März 2026
Heinrich Heine. Erinnerungen
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Der Reprint des Zentralantiquariats der DDR „Heinrich Heine, Erinnerungen von Alfred Meißner“. in Zweiten Auflage 1856 bei Hoffmann u. Campe, Hamburg erschienen, wurde mit einem Nachwort von Bruno Kaiser den Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft als Jahresgabe 1972 zu Ehren des 175. Geburtstages von Heine und des 150. Geburtstages von Alfred Meißner überreicht.
Es ist damit die erste Gabe dieser Gesellschaft, die ich als neues Mitglied, 1973 dort eingetreten, zur Begrüßung erhielt. Und das ist auch der Grund, dieses Büchlein hier als mein ganz persönliches "Bibliophiles des Monats" vorzustellen, den heutzutage ist es problemlos und für kleines Geld, sogar als Erstausgabe oder in Ausgaben des frühen 20. Jahrhunderts, zu erstehen.
Exlibris von Guido Balsamo Stella für Walter Fahrenhorst
Dieses 1912 von Guido Balsamo Stella radierte Exlibris erzeugt bei der ersten Betrachtung eine Irritation, die es aufzulösen gilt.
Im Vordergrund befindet sich eine feenhafte, nackte Frauengestalt, die auf dem Waldboden zwischen einigen hohen Tannen kniet und versonnen auf einer Harfe spielt. Gebrochen wird diese romantisch anmutende Szene durch den Blick an den Horizont, wo qualmende Schlote eines Stahlwerks die Idylle stören. Der Blick richtet sich auf einen Industriebau, hinter dem sich hohe Wolken in den Himmel erheben. Zwischen der Harfenspielerin im Wald und der Fabrik befinden sich die Furchen eines frisch gepflügten Feldes, welches diese beiden Welten voneinander trennt.
Balsamo Stella, der in Turin geboren wurde und seine erste künstlerische Ausbildung in Venedig erhielt, kam ab 1909 an der Akademie der Bildenden Künste in München mit Albert Welti, einem Schüler von Arnold Böcklin, in Kontakt. Diese Begegnung war für seinen grafischen Stil stark prägend.
Im Vordergrund befindet sich eine feenhafte, nackte Frauengestalt, die auf dem Waldboden zwischen einigen hohen Tannen kniet und versonnen auf einer Harfe spielt. Gebrochen wird diese romantisch anmutende Szene durch den Blick an den Horizont, wo qualmende Schlote eines Stahlwerks die Idylle stören. Der Blick richtet sich auf einen Industriebau, hinter dem sich hohe Wolken in den Himmel erheben. Zwischen der Harfenspielerin im Wald und der Fabrik befinden sich die Furchen eines frisch gepflügten Feldes, welches diese beiden Welten voneinander trennt.
Balsamo Stella, der in Turin geboren wurde und seine erste künstlerische Ausbildung in Venedig erhielt, kam ab 1909 an der Akademie der Bildenden Künste in München mit Albert Welti, einem Schüler von Arnold Böcklin, in Kontakt. Diese Begegnung war für seinen grafischen Stil stark prägend.
[...]
Das Exlibris führt uns von Augen, dass nur ein Jahrzehnt nach der Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert die Industrialisierung in Deutschland unübersehbar war. Insofern ist das Blatt auch ein früher Beweis für die inzwischen erfolgte und überall sichtbare Industrialisierung Deutschlands, von einer landwirtschaftlich geprägten Gesellschaft zu einer Industrienation geworden ist.
[...]
Das Blatt zeigt, dass die Exlibris Künstler, die ja eher den Geschmack und die Sehnsucht des Bürgertums nach einer heilen Welt bedienten, die Augen nicht vor der neuen Realität verschlossen. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts tauchten immer häufiger auch Fabriken auf Exlibris auf, und es gibt ja Sammler, die dieses Thema gezielt sammeln. Auch Balsamo Stella griff das Thema der Industrialisierung in seiner freien Grafik auf, was in seinen Exlibris jedoch eher die Ausnahme bleibt. Es ist also in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Exlibris Blatt von Balsamo Stella.
(Siegfried Bresler)
Das Blatt zeigt, dass die Exlibris Künstler, die ja eher den Geschmack und die Sehnsucht des Bürgertums nach einer heilen Welt bedienten, die Augen nicht vor der neuen Realität verschlossen. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts tauchten immer häufiger auch Fabriken auf Exlibris auf, und es gibt ja Sammler, die dieses Thema gezielt sammeln. Auch Balsamo Stella griff das Thema der Industrialisierung in seiner freien Grafik auf, was in seinen Exlibris jedoch eher die Ausnahme bleibt. Es ist also in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Exlibris Blatt von Balsamo Stella.
(Siegfried Bresler)
MDE Rundbrief 2025
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„4.000 Druckbögen wurden aus der Bütte der Papiermühle Homburg gehoben. Es entstanden 44 typografiche Arbeiten von 29 Nachwuchsdesignern.
