Mittwoch, 1. April 2026

Maximilian-Gesellschaft wird in Weimer-Stiftung überführt

Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst hat ihre Mitglieder in Auswertung der tiefgründigen Analyse des Kulturstaatsministers Weimer, die diesen zu dem Schluss brachte, das Sammeln von Büchern sei mit dem Fortschritt der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß, aufgerufen, ihre Bibliotheksbestände, seien es Inkunabeln, Künstler- oder auch Taschenbücher, an die Geschäftsstelle der Maximilian-Gesellschaft mit dem Ziel abzugeben, diese Bücher wieder dem Antiquariatsmarkt zuzuführen. Der Verkaufserlös soll dann in eine Stiftung der Maximilian-Gesellschaft zum Aufbau einer Deutschen Digitalbibliothek fließen, die künftig die Deutsche Nationalbibliothek ersetzen soll.
Obwohl die Namensgebung der neugeschaffenen Stiftung lange diskutiert wurde - einige Maximilianer wollten am ursprünglichen Namen festhalten und die Gesellschaft durch den Namen Maximilian-Stiftung in die moderne Zeit retten - wurde sie durch endgültige Entscheidung des Kulturstaatsministers "Weimer-Stiftung zur Digitalisierung alter und neuer Buchkunst" benannt und die Maximilian-Gesellschaft gab mit heutigem Datum ihre Auflösung zum Ende des Geschäftsjahrs bekannt. Weitere bibliophile Gesellschaften wollen diesem Beispiel, so Wolfram Weimer in einem Interview, folgen.

3 Kommentar(e):
1. April 2026: Bücherfreundin hat gesagt…
Kluge Entscheidung!😀





1. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
genauer Wortlaut des Interviews hier
1. April 2026: Rainer Schulze hat gesagt…
Hoffen wir mal, dass es nicht irgendwann wirklich soweit kommt, dass die Literatur und Kunst nicht nur kaputtgespart, sondern tatsächlich dematerialisiert wird und in einem virtuellen Nirwana verschwindet.





2. April 2026: Abel Doering hat gesagt…
Das war natürlich ein Aprilscherz!

Obwohl ... ?
Das Interesse am Besitz des gedruckten Buches nimmt ab, Viele lesen verstärkt auf E-Readern und Laptops. Zwar steigen die Umsätze der Buchhandlungen noch immer, wenn auch sehr geringfügig, aber das ist sicher auch auf erhöhte Buchpreise zurückzuführen. Und Künstlerbücher und gut gemachte bibliophile Ausgaben haben halt ein kleines Klientel. Diese bibliophilen Freunde werden darüber hinaus immer weniger, wie sich gerade am Erlöschen des „Verein(s) der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt“ zeigt.

Auf der anderen Seite ist es gerade deshalb wichtig, das gedruckte Buch als Kulturgut zu bewahren!

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