Nach fast 10.000 Druckdurchgängen auf unterschiedlichen Andruckpressen ... entstanden 22 Einbandfamilien, bestehend aus je einem Kunsteinband und der dazugehörigen einfacheren Kleinserie von 8 Exemplaren.“
Samstag, 28. Februar 2026
Grafikmappe zum 111. Todewstag von Christian Morgenstern
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Der Messekatalog 2026 ist online
Die Leipziger Buchmesse 2026 steht vor der Tür und damit eine weitere Leipziger Antiquariatsmesse. Die Zukunft der Branche fest im Blick sind Antiquare mit angetreten, um das schöne alte Buch zu bewahren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jedes Antiquariat ist mit seinen besonderem, vielseitigem und einzigartigen Angebot Teil dieser Gemeinschaft.
Mit dabei in diesem Jahr sind z,B. wieder die Pirckheimer Riewert Q. Tode, Christian Bartsch mit dem Roten Antiquariat und Galerie Meridian, sowie die GIAQ.
Web-Katalog 2026
Web-Katalog 2026
Projekt zum Schutz von Heinrich Manns wertvollem Buchbestand
| Ein Band mit Heinrich Manns Exlibris, Signatur: NB hm K 67 |
In nur fünf Tagen bearbeiteten 19 Beteiligte rund 75 Prozent des Gesamtbestandes. Für Sommer 2026 ist eine zweite gemeinsame Aktion geplant, die das Projekt abschließen wird.
| Blick in die Restaurierungswerkstatt – sorgfältige Sicherung des Bestands, Fotos © Katja Strauß |
Freitag, 27. Februar 2026
Inventing E.T.A. Hoffmann
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| v.l.n.r.: Steffen Faust, Jörg Petzel, Dr. Dr. Bernd Hesse, Prof. Dr. Bettina Wagner |
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| Dr. Christina Schmitz, Prof. Dr. Bettina Wagner, Anna Rozenfeld, Jörg Holzmann, Dennis Schäfer |
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| Bernd Hesse und Jörg Petzel vor einer Abb. von Stephan Klenner-Otto (Foto bearb.) |
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| Michael Bensman, Ralf Parkner, Fotos © ad |
Powerful Textures. Sprache in Textil
In der Textilgeschichte spielen Wandteppiche und textile Arbeiten im Raum häufig eine Rolle in der Vergewisserung von Werten und Identität. Textile Schrift kann unterschiedliche Funktionen haben: Umgeben zu sein von Worten, sich körperlich darin einzuhüllen, kann trösten, anleiten oder vergewissern.
Die Sammlung des Klingspor Museums enthält einen einzigartigen Bestand an modernen Schriftteppichen, in dessen Zentrum wandfüllende Arbeiten Rudolf Kochs und seiner Studierenden stehen, die um 1925 in der Offenbacher Werkstatt entstanden. Der tiefreligiöse Künstler, der zu den wichtigsten Schriftgestaltern seiner Zeit zählte, suchte nachflächendeckenden Ausdrucksmöglichkeiten für das Wort Gottes und schuf so ein neues Genre der Schriftkunst. Ab den 1950er Jahren kamen weitere Schriftteppiche ins Museum, von denen ein großer Teil in der Gobelin-Werkstatt von Inge Richter und Gret Mohrhardt gewebt wurden, die über Jahrzehnte in Offenbach bestand und heute fast vergessen ist. Weil sich textile Arbeit häufig mit Weiblichkeit assoziiert, wird textile Schrift in der zeitgenössischen Kunst daneben zunehmend stark in aktivistischen und feministischen Kontexten genutzt. Persönliche Geschichten verweben sich mit Politik und Gesellschaftskritik. Zahlreiche Leihgaben internationaler Künstlerinnen und Künstler zeigen die Bandbreite dieser kraftvollen Ausdrucksmöglichkeiten: die New Yorker Künstlerin Erin M. Riley, Lise Linnert zum Attentat von Utøya, die Schweizer Künstlerin Vreni Spieser und die aus dem Iran stammende Künstlerin Kani Kamil.
Einen ganz anderen Aspekt zeigen Leihgaben aus der Sammlung Prinzhorn in Heidelberg, die von Patientinnen der Psychiatrie in den frühen 1920er Jahren als Ausdrucksformgewählt wurden. Komplexe Stickereien bezeugen die intensive, manchmal zwanghafte Auseinandersetzung mit der eigenen Gedankenwelt.
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| Cruelty Has a Human Heart, Foto Lise Linnert |
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| Erin M. Riley First Light 2023 Wool, cotton 209 x 254 cm |
Zu der Ausstellung wird ein Bestandskatalog der Wandteppiche des Museums erscheinen. Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm wird die Ausstellung begleiten.
Eröffnung: 8. Mai 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 9. Mai bis 16. August 2026
Klingspor Museum
Herrnstr. 80 | 63065 Offenbach
Eröffnung: 8. Mai 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 9. Mai bis 16. August 2026
Klingspor Museum
Herrnstr. 80 | 63065 Offenbach
Donnerstag, 26. Februar 2026
Papier ist für die Ewigkeit
Die Internationale Gutenberg-Gesellschaft Mainz lädt ein zu einem Werkstattgespräch „Papier ist für die Ewigkeit“.
Rund um den Globus schweben die Skulpturen aus Papier, Licht und Luft von Angela Glajcar in Museen, Sammlungen und privaten Häusern. Wo kommen diese Flugobjekte her und wie kommen sie dorthin? Was hat ihr Werkverzeichnis damit zu tun? Genauso facettenreich wie ihre Arbeiten selbst ist ihre Entstehung.
Rund um den Globus schweben die Skulpturen aus Papier, Licht und Luft von Angela Glajcar in Museen, Sammlungen und privaten Häusern. Wo kommen diese Flugobjekte her und wie kommen sie dorthin? Was hat ihr Werkverzeichnis damit zu tun? Genauso facettenreich wie ihre Arbeiten selbst ist ihre Entstehung.
Die Papierbildhauerin Angela Glajcar wird zusammen mit ihrer Atelierleiterin Sasa Hanten Einblicke in ihr Papieruniversum geben.
Der Titel der Veranstaltung ist jener Installation entlehnt, die Angela Glajcar 2015 für das Gutenberg-Museum schuf. Aktuell stellt sie u.a. in der Albertina Wien aus. Das Werkverzeichnis kann vor Ort erworben werden.
| Terforation Kunstraum Dornbirn © Günter Richard Wett, Innsbruck |
Gott grüß die Kunst!
Der Vater der Hamburgerin Gundula Niegot hat als Schriftsetzer in den 1960er Jahren eine Druckerei eingerichtet - mit Leidenschaft, Herzblut und einem historischen, klingelnden Drucktiegel, Setzschränken & Schriften, Druckfarben und Fachbüchern. Gundula Niegot betreibt die Familiendruckerei als Mitglied im Verein für die Schwarze Kunst nach seinem Tod weiter, um das schöne Handwerk zu bewahren.Um die Druckerei jedoch am aktuellen Standort erhalten zu können, ist eine Sanierung und Renovierung des Hauses notwendig, bzw. falls das Haus verkauft werden muss, bedarf es einer finanziellen Unterstützungen für den Umzug und die Einrichtung in neue Räume. Dafür hat die "Druckertochter" ein Crowdfunding-Projekt gestartet. Freunde der Schwarzen Kunst können das Projekt hier unterstützen, abonnieren und teilen, jeder Beitrag zählt!
Mittwoch, 25. Februar 2026
Regionaltreffen im Rhein-Main-Gebiet
Bereits zum 5. Mal seit dem Auftakt im letzten Jahr fand gestern wieder ein Regionaltreffen der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst im Rhein-Main-Gebiet statt. Sibylle Wieduwilt lud in ihr Antiquariat „Tresor am Römer“ wieder zu einem gemütlichen Austausch über das Sammeln von Büchern, Grafiken, Arbeiten auf Papier, Handschriften usw. ein.
„Es ist doch immer wieder schön Sammler und buchaffine Menschen zusammenzubringen. Eindrücke des gestrigen Treffens der Maximilian-Gesellschaft im Rhein-Main-Gebiet und weiterer Sammler und Freunde der Buchkultur im "Tresor". Ein langer Abend mit vielen neuen Anregungen, spannenden Erwerbungsgeschichten und viel Leidenschaft rund ums Sammeln.“
(Sibylle Wieduwilt)
John Gerard im 261. Frankfurter Grafikbrief
John Gerard ist einer der renommiertesten Papierkünstler weltweit - und lebt und arbeitet in einem deutschen Dorf in der Vordereifel! Im 261. Frankfurter Grafikbrief stellt Wolfgang Grätz exemplarisch 4 Bücher vor, die John Gerard verlegt hat:
Goethes Zauberlehrling entstand nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, die knapp an Gerards Wohnsitz vorbeiging. Es lebt von intelligenten Faltungen, durch die der Zauberbesen sichtbar wird, die Bütte, die Wellen des Wassers. Und absolut einzigartig: eine Bindung völlig ohne Leim, nur durch Faltung.Fritz Best, englischer Künstler und Nachfolger von Karl-Georg Hirsch als Professor an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, hat ein Buch über die magische 7 - Todsünden, Tugenden, Wochentage usw. - mit dem Titel Last Judgements geschrieben und es mit 28 in Flachsbütten eingeschöpfte Wasserzeichen illustriert; meines Wissens das erste Buch weltweit, das mit Wasserzeichen illustriert wurde.Schließlich 2 Bücher, deren orig.-grafische Illustration Prof. Thomas Rug aus Halle oblag: Edgar Allan Poes Kurzgeschichte The Pit and the Pendulum ist mit 12 Orig.-Radierungen veredelt, 5 sizilianischen Stanzen von Wilhelm Bartsch über Erlebtes an den Rändern Europas mit 6 Orig.-Schablithografien, einer pikanten Technik, interpretiert.
Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin
Am 24. Februar 2026 beim Jahresempfang der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin bei einem erhellenden Vortrag von Ronen Steinke (Süddeutsche) über „Jüdisches in der deutschen Sprache“, ein Vortrag, den man übrigens gern veröffentlicht sehen würde, danach bei Gesprächen über DAS BUCH bei Häppchen und einem und einem zweiten und vielleicht dritten Glas Wein oder Orangensaft oder Bier ...
Ein schöner Abend!
Ein schöner Abend!
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| oben: Klaus Bartel, Abel Doering, Detlef und Marina Fritsche, Ninon Suckow Klaus Bartel und Wolfgang Kaiser | Bernd Illigner (Bildmitte) |
Dienstag, 24. Februar 2026
Das Einhorn auf der Leipziger Buchmesse
Die Pirckheimer-Gesellschaft stellt auf der Leipziger Buchmesse den Bücherkindern Brandenburg mit Armin Schubert ein Podium zur Vorstellung ihres Buchprojekts des letzten Jahres „Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst“ zur Verfügung.
21. März 2026,15 Uhr
In Kooperation mit dem Museum Barberini und dem Museé de Cluny in Paris haben die Bücherkinder Brandenburg ein Jahr lang zu Kunstwerken über das Einhorn aus verschiedenen Jahrhunderten Erzählungen und Gedichte geschrieben und sind dabei zu phantastischen, utopischen, sozialen, umweltschützenden und kreativen Texten und Bildlösungen gekommen.
Zum Buch schufen die Malerin und Grafikerin Angela Hampel aus Dresden und der Berliner Künstler Petrus Akkordeon Illustrationen, ein Filmteam von ARTE / ZDF hat die Arbeit an diesem Buchprojekt begleitet.
Zum Buch schufen die Malerin und Grafikerin Angela Hampel aus Dresden und der Berliner Künstler Petrus Akkordeon Illustrationen, ein Filmteam von ARTE / ZDF hat die Arbeit an diesem Buchprojekt begleitet.
21. März 2026,15 Uhr
Leipziger Buchmesse
Messegelände
Messegelände
Forum Sachbuch: Kontexte (Halle 5, E604)
Glanzlichter der Universitätsbibliothek Basel
Glanzlichter der Universitätsbibliothek Basel – Wissen zugänglich machen: Vom Bücherschrank zum digitalen Repositorium
Wie wird Wissen zugänglich gemacht ‒ damals und heute? Die Geschichte der Universitätsbibliothek Basel ist eng mit ihren Standorten verbunden: das Haus zur Mücke, das Augustinermuseum und die ersten Lesesäle der Universitätsbibliothek spiegeln nicht nur die Entwicklung der Wissensvermittlung, sondern auch architektonische und gesellschaftliche Umbrüche.
Die Veranstaltung bietet Einblicke in die räumliche Geschichte der Bibliothek und zeigt, wie sich das Bereitstellen von Wissen im Laufe der Zeit verändert hat und wie die Digitalisierung neue Raumfragen aufwirft.
19. März 2026, 18.15 Uhr, kostenpflichtig, Anmeldung erforderlich
19. März 2026, 18.15 Uhr, kostenpflichtig, Anmeldung erforderlich
UB Basel Hauptbibliothek
Vortragssaal (1. Stock)
Vortragssaal (1. Stock)
Schönbeinstr. 18–20, 4056 Basel
Montag, 23. Februar 2026
Ein Fundstück mit Tücken
Welche Altlasten unsere modernen elektronischen Bibliothekskataloge noch mit sich herumschleppen, das erfährt man nur selten, punktuell und meist nur per Zufall. Auf der Suche nach Druckwerken, welche die der Vergessenheit anheimgefallene Autorin Conradine Stinde der Nachwelt hinterlassen hat, fiel dem Forschenden einst ein Büchlein mit dem Titel „Das Geld“ ins Auge. Bei einem zweiten Versuch, die Katalogangaben des Buches anzeigen zu lassen, ging die Suche aber ins Leere. Erst mehrere Anläufe mit veränderten Eingaben führten zum Erfolg, bei dem sich zeigte, dass die Autorin und ihr Buch unter dem Namen Konradine Stinde (Vorname mit „K“) im Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin verzeichnet war. Flugs kamen auch Erinnerungen an die bibliothekarische Ausbildungszeit hinzu, in der die „Preußischen Instruktionen“ (Auch PI genannt, im vollen Titel „Instruktionen für die alphabetischen Kataloge der preussischen Bibliotheken und für den preussischen Gesamtkatalog, vom 10. Mai 1899“) ein bedeutender Teil des Lernstoffes waren. In diesem Regelwerk wird in § 101 und 102 vorgeschrieben, dass abweichende Vornamensformen auf dem Titelblatt wie Adolph, Curth und Hellmuth in die gebräuchlichen Formen Adolf, Kurt und Helmut umzuwandeln seien. So wurde aus Conradine Konradine und ihr rätselhaftes Verschwinden klärt sich auf: Das Büchlein stammt aus dem Jahre 1905 und wurde seinerzeit nach PI mit umgewandelter Vornamensform katalogisiert. Übrigens scheint es ein Unikat zu sein. Es ist aber auch ein Unicum, denn es handelt sich um eine Ausgabe in der Kurzschrift vom Typ Stolze-Schrey, deren Entzifferung nur noch Spezialisten gelingt. Ein elektronisches Programm zur Lesbarmachung der alten Schrift gibt es derzeit noch nicht.
(Ulrich Goerdten)
Bibliophile Gesellschaften auf Instagram
Vor einem viertel Jahr startete der Berliner Bibliophilen Abend einen Instagram-Account, dem Beispiel der Gesellschaft der Bibliophilen folgend, welche seitdem an allen 365 Tagen des Jahres nach dem Muster eines Abreißkalenders einen Beitrag rund um das Thema Buch veröffentlichen wollte. Die Gesellschaft der Bibliophilen beendete dieses durchaus löbliche Vorhaben leider vor einem Monat und hat inzwischen alle Einträge (auch auf Facebook) gelöscht.
Auch der Leipziger Bibliophilen-Abend hat bislang nach dem Neustart seines Kontos vor einem Jahr noch keine Beiträge auf Instagram geteilt, die Pirckheimer-Gesellschaft veröffentlichte seit September 2025 immerhin sechs Beiträge, die im Schnitt sogar 50 "Likes" bekamen.
Die Bilanz des Berliner Bibliophilen Abend sieht folgendermaßen aus: es findet sich hier eine bunte Mischung aus 31 Beiträgen seit dem Start auf Instagram, die jeweils von durchschnittlich 25 Personen "geliked" wurden. Dieses Ergebnis bestärkt den BBA darin, nach einem Testzeitraum von einem viertel Jahr weiterhin auf Instagram präsent zu bleiben.
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| der BBA auf Instagram - aufzurufen durch Klick auf die Abb. |
Sonntag, 22. Februar 2026
Abschied von Freunden
Gedenkausstellung für den Berliner Künstler miley (Michael Ley)
Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin
Werke von Michael Ley, Achim Borsdorf, Udo Würtenberger und Giuliana Del Zanna
Am 6. Januar verstarb Michael Ley im Berliner Franziskus-Krankenhaus. Noch bis Anfang Januar hatte der Künstler zusammen mit Archi Galentz eine Ausstellung in der Galerie Wolf & Galentz geplant. Diese Ausstellung wird nun als Gedächtnisausstellung einen Einblick in das vielfältige künstlerische Schaffen mileys eröffnen: Aus seinem umfangreichen und vielseitigen Werk werden Malerei, farbintensive Drucke, Objekte, Künstlerbücher, Schriften und Projektdokumentationen gezeigt.
Die Idee, sein Werk zusammen mit diesen Künstlern auszustellen, stammt von miley selbst.
Michel Ley, 1953 in West-Berlin geboren, wurde im turbulenten und freien Berlin sozialisiert. Er studierte zuerst an der TU Chemie und fühlte sich zunehmend zur bildenden Kunst hingezogen. Er begann, sich mit Fotografie zu beschäftigen, fing an zu malen, erlernte ab 1983 die Radiertechnik und arbeitete mit Holz- und Linolschnitt. Seit den 1990er-Jahre arbeitete der Künstler auch mit digitalen Techniken und kombinierte unterschiedliche Drucktechniken. Er beschäftigte sich mit Mail Art und stellte viele Mappen und Künstlerbücher aus, war seit 1984 Teilnehmer der Freien Berliner Kunstausstellung und war bei zahlreichen Festivals und Ausstellungsprojekten vertreten. Auch bei Wolf & Galentz wurden in der Vergangenheit dreimal Werke von ihm ausgestellt.
Am 6. Januar verstarb Michael Ley im Berliner Franziskus-Krankenhaus. Noch bis Anfang Januar hatte der Künstler zusammen mit Archi Galentz eine Ausstellung in der Galerie Wolf & Galentz geplant. Diese Ausstellung wird nun als Gedächtnisausstellung einen Einblick in das vielfältige künstlerische Schaffen mileys eröffnen: Aus seinem umfangreichen und vielseitigen Werk werden Malerei, farbintensive Drucke, Objekte, Künstlerbücher, Schriften und Projektdokumentationen gezeigt.
Die Idee, sein Werk zusammen mit diesen Künstlern auszustellen, stammt von miley selbst.
| miley, Künstlerbuch „Bäume“, A6, teilw. mehrfarbigen Holzschnitte, Expl. 7/10 |
| Chimäre, gemeinsam mit Werner Noske und Udo Würtenberger geschaffene für Drittbrett |
Michael Ley war anfangs Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und später des Berliner Bibliophilen Abend und mileys rege Ausstellungstätigkeit wurde hier dokumentiert, drei seiner Arbeiten wurden darüber hinaus zum „Bibliophilen des Monats“ gekürt.
Vernissage: 6. März 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 8. März - 19. April 2026
Ausstellung: 8. März - 19. April 2026
Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin
Der Riesencodex der Hildegard von Bingen
In der St. Hildegard-Akademie, Zentrum für Wissenschaft, Forschung und europäische Spiritualität, hält
Der Riesencodex der Hildegard von Bingen (1098–1179), entstanden noch zu ihren Lebzeiten und ihr „geistiges Testament“, steht weltweit im Fokus der Hildegard-Forschung. Die Handschrift ist der wertvollste Schatz der Wiesbadener Hochschul- und Landesbibliothek. Doch um ein Haar wäre der Codex nach seiner Auslagerung im Zweiten Weltkrieg verloren gegangen. Auf abenteuerlichen Wegen gelangte die unersetzliche Handschrift aus dem Osten Deutschlands zurück in die Abtei St. Hildegard – es war eine lupenreine Entführung, mitten im Kalten Krieg bewerkstelligt durch die Initiative und die Leidenschaft einer mutigen Frau. Die dramatische Geschichte war bis vor kurzem völlig unbekannt und konnte erst jetzt mit Hilfe neu aufgefundener Originalquellen aus dem Abteiarchiv St. Hildegard enthüllt und als Buch veröffentlicht werden. Die Rettung des Riesencodex ist für die Hildegard-Forschung ein Glücksfall von historischer Dimension.
4. März 2026, 18.30 Uhr
Dr. Christiane Heinemann einen Vortrag mit Bildpräsentation zum Thema „Der Riesencodex der Hildegard von Bingen. Drama? Komödie? Wunder? Schicksalswege zwischen Ost und West 1942 bis 1948“.
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Historische Kommission für Nassau, 2021 |
4. März 2026, 18.30 Uhr
Abtei St. Hildegard 1
Kunstraum
65385 Rüdesheim
Kunstraum
65385 Rüdesheim
Samstag, 21. Februar 2026
Mein Morgenstern in Mainburg
Ab März wird die Wanderausstellung des Vereins für die Schwarze Kunst „Mein Morgenstern“ in Mainburg zu sehen sein. Mit dabei auch ein Faksimile der "B42" Gutenbergbibel und ein Schwarzes Gebetbuch aus der Lichtdruckwerkstatt des Museums für Druckkunst in Leipzig.
| Bleisätze im Schließrahmen, Satzschiff, Typometer und Winkelhaken Foto: Willi Bexk |
Möglich gemacht hat die Ausstellung vor Ort Horst Pinsker, Drucktechniker und leidenschaftlicher Typograph aus Mainburg. Als Mitglied des Vereins für die Schwarze Kunst bereichert er „Mein Morgenstern“ auch noch mit etwas ganz Persönlichem, womit keiner der anderen deutschen Ausstellungs-Standorte aufwarten kann: Pinsker bringt aus seiner persönlichen Werkstatt für die Schwarze Kunst eine Mini-Druckmaschine, einen kleinen „Boston-Tiegel“, mit und besondere Schmankerl traditioneller Druckkunst. Auf einer sogenannten „Nudel“ dürfen die Besucher Bleisatz und Buchdruck selbst ausprobieren und das Ergebnis – natürlich ein Morgenstern-Zitat – mit nach Hause nehmen.
1. März - 3. Mai 2026
Stadtmuseum
Abensberger Str. 15, 84048 Mainburg
Stadtmuseum
Abensberger Str. 15, 84048 Mainburg
Blick auf die Bleisätze im Schließrahmen, Satzschiff, Typometer und Winkelhaken.
Wie die Truckerey erfunden ist worden.
Aus dem Bestand der Bibliothek „Altes Buch“, ins Leben gerufen von Tassilo Schweiger im April 2019, werden auf Instagram im Konto der Gesellschaft der Bibliophilen zwei interessante Artikel von Johannes Aventinus (i.e. Turmair, Johann Georg) vorgestellt, zwischen 1506 und 1517 geschrieben, posthum 1554 auf Latein und 1566 auf Deutsch erschienen.
Freitag, 20. Februar 2026
Fälschungen des „ND“ in der DDR
In der Reihe „Im Fokus: Auf Entdeckungsreise durch unsere Sammlungen“ wird jeden Monat in der Staatsbibliothek zu Berlin ein ausgewähltes besonderes Objekt vorgestellt.
Die Tageszeitung „Neues Deutschland“ war von 1946 bis 1990 nicht nur die Parteizeitung der SED, sondern als Organ ihres Zentralkomitees auch offizielle Regierungszeitung der DDR. Weil es keine echte „Oppositionszeitung“ zum ND gab, wurden zu Propaganda- und Agitationszwecken Fälschungen dieser Zeitung in der DDR in Umlauf gebracht. Im Fokus stellt Christoph Albers diese Fälschungen vor und erläutert deren Hintergründe und politische Auswirkungen.
25. März 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich
Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin
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| Neues Deutschland 1988-03-19 (Sonnabend) Nr-39. Fälschung |
25. März 2026, 16 Uhr, Anmeldung erforderlich
Staatsbibliothek zu Berlin
Raum Oxford
Unter den Linden 8
10117 Berlin
Donnerstag, 19. Februar 2026
Ein DDR-Comic, der zum bibliophilen Sammelobjekt wurde
Bibliophile der Pirckheimer-Gesellschaft und des Berliner Bibliophilen Abend schwelgten heute in Erinnerungen aus Kindheit und Jugend. Nach seinem bibliophilen Whiskey-Vortrag und einem Abend über Alexandre Dumas sprach Robert Grieger heute in der Staatsbibliothek zu Berlin zu seiner dritten Sammelleidenschaft, dem Mosaik von Hane4s Hegen mit den Digedags und Abrafaxen.
Es zeigte sich wieder einmal, dass sich wahre bibliophile Sammlerleidenschaft, natürlich neben einer gewissen Besessenheit für das bedruckte Papier, vor allem durch das tiefe Verständnis für Hintergründe, die Einzigartigkeit und Besonderheiten des Sammelobjekts auszeichnet.
Verschwundenen Verlage der DDR
Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 mehr als 200 eine Genehmigung erhalten hatten.
Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Er stellt sein Buch im Gespräch erstmals vor und präsentiert außergewöhnliche Fälle.
Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlages Kurt Grabau.
24. März 2026, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
24. März 2026, 18.30 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Mittwoch, 18. Februar 2026
Bibliophilen-Abend zu E.T.A. Hoffmann
Der nächste Abend der Berliner Bibliophilen steht in Zeichen von E.T.A. Hoffmann, dem auch die derzeitige Ausstellung „Inventing E.T.A. Hoffmann (1776–2026)“ im Stabi Kulturwerk gewidmet ist.
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Im Zentrum des Abends steht der bei Noack & Block 2025 erschienene Titel „SCHNURRPFEIFENKARUSSELL. E.T.A. Hoffmann. Eine Biografie in Gedichten“ von Bernd Hesse und Jörg Petzel, illustriert von Stephan Klenner-Otto, der von den Autoren vorgestellt wird.
Gäste sind wie immer willkommen.
Ausstellung: 27. Februar – 17. Mai 2026
Berliner Bibliophilen Abend: 12. März 2026
Staatsbibliothek zu Berlin
Treffpunkt am Diensteingang
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Staatsbibliothek zu Berlin
Treffpunkt am Diensteingang
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Nürnberg, China und gemalte Musik
Das Ex-Libris-Kabinett auf Schloss Burgk zeigt zur Erinnerung an Eugen F. Strobel-Matza (1931-2018) die Gedenkausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft „Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza“.
Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.
(Juergen K. Klimpke)
Eugen Franz Strobel wurde 1931 in München geboren und hatte später seinen Lebensmittelpunkt in Nürnberg. Den Namenszusatz Matza (Geburtsname) fügte er später als Künstlername hinzu. Nach Gymnasium, Berufsschule und Fachschule studierte Strobel-Matza an der Fachhochschule für angewandte Grafik, freie Grafik und Malerei bei Georg Weidenbacher und A. Gehring. Ab 1965 arbeitete er als freischaffender Kunstmaler und Grafik-Designer in Nürnberg.
Eine große Leidenschaft waren E. F. Strobel-Matza der nahe und der ferne Osten und dessen Kulturen. Er sprach Chinesisch, Japanisch und etwas Indonesisch. Die auf seinen zahlreichen Reisen gesammelten Eindrücke und Erfahrungen verarbeitete er in seinen Werken, in denen er Europa und Asien miteinander verband.
E. F. Strobel-Matza war Synästhet. Das heißt, er konnte Töne sehen. Aufgrund dieser Begabung entstanden viele Kunstwerke, in denen er das malte, was er beim Hören der Musik (z. B. „Parsival“ von Richard Wagner) sah. Eine erste Ausstellung mit diesen Werken fand 1971 auf Schloss Ratibor in Roth statt. Einige dieser „Klangbilder“ sind in der Ausstellung auf Schloss Burgk zu sehen.
Seit Mitte der 1960er-Jahre schuf er für seine tausende Bände zählende Bibliothek Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der Deutschen Exlibris- Gesellschaft. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloss Burgk gezeigt werden.
Komplettiert wird die Ausstellung mit Exlibris, die andere Künstler für ihn schufen und einem Einblick in die Arbeitsweise Strobel-Matzas. Es wird gezeigt, welche Arbeitsschritte er zur Anfertigung seiner Exlibris absolvierte.
(Juergen K. Klimpke)
1. März bis 26. September 2026
Museum Schloss Burgk
07907 Schleiz
Dienstag, 17. Februar 2026
Schätze des Wissens – arabische Handschriften im Dialog
Unter dieser Überschrift starten das Arabische Kulturhaus „Der Divan“ und die Staatsbibliothek zu Berlin eine gemeinsame Veranstaltungsreihe, die sich diesem bedeutenden kulturellen Erbe aus der arabischen Welt widmet. In Vortrags- und Diskussionsrunden veranschaulichen renommierte Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen die Welt der arabischen Handschriften aus historischer, sozialgeschichtlicher, literaturgeschichtlicher sowie naturwissenschaftlicher Perspektive.
Den Auftakt macht Prof. Beatrice Gründler (FU Berlin), die ihren Vortrag den verschlungenen Wegen der Überlieferung der arabischen und weltweit in über 40 Sprachen übersetzten Fabelsammlung „Kalila und Dimna“ widmen wird. Sie stellt zudem spannende digital-gestützte Forschungsansätze dazu vor.
Zu sehen ist eine kleine Auswahl von Originalhandschriften.
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
| Schlussseite einer Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin |
Zu sehen ist eine kleine Auswahl von Originalhandschriften.
gemeinsamer Iftar: 12. März 2026, 19:15 Uhr, um Anmeldung wird gebeten
Vortrag: 12. März 2026, 19:15 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin
Wilhelm-von-Humboldt-Saal
Unter den Linden 8, 10117 Berlin
Schlussseite einer arabischen Handschrift von Kalila und Dimna (Wetzstein II 672) © Stabi Berlin, Orientabteilung
Offener KunstSalon Wiede-Fabrik
Zu einem Rundgang durch Ateliers lädt der KunstSalon ein und öffnet 10 Ateliers.Jedes davon wird zu einem offenen Treffpunkt, an dem in gemütlicher Atmosphäre zu Gesprächen einladen wird: über die Werke, die Arbeitsweisen der Künstlerinnen und Künstler, Kunst, Kultur und Politik…
Begleitet von kleinen kulinarischen Überraschungen und Getränken.
H1 Daxl, Diana Drubach, Simon James, Andreas Jungk, Biljana Mandic, Milan Mihajlovic, Valeska von Brase, HC Ohl, Patrick Öxler, Oskar Rahe und Katarina Sopcic.
28. Februar / 1. März 2026
Wiede-Fabrik
Rambaldistr. 27, 81929 München
Begleitet von kleinen kulinarischen Überraschungen und Getränken.
H1 Daxl, Diana Drubach, Simon James, Andreas Jungk, Biljana Mandic, Milan Mihajlovic, Valeska von Brase, HC Ohl, Patrick Öxler, Oskar Rahe und Katarina Sopcic.
28. Februar / 1. März 2026
Wiede-Fabrik
Rambaldistr. 27, 81929 München
Montag, 16. Februar 2026
wiedergelesen: Graphik zur Literatur
div>Vor 44 Jahren erhielten die Teilnehmer am Jahrestreffen der Pirckheimer Gesellschaft in Leipzig (14. - 16. Mai 1982) eine Mappe mit 8 Blättern im Format 15 x 10,5 cm mit „Graphik zur Literatur“. Sie erschien, von der Bezirksgruppe Leipzig den Teilnehmern des Jahrestreffens gewidmet, in einer nummerierten Auflage von 500 Exemplaren mit Originalgraphiken von
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- Christine Ebersbach zu G.E. Lessing Der Adler (Farbholzschnitt)
- Egbert Herfurth zu J. Jahn Der Krimi (Holzstich, handkoloriert)
- Karl-Georg Hirsch zu C.F. Meyer Der Schuß von der Kanzel (Holzstich)
- Christa Jahr zu Ch. Nodier Bibliomanen (Holzstich)
- Heiner Vogel zu J.P. Hebel Das seltsame Rezept. Aus dem 'Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes' (Holzstich)
- Hans-Joachim Walch zu E. Hemingway Sturmfluten des Frühlings (Holzstich)
- Newena Wendt-Jontschewa zu Mach dich nicht zum Gürtel fremder Hosen - ein bulgarischer Spruchbeutel (Holzschnitt) und
- Volker Wendt zu Das Wetterbüchlein (Decelithstich).
Sonntag, 15. Februar 2026
Jahresgabe 2025 der Wiener Bibliophilen
Die Wiener Bibliophilen-Gesellschaft stellte jetzt auf ihrer Webseite ihre Jahresgabe 2025 vor:
Franz J. Gangelmayer (Hg.): Das Wanderbuch des Buchbindegesellen Franz Jarosch
Gesamtherstellung: Druckerei Janetschek, Heidenreichstein 2025
Hardcover, Leinenband:
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Gesamtherstellung: Druckerei Janetschek, Heidenreichstein 2025
Hardcover, Leinenband:
Munken Pure Rough (1,4faches Volumen) 120 g/m2,
Überzug: Viennaleinen, blau/1110, sichtbare Fadenhaftung
Schriftart: Adobe Geremond Pro
Wanderbuch:
Material Lehnur (strapazierfähiges Naturpapier, mit Textilcharakter) 150 g/m², Steppstichheftung verknüpft
Auflage: 150 Exemplare
Maximilianer-Frühjahrstreffen Rhein-Main-Gebiet 2026
Nach mehreren erfolgreichen Veranstaltungen im letzten Jahr lädt Sibylle Wieduwilt, Antiquarin „Tresor am Römer“, Ende Februar zum nächsten Regionaltreffen im Rhein-Main-Gebiet der Maximilian-Gesellschaft ein.
Geplant ist wieder ein gemütlicher Austausch über das Sammeln von Büchern, Grafiken, Arbeiten auf Papier, Handschriften usw. Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.
Um Anmeldung wird gebeten.
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Um Anmeldung wird gebeten.
24. Februar 2026, 18:30 Uhr
Tresor am Römer
Buch- und Kunstantiquariat
Braubachstraße 32, 60311 Frankfurt
Tresor am Römer
Buch- und Kunstantiquariat
Braubachstraße 32, 60311 Frankfurt
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